Samstag, 9. September 2017

Frittata aus Resten

Hallo meine Lieben,

ich versuche wirklich, so wenig wie möglich Lebensmittel zu verschwenden. Das ist wohl etwas, das ich schon in frühester Kindheit in Omas Küche verinnerlicht habe. Meine Großeltern haben eine Zeit kennengelernt, in der es buchstäblich Nichts zu essen gab. Diese Erfahrung musste Gott sei Dank seit über 70 Jahren niemand mehr in Europa machen. Trotzdem schadet es nicht, sich bewusst zu machen, dass Lebensmittel zum Essen da sind und nicht zum Wegwerfen. So liegt mir viel daran, auch aus Resten noch etwas zu machen. Was eigentlich immer geht ist eine Frittata.

Gestern gab es bei uns Kartoffelspalten aus dem Backofen und Pfannengemüse, davon ist noch etwa eine Portion übrig. Außerdem habe ich noch etwas Tomatenbutter vom letzten Grillabend im Kühlschrank und ein paar Frühlingszwiebeln. Eier und Frischkäse sind eigentlich immer im Haus. Mehr braucht es gar nicht für ein leckeres Resteessen.

Natürlich könnt ihr alles an Gemüse nehmen, was ihr übrig habt oder - falls mal keine Reste da sind - nehmt einfach frisches Gemüse. Eine Paprika, 2 Tomaten, vielleicht Zucchini, Kichererbsen oder Mais? Alles, wonach euch gerade ist.

Dazu braucht ihr dann:
1-2 Portionen Reste
150 g Frischkäse
6 Eier
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
1-2 EL Butter







So wird's gemacht:

1. Eier mit Frischkäse verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. In einer feuerfesten Form oder eine Pfanne (für den Backofen geeignet) die Butter zerlassen. Gemüsereste kurz nochmals andünsten, ggf. frisches Gemüse vorher dünsten und dann die Reste dazu geben.

3. Eiermasse darübergießen und mit geschlossenem Deckel 3-4 Minuten erhitzen. Dann im unteren Drittel in den Backofen schieben und dort stocken lassen. Je nachdem wie dick eure Frittata wird kann das 25 bis 45 Minuten dauern. Schaut einfach immer wieder mal nach ob die Masse schon fest ist.


Die Frittata wird in Stücke geschnitten serviert und schmeckt einfach immer großartig. Wie ist das bei euch mit Resten? Bleibt öfter mal was übrig und was macht ihr damit?

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 6. September 2017

Glutenfreier Käsekuchen

Hallo meine Lieben,

ich habe jetzt einige Zeit experimentiert damit ich einen vernünftigen glutenfreien Mürbeteig zustande bringe. Leider habe ich dazu absolut keine brauchbaren Rezepte im Netz gefunden, da die entweder so glorreiche Tipps haben wie "glutenfreies Mehl verwenden" oder aber man braucht ungefähr 10 verschiedene Mehlalternativen, die aber kein normaler Laden führt und die zudem richtig ins Geld gehen.

Warum eine glutenfreie Mehlmischung nichts für mich ist? Nun ja, ich selbst habe kein Problem mit Gluten und bin auch kein Fan von der gerade gehypeten glutenfreien Ernährung. Aber ich habe unter meinen Freunden und Kollegen Menschen, die leider auch kein Maismehl vertragen. Maismehl ist aber in ziemlich jeder glutenfreien Mehlmischung enthalten - daher sind die alle aus dem Rennen.

Für meinen glutenfreien Käsekuchen habe ich das Rezept von meinem Lieblingskäsekuchen genommen und abgewandelt. Alle Mehlsorten habe ich im Supermarkt bekommen. Wenn ihr keine Pfeilwurzelstärke bekommt könnt ihr auch Kartoffelstärke verwenden.

Für eine 24cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
50 g Reismehl
50 g Kokosmehl
30 g Buchweizenmehl
20 g Pfeilwurzelstärke
100 g gemahlene Mandeln
160 g Zucker
2 Eier
125 g kalte Butter
ggf. 1-2 EL eiskaltes Wasser

Für die Käsecreme:
750 g Quark
150 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb
40 g Pfeilwurzelstärke
1 Vanilleschote
1/2 Zitrone
400 ml Milch
150 ml Tasse Speiseöl

Und so wird's gemacht:

1. Zuerst die verschiedenen Mehle und die Mandeln gleichmäßig vermischen. Dann alle Zutaten für den Teig mit den Händen oder dem Flachrührer der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie einwickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 170°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

3. Die Zitrone auspressen.

4. Vanilleschote mit einem scharfen Messer längs halbieren und das Mark auskratzen.

5. Alle Zutaten für die Creme in eine Rührschüssel geben und mit niedriger Geschwindigkeit mit dem einem Schneebesen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.

6. Eine Springform einfetten und den Teig mit den Händen oder einer Teigrolle hineindrücken. Einen etwa 2-3 cm hohen Rand formen.

7. Die Käsecreme auf den Teigboden gießen.

8. Etwa 60-70 Minuten backen, je nachdem wie dunkel ihr den Kuchen mögt. Ich mag es, wenn der Kuchen nur am Rand leicht goldbraun wird und in der Mitte noch schön hell ist.



Wenn ihr den Kuchen nicht nur glutenfrei sondern auch mit weniger Kohlenhydraten (und Kalorien) backen wollt könnt ihr den Zucker ganz oder teilweise durch Birkenzucker (Xylit) ersetzen. Ich habe bei meinem Rezept jeweils nur die Hälfte des Zuckers ersetzt, da Xylit leider nicht so schön karamellisiert und dem Kuchen daher die Bräune und das Aroma ein bisschen verloren gehen. Aber gehen tuts :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 27. August 2017

Cashew-Nuggets - vegan und richtig gut

Hallo meine Lieben,

vegan und lecker - ein Widerspruch? Im Gegenteil! Ich probiere einfach gern neue Rezepte aus und wandele Rezepte mit Fleisch in fleischlose Varianten um. Wenn ein Rezept dann auch noch vegan wird ist das ja auch nicht schlimm :-)

Wahrscheinlich kennt ihr alle die Hühnchen-Nuggets einer berühmten amerikanischen Fastfood-Kette. Zugegeben, so ein bis zwei Mal im Jahr packt mich da schon die Sehnsucht. Aber ich glaube, dass diese Sehnsucht nun mit diesem Rezept ein Ende hat, denn die Cashew-Nuggets sind echt unglaublich gut! Paniert, in Öl gebraten und mit einem würzigen, zarten Innenleben ersetzen sie leicht alle fleischigen Varianten.

Die Zubereitung braucht etwas Zeit - nein, vielmehr braucht ihr etwas Geduld bei der Zubereitung, denn viel Arbeit steckt nicht drin. Probiert es einfach mal aus und schreibt mir, wie euch die veganen Nuggets geschmeckt haben.

Noch ein Tipp zu den Zutaten: Flohsamenschalenpulver und Hefeflocken gibt es zum Beispiel bei dm - drogeriemarkt.

Für 4 Portionen braucht ihr:

200 g Cashewkerne
400 ml Wasser
2 gehäufte EL Flohsamenschalenpulver
4 gehäufte EL Hefeflocken
Saft einer Bio-Zitrone
1 TL Salz
100 ml Sojasahne
150 g Paniermehl
Rapsöl zum Anbraten

So wird's gemacht:

1. Einen halben Liter Wasser aufkochen und 150 g Cashewkerne damit übergießen. Für eine halbe Stunde beiseite stellen.

2. Die übrigen Cashewkerne fein hacken und mit den Semmelbröseln vermischen.

3. Wenn die Cashewkerne eingeweicht sind das Wasser abgießen. 400 ml Wasser mit Flohsamenschalenpulver anrühren und kurz quellen lassen.

4. Gelee und Cashewkerne mit den übrigen Zutaten in einem Blender oder mit dem Stabmixer gründlich mixen. Dabei entsteht eine zähe, kompakte Masse.

5. Eine flache Schale mit Frischhaltefolie auslegen, die Masse darauf geben und glatt streichen. Die Schicht soll maximal 1 cm dick sein. Mit Frischhaltefolie abdecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach zwei Stunden für ungefähr eine halbe Stunde in den Gefrierschrank oder das Gefrierfach stellen.

6. Die gekühlte Cashewmasse auspacken und in mundgerechte Stücke schneiden.

7. In einen Teller die Sojasahne, in einen zweiten Teller die Paniermehl-Cashew-Mischung geben. Dann die Stücke zuerst in Sahne wenden, dann in den Semmelbröseln wälzen und gut andrücken.

8. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Nuggets von beiden Seiten goldbraun anbraten.


Die Nuggets schmecken toll mit Ketchup oder Barbequeuesauce, auch ein Dip aus Sojajoghurt, Zitronensaft und Basilikum schmeckt super lecker und würzig-frisch dazu.
Insgesamt dauert die Zubereitung ungefähr 3 Stunden, aber ihr habt dabei nur 30 Minuten zu tun, den Rest der Zeit könnt ihr nutzen um eines meiner anderen Rezepte auszuprobieren. :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 9. August 2017

Die Gedanken sind frei...

Meine Lieben,

in einem alten deutschen Volkslied heißt es in der ersten Strophe

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann Sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei,
die Gedanken sind frei.


Soweit, so tröstlich. Ist es doch in einer Zeit, in der vielerorts auf der Welt von machthungrigen Individuen vorgegeben wird was gedacht werden darf, eine Wohltat zu wissen: Ich darf alles denken was ich nur will!

In der zweiten Strophe des Liedes heißt es dann:

Ich denke was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.


Dieser Teil des Liedes sollten sich viel mehr Zeitgenossen zu Herzen nehmen! Ich bin wirklich glücklich und froh, dass Gedanken frei sind. Aber nur weil ich alles denken darf muss ich es nicht auch alles laut in die Welt hinaus posaunen.

Genau genommen dürfte ich mir auch alles was ich hier aufschreibe denken - still und leise und ganz allein für mich. Ich darf es sogar aufschreiben und veröffentlichen. Was für eine großartige Errungenschaft unserer freien Gesellschaft! Müsst ihr es lesen? Nein - auch wenn ich mich über jeden Leser und jede Rückmeldung freue - ihr dürft mich gerne auch ignorieren. Ebenso wie ich nicht alles Lesen, sehen und hören will was andere denken, sagen und schreiben. Facebook und Twitter sind voll von Informationen, die jemand in einem Moment für so wichtig hält, dass sie in die Welt hinaus getragen werden müssen.

Ein Facebook Post, den ich ignoriere, lässt mich für gewöhnlich in Ruhe. Manchmal kommt er durch die Hintertür wieder in meine Timeline, wenn jemand unter meinen Freunden den Post liked oder kommentiert. Dann ignoriere ich ihn meist nochmal und damit hat es sich auch. Entweder interessiert mich nicht was da geschrieben steht oder ich möchte einfach nicht darüber diskutieren oder beim Thema mitreden oder, oder, oder...

Was aber macht man, wenn man eine Information unaufgefordert per Email bekommt? Eine ausführliche Email über eine knappe DIN A4 Seite voller "Gründe" warum etwas nicht funktioniert. Ja, man kann mit viel viel Augenzudrücken und Amthemavorbeidenken auf die Idee kommen, ich sei der richtige Adressat für ein "konstruktives Feedback".

Von konstruktiv waren die Emails jedoch Lichtjahre entfernt. Auch nach mehrmaligem Durchlesen finde ich nur Ausreden, fadenscheinige Behauptungen und jede Menge Unwillen, die eigene Leistung zu hinterfragen und an sich selbst den Fehler zu suchen bzw. wenn schon nicht den Fehler, dann doch zumindest die Möglichkeit zur Optimierung.
Keine Spur!
Jetzt würde ich ja sogar noch weiter darüber nachdenken, wenn ich das, was da geschrieben steht auch nur im Ansatz nachvollziehen könnte oder und er Praxis schon ähnliches erlebt hätte. Aber weit gefehlt. In meinem Umfeld finden diese beschriebenen Probleme nicht statt. Ein paar Telefonate zum Erweitern meines Horizonts ergaben: Auch bei allen Befragten ist die Lage ähnlich wie bei mir. KEINE PROBLEME!

Glaubt man den Verfassern der Mails ist die Lage dort aber eine ganz andere. In meiner Fantasie sehen sich diese einem wütenden Mob aus Fackel- und Mistgabelträgern ausgesetzt und kämpfen ums schiere Überleben.

Da ich mich jedoch weder für die persönlichen Befindlichkeiten der Verfasser verantwortlich fühle noch Potential erkennen kann, welches mich eventuell noch hätte ermuntern können hier mehr Zeit und Energie zu investieren, habe ich beschlossen die Emails zu ignorieren. Klappt bei Facebook und Twitter ja auch.

Leider musste ich heute erkennen, dass die Verfasser es damit nicht gut sein lassen wollen. Zwar wurde in den ersten Mails mit keinem Wort eine Rückmeldung von mir verlangt, doch wurde ich jetzt sehr deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass man doch mit einer Antwort gerechnet habe und die ja bisher ausgeblieben sei.
Nun bin ich wirklich ratlos. Was soll ich antworten, wenn meine ersten Reaktionen alle knapp an den Grundregeln des höflichen Umgangstons vorbei zielen?

Ein "Anstatt mich mit eurem Gejammert zu nerven solltet ihr einfach mal bei euch selbst prüfen woran es liegen könnt!" ist noch das weichgespülteste Satzkonstrukt, was mir einfallen will.

"Hört endlich auf andere für eure Unfähigkeit verantwortlich zu machen" kommt meinem Gefühl schon deutlich näher.

Da ich fließen zynisch spreche könnte es auch ein "Hiermit verleihe ich dir/euch den goldenen Vollpfosten" werden.

Um auf das Volkslied zurück zu kommen: Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht es wäre bei Gedanken geblieben. Keiner hätte Sie zu Papier gebracht oder wenn doch, dann niedergeschrieben und weggeworfen. Die "Kläranlage des Geistes" kann sehr hilfreich sein ohne andere damit zu belasten.


Was mich an der Sache so nervt und warum ich darüber schreibe:

Ich mag es nicht, wenn man die Fehler immer bei anderen sucht.

Ich wünsche mir mehr Eigeninitiative und weniger Warten darauf, dass andere es schon richten werden.

Wer Hilfe erwartet sollte bereit sein sich helfen zu lassen.

Wenn etwas nicht gelingt, versuche es anders! Es bringt dich nicht weiter wenn du immer dieselben Fehler machst. Mach andere und lerne daraus!

Höre deinen Mitmenschen zu!

Wenn jemand nicht versteht, was du erklärst, dann erkläre es in anderen Worten. Sind deine Worte nicht die richtigen, benutze andere Worte!

Willst du Erfolg haben, sei erfolgreich! Denke positiv! Stelle dir vor wie es sich anfühlt, wenn du ein Ziel erreichst, dann erreichst du es auch!

Formuliere positiv! Das beeinflusst deine Gedanken und dein Handeln. Wenn etwas misslingt sage dir "nächstes mal gelingt es mir" und nicht "es ist schon wieder nichts geworden"!

Akzeptiere es, wenn ich nicht auf Jammern und Nörgeln reagiere. Ich will mich nicht von deinen negativen Gedanken herunterziehen lassen. Ich lasse dich damit nicht im Stich. Willst du konstruktiv an einer Lösung arbeiten bin ich für dich da. Willst du jammern ohne etwas zu verändern, dann such dir jemand anderen!

Versuche nicht deine Probleme zu meinen zu machen.

Mich haben diese Emails jetzt viel Zeit und Energie gekostet ohne dass sie irgendwem genutzt hätten. Die Verfasser sind noch immer unzufrieden und zusätzlich bin auch ich unzufrieden. Ein Zustand, den ich mir nicht ausgesucht habe und für dessen Beseitigung ich wieder Energie aufwenden muss.


Wer jetzt immer noch da ist und bis hierher gelesen hat: Wie denkst du darüber? Was sind deine Ratschläge für mich oder solche Minusmenschen wie ich sie beschrieben habe? Wie geht ihr damit um, wenn andere ihre Probleme zu euren machen wollen?

Heute ist leider kein Rezept für den Backofen dabei - aber vielleicht kommt mit eurer Hilfe ein Rezept für das Leben zustande. Bis dahin lautet die Antwort: 42

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 3. August 2017

Sommerliche Mangotarte

Hallo meine Lieben,

wenn man es genau bedenkt leben wir im Paradies. Das ganze Jahr über gibt es verschiedene Früchte und Gemüse, die hierzulande wachsen. In vielen Regionen unseres Landes gibt es Spezialitäten wie Obstanbau, Weinbau und andere tolle Sachen. Und doch finden wir auf Märkten und im Supermarkt Früchte aus fernen Ländern, die teils sogar mit dem Flugzeug anreisen.

Ich möchte hier jetzt aber gar nicht über den ökologischen Fußabdruck einer Flugananas im Vergleich zu einem Lagerapfel reden. Darüber ließe sich hervorragend streiten. Mir gehts aber hier in erster Linie um Genuss und ich finde, der ist auch erlaubt und nötig. Mein Wunsch ist nur, dass jeder beim Einkaufen nachdenkt und so bewusst kauft wie es eben möglich ist. Ein kleiner Beitrag von allen ist besser als die Aufopferung einiger Weniger.


Bei mir sind es Mangos, auf die ich einfach nicht verzichten mag. Sie schmecken so nach Sommer, Sonne und Urlaub... schon beim Schreiben dieses Textes gerate ich ins Schwärmen. Warum also nicht auch beim Backen Mangos verwenden? Ich habe euch schon einmal eine Mangotarte mit Kokos und Limetten vorgestellt und heute habe ich für euch eine Mangotarte, bei der diese herrliche Frucht die Bühne ganz für sich alleine bekommt. Nur Mango. Nur köstlich! Probiert es doch gleich mal aus...

Für eine Tarteform mit 26 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
1 Ei
75 g Zucker
75 g Butter
200 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Creme:
200 g Quark
30 g Zucker
250 ml Mangopüree
2 Eier
Saft einer halben Limette
35 g Speisestärke

So wird's gemacht:

1. Einen Mürbeteig herstellen und in Folie gewickelt mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Mango vom Kern lösen und die Schale entfernen. Das Fruchtfleisch mit dem Limettensaft pürieren. Eine kleine Mango ergibt ungefähr die benötigte Menge.

3. Den Mürbeteig entweder auf der bemehlten Arbeitsfläche oder auf Backpapier ausrollen oder direkt in die Form drücken.

4. Den Quark mit Püree, Stärke, Zucker, einem Ei und einem Eigelb verrühren. Das übrige Eiweiß zu Schnee schlagen und den Eischnee unter die Masse heben.

5. Mangomasse auf den Mürbeteig gießen und die Tarte auf der zweiten Schiene von unten etwa 35 bis 40 Minuten backen bis der Rand leicht Farbe bekommt und die Masse fest wird. In der Form auskühlen lassen.


Die Tarte schmeckt gut gekühlt sehr gut, aber auch bei Zimmertemperatur ist die ein Genuss. Ein Klecks Sahne und eine frische Erdbeere dazu erfreuen zusätzlich noch das Auge :-)

Viel Freude beim Genießen und alles Liebe
Euer Steffen





Mittwoch, 26. Juli 2017

Aprikosen-Buttermilch-Kuchen

Hallo meine Lieben,

Aprikosen oder Marillen - egal wie man sie nennt - ich liebe sie! Aber nur die reifen, süßen Früchte. Nicht diese hellgelben Kugeln, die in Geschmack und Konsistenz einem Gummiball ähneln und die es in viel zu viel Plastik eingepackt in den Supermärkten schon im Frühjahr zu kaufen gibt. Aprikosen muss man im Sommer genießen. Wenn sie prall, reif und mit einer roten, sonnenzugewandten Seite vom Baum gepflückt werden.

Wie viele andere Früchte gibt es Aprikosen auch als Konserve aus der Dose. Aber ich finde die sind keine gute Alternative. Obst und Gemüse mag ich einfach am liebsten wenn es gerade Saison hat.

Heute habe ich einen leichten und fruchtigen Kuchen für euch, den ihr auch prima zum Picknick mitnehmen könnt.





Für eine Kastenform mit 28 cm Länge braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g Butter
200 g Zucker
3 Eier

Mark von einer Vanilleschote

400 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

300 ml Buttermilch

6 - 8 Aprikosen 

2 EL gehackte Mandeln
2 TL Vanille-Zucker



So wird's gemacht:

1. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Die gehackten Mandeln mit Vanille-Zucker vermischen und beiseite stellen. Aprikosen waschen, entsteinen und in Würfel schneiden.

3. Butter und Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Das Vanillemark ebenfalls dazu geben. Anstelle einer Vanilleschote könnt ihr auch 1/2 TL Vanillepulver oder 2 TL Vanilleextrakt nehmen.

4. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Buttermilch unter die Eiermasse rühren.

5. Die Aprikosenwürfel unter den Teig heben und anschließend in die Kastenform füllen.

6. Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 50 Minuten backen. Nach 20 Minuten die 



Mandel-Zucker-Mischung auf dem Kuchen verteilen.

Falls der Kuchen vor Ende der Backzeit (Stäbchenprobe!) schon die gewünschte Bräune erreicht hat einfach mit Alufolie abdecken und weiter backen bis kein Teig 
mehr am Holzstäbchen kleben bleibt.


Ich bin gespannt was ihr zu diesem Rezept sagt. Probiert es gleich mal selber aus und schreibt mir einen Kommentar.

Alles Liebe
Euer Steffen



Sonntag, 16. Juli 2017

Samsung Galaxy Tab S3 Wi-Fi - Test

Hallo meine Lieben,

wie ihr ja bestimmt schon alle mitbekommen habt, darf ich hin und wieder tolle Produkte ausprobieren und darüber berichten. Dieses Mal habe ich das große Glück ein nagelneues Tablet testen zu können. Das Samsung Galaxy Tab S3 Wi-Fi. Seit ein paar Wochen habe ich das Tablet jetzt schon zuhause und damit reichlich Gelegenheit zum Ausprobieren. Daher möchte ich meine Erfahrungen jetzt mit euch teilen.

Das Samsung Galaxy Tab S3 ist mein erstes Tablet von Samsung und ich habe es jetzt über zwei Wochen lang ausprobiert. Anfangs war es für mich etwas ungewohnt mich zurecht zu finden, aber das hat man schnell raus. Nur die Steuerung durch Gesten vermisse ich wirklich.
Der mitgelieferte Stylus Pen entschädigt aber für vieles, denn er ist wirklich super handlich und richtig einfach und komfortabel in der Handhabung.

Die Bildqualität des Displays ist - typisch Samsung - erste Sahne und auch beim Ton bleiben dank der Unterstützung von vier (!) tuned by AKG-Lautsprechern keine Wünsche offen.

Haptik und Optik sind unaufdringlich angenehm, das Gewicht des Tablets überraschend leicht. Dennoch liegt es gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an.


Ich benutze es mit einem Cover samt integrierter Tastatur. Diese ist ein wenig klein, aber für den Alltag doch gut zu gebrauchen. Das Tab hält im Cover nur durch Magnete und hat somit keinen Schutz für die Kanten bei einem Sturz. Das ist ein Manko, das man zulasten des Designs in Kauf nehmen muss.

Die eingebaute Kamera macht auch bei extremen Lichtverhältnissen (sehr sonnig / sehr schattig) noch gut brauchbare Bilder und Videos, die sich völlig unkompliziert auch direkt vom Tab auf einem Samsung TV wiedergeben lassen. Umgekehrt kann man auch das TV-Programm ganz einfach auf dem Tab verfolgen.

Einzig und allein der Fingerabdruck-Sensor im Home-Button konnte mich bisher überhaupt nicht überzeugen. Ich habe mehrere Finger von beiden Händen eingelesen, aber es klappt nur in 2 von 10 Versuchen reibungslos. Das ist enttäuschend und in meinen Augen ein echter Mangel. Auch die beiden Bedienelemente rechts und links des Home Buttons sind sehr unpraktisch. Wenn ich das Tablet mit der Hand festhalte komme ich immer wieder auf eines der beiden Felder, was mich dann einfach aus der gerade offenen App hinaus wirft. leider sind die beiden "Knöpfe" auch nicht zu sehen bis man drauf drückt - dann leuchten sie kurz auf. Extrem ärgerlich und für mich einfach nicht sauber durchdacht.

Für die ersten Wochen hat mich das Samsung Galaxy Tab S3 bis auf wenige Ausnahmen überzeugen können. Dennoch bin ich mit meinem bisherigen Tablet - wahrscheinlich auch wegen der Gewohnheit - deutlich zufriedener. Zwar hat das keine so tolle Bildqualität und keinen Stereo Sound, aber es läuft auch nach 5 Jahren noch einwandfrei und vor allem wirft es mich nicht einfach so aus den Apps, wenn ich es am Rand anfasse. Wenn mein Tablet jetzt noch so komfortabel mit dem Stift bedient werden könnte.... :-)

Wie ist das bei euch? Habt ihr ein Tablet? Wofür nutzt ihr es hauptsächlich und welche Funktionen sind euch wichtig?
Ich freue mich auf eure Kommentare und Nachrichten.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 15. Juli 2017

Mohn-Dattel-Schnecken

Hallo meine Lieben,

wenn kleine Kinder sprechen lernen fängt es meist mit einfachen Worten an. Im Laufe der Zeit werden es mehr Worte und diese werden dann aneinander gefügt. Irgendwo schnappt das Kind dann neue Worte auf und die Eltern sind ganz verblüfft, woher der/die Kleine das nun wieder hat. Ist der Wortschatz erst einmal groß genug steigt die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten immens an und das Kind kann sich immer besser und ausdrücken. Übrigens geht es uns "Großen" genauso, wenn wir eine Fremdsprache erlernen.

Warum erzähle ich euch hier über Worte und Sprache? Nun, in gewisser Weise verhält es sich mit Kochen und Backen auch wie mit einer Sprache. Zuerst einmal lernen wir einfache, kleine Gerichte zu kochen. Manche fangen mit Wasser, Tee oder Kaffee an. Dann irgendwann die erste eigene Pasta, der erste Kuchen - vielleicht noch eine Backmischung. So erweitern wir unseren "Wortschatz" in der Küche. Je umfangreicher unser Wortschatz ist, desto leichter fällt es uns, neue Worte zu erfinden, oder bekannte zu kombinieren und daraus etwas Neues zu erschaffen.

Ich habe für mein heutiges Rezept einfach drei "Worte" kombiniert, die alle nicht ins fortgeschrittene Vokabular gehören. Mein Hefeteig-Grundrezept, eine Mohnfüllung und Datteln. Keine große Herausforderung also, aber ein tolles Ergebnis.

Ihr braucht dafür:
🖨 Rezept als PDF

250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
40 g Zucker
40 g Butter
125 ml Milch
1 Prise Salz

250 g Mohnfüllung
(fertig oder selbst gemacht)
100 g Datteln

1/2 TL abgeriebene Orangenschale
ggf. Puderzucker für Glasur


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hinein bröckeln. Milch und Zucker dazu geben und zu mit der Hefe zu einem Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Danach die Butter und das Salz dazu geben und alles zu einem geschmeigen Teig verkneten.

2. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln.
Währenddessen die Datteln mit lauwarmem Wasser übergießen bis sie gerade so bedeckt sind und einweichen lassen.

3. Den aufgegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Dann zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen. Backofen auf 175°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

4. Die eingeweichten Datteln gut ausdrücken. Das Wasser dabei auffangen und beiseite stellen.

5. Anschließend die weichen Datteln sehr fein hacken oder besser im Mixer fein zerkleinern. Die Dattelmasse vermischt ihr jetzt mit der Mohnfüllung. Ihr könnt nach Belieben noch mit etwas Orangenblütenwasser oder abgeriebener Orangenschale und Zimt würzen.

6. Die Mohn-Dattel-Masse auf dem Teig Versteichen und diesen dann von der langen Seite her aufrollen. In gleichmäßige Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Wenn ihr das Ende der Rolle nach unten einschlagt gehen die Schnecken beim Backen nicht so leicht auseinander.



7. Auf der mittleren Schiene etwa 15 bis 20 Minuten backen.



8. Puderzucker mit etwas vom Einweichwasser der Datteln anrühren und die Schnecken damit glasieren.


Ich bin gespannt darauf wie euch das Rezept gefällt. Schreibt mir doch eine Nachricht oder einen Kommentar mit eurer Meinung.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 24. Juni 2017

Rhabarberkuchen mit Vanillecreme vom Blech

Hallo ihr Süßen,

es ist doch immer wieder erstaunlich. Rezepte, die sich augenscheinlich gleichen ergeben doch ganz unterschiedliche Kuchen. Ich habe lange überlegt, ob ich euch dieses Rezept vorstelle, da ich ja schon einen Rhabarberkuchen mit Pudding und Streuseln auf meine Blog habe. Aber auch wenn beide Rezepte recht ähnlich sind finde ich die Ergebnisse doch so verschieden, dass ich euch beide Rezepte zeigen möchte.

Mit diesem Rhabarberkuchen holt ihr euch den Frühling auf die Kaffeetafel - für die ganze Familie!
Die frische Vanillecreme und die knusprigen Streusel umrahmen den fruchtig-säuerlichen Rhabarber perfekt und ergeben zusammen eine herrliche Komposition.

Für ein Backblech braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Boden:
400 g Mehl
250 g Zucker
1/2 TL Vanillepulver
oder 2 TL Vanilleextrakt
1 TL Backpulver
250 g Butter
4 große Eier
1 Prise Salz
50 ml Milch







Für die Creme:
1,25 kg Rhabarber
80 g Zucker
2 Päckchen Vanillepudding-Pulver
1 Liter Milch
250 g Quark
1/2 TL Vanillepulver











Für die Streusel:
50 g gemahlene Mandeln
150 g Mehl
100 g Butter
70 g brauner Zucker










So wird's gemacht:

1. Vanillepudding nach Packungsanleitung kochen und in den noch warmen Pudding den Quark und die Vanille einrühren. Ein Stück Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen und beiseite stellen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech und einen rechteckigen Backrahmen einfetten.

3. Butter schaumig rühren und Zucker, Salz und Vanille dazu geben. Eier nacheinander unterrühren und die Milch dazu geben.

4. Mehl und Backpulver mischen, löffelweise unterrühren. Wenn der Teig glatt gerührt ist gleichmäßig auf dem Backblech im Rahmen verteilen.

5. Rhabarber putzen und in etwa 2-3 cm große Stücke schneiden. Jetzt die Vanillecreme auf dem Teig Glattstreichen und die Rhabarberstücke darauf verteilen.

6. Die Zutaten für die Streusel mit den Händen vermengen und über den Rhabarber bröseln. Auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten backen.


Ihr könnt natürlich auch ohne Backrahmen arbeiten, dann solltet ihr aber ein tiefes Blech nehmen, damit euch die schöne Vanillecreme nicht davon läuft. Diesen Kuchen könnt ihr übrigens im Sommer auch ganz prima mit Johannisbeeren oder anderen säuerlichen Früchten anstelle des Rhabarbers backen.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rhabarberkuchen mit Joghurtguss

Hallo meine Lieben,

manchmal denke ich, ich hätte jetzt langsam alle denkbaren Rezepte für Rhabarberkuchen durch - und dann entdecke ich doch noch ein neues. Bei dem Rezept, das ich euch heute vorstellen möchte bin ich von der Optik und dem Geschmack des Kuchens wirklich begeistert. Mein Spatzl bleibt zwar dabei, dass der Rhabarberkuchen mit Baiser einfach unschlagbar ist, aber dieser hier sei "auch gut". Bei einem Unterfranken entspricht das ungefähr der Note 1. :-)

Leider ist Rhabarberzeit ja immer sehr begrenzt und daher häufen sich dann zu dieser Zeit aber auch die entsprechenden Rezepte. Mein Blog ist aber ja inzwischen auf rund 300 Rezepte angewachsen und so findet ihr bestimmt auch in den älteren Beiträgen etwas ohne Rhabarber. Stöbert doch einfach mal durch die Beiträge und sucht euch eure Lieblinge aus.

Für eine 26er Form braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Boden:
100 g Zucker
1 EL Semmelbrösel
125 g Butter
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver
5-6 Stangen Rhabarber

Für den Guss:
150g Zucker
200 g Joghurt (natur)
100 g Schlagsahne
1 EL Vanillezucker
3 EL Speisestärke
2 Eier
1 TL abgeriebene Zitronenschale


So wird's gemacht:

1. Springform einfetten und Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter mit Zucker, Semmelbrösel und Ei verrühren. Dann das Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unterrühren. Rhabarber putzen und in etwa 1-2cm große Stücke schneiden.

2. Teig in die Form geben und mit den Händen gleichmäßig andrücken. Rhabarberstücke darauf verteilen und leicht festdrücken. Auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.

3. In der Zwischenzeit den Joghurtguss vorbereiten. Dazu die Eier trennen und das Eigelb mit Joghurt, Sahne, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Stärke vermischen. Eiweiß zu Schnee schlagen und unterheben. Den Eischnee erst kurz bevor der Guss gebraucht wird aufschlagen, sonst fällt er zu sehr in sich zusammen.

4. Den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und mit dem Joghurtguss übergießen. Dann wieder zurück in den Ofen und weitere 30 Minuten backen bis der Guss ganz leicht golden wird. In der Form auskühlen lassen.


Der Kuchen ist eine wunderbare Kombination aus sauer, süß und cremig. Der Joghurt verleiht dem Ganzen eine schöne frische Note. Gut gekühlt ist der Kuchen an heißen Tagen ein wahrer Genuss. Dazu eine Tasse Cappuccino oder auch eine fruchtige selbstgemachte Limonade... ein Traum!

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen