Sonntag, 11. November 2018

Süßkartoffelauflauf mit Pekannuss-Kruste

Hallo meine Lieben,

in den letzten Wochen habe ich meinen Blog und damit auch euch, meine Lieben, ziemlich vernachlässigt.
Es war ziemlich viel los bei mir. Angefangen bei der Arbeit, die mich zur Zeit sehr in Beschlag nimmt, über die diversen privaten Projekte, die man ganz nebenbei auch noch so bewältigen muss hin zum ganz banalen Alltag, für den dann oft schon kaum noch Zeit bleibt.

Ihr alle kennt bestimmt solche Phasen im Leben, in denen man das Gefühl hat nur noch ein Zahnrädchen im großen Räderwerk zu sein. Wichtig bei diesem Gedanken sind für mich zwei Punkte:
1. Wenn ich ein Zahnrad in einem Getriebe bin, funktioniert das Getriebe ohne mich auch noch und nehme ich mich vielleicht zu wichtig?
2. Ist der richtige Gang eingelegt? Also wird die eingesetzte Energie effizient genutzt und an die richten Stellen übertragen?

Egal wie anstrengend und stressig das Leben gerade ist, ich darf nie vergessen mir diese beiden Fragen zu stellen. Ganz schnell erwische ich mich nämlich dann dabei, dass ich zuviel Energie auf zu unwichtige Dinge leite. Zum Beispiel indem ich mich über Dinge aufrege, die ich nicht ändern kann. Und dabei kommen dann andere Bereiche des Lebens zu kurz. Solange man das rechtzeitig merkt, oder einen der eigene Partner, die Familie der Freunde wieder auf Spur bringen ist alles gut. Ich bin dankbar, dass ich solche Menschen um mich habe.

Dankbarkeit. Das bringt mich jetzt über eine große gedankliche Schleife zu meinem heutigen Rezept. Es handelt sich dabei nämlich um ein Rezept für eine klassische Beilage zu einem amerikanischen Thanksgiving-Dinner. Süßkartoffelauflauf. Aber auch ohne Truthahn und ohne hemmungslose Völlerei ist das eine tolle Beilage oder in meinem Fall sogar ein ganz ausgezeichnetes Hauptgericht. Ich habe dieses Rezept auf www.cancerschmancer.org entdeckt und für euch ausprobiert und übersetzt.

Als Beilage reicht die Menge für etwa 12 Portionen, als Hauptgericht für 6.
🖨 Rezept als PDF

Ihr braucht dafür:

1,5 kg Süßkartoffeln
125 ml Milch
30 g Butter
1/2 TL Vanillepulver
1 TL Salz

Für die Kruste:

100 g Haferflocken kernig
75 g Pekannüsse
25 g Mandelmehl
15 ml Rapsöl
20 g Butter
1 Ei (Größe L)
1/2 TL Salz
3 EL Ahornsirup


So wird's gemacht:

1. Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In einem großen Topf mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und so lange köcheln lassen bis die Süßkartoffeln weich sind. Abgießen und die Süßkartoffeln zurück in den Topf geben.

2. Backofen auf 190°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (20x30 cm oder rund ø 28 cm) mit Butter einstreichen.

3. Milch, Vanille, 1 TL Salz und 30 g Butter zu den Süßkartoffeln geben und so lange mischen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ihr könnt die Süßkartoffeln noch stückig lassen oder vollständig zu Brei zerdrücken. Ich mag eine Mischung aus beidem. Dann das Ei dazu geben und unterrühren.

4. Pekannüsse grob hacken und mit Haferflocken, Mandelmehl, Öl und Butter, Salz und 2 EL Ahornsirup vermischen. Die Süßkartoffelmasse in die Auflaufform geben und die Masse für die Kruste darauf verteilen. Etwas unterhalb der Mitte in den Ofen schieben und ca. 18 Minuten lang backen. Vorsicht, die Kruste darf nicht verbrennen. Deckt notfalls mit Alufolie ab.

5. Den Auflauf aus dem Ofen nehmen und mit dem restlichen Ahornsirup beträufeln.


Wir haben dazu einen panierten und gebackenen Camembert gegessen, aber natürlich könnt ihr auch den klassischen Truthahn, anderes Geflügel oder was auch immer ich schmeckt dazu nehmen.
Probiert das Rezept mal aus, es ist wirklich kinderleicht und das Ergebnis wird euch sicher begeistern!

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 1. November 2018

Orangen-Karotten-Kuchen

Hallo meine Lieben,

fruchtig-frische Zitronenkuchen kennt wahrscheinlich jeder. Seltsam finde ich, dass Zitronen so häufig Verwendung finden, während Orangen beim Backen doch recht selten vorkommen. Ich habe also gezielt nach einem leckeren Rezept mit Orangen gesucht. Und um in der Farbfamilie zu bleiben habe ich auch gleich noch eine Karotte mit verarbeitet.
Außerdem kommen dieses Mal auch Haferflocken und Vollkornmehl zum Einsatz, sodass der Kuchen auch noch ein paar wertvolle Inhaltsstoffe hat. Als würde es nicht ausreichen, so unglaublich fruchtig und lecker zu sein... 😊

Das Rezept ist auf Tassen ausgelegt, oder Cups. Ich gebe euch aber auch die Grammzahlen an. Wenn ihr keine Messerbecher für Cups habt kann ich euch dieses Set nur wärmstens empfehlen. Es geht so Vieles so viel leichter damit.

Für eine Kastenform mit 22 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 Cup (150 g) Mehl
1/2 Cup (75 g) Weizen-Vollkornmehl
1/2 Cup (50 g) Haferflocken
1/2 Cup (100 g) Zucker
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz
Abrieb einer Bio-Orange
1 Karotte
1 Ei
3/4 Cup (180 ml) Orangensaft
1/4 Cup (60 ml) Rapsöl


So wird's gemacht:

1. Den Ofen auf 180ºC bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kuchenform mit Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen.

2. In einer Schüssel Mehl, Haferflocken, Zucker, Backpulver, Natron und Salz mischen.

3. In einer zweiten Schüssel Ei, Öl und Orangensaft miteinander verrühren.

4. Karotte waschen und fein reiben. Danach die geriebenen Karotten zu der trockenen Mischung geben und alles gut vermischen.

5. Jetzt die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und gründlich verrühren. Anschließend den Teig in die Form füllen.

6. Auf der mittleren Schiene etwa 55 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Kuchen mit dem Backpapier aus der Form heben und auf einem Rost auskühlen lassen.


Wenn ihr wollt könnt ihr den Kuchen noch mit einer Glasur aus Puderzucker und Orangenschaft bestreichen und mit ein paar Orangenzesten dekorieren.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 9. September 2018

Safran-Risotto mit Pfifferlingen und Pfirsich

Hallo meine Lieben,

dass ich in diesem Jahr dank unseres Pfirsichbaumes jede Menge neue Rezepte mit Pfirsichen ausprobiert habe, habt ihr ja vielleicht schon mitbekommen. Bisher waren es aber immer süße Sachen. Heute habe ich mal ein herzhaftes Hauptgericht für euch, das gerade durch die süße Note der Pfirsiche das gewisse Je-ne-sais-quoi erhält.

Ein Risotto ist für mich immer etwas ganz Besonderes. Es braucht ein wenig Geduld und viel Liebe, um ein gutes Risotto zu kochen. Die Thermomix-BesitzerInnen unter euch (muss da jetzt auch ein Gender-Sternchen rein???) werden jetzt müde lächeln... aber wisst ihr was? Ich finde es gehört einfach dazu, sich die Stunde Zeit zum Kochen zu nehmen. Jedenfalls beim Risotto und vor allem dann, wenn man sie Zeit auch hat. Für mich ist schon das Kochen ein Teil des Genießens.

Wer die Zeit nicht hat oder einfach nicht so wahnsinnig gerne kocht wie ich, kann aber natürlich gern jeden technischen Schnickschnack zur Hilfe nehmen, den es da so gibt.

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

300 g Risottoreis
2 Schalotten
1 Liter Gemüsebrühe
200 g Pfifferlinge
4 EL Olivenöl
125 ml trockenen Weißwein
0,1 g Safranfäden (1 kleines Döschen)
2 feste Pfirsiche
70 g kalte Butter
1 Prise gemahlenen Koriander
3-4 Stiele Petersilie
1 Stil Thymian
50 g frisch geriebenen Parmesan
Salz
Pfeffer



So wird's gemacht:

1. Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. In einem kleinen Topf die Gemüsebrühe erhitzen und die ganze Zeit über leicht am köcheln halten. Pfifferlinge putzen (mit einem Pinsel oder einer feinen Bürste, nicht waschen). Pfirsiche waschen, halbieren, den Kern herauslösen und in Spalten schneiden.

2. In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten, dann den Reis dazu geben und anschwitzen. Mit 2/3 des Weißweins ablöschen. So lange rühren bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Die Safranfäden im restlichen Wein einweichen.

3. Eine Schöpfkelle Brühe dazu geben und wieder köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. Neue Brühe immer erst dann dazu gießen, wenn der Reis die ganze Flüssigkeit aufgenommen hat. Dieser ganze Vorgang dauert gute 35 bis 45 Minuten. Wenn eure Brühe nicht ausreicht müsst ihr nochmals welche aufsetzen oder ihr schmeckt das Risotto zwischendurch mal ab und gießt evtl. auch nur etwas (kochendes) Wasser dazu. Die zugegebene Flüssigkeit muss immer so heiß sein wie das Risotto selbst.

4. Ganz zum Schluss das Risotto von der Herdplatte nehmen, den Safranwein dazu geben, alles vermischen und kurz ruhen lassen.

5. In einer Pfanne 2 EL Olivenöl und 1 EL Butter erhitzen. Pfifferlinge hinein geben und kurz anbraten. Die Pfirsichspalten dazu geben und im heißen Fett schwenken und kurz mit anbraten. Mit gemahlenem Koreaner, Salz und Pfeffer würzen.

6. Petersilie fein Hacken und die Thymianblättchen vom Stil abstreifen. Die restliche Butter und den Parmesan zum Risotto geben und unterrühren. Auf Teller verteilen und mit Pfifferlingen und Pfirsichspalten anrichten und die Kräuter darüber streuen.


Risotto hat dann die richtige Konsistenz, wenn es auf dem Teller noch etwas zerfließt, seid also nicht zu sparsam mit der Brühe, denn der Käse am Ende bindet das Ganze noch etwas ab.

Viel Freude beim Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 26. August 2018

Pfirsichkuchen mit Rosmarin-Zitronen-Streuseln - low carb

Hallo meine Süßen,

der warme Sommer hat uns dieses Jahr einen reich tragenden Pfirsichbaum beschert. Herrlich große und süße Pfirsiche wohin man schaut. Wieso also nicht auch mal einen Kuchen damit backen?

Ich habe wieder das Internet durchforstet und bin auf eine ganze Menge schöne Ideen gestoßen. Und dann habe ich mir einfach die besten ausgesucht und für mich angepasst und auf low carb umgestellt. Während ich das hier backt der Kuchen noch im Ofen und betört mich mit fruchtig-würzigem Duft.

Wenn ihr den Kuchen nicht als low carb Variante backen möchtet, dann nehmt einfach normalen Zucker und anstelle der Mandeln und Kokosmehl insgesamt 200 g Mehl für den Teig und 100 g Mehl für die Streusel.

Für eine 26 cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

100 g Butter
80 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
3 Eier
1 TL Vanillepulver
100 g Kokosmehl
50 g Reismehl
50 g gemahlene Mandeln
5 g gemahlene Flohsamenschalen
1 Päckchen Backpulver
Saft von 2 Zitronen
3-5 EL Milch


Belag:

500 g Pfirsiche

Für die Streusel:

2 Bio-Zitronen
60 g Butter
50 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
100 g Kokosmehl
2 Zweige Rosmarin


So wird's gemacht:

1. Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben. Saft auspressen und beiseite stellen. Roamarin sehr fein hacken und zusammen mit der abgeriebenen Zitronenschale und den übrigen Zutaten für die Streusel verkneten. Streusel kalt stellen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Die Pfirsiche mit über Kreuz einschneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Ein paar Minuten stehen lassen, dann kalt abschrecken und die Haut abziehen. Vom Kern lösen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.

3. Butter und Erythrit schaumig schlagen, Eier einzeln unterrühren. Danach die Mehle und Mandeln mit Backpulver und Flohsamenschalen mischen und abwechseln mit Zitronensaft dazu geben. Wenn der Teig noch zu fest ist etwas Milch dazu geben.

4. Springform einfetten und den Teig hinein geben und leicht andrücken. Die Pfirsichwürfel darauf ausbreiten und darüber die Streusel verteilen. Ungefähr 45 Minuten backen. Nach 25 Minuten mit etwas Alufolie abdecken, wenn die Streusel zu dunkel werden. Kokosmehl bräunt schneller als normales Mehl.


Das Rezept könnt ihr natürlich auch mit gut abgetropften Dosenpfirsichen machen. Das Rosmarin gibt diesem Kuchen einen raffinierten Kick. Das würzige Aroma passt ganz hervorragend zu den süßen Pfirsichen und der frischen Zitrone. Probiert es unbedingt mal aus.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 13. August 2018

Gefüllte Zucchini mit Fenchel-Reis

Hallo meine Lieben,

Wie geht es euch denn so diesen Sommer? Liebt ihr die Hitze oder hasst ihr sie? Ich mag es eigentlich nicht so heiß, aber komme dieses Jahr ganz gut damit zurecht. Ein wenig mehr Regen wäre halt sehr schön für die Natur und würde mich auch sehr beim Gießen der vielen Blumen auf dem Balkon und der Pflanzen im Garten entlasten. Zum Glück bekommt aber nicht jeder das Wetter, das er sich wünscht - stellt euch bloß mal dieses Chaos vor.

Durch das warme Wetter, die viele Sonne und das eifrig herbei geschleppte Wasser sind unsere Zucchini und Tomaten förmlich explodiert. Zeitweise kamen wir gar nicht mit der Ernte hinterher. Auch Mangold und Fenchel haben wir schon an unsere Nachbarn und Freunde vermacht, weil wir gar nicht alles so schnell essen konnten, wie es reif wurde.

Zwei Zucchini, die ein bisschen zu schnell groß geworden sind habe ich dann mit einem herrlich aromatischen Fenchel-Reis gefüllt. Das Rezept schreibe ich euch heute auf, damit ihr es auch selber mal ausprobieren könnt. Es ist kinderleicht und schmeckt wirklich toll!

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

2 mittelgroße Zucchini oder
4 Zucchini (wie sie im Laden verkauft werden)
250 g Reis
1/2 Liter Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Fenchelknolle
50 g getrockete Tomaten (in Öl)
75 g Mandeln
1 Handvoll Petersilie
1 Ei
1/4 Liter Sahne
1/4 Liter Milch
2 Tomaten
3 EL Frischkäse
Salz, Pfeffer
Olivenöl


So wird's gemacht:

1. Reis mit Gemüsebrühe in einen Topf geben und für etwa 10-15 Minuten kochen, er soll noch nicht ganz fertig gekocht sein. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform einfetten.

2. Fenchel und Zucchini waschen und putzen. Fenchel und Zwiebel in sehr feine Streifen schneiden. Die Zucchini in etwa 8 cm lange Stücke schneiden, diese aushöhlen. Wenn die Kerne schon recht groß sind würde ich die Zucchini komplett aushöhlen, wenn das Innere noch zart ist könnt ihr einen etwa 1 cm dicken Boden stehen lassen und das herausgelöste Fruchtfleisch klein schneiden.

3. Petersilie, Getrocknete Tomaten und Mandeln fein hacken. Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Zwiebel und Fenchel darin anbraten. Dabei immer wieder durchschwenken oder umrühren. Jetzt Reis, Petersilie, Mandeln und getrocknete Tomaten und falls vorhanden, das kleine geschnittene Zucchinifleisch dazu geben und vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Zucchini mit dem Fenchel-Reis füllen und dicht aneinander in die Auflaufform setzen. Falls Reis übrig ist wird dieser in die Zwischenräume gefüllt. Milch und Sahne mit etwas Salz und Pfeffer würzen und gleichmäßig über die Zucchini gießen.

5. Für etwa 30 Minuten in den Ofen geben. In der Zwischenzeit die frischen Tomaten würfeln und mit Frischkäse verrühren. Auf jede Zucchini einen Löffel der Tomatenmasse geben und nochmals 15 Minuten backen.


Ob die Zucchini schon gar sind könnt ihr mit einem Holzspieß feststellen. Einfach anpieksen und prüfen, ob die Zucchini schon weich genug sind.

Alles Liebe
Euer Steffen


Samstag, 21. Juli 2018

Zwetschgenkuchen mit Streuseln - low carb

Hallo meine Lieben,

heute habe ich beim Einkaufen die ersten Zwetschgen entdeckt. Noch kommen Sie aus Bosnien, aber auch auf den Bäumen hier in der Nähe bekommen sie schon langsam Farbe und wenn der Sommer sich weiter so ins Zeug legt dauert es bestimmt nicht mehr lange bis sie reif sind.

Bei Zwetschgenkuchen gibts für mich eigentlich keine Experimente. Da habe ich eine genaue Vorstellung wie der zu schmecken hat. Der Klassiker mit Hefeteig und Streuseln ist zwar super lecker, aber alles andere als low carb. Also habe ich wieder etwas experimentiert um ein Rezept zu entwickeln, das ohne Mehl und Zucker auskommt und trotzdem toll schmeckt.

Gut, ganz low carb kann ein Obstkuchen ja nie sein, da die Zwetschgen an sich ja schon jede Menge Zucker enthalten. Aber ich möchte eben auch mal zeigen, dass man ohne weiteren Haushaltszucker auch tolle Kuchen backen kann.


Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

800 g Zwetschgen
80 g Mandelmehl*
90 g Kokosmehl*
2 EL gemahlene Flohsamenschalen*
1 EL Johannisbrotkernmehl*
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
4 Eier (Größe L)
250 ml Milch
100 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
1 TL Zucker (muss sein, für die Hefe)
1 Würfel Hefe

Für die Streusel:

40 g Butter
1 TL Zimt
30 g Erythrit
30 g Mandelmehl
20 g Haferflocken
20 g gemahlene Mandeln







So wird's gemacht:

1. Mandelmehl, Kokosmehl, Johannisbrotkernmehl, Erythrit und Flohsamenschalen gut vermischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und 1 TL Zucker und 2 EL Milch dazu geben, etwa 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe flüssig wird.

3. Milch und Eier miteinander verrühren und zu den trockenen Zutaten geben. Zuletzt die Hefe dazu geben und alles gründlich verkneten. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen.

4. Springform einfetten und den Teig hinein geben. Mit den Händen gleichmäßig in der Form verteilen und andrücken. Wenn der Teig zu sehr klebt die Hände etwas anfeuchten.

5. Zwetschgen an einer Seite aufschneiden und den Kern entfernen. die Hälften nochmals mit dem Messer einschneiden, sodass sie vier Spitzen haben wenn ihr sie auf faltet. Reihum auf dem Teig verteilen bis der Boden ganz mit Zwetschgen bedeckt ist.

6. Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen bröselig vermischen und über die Zwetschgen streuen. Eine Schiene unterhalb der Mitte für etwa 35 bis 40 Minuten backen.


Den Kuchen in der Form abkühlen lassen bis es mindestens handwarm ist und erst dann auf eine Tortenplatte heben.
Mit einer Glasbodenform oder einem schnittfesten Boden könnt ihr den Kuchen natürlich auch schon warm anschneiden und genießen. Ein Gedicht... 😋

Alles Liebe
Euer Steffen





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Samstag, 7. Juli 2018

Lavendelblüten-Sirup

Hallo meine Süßen,

in einem Garten mit Lavendel ist immer etwas los. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge umtanzen die Blüten, überall summt und brummt es. Der Duft von Lavendel steigt in die Nase, ganz besonders wenn man gedankenverloren im Vorbeigehen mit der Hand darüber streicht. Wenn ich an Lavendel denke sehe ich in Gedanken die bis an den Horizont reichenden, violetten Felder in der Provence. Lavendel ist Sommer, Sonne, Urlaub,...

Wie schön wäre es, wenn man diesen Duft, dieses wohlige Gefühl, einfangen und festhalten könnte. Nicht als Weichspüler, sondern als Genusserlebnis. Ich habe für euch heute ein Rezept für Lavendelblüten-Sirup, mit dem ihr den Duft und Geschmack des Sommers konservieren und genießen könnt.

Der Sirup schmeckt ausgezeichnet in einem Gläschen Sekt, Weißwein oder Mineralwasser mit einer Scheibe Limette oder Zitrone. Damit könnt ihr Hugo und Aperol-Spritz erstmal vergessen. Lavendel-Limo ist mein absolut liebstes Sommergetränk. Mit einem Tropfen Rosenblütensirup wird es sogar noch feiner.

Damit ich den Bienen und Hummeln nichts wegnehme verwende ich die Blüten erst, wenn sie gerade verblüht sind. Das Aroma ist dann noch da, und die Insekten können sich vorher daran satt essen. :-)


Für 2 Liter Sirup braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

80 g Lavendelblüten
2 Liter warmes Wasser
1 Bio-Zitrone
25 g Zitronensäure
1 kg Zucker









So wird's gemacht:

1. Die Lavendelblüten von Stielen und Blättern befreien.

2. Wasser und Zitronensäure in einen großen Topf geben. Mit einem Sparschäler die Schale der Bio-Zitrone abschälen und dazu geben. Zuletzt die Blüten in den Topf geben, gut umrühren, abdecken und 24 Stunden lang stehen lassen. Dabei immer wieder umrühren.

3. Am nächsten Tag durch ein Sieb gießen und die Blüten gut ausdrücken. Die Flüssigkeit dann mit dem Zucker aufkochen und noch heiß in ausgekochte, sterile Glasflaschen abfüllen und sofort verschließen.


Wenn ihr den Sirup kühl und dunkel lagert hält er einige Monate und ihr könnt euch den herrlichen Sommerduft so lange zurück holen bis es wieder neue Lavendelblüten im Garten gibt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 2. Juli 2018

Bunter Sommersalat

Hallo meine Lieben,

dieser Sommer in Würzburg ist bisher unglaublich schön. Sonnenschein ohne Ende und nur ab und zu mal ein kleines Wolkenschäfchen am Himmel. Dabei aber auch nicht zu heiß - ein Traum!
Gut, ein bisschen mehr Regen an der einen oder anderen Stelle wäre schön, damit man nicht jeden Tropfen Wasser mit der Gießkanne schleppen muss, aber wer will bei dem herrlichen Wetter darüber lamentieren?

In meinen Blumenkästen am Küchenbalkon wachsen dieses Jahr allerlei Kräuter und auch Salate. Ich habe dieses JahrPflücksalat und eine Mischung "Asia-Salate" (Mizuna, Moutarde Rouge Metis, Red Giant und Salatrauke) ausgesät, weil ich ganz scharf auf Blattsenf war. Blattsenf habe ich durch Zufall in einem Mustergarten auf der Landesgartenschau entdeckt und bin total begeistert. Wenn man die zarten, rötlichen Blätter gründlich kaut entwickelt sich wirklich ein kräftiger, mittelscharfer Senfgeschmack im Mund. Der absolute Wahnsinn als kleine Überraschung in jedem Salat.

Und weil nicht nur der Blattsenf sondern auch alle anderen Salate so schnell wachsen, dass wir mit dem Essen kaum hinterher kommen, möchte ich auch eines meiner Lieblingsrezepte für einen bunten Sommersalat mit euch teilen.
Beim Salat lege ich nicht nur Wert auf gute Zutaten aus dem Garten aus dem Bio-Regal, sondern auch auf gute Qualität bei Essig und Öl. Eine große Auswahl findet ihr zum Beispiel hier.


Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 große Schüssel gemischter Salat
oder 1 Salatkopf eurer Wahl
2 Paprika (z.B. gelb und orange)
5-6 Tomaten
1 Zwiebel
1 Mozzarella
1 Handvoll Basilikum

Für das Dressing:

6 EL Rapsöl
1-2 EL Aceto Balsamico
3 Tropfen Sesamöl
1/2 TL Kurkuma
Salz
Pfeffer
Paprika scharf
Gemüsebrühe-Pulver


So wird's gemacht:

1. Salat putzen, waschen und trocken schleudern. Paprika in etwa 2 cm große Stücke schneiden, Tomaten achteln und die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Mozzarella würfeln und dazu geben. Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen und dazu geben. Alles miteinander vermischen.

2. Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren oder im Shaker schütteln. Bei den Gewürzen fällt es mir schwer, Mengenangaben zu machen. Da halte ich es mit der Regel meiner Oma "nimm soviel, dass es nach was schmeckt". Tastet euch einfach an euren bevorzugten Geschmack heran und fangt lieber mit etwas weniger an. Dazu geben ist immer einfacher als etwas weg zu nehmen.

3. Das Dressing über den Salat geben und nochmals gut durchmischen.


Wenn ihr den Salat vorbereitet, gebt das Dressing erst unmittelbar vor dem Servieren dazu, da gerade der grüne Salat sonst zu schnell schlapp macht.

Wenn euch der Salat alleine nicht reicht, serviert ihn doch als Beilage zu einem Stück gegrillten Fisch oder Grillkäse. Wenn ihr es etwas exotischer mögt könnt ihr das Rezept wie oben um eine gewürfelte Mango oder Papaya ergänzen. Das gibt dem ganzen eine sehr fruchtige Note.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 23. Juni 2018

Apfelkuchen - low carb - glutenfrei

Hallo meine Lieben,

wie ist das denn eigentlich bei euch so? Lehnt ihr low carb Rezepte generell ab, weil für euch ein guter Kuchen nicht ohne ordentlich Zucker und "normales" Mehl auskommt? Probiert ihr ab und an mal ein low carb Rezept aus oder backt ihr vielleicht sogar hauptsächlich ohne Mehl und Zucker? Ich bin sehr gespannt wie ihr dem Thema gegenüber eingestellt seid. Schreibt mir doch mal eine Nachricht oder einen Kommentar dazu.

Ich habe kürzlich zu einer Geburtstagsfeier eine "normale" Torte und einen low carb Kuchen mitgebracht. Der Kuchen war fast komplett aufgegessen, die Torte nur zu etwa einem Drittel. Ob das etwas zu bedeuten hat?

Heute habe ich wieder ein wenig experimentiert und heraus kam ein herrlicher Apfelkuchen mit Mandelblättchen. Während ich das hier tippe sitze ich in der Küche neben dem Backofen und ein Duft von Mandeln, Zimt und Äpfeln steigt mir in die Nase. Ich kann kaum erwarten, dass der Kuchen fertig ist. Das Ergebnis seht ihr dann ja hier auf den Bildern.

Für eine 26cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

2-3 große Äpfel (ca. 600 g)
100 g Kokosmehl
30 g Mandelmehl
50 g gemahlene Mandeln
5 g gemahlene Flohsamenschalen
120 g weiche Butter
6 Eier
160 g Erythrit (z.B. Xucker Light*)
1/2 Päckchen Backpulver
100 ml Mandelmilch (oder Milch)
1 TL Zimt


So wird's gemacht:

1. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Achtel schneiden. Die Apfelstücke am Rücken der Länge nach mehrmals einschneiden. Eine Springform mit 26 m Durchmesser fetten und den Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Kokosmehl, Mandelmehl, Mandeln, Flohsamenschalen und Backpulver mischen.

3. 1 EL Erythrit und 1/2 TL Zimt beiseite stellen. Butter mit Erythrit und dem übrigen Zimt schaumig schlagen. Die Eier einzeln nacheinander unterrühren. Jetzt löffelweise die Mehlmischung dazu geben, zuletzt die Mandelmilch dazu gießen. Zu einem gleichmäßigen Teig rühren.

4. Teig in der Springform glatt streichen und die Apfelstücke mit dem Rücken nach oben darauf verteilen und andrücken. 1 EL Erythrit und 17" TL Zimt mischen. Mandelblättchen und Zimtmischung über die Äpfel streuen.

5. Auf der mittleren Schiene ungefähr 50 Minuten backen.



Der Kuchen schmeckt schon lauwarm einfach göttlich, aber ihr könnt natürlich auch die Geduld aufbringen und ihn abkühlen lassen. 😋

Alles Liebe
Euer Steffen






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