Sonntag, 14. Juli 2019

Kirschen einkochen im Backofen

Hallo meine Lieben,

ein eigener Kirschbaum ist was Tolles! Ich bin aber in meinem ersten Jahr mit eigenem Baum etwas überfordert mit der Menge der Kirschen und der Größe des Baumes. Ich komme einfach nicht überall ran und ich weiß auch gerade nicht so recht wohin mit der roten Pracht. Also erstmal haltbar machen. Oma hat früher schon immer Kirschen eingekocht. Die Kirschen an Omas Baum hatten etwas für mich ganz Spezielles: Sie wurden beim Einkochen gelb. Auch reif waren die Früchte nicht so tiefrot wie man Kirschen eigentlich kennt. Tolle Sorte. Unsere eigenen Kirschen werden dunkelrot.

Ich habe also in einem ersten Versuch etwa 6 Kilogramm Kirschen gepflückt und konserviert. Dabei habe ich unterschiedlich große Gläser genommen, was ich halt gerade da hatte.

Da ich keinen großen Topf zum Einkochen habe, habe ich das im Backofen gemacht.


Für 2 Gläser mit je 1 Liter Inhalt braucht ihr:

1 kg Kirschen
1 Liter Wasser
300 g Zucker

So wird's gemacht:

1. Kirschen kurz in kaltem Wasser waschen. Stiele entfernen und entsteinen. Backofen auf 150°C bei Umluft vorheizen.

2. Wasser mit Zucker aufkochen bis der Zucker ganz aufgelöst ist.

3. Einmachgläser heiß auswaschen und die Kirschen einfüllen.

4. Mit der heißen Zuckerlösung übergießen. Die Kirschen sollen mit Flüssigkeit bedeckt sein, aber bis zum Rand soll etwa 1 cm Platz sein. Dann die Gläser sofort fest verschließen.

5. Eine Fettpfanne oder Auflaufform im unteren Drittel in den Ofen stellen, die Gläser dort hinein stellen und die Form etwa 2 cm hoch mit Wasser auffüllen.

6. 30 Minuten im Ofen einkochen. Auf einem Gitter abkühlen lassen. Jetzt sind die Kirschen etwa 6 bis 12 Monate haltbar, wenn ihr sie dunkel und Kühl lagert.

Die eingekochten Kirschen eignen sich super für Kirschkuchen, Buchteln oder Kirschenjockel. Oder einfach als süße Beilage zu Milchreis oder Grießbrei.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 30. Juni 2019

Kleiner Kirschkuchen - low carb

Hallo meine Süßen,

im letzten Jahr habe ich einen Pfirsichkuchen in einer low carb Variante gebacken. Dieses Rezept habe ich jetzt für einen Kirschkuchen abgewandelt, da ich zur Zeit sehr viele Kirschen direkt frisch vom Baum habe. Mein Rezept habe ich für eine 18 cm Form berechnet. Für eine 26cm Form nehmt ihr bitte einfach die doppelte Menge.

Für eine 18 cm Form braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

50 g Butter
40 g Erythrit
2 Eier
1/2 TL Vanillepulver
50 g Kokosmehl
25 g Reismehl
25 g gemahlene Mandeln
2 g gemahlene Flohsamenschalen
1/2 Päckchen Backpulver
3-4 Tropfen Bittermandelaroma
ca. 10 EL Milch

Für den Belag

300 g entsteinte Kirschen

Für die Streusel:

30 g flüssige Butter
25 g Erythrit
30 g Kokosmehl
20 g Mandelmehl


So wird's gemacht:


1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Kirschen waschen und entsteinen.

2. Butter und Erythrit schaumig schlagen. Eier dazu geben und unterrühren. Dann die Mischung der Mehle und Mandeln löffelweise unterrühren. Aroma dazu geben und so viel Milch, dass der Zeig schön cremig ist.

3. Die Zutaten für die Streusel mit den Händen vermengen.

4. Teig in die gefettete From geben. Kirschen darauf verteilen und leicht eindrücken, dann die Streusel darüber verteilen. Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.


Viel Freude beim Genießen (ohne schlechtes Gewissen) und alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 24. Juni 2019

Rührei mit Spargel

Hallo meine Lieben,

zum Ende der Spargelsaison gab es bei uns nochmal ein schnelles und leckeres Spargelgericht zum Frühstück.
Rührei mit Spargel und Basilikum.

Für 2 Portionen braucht ihr:

6 Spargelstangen
6 Eier
1-2 Zweige Basilikum
Salz
Pfeffer
Paprika
Öl


So wird's gemacht:

1. Spargel schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen.

2. Eier aufschlagen und verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Basilikum waschen und fein hacken.

3. Spargel in der heißen Pfanne einige Minuten anbraten, bis die Stücke gar sind. Dann die Eiermasse dazu gießen und rasch vermischen. Nicht zu trocken werden lassen.

4. Auf zwei Teller anrichten und mit Basilikum bestreuen. Genießen.


So ihr Lieben, das war "quick and dirty" - aber was soll man so etwas einfaches groß in die Länge ziehen. :-)

Alles Liebe,
Euer Steffen

Sonntag, 23. Juni 2019

Kirschbuchteln

Hallo meine Lieben,

jetzt war es wirklich lange still um mich. Irgendwie ist mir zwischendurch die Zeit abhanden gekommen, mich hier um den Blog zu kümmern. Hätte ich mir die Zeit dann irgendwo anders einsparen müssen, wäre das zum Stress geworden und ich konnte und wollte den Blog nicht im Stress schreiben.

Ich habe doch unter anderem deshalb damit angefangen, weil es mir so viel Freude gemacht hat, ich dabei abschalten und entspannen konnte und es ein Gegenmittel gegen Stress für mich war. Daher habe ich mich entschieden, erst einmal nichts weiter zu schreiben und zu posten.

Für wen schreibe ich eigentlich diesen Blog. Ich habe mich in der Zwischenzeit auch gefragt, ob ich irgendwem schuldig bin, hier regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Es mag sein, dass es unter den Influencern und Influencerinnen heute einen gewissen Druck gibt, ständig online präsent sein zu müssen. Die Aufmerksamkeitsspanne vieler Follower ist wohl inzwischen so kurz, dass man komplett vergessen ist, wenn man einige Stunden nichts über sich ins Netz gestellt hat. Nach dieser Zeitrechnung bin ich also inzwischen Geschichte.
Doch mir kam schnell der Gedanke, dass mir das alles komplett egal ist. Ich interessiere mich nicht für Reichweite, für Klicks, für Likes und wer weiß was. Klar freut mich das, wenn das was ich hier veröffentliche auch andere anspricht und jede Rückmeldung ist wertvoll für mich. Aber selbst wenn niemand lesen würde, was ich hier schreibe, wäre das Schreiben doch deshalb nicht weniger bedeutsam für mich.

Im letzten halben Jahr ist viel passiert. Eigentlich nur Gutes! Aber die Veränderungen haben viel Aufmersamkeit, Zeit, Energie und Arbeit erfordert und tun es noch. Ich werde also auch weiterhin nicht so viel Zeit haben, den Blog hier zu pflegen.
Heute war aber wieder mal ein Tag, ab dem ich sowohl Zeit für die Küche als auch für den Blog gefunden habe. Und daher gibts auch wieder mal ein paar Rezepte, die ich hier aufschreiben und nach und nach veröffentlichen kann. Los gehts mit Kirschbuchteln.


Für 9 - 12 Buchten braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


Für die Buchteln:

500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
100 g Zucker
100 g Butter
1 TL Salz
2 Eier

Für die Füllung:

ca. 200 g entsteinte Kirschen
(etwa 5 Stück je Buchtel)


So wird's gemacht:

1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.

2. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.

3. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr 4 bis 5 Kirschen und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 50 g Butter schmelzen und die Buchteln damit dick einstreichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.


Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 31. März 2019

Süßkartoffelpüree

Hallo meine Lieben,

gibt es tatsächlich Menschen, die keinen Kartoffelbrei mögen? Diese Frage wird mir recht häufig gestellt wenn ich erwähne, dass Kartoffelbrei jetzt nicht unbedingt zu meinen Leibspeisen gehört.
Umso lieber mag ich aber Süßkartoffelpüree. Da kommen dann noch tolle Gewürze, wie Zimt und Muskat dran, und ich bin nicht mehr zu halten... 😉

Wenn es sein muss esse ich das Püree auch als Beilage, aber eigentlich reicht es mir auch vollkommen alleine.

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept für Süßkartoffelpüree als PDF

1 kg Süßkartoffeln
8 El Milch
4 El Butter
Salz
1/2 TL Zimt
Muskatnuss, frisch gerieben


So wird's gemacht:

1. Die Süßkartoffeln schälen, waschen und in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser zugedeckt 20-25 Min. kochen. Dann abgießen und bei sehr milder Hitze im offenen Topf ausdampfen lassen.

2. Milch, Butter, etwas Salz, Zimt, etwas frisch geriebene Muskatnuss aufkochen. Die Süßkartoffeln mit der Milch-Butter-Masse im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.


Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 26. Januar 2019

Rotbarschfilet auf Karotten mit Senfcreme

Hallo meine Lieben,

dieses Rezept ist schon fast unanständig einfach. Es lässt sich perfekt vorbereite und ist dann, wenn es in der Küche am stressigsten ist und alles gleichzeitig fertig sein muss, ganz einfach nebenher im Ofen zubereiten. Wirklich perfekt zu einem Menu mit mehreren Gängen.

Das Rotbarschfilet könnt ihr frisch bei einem guten Fischhändler, oder natürlich auch tiefgekühlt kaufen. Die Karotten sollten frisch sein, hier bin ich kein Fan von Tiefkühlware.







Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 kg Karotten
50 g Butter
200 ml Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie
250 g Crème fraîche
2 EL Senf
4 Rotbarschfilets (etwa 750 g)
Salz
Pfeffer



So wird's gemacht:

1. Die Möhren putzen und in schräge Scheiben schneiden. Ungefähr 5 Minuten in Butter andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüsebrühe dazu gießen und und für etwa 5 Minuten zugedeckt fertig garen.

2. Etwas von der Petersilie zum Garnieren beiseite legen. Den Rest fein hacken und mit Crème fraîche und Senf verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Fisch trocken tupfen und von beiden Seiten salzen und pfeffern.

3. Die Karotten in eine gebutterte Auflaufform geben und die Hälfte der Senfcreme darauf verteilen. Die Fischfilets darauf legen und die restliche Creme darauf verteilen. Im Ofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 15 Minuten backen.


Wenn ihr zusätzlich zur Senfcreme noch etwas Sauce braucht empfehle ich euch eine Weißwein-Senf-Sauce. Die passt ausgezeichnet dazu und schmeckt einfach himmlisch. Als Beilage eignen sich breite Bandnudeln, Reis oder auch Knödel. Bei mir gab es dazu Wirsing-Semmelknödel.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 12. Januar 2019

Weißwein-Senf-Sauce

Hallo meine Lieben,

diese einfache und leckere Sauce passt hervorragend zu Fischgerichten, aber auch einfach zu Gemüse ohne Fisch oder Fleisch. Ich habe sogar schonmal drüber nachgedacht, sie als Grundsauce für eine Lasagne zu verwenden, aber da fehlt mir noch die vollständige Idee. Vielleicht fällt euch ja noch was ein, wozu sie gut passt?

Für die Sauce braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

60 g Schalotten (2-3 Stück)
20 g Butter
200 ml Weißwein, (z. B. Silvaner)
200 ml Fischfond
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer
2 El Senf (Dijon-Senf, grob)

So wird's gemacht:

1. Schalotten in feine Würfel schneiden. Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten.

2. Mit Weißwein ablöschen und auf die Hälfte reduzieren lassen. Fond zugießen und wieder auf die Hälfte einkochen lassen. Zuletzt Sahne zugießen und erneut auf die Hälfte reduzieren lassen.

3. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sauce mit dem Pürierstab fein pürieren. Den Senf unterrühren und die Sauce abgedeckt warm stellen.


Na was hab ich euch gesagt? Viel einfacher kann man eine köstliche Sauce doch wirklich nicht machen. Ihr braucht nur etwas Geduld und werdet dafür reich belohnt.

Alles Liebe
Euer Steffen


Sonntag, 6. Januar 2019

Brezenknödel im Wirsingblatt

Hallo meine Lieben,

Wenns um Knödel geht, hat sicher jeder seine ganz genauen Vorstellungen, wie ein perfekter Knödel sein muss.
Manche bevorzugen Kartoffelknödel (oder Klöße), ich bin eher der Semmelknödel-Typ. Dabei kommen die bei uns so gut wie nie auf den Tisch. Semmelknödel, wie die Oma sie gemacht hat - an Feiertagen gerne mal als Serviettenknödel - sind einfach ein Gedicht. Und dabei gar nicht so schwierig wie man vielleicht meint.

Ich habe meine Semmelknödel aus Laugenbrötchen (die Bayern sagen dazu Brezensemmel) gemacht und mit blanchierten Wirsingblättern eingehüllt. Etwas aufwändig, aber das Ergebnis wird euch überzeugen!

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

4 -5 große, äußere Blätter vom Wirsing
4-5 Laugenbrötchen
300 ml Milch
2 Eier
ca. 45 g Semmelbrösel
1 EL Butter
1 Zwiebel
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
1 TL Natron
Butterschmalz


So wird's gemacht:

1. Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Laugenbrötchen in dünne Scheiben schneiden.
Milch erhitzen und mit den Zwiebeln über die Brötchenscheiben geben. Gut durchmischen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen. Ab und zu durchmischen, damit alle Brötchen gut durchweichen.

2. Eier zur Knödelmasse dazu geben und alles gründlich verkneten. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und so viel Semmelbrösel dazu geben, dass die Masse gerade nicht mehr an den Händen klebt.

3. Die Wirsingblätter in kochendem Wasser mit etwas Natron für ca. 2 Minuten blanchieren und anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter in einem Tuch mit einem Nudelholz schön platt walzen, dann mit der Außenseite nach oben zu einem Rechteck legen. Je nachdem wie groß eure Wirsingblätter sind macht lieber zwei Knödelrollen.

4. Die Knödelmasse darauf geben. Dann zusammenrollen und zuerst in in Frischhaltefolie und dann noch in Alufolie stramm einwickeln. Dann im heißen Wasser ca. 20 bis 25 Minuten ziehen lassen.

5. Kurz vor dem Anrichten die Knödelrolle auspacken und in Butterschmalz von allen Seiten schön kross braten. Dann in Scheiben etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden, diese nochmals beidseitig anbraten und als Beilage servieren.


Aus dem übrigen Wirsing könnt ihr ein leckeres Wirsinggemüse kochen und dazu servieren.

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 4. Januar 2019

Wirsinggemüse

Hallo meine Lieben,

Wirsing ist ein typisches Wintergemüse in unserer Region. Ich habe lange gebraucht um dieses feine Gemüse schätzen zu lernen. Vielleicht liegt es daran, dass ich grundsätzlich nicht soooo der große Freund von Kohl bin. Wirsing aber, mit seinem herrlichen, frischen Grün, der tollen Struktur der Blätter und dem zarten, schmelzenden Geschmack, das hat schon was.

Am besten hält der Wirsing beim Kochen seine Farbe, wenn etwas Natron beigegeben wird. Bei meinem Wirsinggemüse auf den Bildern hat die Farbe etwas gelitten, da mir die Zwiebeln beim Andünsten zu dunkel geworden sind. Die haben dann mit ihren Röststoffen alles etwas bräunlich gefärbt. Geschmeckt hat es aber hervorragend.

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 Kopf Wirsing
1 Zwiebel
ca. 250 ml Gemüsebrühe
200 ml Sahne
1/2 TL Prise Natron
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Butterschmalz



So wird's gemacht:

1. Den Wirsing in vier Viertel zerteilen, den Strunk heraus schneiden und den Wirsingkopf in feine Streifen schneiden.

2. Butterschmalz im Topf auslassen. Die Zwiebel klein schneiden und darin glasig andünsten. Den in Streifen geschnittenen Wirsing dazugeben, ebenfalls etwas anschwitzen, anschließend Natron dazugeben, damit die schöne Farbe erhalten bleibt.

3. Wenn der Wirsing etwas zusammengesunken ist mit Brühe angießen und zugedeckt weich kochen. Anschließend den Wirsing mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. Wenn ihr wollt könnt ihr das Gemüse mit dem Pürierstab pürieren. Zuletzt noch die Sahne dazu gießen und alles nochmal gut durchrühren.


Ich habe mein Gemüse nicht püriert, aber da sind die Geschmäcker auch sehr unterschiedlich. Vielleicht wäre das Grün beim Pürieren noch besser heraus gekommen? Ich werde es beim nächsten Mal versuchen. Was meint ihr dazu?

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 1. Januar 2019

Parmesansuppe

Hallo meine Lieben,

mein Spatzl sagt über sich immer, er sei ein richtiger "Suppenkasper". Damit ist nicht die Figur aus dem Struwwelpeter gemeint, denn der hatte ja gerade keine besondere Vorliebe für Suppen. Mein Spatzl jedoch ist glücklich, wenn eine Suppe auf den Tisch kommt. Wenn dann noch dazu seine absolute Lieblingszutat Parmesan mitmischt, dann ist die Welt in bester Ordnung.

Diese Suppe ist so einfach und köstlich, dass jeder von euch sie unbedingt ausprobieren sollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da draußen jemanden gibt, der diese Suppe nicht liebt.








Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

700 ml Gemüsebrühe
250 g Parmesan
250 ml Sahne
2 kleine Zwiebeln
3 EL Mehl
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
frisches Basilikum zum Garnieren






So wird's gemacht:

1. Die Zwiebeln schälen und in kleine Stückchen fein hacken. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Anschließend das Mehl darüber streuen, umrühren und mit der Brühe aufgießen. Dabei immer rühren, damit es kleine Klümpchen gibt. Auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

2. Den Parmesan mit der Reibe zerkleinern und zur Brühe dazu geben. Dann einmal aufkochen lassen und für 10 Minuten auf mittlerer Hitze weiter köcheln. Ab und an umrühren.

3. Danach gebt ihr die Sahne dazu und püriert die Parmesansuppe mit dem Stabmixer. Die Parmesansuppe mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken, bei Bedarf noch salzen. Noch einmal aufkochen und in vorgewärmten Tellern oder Suppentassen mit etwas frisch gehacktem Basilikum und schwarzem Pfeffer aus der Mühle garnieren.


Zur Suppe passt perfekt ein Stück sizilianisches Spinatbrot.

Alles Liebe
Euer Steffen

Winter-Menu - unser Weihnachts-Dinner

Hallo meine Lieben,

Weihnachten ist vorbei und auch das neue Jahr hat schon begonnen. Alles beginnt wieder von vorne und bleibt doch irgendwie so, wie es schon immer war.

Gute Vorsätze fürs neue Jahr habe ich kaum gefasst. Vieles von dem, was mir wichtig ist, habe ich schon angepackt. Manches wird noch folgen. Morgen beginne ich meine neue Aufgabe an meiner neuen Arbeitsstelle. Das wird in der nächsten Zeit den Großteil meiner Energie benötigen und ich freue mich schon sehr auf die neue Herausforderung, die neuen Kollegen und alles, was da noch so dazu gehört.

Neue Energie tanken - da hat ja jeder so sein eigenes Rezept. Die Einen brauchen dazu viele Menschen um sich, die Anderen ziehen sich zurück und erholen sich im Stillen. Ich würde mich irgendwo dazwischen einordnen. Ruhe, ein paar gute Freunde, ein gutes Buch, Inspirationen durch Musik, Gerüche, Essen,... das alles macht meinen Akku wieder voll.

Richtig schön auftanken konnte ich dieses Jahr auch an Weihnachten. Für manche sind die Feiertage ja sehr stressig. Viele müssen an Heilig Abend arbeiten, dann geht der Familientrubel los und kaum hat man drei Tage lang unzählige Kalorien in sich hinein geschaufelt, geht der Alltag wieder weiter.
Wir haben in diesem Jahr unsere Weihnachtstraditionen in einer leicht abgewandelten Form beibehalten. Das traditionelle Familienweihnachten mit Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen haben wir kurzerhand auf den Tag vor Heilig Abend vorverlegt. Und diese "Wer ist an Weihnachten bei welchem Teil der Familie"-Debatte haben wir dadurch gelöst, dass meine Eltern und die Familie von meinem Spatzl beide bei uns Weihnachten gefeiert haben.

Für mich war das ein laaaaaaanger und anstrengender Tag in der Küche, viel Vorbereitung und Geschirr, aber das war es wert. Ganz ehrlich: Meinen Dank und Respekt an alle Mütter und Großmütter, die diese Strapazen ständig auf sich nehmen, um die Familie satt und glücklich zu machen!

Unser Weihnachtsbaum-Menu werde ich euch in den kommenden Tagen hier noch mit den einzelnen Rezepten vorstellen, die ich hier dann auch verlinke.

Vorspeisen:

Parmesansuppe mit
sizilianischem Spinatbrot

Hauptgericht:

Rotbarschfilet auf Karotten mit Senfcreme an
Brezenknödel im Wirsingblatt und
Wirsinggemüse

Dessert:

Gewürz-Panna-Cotta mit Mirabellenkompott


Wie ihr seht weiche ich hier ein bißchen von der angeblich so typisch deutschen "Kartoffelsalat mit Würstchen"-Tradition ab. Das gab es bei uns noch nie und wird es wohl auch nie geben. Nicht falsch verstehen - ich liebe Kartoffelsalat. Aber zu Weihnachten gehört für mich einfach auch ein besonderes Essen. Irgendwas, das man aufwändig und mit viel Liebe für die Menschen zubereitet, die einem am Herzen liegen. Wenn das Kartoffelsalat und Würstchen sind, ist das okay. Aber für mich muss es an dieser Stelle einfach etwas mehr sein.


Mit diesem Rückblick auf die Feiertage wünsche ich euch allen nun ein glückliches neues Jahr. Bleibt gesund, seid optimistisch und zuversichtlich und achtet gut aufeinander!

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 21. Dezember 2018

Pekannuss-Dattel-Kugeln

Hallo meine Lieben,

zur Zeit streiten sich das Engelchen und das Teufelchen auf meinen Schultern wieder richtig heftig ums Essen. Nein, genau genommen streiten sich die beiden übers Naschen. Das Engelchen vertritt energisch die Position, dass auch beim Weihnachtsgebäck die seit Monaten so erfolgreich verlaufene Ernährungsumstellung Priorität hat, und deswegen auf Zucker und sonstigen Süßkram möglichst verzichtet werden sollte. Das Teufelchen reibt sich in diebischer Freude die Hände und postuliert "Komm schon, Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Was soll das denn? Lebkuchen und Vanillekipferl müssen pappsüß sein."
Mir platzt dazwischen manchmal beinahe der Kopf... eigentlich bin ich auf der Seite des Engelchens... aber Weihnachts- und Adventszeit ganz ohne Plätzchen??? Das kann und will ich mir auch nicht vorstellen.

Also wieder ab in die Kreativabteilung und ein bisschen experimentieren. Das erste Ergebnis sind meine Pekannuss-Dattel-Kugeln. Sie kommen mit der natürlichen Süße der Datteln und ohne extra Zucker aus, schmecken super und machen kein so ganz schlechtes Gewissen. Ich habe wieder frische Datteln verwendet, die ich aus dem Urlaub mitgebracht habe, aber getrocknete funktionieren genauso gut.

Für etwa 40 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g Pekannüsse
1 TL Zimt
10 Datteln (entsteint)
1/2 TL Meersalz


So wird's gemacht:

Hier gibt es zwei Möglichkeiten, die einfachste ist alle Zutaten in einen Zerkleinerter Zu geben und zu einer groben Masse zu zerkleinern. Ich habe es etwas anders gemacht:

1. Datteln sehr fein hacken, Pekannüsse ebenso. Ich habe dazu erst das Messer und dann einen handbetriebenen Zerkleinerter verwendet. Der packt aber die ganze Menge nicht, daher Datteln und Nüsse nacheinander zerkleinern.

2. Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit Salz und Zimt gründlich vermischen. Das geht am besten von Hand, da so die Datteln noch etwas zerdrückt werden und die Masse besser zusammen hält.

3. Etwa 2 cm große Kugeln rollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Bei 180°C und Ober-/Unterhitze etwa 12 bis 15 Minuten backen.


Ich wünsche euch viel Freude beim Genießen mit gutem Gewissen.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Walnuss-Schneebälle - low carb

Hallo meine Lieben,

"I am dreaming of a white Christmas" - wirklich ein wunderschönes Weihnachtslied. Und irgendwie auch ein sehr schöner Traum. Wer hat nicht gern weiße Weihnachten?

Ob es in diesem Jahr mit dem Schnee zum Fest klappt, weiß ich nicht. Aber auf meinem Plätzchenteller werden leckere Schneebälle liegen, die nur darauf warten, das Weihnachtsfest zu versüßen. Und das schlechte Gewissen kann dabei ruhig weiterschlafen, denn die kleinen Schneebälle kommen ganz ohne Zucker und Mehl aus. Glutenfrei, low carb und köstlich - fast so schön wie weiße Weihnachten!



Für etwa 2 Bleche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


140 g Mandelmehl
100 g gemahlene Mandeln
125 g Walnüsse
25 g Kokosmehl
1 EL Backpulver
1 TL gemahlenen Kardamom
1 Prise Salz
115 g Butter
100 g Erythrit (z.B. Xucker light)
1 Ei
1 TL Vanillepulver
80 g Puderxucker (Ersatz für Puderzucker



So wird's gemacht:

1. Backofen auf 170°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

2. Walnüsse grob hacken und mit Mandelmehl, gemahlenen Mandeln, Kokosmehl, Backpulver und Kardamom in einer Schüssel gründlich vermischen.

3. In einer zweiten Schüssel Butter mit Erthrit cremig aufschlagen. Ei und Vanille dazu geben und unterrühren. Dann die Mehlmischung löffelweise vorsichtig unterheben.

4. etwa 2 cm große Kugeln formen und auf das Backpapier setzen. Die Schneebälle auf der mittleren Schiene ungefähr 18 Minuten backen.

5. Noch warm in Puderxucker wälzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.


Wenn ihr statt Walnüssen Pekannüsse verwendet, schmecken die Schneebälle noch etwas milder. Probiert doch einfach mal aus, was euch besser schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen