Samstag, 13. Januar 2018

Karotten-Mandel-Muffins

Hallo meine Lieben,

heute ist mir aufgefallen, dass ich schon richtig lange keine Muffins mehr gebacken habe. Dabei weiß ich gar nicht warum. Ich liebe Muffins. Sie sind schnell gemacht, einfach nur die Zutaten zusammen mischen, ab in die Förmchen und - schwups - fertig! Ich verstehe wirklich nicht, warum es dafür Backmischungen gibt. Das ist ja fast so als würde man ein Fertigprodukt für heißes Wasser anbieten. Nur noch heißes Wasser in die Tüte geben, umrühren, fertig! Tadaaaaaa..... 😂

Für meine Karotten-Mandel-Muffins habe ich violette Urkarotten benutzt weil ich die gerade zu Hause hatte. Natürlich könnt ihr ganz normale Karotten nehmen. Was ich euch allerdings echt ans Herz legen möchte ist Muscovado-Zucker. Das ist ein dunkler, brauner Zucker mit einem relativ hohen Anteil Melasse. Daher ist er auch etwas feucht und klebrig. Er hat aber ein wahnsinnig intensives Aroma und gibt den Muffins erst den richtigen Kick. In den meisten großen und gut sortierten Supermärkten (z.B. Edeka und Rewe) bekommt ihr inzwischen Muscovado-Zucker. Es gibt ihn in hell und in dunkel, aber ich würde fast immer zum dunklen Zucker raten.

Letztes Jahr haben wir im Urlaub auf Mauritius ein Zuckermuseum besucht. Das ist eine alte, zum Museum umgebaute, Zuckermühle. Dort konnte man die verschiedenen Endprodukte auch verkosten. Es gab schier unzählige Zuckersorten. Je nachdem wie stark melassehaltig der Zucker noch ist. Geschmacklich sind sie alle fantastisch und man verliert die Lust auf unseren weißen, raffinierten Zucker. So schade, dass Zucker hierzulande nach nichts mehr schmeckt.

Für 12 Muffins braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF 📺 Link zum Video

250 g Karotten
200 g Mehl
150 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 Ei
100 ml Rapsöl
120 g Muscovado-Zucker
200 g Saure Sahne
1 TL Salz

für die Dekoration ca. 50 g Marzipan
Lebensmittelfarbe in rot, gelb und grün
Puderzucker
1 TL Zitronensaft


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Muffinblech mit Papierförmchen bestücken. Karotten putzen und fein raspeln.

2. In einer Schüssel Mehl, Salz, Backpulver und Mandeln mischen. Ich habe in meinem ersten Versuch auch den Zucker hier dazu gegeben, aber da er recht feucht ist würde ich ihn künftig zu den flüssigen Zutaten geben. Wenn ihr das nussige Aroma der Mandeln noch etwas hervorheben wollt könnt ihr die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

3. Saure Sahne, das Ei, Öl und Zucker vermischen und zu den trockenen Zutaten geben. Alles vermengen bis die Masse gleichmäßig feucht ist. Dann die geraspelten Karotten darunter mischen und die Masse in die Papierförmchen füllen.

4. Auf der mittleren Schiene 30 bis 35 Minuten backen (Stäbchenprobe machen) und dann auf einem Gitter abkühlen lassen.

5. Währenddessen das Marzipan färben. Ich braucht ca. 45 g in orange und 5 g in grün. Dann Karotten und das grüne Kraut formen und beiseite stellen.

6. 3 EL Puderzucker und 1 TL Zitronensaft vermischen und die Muffins mit dem Zuckerguss bestreichen. Je eine Marzipankarotte darauf legen und warten bis die Glasur fest geworden ist.


Ohne Dekoration schmecken die Muffins natürlich auch, sehen aber nur halb so hübsch aus. Die Deko ist inklusive Einfärben in weniger als 10 Minuten fertig. Das könnt ihr ganz leicht machen während die Muffins im Ofen sind. Da bleibt sogar noch etwas Zeit um die Küche wieder sauber zu machen ;-)

Alles Liebe
Euer Steffen


Dienstag, 2. Januar 2018

Käsespätzle

Hallo meine Lieben,

ich liebe Spätzle! Spätzle sind mit das Beste, was es gibt. Sie passen zu Linsensuppe genauso gut wie zu Apfelmus, sie taugen als Beilage und als Hauptgericht. Herzhaft oder süß. Ganz egal - Spätzle sind der Hammer!

Gut, streng genommen sind meine Spätzle ja "Knöpfle", aber da lass ich mir nicht reinreden. Ich mache meine Spätzle mit dem Spätzlehobel. Und wenn einer meint, er muss die Spätzle dann Knöpfle nennen, dann soll er das gerne tun. 😃

Bei meiner Oma gab es die Spätzle auch schon genau so wie ich sie heute noch mache - gehobelt. Und es gab sie "nackig" - das bedeutet soviel wie "so, wie Sie aus dem Wasser kommen". Im Gegensatz zu "in Butter angebraten". Für uns Kinder gab es damals nichts besseres als nackige Spätzle mit Apfelbrei. Natürlich alles von Oma selbst gekocht. Ein Gedicht.

Heute bin ich bei Spätzle mehr auf der herzhaften Seite. Käsespätzle gehören da zu meinen Favoriten. Die gibt's ja auch in unzähligen Varianten. Von ganz cremig-schlotzig bis zu einer kompakten Masse gratiniert. Ich mag so das Mittelding. Innen schön cremig und obendrauf eine knusprige Käseschicht. Deswegen mache ich die auch im Backofen und nicht in der Pfanne. Dazu gehören auch unbedingt angebratene Zwiebeln.

Für 4 bis 6 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

500 g Mehl (Spätzlemehl oder Weizendunst ist optimal)
6 Eier
etwa 150 ml Wasser
8 g Salz
Pfeffer
Muskatnuss
2 große Zwiebeln
oder 5 Schalotten
300 g Käse (herzhaft)


So wird's gemacht:

1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben, Eier aufschlagen und dazu geben. Mit Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen. Etwa 100 ml Wasser dazu gießen - und jetzt geht der Spaß los.

2. Der Spätzleteig muss jetzt kräftig geschlagen werden bis er Blasen wirft. Das kann man nicht besser beschreiben, aber ihr merkt wirklich, wenn es soweit ist. Ich nehme dazu einen großen hölzernen Kochlöffel, manche machen das auch mit der Hand. Es ist auf jeden Fall ein ziemlicher Kraftakt.

3. Wenn der Teig gut geschlagen ist dann darf er sich eine viertel Stunde ausruhen. In der Zwischenzeit einen großen Topf Wasser mit 2 EL Salz zum Kochen bringen. Außerdem die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in einer Pfanne mit etwas Butter anbraten.

4. Den Spätzleteig portionsweise durch den Spätzlehobel, die Spätzlepresse oder was auch immer ihr dafür habt, drücken. Gebt nicht zu viel Teig in den Topf, sonst klumpt er dort wieder zusammen.

5. Die Spätzle im siedenden Wasser ziehen lassen bis sie an die Oberfläche kommen. Dabei ab und zu umrühren, wenn das Wasser nicht richtig sprudelt. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

6. Mit einer Schaumkelle die fertigen Spätzle abschöpfen. Ich gebe Sie dann immer noch kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser, damit sie nicht weiter garen und zu weich werden. Dann werden sie abgeseiht und auf einem Brett zum Trocknen ausgebreitet.

7. Für die Käsespätzle eine Auflaufform mit Butter einfetten und dann eine Lage Spätzle, Käse und Zwiebeln hinein geben. Leicht durchmischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Dann die nächste Lage darüber geben bis die Auflaufform voll ist. Ganz obendrauf kommt nochmal eine Lage Zwiebelringe und Käse.

8. Die Auflaufform dann im unteren Drittel in den Backofen stellen und ungefähr 25 bis 35 Minuten backen bis der Käse innen geschmolzen und obendrauf schön knusprig ist.


Käsespätzle schmecken ganz toll mit einem kräftigen Feldsalat oder Gurkensalat. Ihr könnt auch nochmal eine ordentliche Portion Röstzwiebeln darüber geben.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 26. Dezember 2017

Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen

Hallo meine Lieben,

wenige von euch haben wahrscheinlich einen eigenen Walnussbaum im Garten stehen. Walnussbäume werden wirklich riesig und brauchen sehr viel Platz. Sie werfen einen großen Schatten und direkt unter Ihnen schafft es kaum ein Pflänzchen zu überleben. Walnussbäume verteidigen ihr Revier. Dafür liefern sie dann aber neben kühlendem Schatten auch noch köstliche Nüsse, die man sich mit den Eichhörnchen teilen darf, die regelmäßig vorbei schauen.

Nein, ich habe leider keinen Walnussbaum. Ich hatte aber mal einen, der war ungefähr so groß wie ich, aber ich war damals vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr.
Ich weiß nur, dass wir meine Großeltern aus der Kur abgeholt haben und dort stand im Garten ein mächtiger Walnussbaum. Einen jungen Baum, der wohl wie viele andere den Garten wie Unkraut zu überwuchern drohte, habe ich als Geschenk mit nach Hause bekommen und im Garten meiner anderen Großeltern eingepflanzt. Dort wurde mein Bäumchen gehegt und gepflegt und wuchs einige Jahre ungefähr in meinem Tempo. Bis meine Eltern dann in eben diesen Garten ein Haus bauen wollten und mein Bäumchen weichen musste.


Der Baum wurde aber nicht einfach gefällt - das hätte ich nicht übers Herz gebracht. Nein, er durfte umziehen und wir haben gewissermaßen die Adressen getauscht. Der Baum wurde ans Haus meiner Großeltern gepflanzt aus dem ich mit meiner Familie auszog als unser neues Haus fertig gebaut war. Dort legte der Baum weiter kräftig zu und beschattete bald den halben Gemüsegarten meiner Oma. Also galt es wieder ein neues Zuhause für mein Bäumchen zu finden und wir hatten Glück. Die Schwiegereltern meiner Tante nahmen das Bäumchen auf und gaben ihm ein neues Zuhause am Waldrand. Ich glaube fest daran, dass es ihm dort gut geht und dass er mich in Größe (und hoffentlich auch Umfang) inzwischen eingeholt hat. Immerhin dürfte der Baum inzwischen ungefähr 35 Jahre alt sein, vielleicht konnten seine neuen Besitzer auch schon Nüsse ernten. Ich habe leider bisher nie danach gefragt, ob es dem Baum noch gut geht. Aber falls ihr das lest, Barbara und Lothar, schreibt mir doch mal.

Einen Birnbaum habe ich übrigens auch nicht. Aber dafür immer zwei Gedichte im Ohr, wenn ich an Birnen denke. Das erste ist der unvermeidliche Herr von Ribbeck zu Bibbeck im Havelland (Theodor Fontane) und das zweite - kein wirkliches Birnen- aber dafür ein Herbstgedicht ist Septembermorgen. Bei letzterem sehe ich noch, als wäre es gestern gewesen, unseren Lehrer, Herrn Horn, vor mir wie er versucht uns Horde ignoranter Fünftklässler die Kunst der Sprache uns Poesie näher zu bringen. Leider habe auch ich erst viel später zu schätzen gelernt, was wir an diesem Lehrer hatten.

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die noch da sind und sehnlichst auf das Rezept für den Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen warten. Eure Geduld wird nun belohnt.

Für eine Springform mit 26 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g weiche Butter
250 g Zucker
2 TL Zimt
5 Eier
300 g Mehl
100 g Walnüsse (gemahlen)
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2-3 Birnen (reif, aber noch fest)
2 EL Zucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Dann jedes Viertel der Länge nach in 3 Spalten teilen. Mit 1 TL Zimt bestreuen und vorsichtig damit vermischen und beiseite stellen.

3. Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln und langsam nacheinander unterrühren.

4. Gemahlene Walnüsse mit Mehl, Backpulver und Salz mischen und löffelweise unter den Teig rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

5. Jetzt die Birnenspalten fächerförmig auf dem Teig verteilen. Die übrigen 2 EL Zucker mit dem restlichen Zimt vermischen und über die Birnen streuen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.



Wer mag kann den fertigen Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen und ihn mit geschlagener Sahne servieren. Diese extra Kalorien spare ich aber an dieser Stelle gerne ein uns esse lieber noch ein dr... äh, zweites Stück.

Alles Liebe
Euer Steffen





Samstag, 23. Dezember 2017

Mohn-Marzipan-Strudelplätzchen - Swirl Cookies

Hallo meine Lieben,

Swirl Cookies gibt es in unzähligen Variationen und ich liebe sie sehr, weil sie so toll aussehen und dabei doch so einfach zu machen sind. Es gibt sie auch unter den Namen Strudelkekse oder Strudelplätzchen. Wie schon bei der englischen Bezeichnung liegt das einfach an dem Spiralmuster, das den Plätzchen diese tollen Namen und das herrliche Aussehen gibt.

Für meine Strudelplätzchen habe ich auf die Geschmacksnoten Mohn und Marzipan gesetzt. Beides mag ich sehr und ich finde die grau-weiße Farbkombinationen auch recht hübsch. Es muss ja nicht knallbunt auf dem Plätzchenteller sein. Wenn ihr es aber gerne bunt mögt spricht auch gar nichts gegen ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe im Teig.

Für etwa 60 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

150 g Butter
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
70 g Zucker
1 Eigelb
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Für die Füllung:

200 g Marzipan
30 g gemahlener Mohn
5 EL Amaretto


So wird's gemacht:

1. Butter, Vanilleextrakt, Salz und Zucker cremig aufschlagen und dann das Eigelb unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und dazu geben. Alles zu einem Teig verkneten. In Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen.

2. Das Marzipan grob raspeln und mit Mohn und Amaretto in einem kleinen Topf erhitzen. Dabei so lange rühren bis ein geschmeidiger Brei entstanden ist. Zum Abkühlen beiseite stellen.

3. Den Teig in zwei Hälften teilen und zu Rechtecken von etwa 40 x 15 cm ausrollen. Die Mohnmasse auf dem Teig verteilen und glatt streichen.

4. Den Teig einrollen und die Teigrollen nochmals in Folie einwickeln und etwa 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

5. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teigrollen einzeln heraus nehmen und in etwa 6-8 mm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit etwas Abstand auf Backpapier legen und auf der mittleren Schiene ungefähr 15 Minuten backen. Die Ränder dürfen leicht Farbe bekommen aber das Innere der Plätzchen soll noch hell bleiben.


Wenn ihr nicht so viel Zeit oder Geduld habt könnt ihr die Teigrollen auch ins Gefrierfach legen, dann sind sie schon nach einer halben Stunde bereit zur Weiterverarbeitung.

Alles Liebe und viel Freude beim Backen und Genießen
Euer Steffen

Dienstag, 19. Dezember 2017

Pistazien-Sandgebäck mit rosa Pfeffer

Hallo meine Lieben,

Pfefferkuchen kennen wir sicher alle als würziges Weihnachtsgebäck. Aber andere Plätzchen mit Pfeffer? Mir fiel dazu erstmal nichts ein, bis ich dann auf dieses herrliche Rezept gestoßen bin. Gut, streng genommen sind die Rosa Beeren gar kein richtiger Pfeffer, aber sie schmecken leicht pfeffrig und geben diesen Plätzchen eine himmlische scharf-würzige Note. Unbedingt ausprobieren.

Neben dem tollen Geschmack sind sie auch wieder herrlich einfach zu machen. Genau das was ich mag!

Für etwa 80 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

280 g Mehl
80 g Puderzucker
1/2 TL Salz
2 EL Vanillezucker
220 g Butter
2 Eiweiß
80 g Pistazienkerne
80 g Cranberries getrocknet
2 TL abgeriebene Zitronenschale
3 EL Rosa Pfefferbeeren
etwa 3 EL Zucker


So wird's gemacht:

1. Pistazien und Cranberries grob hacken. Mehl, Salz, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb in einer Schüssel mischen. Butter, Eiweiß, Pistazien und Cranberries dazu geben und miteinander verkneten.

2. Den Teig in 3 Teile aufteilen und jeweils zu einer Rolle mit etwa 4 cm Durchmesser rollen. Die Teigrollen einzeln in Frischhaltefolie einwickeln und für etwa 3 Stunden in den Kühlschrank legen.

3. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Rosa Pfefferbeeren im Mörser zerstoßen und mit Zucker mischen. Die Zuckermischung auf Backpapier steuern und die Teigrollen darin wälzen bis sie rundherum bedeckt sind.
Teigrollen einzeln verarbeiten, da der Teig nicht zu warm werden darf.

4. Die Teigrollen in etwa 6-8 mm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf Backpapier legen. Auf einem Blech auf der mittleren Schiene ungefähr 11 Minuten backen. Der Teig soll noch hell bleiben. Auf dem Blech abkühlen lassen.


Diese Plätzchen gehören in die Kategorie Sandgebäck, wie auch meine Heidesandplätzchen. Sie zerfallen ganz zart im Mund. In einer Blechdose lassen sie sich gut aufbewahren.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 16. Dezember 2017

Aprikosen-Körbchen

Hallo meine Lieben,

Stille Nacht, Heilige Nacht, alles schläft... Nach so einem Tag in der Küche mit vielen Weihnachtsplätzchen, köstlichem Duft nach winterlichen Gewürzen und Trockenfrüchten, mit pappigen Fingern und krummem Rücken, da sehne ich mich nach einer stillen Nacht und einem tiefen Schlaf.

Es ist, bei aller Mühe und Arbeit, aber doch auch immer ein fantastisches Gefühl, die fertigen Plätzchen aus dem Ofen zu holen und dann später auf dem Plätzchenteller anzurichten und davon zu naschen. Die "nicht ganz so hübschen" müssen ja immer sofort aussortiert und aufgegessen werden. 😉

Heute habe ich fruchtig-winterliche Aprikosen-Körbchen mit etwas Rum, Marzipan, Mandeln und einem würzigen Lebkuchenteig für euch. Auch bei diesem Rezept braucht der Teig eine längere Ruhepause, sodass ihr am besten an einem Tag alle Teige macht und am nächsten Tag dann den Backofen aufheizt und eure Plätzchen der Reihe nacht fertig backen könnt.

Für etwa 80 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

30 g Honig
30 g Rübensirup dunkel
60 g Zucker
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
40 ml Orangensaft
90 g kalte Butter
225 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Füllung:

100 g getrocknete Aprikosen
50 g Mandeln
30 ml Rum
2 TL abgeriebene Orangenschale
50 g Aprikosenkonfitüre

außerdem: Puderzucker


So wird's gemacht:

1. Honig, Rübensirup, Zucker, Salz, Lebkuchengewürz, Zimt und Orangensaft in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Topf vom Herd nehmen und nach und nach die gewürfelte Butter in die heiße Masse einrühren.

2. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unter die Masse rühren bis ein gleichmäßiger, geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Teig in Folie einwickeln und für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank legen.

3. Aprikosen, Orangenabrieb und Mandeln fein hacken. Das geht am besten in einem Zerkleinerer oder Mixer. Ich habe Mandelblättchen genommen, weil ich die noch übrig hatte, es geben aber auch ganze Mandeln.

4. Rum in einen Topf geben und kurz aufkochen, Aprikosen-Mandel-Mischung und die Konfitüre dazu geben und gründlich miteinander vermengen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

5. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig portionsweise dünn auf etwa 2-3 mm ausrollen. Runde Formen mit etwa 4 cm Durchmesser ausstechen und einen knappen halben Teelöffel der Füllung darauf setzen. Dann von zwei Seiten den Teig über der Füllung zusammendrücken, sodass ein kleines "Körbchen" entsteht. Mit etwas Abstand auf Backpapier setzen und auf der mittleren Schiene ungefähr 12 Minuten backen.


Die fertigen Aprikosen-Körbchen auf einem Gitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Wenn ihr die Plätzchen ohne Alkohol backen wollt ersetzt den Rum in der Füllung durch Orangensaft und etwas Rum-Aroma.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen





Freitag, 15. Dezember 2017

Zucker-Zimt-Rauten

Hallo meine Lieben,

wenn ihr mich kennt oder meinen Blog schon eine Weilt lest wisst ihr sicher, dass es bei Weihnachtsplätzchen gar nicht einfach genug sein kann für mich. Ich habe einfach keine Geduld für stundenlanges Verzieren und Dekorieren. Vielleicht kommt ich noch auf den Geschmack - bei Torten hat es ja auch geklappt - aber bisher ist da noch wenig Begeisterung vorhanden.

Wenn ich also ein Rezept für Plätzchen finde, das einfach und lecker ist, teile ich das gern mit euch. So auch heute mit den Zucker-Zimt-Rauten. Ihr braucht dafür eigentlich nur eure Hände, ein Nudelholz, einen Pinsel und ein Messer oder Teigrädchen. Schwups - Fertig! :-) Einfacher gehts wirklich nicht.

Wenn ich Plätzchen backe mache ich übrigens meistens an einem Tag nur die Teige, da die meisten davon eine gewisse Ruhezeit brauchen. Am nächsten Tag fange ich dann an zu backen. Dadurch habe ich weniger Leerlaufzeiten und kann alles schön der Reihe nach abarbeiten.

Für 60 bis 70 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

100 g Butter
10 g Vanillezucker
30 g Puderzucker
50 g gemahlene Walnüsse
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
120 g Mehl
1 Ei
50 g Muscovado-Zucker
1 TL Zimt






So wird's gemacht:

1. Butter, Vanillezucker, Puderzucker, Walnüsse, Puddingpulver und Mehl zu einem Teig verkneten. Teig in Folie einwickeln und mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dünn ausrollen und mit dem Reigrädchen in einigermaßen gleichmäßige Rauten zerteilen.

3. Ei verquirlen und den Teig damit bestreichen. Zucker und Zimt mischen und großzügig auf dem Teig verteilen.

4. Die Rauten dann mit etwas Abstand auf Backpapier setzen und auf der mittleren Schiene ungefähr 10 Minuten backen bis die Ränder ganz leicht Farbe bekommen. Auf dem Blech abkühlen lassen.


Duch den Muscovado-Zucker werden die Zucker-Zimt-Rauten sehr aromatisch und würzig. Ihr könnt auch "normalen" braunen Zucker nehmen, dann kommt der Zimtgeschmack mehr durch. Die Plätzchen lagere ich wie alle anderen auch in Blechdosen, so bleiben Sie einige Wochen haltbar.

Alles Liebe
Euer Steffen


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Quarkstollen

Hallo meine Lieben,

Es sind nur noch 10 Tage bis Weihnachten und damit nicht mehr genug Zeit für einen frischen Christstollen um seinen vollen Geschmack zu entfalten. Darum ist jetzt die Zeit für einen Quarkstollen. Der Stollen ist schon nach 2 bis 3 Tagen soweit durchgezogen, dass ihr ihn genießen könnt und schmeckt richtig toll.

Die Zutaten für das Innenleben des Quarkstollens habe ich ein klein wenig vom klassischen Christstollen abgewandelt. Es ist und bleibt aber ein erkennbar weihnachtlicher Stollen. Nehmt dafür einfach das, was euch schmeckt und achtet darauf, dass die Menge an Früchten und Nüssen in etwa gleich bleibt.
Ich treffe ja voller Unverständnis immer wieder auf Menschen, die kein Zitronat oder Orangeat mögen. Dabei gehört das für mich unbedingt in den Stollen. Aber ich hacke es ganz fein, sodass man es beim Kauen nicht spürt und nur das Aroma davon genießen kann.



Für einen Quarkstollen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g Mehl
250 g Magerquark
100 g Zucker
100 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1/4 TL Kardamom
1/4 Tonka-Bohne
1/2 Päckchen Backpulver
100 g Marzipan
50 g Pistazien
100 g Mandeln gestiftelt
50 ml Rum
100 g Rosinen
100 g Zitronat
50 g Orangeat
50 g Cranberries getrocknet
3-4 Aprikosen getrocknet
außerdem:
100 g Butter
Zucker
Puderzucker


So wird's gemacht:

1. Zitronat und Orangeat sehr fein hacken, Cranberries und Aprikosen grob hacken. Rosinen mit den gehackten Früchten mischen und über Nacht in Rum einweichen. Mandelsplitter können auch mit eingeweicht werden. Marzipan in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Pistazien grob hacken.

3. Das Marzipan grob reiben. Ei, Zucker, Butter und Marzipan gründlich verrühren. Wenn sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat den Quark dazu geben. Die Tonka-Bohne fein reiben (z.B. auf der Muskatreibe). Dann Mehl, Gewürze und Backpulver mischen und dazu geben.

4. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche flach drücken und die Pistazien mit der eingeweichten Füllung darauf geben. Mit den Händen gründlich durchkneten bis alles gut vermischt ist. Der Teig ist ziemlich klebrig, daher immer etwas Mehl für die Hände und Arbeitsfläche benutzen.

5. Den Teig zu einem Stollen formen und auf einem mit Backpapier belegten Blech auf der mittleren Schiene ungefähr 60 bis 70 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

6. Butter schmelzen und den noch heißen Stollen rundherum mit reichlich flüssiger Butter einstreichen und mit Zucker bestreuen. Wenn der Stollen abgekühlt ist dann den Puderzucker darüber streuen.


Den Quarkstollen jetzt noch ein paar Tage zum Durchziehen stehen zu lassen kostet etwas Überwindung, lohnt sich aber absolut.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen