Samstag, 6. Mai 2017

Scheiterhaufen

Hallo meine Süßen,

ich dachte ja wirklich, dass ich bei deutscher Küche - insbesondere im süddeutschen Raum - schon einigermaßen bescheid weiß. Und dann kommt da dieser Tag im Juni letzten Jahres als mir eine liebe Kollegin vorschwärmt von dem "Scheiterhaufen", den ihre Oma schon immer gemacht hat und der sooooo gut wäre.

Scheiterhaufen??? Ja ok, ich weiß schon, dass gerade hier in und um Würzburg auch eine Hochburg der Hexenverfolgung und -verbrennung war, aber dieses finstere Zeitalter ist ja zum Glück sehr lange her und die Oma ja wohl noch nicht so alt, dass sie das hätte miterleben können.
Was also hat es mit diesem Scheiterhaufen auf sich?

Wahrscheinlich wissen die meisten von euch sofort worum es sich handelt. Mir war das wirklich nicht klar. Ich habe mir das dann ausführlich erklären lassen und es klang verführerisch lecker. Wo ich doch so gern Süßspeisen mag und sich der Scheiterhaufen ja so ähnlich anhört wie ein Kirschenjockel - nur mit Äpfeln und so... Und jetzt ist fast ein Jahr um und ich komme endlich dazu das Rezept mal auszuprobieren. Kennt ihr das, wenn ihr wisst, dass es nur gut schmecken kann, aber es noch eine Stunde dauert bis es fertig ist? Hmmm.. Vorfreude ist so schön! :-)

Für 4 bis 6 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

4-5 alte Brötchen
1/2 Liter Milch
70 g Zucker
50 g gemahlene Haselnüsse
2-3 Äpfel (ca. 500 g)
2 Eier
1/8 Liter Milch
1 Prise Salz
2 EL Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 EL Weckmehl
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt
Butterflöckchen


So wird's gemacht:

1. Die Brötchen in etwa 1 cm dicke Scheiben und diese dann in Streifen schneiden. Milch mit Zucker mischen und die Brötchen damit übergießen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Eine Auflaufform (etwa 20 x 30 cm) einfetten und abwechselnd die Brötchenstücke und die Apfelscheiben hinein schichten. Die gemahlenen Nüsse dazwischen streuen. Wenn ihr wollt könnt ihr hier noch eine Handvoll Rosinen dazu geben.

3. Eier mit Milch verrühren und Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb darunter mischen. Alles gleichmäßig über die Auflaufmasse gießen.

4. Weckmehl mit Zucker und Zimt mischen und über den Auflauf streuen und mit Butterflöckchen belegen.
Etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Wenn es zu dunkel wird stellt die Form eine Schiene weiter nach unten oder deckt sie mit etwas Alufolie ab.


Der Duft des Scheiterhaufens ist fantastisch und ich bin froh, dass ich dieses tolle Rezept bekommen habe!
Danke, Michaela! :-)


Alles Liebe
Euer Steffen

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