Hallo meine Lieben,
jetzt war es wirklich lange still um mich. Irgendwie ist mir zwischendurch die Zeit abhanden gekommen, mich hier um den Blog zu kümmern. Hätte ich mir die Zeit dann irgendwo anders einsparen müssen, wäre das zum Stress geworden und ich konnte und wollte den Blog nicht im Stress schreiben.
Ich habe doch unter anderem deshalb damit angefangen, weil es mir so viel Freude gemacht hat, ich dabei abschalten und entspannen konnte und es ein Gegenmittel gegen Stress für mich war. Daher habe ich mich entschieden, erst einmal nichts weiter zu schreiben und zu posten.
Für wen schreibe ich eigentlich diesen Blog. Ich habe mich in der Zwischenzeit auch gefragt, ob ich irgendwem schuldig bin, hier regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Es mag sein, dass es unter den Influencern und Influencerinnen heute einen gewissen Druck gibt, ständig online präsent sein zu müssen. Die Aufmerksamkeitsspanne vieler Follower ist wohl inzwischen so kurz, dass man komplett vergessen ist, wenn man einige Stunden nichts über sich ins Netz gestellt hat. Nach dieser Zeitrechnung bin ich also inzwischen Geschichte.
Doch mir kam schnell der Gedanke, dass mir das alles komplett egal ist. Ich interessiere mich nicht für Reichweite, für Klicks, für Likes und wer weiß was. Klar freut mich das, wenn das was ich hier veröffentliche auch andere anspricht und jede Rückmeldung ist wertvoll für mich. Aber selbst wenn niemand lesen würde, was ich hier schreibe, wäre das Schreiben doch deshalb nicht weniger bedeutsam für mich.
Im letzten halben Jahr ist viel passiert. Eigentlich nur Gutes! Aber die Veränderungen haben viel Aufmersamkeit, Zeit, Energie und Arbeit erfordert und tun es noch. Ich werde also auch weiterhin nicht so viel Zeit haben, den Blog hier zu pflegen.
Heute war aber wieder mal ein Tag, ab dem ich sowohl Zeit für die Küche als auch für den Blog gefunden habe. Und daher gibts auch wieder mal ein paar Rezepte, die ich hier aufschreiben und nach und nach veröffentlichen kann. Los gehts mit Kirschbuchteln.
Für 9 - 12 Buchten braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für die Buchteln:
500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
100 g Zucker
100 g Butter
1 TL Salz
2 Eier
Für die Füllung:
ca. 200 g entsteinte Kirschen
(etwa 5 Stück je Buchtel)
So wird's gemacht:
1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.
2. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.
3. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr 4 bis 5 Kirschen und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 50 g Butter schmelzen und die Buchteln damit dick einstreichen.
4. Auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.
Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
Posts mit dem Label Hefeteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Sonntag, 23. Juni 2019
Samstag, 21. Juli 2018
Zwetschgenkuchen mit Streuseln - low carb
Hallo meine Lieben,
heute habe ich beim Einkaufen die ersten Zwetschgen entdeckt. Noch kommen Sie aus Bosnien, aber auch auf den Bäumen hier in der Nähe bekommen sie schon langsam Farbe und wenn der Sommer sich weiter so ins Zeug legt dauert es bestimmt nicht mehr lange bis sie reif sind.
Bei Zwetschgenkuchen gibts für mich eigentlich keine Experimente. Da habe ich eine genaue Vorstellung wie der zu schmecken hat. Der Klassiker mit Hefeteig und Streuseln ist zwar super lecker, aber alles andere als low carb. Also habe ich wieder etwas experimentiert um ein Rezept zu entwickeln, das ohne Mehl und Zucker auskommt und trotzdem toll schmeckt.
Gut, ganz low carb kann ein Obstkuchen ja nie sein, da die Zwetschgen an sich ja schon jede Menge Zucker enthalten. Aber ich möchte eben auch mal zeigen, dass man ohne weiteren Haushaltszucker auch tolle Kuchen backen kann.
Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
800 g Zwetschgen
80 g Mandelmehl*
90 g Kokosmehl*
2 EL gemahlene Flohsamenschalen*
1 EL Johannisbrotkernmehl*
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
4 Eier (Größe L)
250 ml Milch
100 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
1 TL Zucker (muss sein, für die Hefe)
1 Würfel Hefe
Für die Streusel:
40 g Butter
1 TL Zimt
30 g Erythrit
30 g Mandelmehl
20 g Haferflocken
20 g gemahlene Mandeln
So wird's gemacht:
1. Mandelmehl, Kokosmehl, Johannisbrotkernmehl, Erythrit und Flohsamenschalen gut vermischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und 1 TL Zucker und 2 EL Milch dazu geben, etwa 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe flüssig wird.
3. Milch und Eier miteinander verrühren und zu den trockenen Zutaten geben. Zuletzt die Hefe dazu geben und alles gründlich verkneten. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
4. Springform einfetten und den Teig hinein geben. Mit den Händen gleichmäßig in der Form verteilen und andrücken. Wenn der Teig zu sehr klebt die Hände etwas anfeuchten.
5. Zwetschgen an einer Seite aufschneiden und den Kern entfernen. die Hälften nochmals mit dem Messer einschneiden, sodass sie vier Spitzen haben wenn ihr sie auf faltet. Reihum auf dem Teig verteilen bis der Boden ganz mit Zwetschgen bedeckt ist.
6. Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen bröselig vermischen und über die Zwetschgen streuen. Eine Schiene unterhalb der Mitte für etwa 35 bis 40 Minuten backen.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen bis es mindestens handwarm ist und erst dann auf eine Tortenplatte heben.
Mit einer Glasbodenform oder einem schnittfesten Boden könnt ihr den Kuchen natürlich auch schon warm anschneiden und genießen. Ein Gedicht... 😋
Alles Liebe
Euer Steffen
* Affiliate-Links - Wenn ihr über diese Links einkauft erhalte ich eine Provision.
heute habe ich beim Einkaufen die ersten Zwetschgen entdeckt. Noch kommen Sie aus Bosnien, aber auch auf den Bäumen hier in der Nähe bekommen sie schon langsam Farbe und wenn der Sommer sich weiter so ins Zeug legt dauert es bestimmt nicht mehr lange bis sie reif sind.
Bei Zwetschgenkuchen gibts für mich eigentlich keine Experimente. Da habe ich eine genaue Vorstellung wie der zu schmecken hat. Der Klassiker mit Hefeteig und Streuseln ist zwar super lecker, aber alles andere als low carb. Also habe ich wieder etwas experimentiert um ein Rezept zu entwickeln, das ohne Mehl und Zucker auskommt und trotzdem toll schmeckt.
Gut, ganz low carb kann ein Obstkuchen ja nie sein, da die Zwetschgen an sich ja schon jede Menge Zucker enthalten. Aber ich möchte eben auch mal zeigen, dass man ohne weiteren Haushaltszucker auch tolle Kuchen backen kann.
Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
800 g Zwetschgen
80 g Mandelmehl*
90 g Kokosmehl*
2 EL gemahlene Flohsamenschalen*
1 EL Johannisbrotkernmehl*
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
4 Eier (Größe L)
250 ml Milch
100 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
1 TL Zucker (muss sein, für die Hefe)
1 Würfel Hefe
Für die Streusel:
40 g Butter
1 TL Zimt
30 g Erythrit
30 g Mandelmehl
20 g Haferflocken
20 g gemahlene Mandeln
So wird's gemacht:
1. Mandelmehl, Kokosmehl, Johannisbrotkernmehl, Erythrit und Flohsamenschalen gut vermischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und 1 TL Zucker und 2 EL Milch dazu geben, etwa 15 Minuten stehen lassen bis die Hefe flüssig wird.
3. Milch und Eier miteinander verrühren und zu den trockenen Zutaten geben. Zuletzt die Hefe dazu geben und alles gründlich verkneten. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
4. Springform einfetten und den Teig hinein geben. Mit den Händen gleichmäßig in der Form verteilen und andrücken. Wenn der Teig zu sehr klebt die Hände etwas anfeuchten.
5. Zwetschgen an einer Seite aufschneiden und den Kern entfernen. die Hälften nochmals mit dem Messer einschneiden, sodass sie vier Spitzen haben wenn ihr sie auf faltet. Reihum auf dem Teig verteilen bis der Boden ganz mit Zwetschgen bedeckt ist.
6. Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen bröselig vermischen und über die Zwetschgen streuen. Eine Schiene unterhalb der Mitte für etwa 35 bis 40 Minuten backen.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen bis es mindestens handwarm ist und erst dann auf eine Tortenplatte heben.
Mit einer Glasbodenform oder einem schnittfesten Boden könnt ihr den Kuchen natürlich auch schon warm anschneiden und genießen. Ein Gedicht... 😋
Alles Liebe
Euer Steffen
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Samstag, 31. März 2018
Brioche
Hallo meine Lieben,
süße, goldbraun gebackene Luft. So in etwa könnt ihr euch meine Brioche vorstellen. Die Brioche ist ein feines Gebäck aus Hefeteig, der mit Ei und Butter gemacht wird und richtig viel Zeit zum Gehen bekommt. Dadurch wird die Brioche ganz zart und zerfällt schon beinahe im Mund. Brioche schmeckt pur, oder mit Butter oder Marmelade bestrichen, in Milchkaffee oder heiße Schokolade getunkt... sicher fällt euch noch mehr ein.
Ich habe heute meine erste Brioche gebacken, nachdem ich lange im Internet recherchiert und verschiedene Rezepte miteinander verglichen habe. Nachdem der erste Versuch mich gleich überzeugt hat teile ich auch das Rezept sofort mit euch.
Für eine Brioche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
450 g Mehl
1 Ei
1 Eiweiß
160 g Butter
80 ml Wasser
1/2 Würfel Hefe
1 TL Salz
2 gehäufte EL Zucker
außerdem:
1 Eigelb
2 EL Milch
2-3 EL Hagelzucker
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln und mit 2 TL Zucker und Wasser zu einem Brei verrühren. Mit etwas Mehl überstreuen und die Schüssel zugedeckt 10 Minuten stehen lassen.
2. Alle übrigen Zutaten rund um den aufgegangenen Vorteil herum in die Schüssel geben und den Teig mit dem Knethaken der Küchenmaschine etwa 10 Minuten lang langsam kneten. Der Teig ist fertig geknetet wenn er einen leichten Glanz bekommt und sich gut von der Schüssel löst.
3. Den Teig mit etwas Mehl rund wirken. Dazu die Teigkugel immer vom Rand her in die Mitte falten und dabei darauf achten, dass der Schluss immer zu euch zeigt und die glatte Seite immer nach unten. Dann de Teigkugel mit dem Schluss nach unten wieder in die mit etwas Mehl ausgestreute Schüssel legen und zugedeckt nochmals 1,5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
4. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Backring auf 24 cm Durchmesser einstellen.
5. Jetzt wiegt ihr den fertig aufgegangenen Teig und teilt ihn in 7 gleich schwere Stücke. Diese Teigstücke wieder rund wirken wie oben beschrieben und dann die 7 kleinen Kugeln in den Backring verteilen. Eine Kugel in die Mitte, die übrigen sechs Kugeln außen herum.
6. Eigelb mit Milch verrühren und die Teigkugeln damit einstreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen und nochmals abdecken und etwa 15 Minuten stehen lassen. Dann auf der mittleren Schiene für etwa 30 bis 35 Minuten backen bis die Brioche eine schöne goldbraune Farbe bekommt.
Die Brioche schmeckt am besten ganz frisch, wartet also nicht zu lange bis ihr diese Köstlichkeit vernascht.
Alles Liebe
Euer Steffen
süße, goldbraun gebackene Luft. So in etwa könnt ihr euch meine Brioche vorstellen. Die Brioche ist ein feines Gebäck aus Hefeteig, der mit Ei und Butter gemacht wird und richtig viel Zeit zum Gehen bekommt. Dadurch wird die Brioche ganz zart und zerfällt schon beinahe im Mund. Brioche schmeckt pur, oder mit Butter oder Marmelade bestrichen, in Milchkaffee oder heiße Schokolade getunkt... sicher fällt euch noch mehr ein.
Ich habe heute meine erste Brioche gebacken, nachdem ich lange im Internet recherchiert und verschiedene Rezepte miteinander verglichen habe. Nachdem der erste Versuch mich gleich überzeugt hat teile ich auch das Rezept sofort mit euch.
Für eine Brioche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
450 g Mehl
1 Ei
1 Eiweiß
160 g Butter
80 ml Wasser
1/2 Würfel Hefe
1 TL Salz
2 gehäufte EL Zucker
außerdem:
1 Eigelb
2 EL Milch
2-3 EL Hagelzucker
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln und mit 2 TL Zucker und Wasser zu einem Brei verrühren. Mit etwas Mehl überstreuen und die Schüssel zugedeckt 10 Minuten stehen lassen.
2. Alle übrigen Zutaten rund um den aufgegangenen Vorteil herum in die Schüssel geben und den Teig mit dem Knethaken der Küchenmaschine etwa 10 Minuten lang langsam kneten. Der Teig ist fertig geknetet wenn er einen leichten Glanz bekommt und sich gut von der Schüssel löst.
3. Den Teig mit etwas Mehl rund wirken. Dazu die Teigkugel immer vom Rand her in die Mitte falten und dabei darauf achten, dass der Schluss immer zu euch zeigt und die glatte Seite immer nach unten. Dann de Teigkugel mit dem Schluss nach unten wieder in die mit etwas Mehl ausgestreute Schüssel legen und zugedeckt nochmals 1,5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
4. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Backring auf 24 cm Durchmesser einstellen.
5. Jetzt wiegt ihr den fertig aufgegangenen Teig und teilt ihn in 7 gleich schwere Stücke. Diese Teigstücke wieder rund wirken wie oben beschrieben und dann die 7 kleinen Kugeln in den Backring verteilen. Eine Kugel in die Mitte, die übrigen sechs Kugeln außen herum.
6. Eigelb mit Milch verrühren und die Teigkugeln damit einstreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen und nochmals abdecken und etwa 15 Minuten stehen lassen. Dann auf der mittleren Schiene für etwa 30 bis 35 Minuten backen bis die Brioche eine schöne goldbraune Farbe bekommt.
Die Brioche schmeckt am besten ganz frisch, wartet also nicht zu lange bis ihr diese Köstlichkeit vernascht.
Alles Liebe
Euer Steffen
Samstag, 20. Januar 2018
Franzbrötchen
Hallo meine Lieben,
Habt ihr eine Lieblingsstadt? Ich meine, außer eurer Heimat? Ich kann diese Frage nur schwer beantworten, denn ich finde bei ganz vielen Städten so viel schönes, dass sie es auf die Liste meiner Lieblingsstädte schaffen.
Und ich habe noch viel zu viele Städte nicht gesehen als dass ich as abschließend beantworten könnte. Ganz vorne mit dabei sind aber Amsterdam und Hamburg.
Hamburg mag ich nicht zuletzt, weil ich damit auch familiäre Gefühle verbinde und wunderschöne Zeiten mit und bei meinen Verwandten dort verbracht habe. Wenn ihr schonmal in Hamburg wart kennt ihr bestimmt Franzbrötchen. Warum es die ausgerechnet traditionell in Hamburg gibt und wie sie zu ihrem Namen kommen erspare ich euch hier. Aber was ich euch nicht erspare ist meine Schwärmerei für Franzbrötchen! Es gibt kaum etwas feineres, was man aus Hefeteig, Butter und Zimt machen kann.
Noch dazu sehen sie zauberhaft aus - direkt zum Anbeißen!
Für 12 Franzbrötchen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
60 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Salz
70 g Butter
1/2 TL Kardamom
210 ml Milch
25 ml Wasser
Für die Füllung:
125 g sehr weiche Butter
100 g brauner Zucker
2 gehäufte TL Zimt
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine große Rührschüssel geben, eine Mulde hinein drücken und die Hefe in die Mulde bröckeln. Zucker und Milch dazu geben und einen dünnen Vorteil anrühren. Abgedeckt 10 Minuten stehen lassen. Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Dann mit den restlichen Zutaten dazu geben und den Hefeteig geschmeidig kneten bis er sich von allein von der Schüssel löst. Den fertigen Teig wieder abdecken und eine Stunde gehen lassen.
2. Für die Füllung die Butter mit braunem Zucker und Zimt verrühren und beiseite stellen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
3. Den aufgegangenen Hefeteig noch einmal auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und dann zu einem Rechteck von etwa 60 x 40 cm ausrollen. Gleichmäßig mit der Füllung bestreichen und dann von der langen Seite her aufrollen.
4. Die Teigrolle dann mit einem scharfen Messer in etwa 12 trapezförmige Stücke schneiden. Jedes Teilstück mit der schmalen Seite nach oben drehen und dann mit dem Stiel eines Kochlöffels die Mitte der Teigrolle nach unten drücken. Das Schneckenmuster wird so flach gedrückt und die einzelnen Schichten treten etwas nach außen. So kann der Zucker später besser karamellisieren.
5. Die Franzbrötchen auf Backpapier setzen und auf der mittleren Schiene ungefähr 15 bis 20 Minuten backen bis der Zucker knusprig aber noch nicht zu dunkel ist.
Die Franzbrötchen schmecken frisch aus dem Ofen am allerbesten und der Duft ist sowieso unbeschreiblich!
Alles Liebe
Euer Steffen
Habt ihr eine Lieblingsstadt? Ich meine, außer eurer Heimat? Ich kann diese Frage nur schwer beantworten, denn ich finde bei ganz vielen Städten so viel schönes, dass sie es auf die Liste meiner Lieblingsstädte schaffen.
Und ich habe noch viel zu viele Städte nicht gesehen als dass ich as abschließend beantworten könnte. Ganz vorne mit dabei sind aber Amsterdam und Hamburg.
Hamburg mag ich nicht zuletzt, weil ich damit auch familiäre Gefühle verbinde und wunderschöne Zeiten mit und bei meinen Verwandten dort verbracht habe. Wenn ihr schonmal in Hamburg wart kennt ihr bestimmt Franzbrötchen. Warum es die ausgerechnet traditionell in Hamburg gibt und wie sie zu ihrem Namen kommen erspare ich euch hier. Aber was ich euch nicht erspare ist meine Schwärmerei für Franzbrötchen! Es gibt kaum etwas feineres, was man aus Hefeteig, Butter und Zimt machen kann.
Noch dazu sehen sie zauberhaft aus - direkt zum Anbeißen!
Für 12 Franzbrötchen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
60 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 TL Salz
70 g Butter
1/2 TL Kardamom
210 ml Milch
25 ml Wasser
Für die Füllung:
125 g sehr weiche Butter
100 g brauner Zucker
2 gehäufte TL Zimt
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine große Rührschüssel geben, eine Mulde hinein drücken und die Hefe in die Mulde bröckeln. Zucker und Milch dazu geben und einen dünnen Vorteil anrühren. Abgedeckt 10 Minuten stehen lassen. Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Dann mit den restlichen Zutaten dazu geben und den Hefeteig geschmeidig kneten bis er sich von allein von der Schüssel löst. Den fertigen Teig wieder abdecken und eine Stunde gehen lassen.
2. Für die Füllung die Butter mit braunem Zucker und Zimt verrühren und beiseite stellen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
3. Den aufgegangenen Hefeteig noch einmal auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und dann zu einem Rechteck von etwa 60 x 40 cm ausrollen. Gleichmäßig mit der Füllung bestreichen und dann von der langen Seite her aufrollen.
4. Die Teigrolle dann mit einem scharfen Messer in etwa 12 trapezförmige Stücke schneiden. Jedes Teilstück mit der schmalen Seite nach oben drehen und dann mit dem Stiel eines Kochlöffels die Mitte der Teigrolle nach unten drücken. Das Schneckenmuster wird so flach gedrückt und die einzelnen Schichten treten etwas nach außen. So kann der Zucker später besser karamellisieren.
5. Die Franzbrötchen auf Backpapier setzen und auf der mittleren Schiene ungefähr 15 bis 20 Minuten backen bis der Zucker knusprig aber noch nicht zu dunkel ist.
Die Franzbrötchen schmecken frisch aus dem Ofen am allerbesten und der Duft ist sowieso unbeschreiblich!
Alles Liebe
Euer Steffen
Samstag, 25. November 2017
Buchteln mit Birnenfüllung
Hallo meine Süßen,
Süßspeisen gehen ja eigentlich immer. Dieser Aussage lässt sich nichts hinzufügen. Jedenfalls aus meiner Sicht ist das absolut zutreffend. Wenn ich mal gar keine Idee habe was ich kochen könnte: Süßspeisen!
Spätzle mit Apfelmus, Pfannkuchen, Germknödel, Kartäuserklöße, Dampfnudeln, Scheiterhaufen, Milchreis und so weiter und so weiter...
Heute habe ich mich mal für Buchteln entschieden. Buchteln kenne ich auch unter dem Namen "Rohrnudeln", weil sie wohl im Gegensatz zu den Dampfnudeln im Backrohr gebacken werden. Wahrscheinlich haben sie aber noch viel mehr Namen. Wie nennt man die Buchteln denn dort wo ihr wohnt?
In meiner Heimat gibt's Buchteln manchmal sogar beim Bäcker. Dann sind sie meistens ungefüllt oder aber mit einer Pflaume oder Zwetschge gefüllt. Ich habe mich für eine sehr aromatische Füllung aus Birne, Marzipan und Haselnuss entschieden. Das duftet und schmeckt hervorragend. Wie bei fast allen Süßspeisen passt natürlich eine Vanillesauce ausgezeichnet dazu. Ich esse die Buchteln aber lieber ohne Sauce.
Für 12 Stück (ca. 4 Portionen) braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für die Buchteln:
500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
125 g Zucker
60 g Butter
1 TL Salz
2 Eier
Für die Füllung:
1 feste Birne (z.B. Abate)
50 g Marzipan
50 g gemahlene Haselnüsse
50 ml Weißwein
10 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
So wird's gemacht:
1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.
2. Birne schälen, Kerngehäuse und Stiel entfernen und in 1 cm große Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Birnenwürfel kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Vanillezucker dazu geben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Die Birnen sollen noch leichten Biss haben.
3. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist das Marzipan fein hacken und zusammen mit den Haselnüssen unter die Birnenstücke mischen.
4. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Formt dazu einfach eine Kugel und zerteilt diese wie das Zifferblatt einer Uhr. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.
5. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr einen Esslöffel von der Birnenfüllung und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 10 g Butter schmelzen und die Buchteln damit einstreichen.
6. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.
Außer Zwetschgen und Birnen schmecken die Buchteln auch mit Äpfeln, Aprikosen und Kirschen sehr lecker. Ihr könnt auch eine Mohnfüllung benutzen, dann schmecken sie fast wie Germknödel.
Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
Süßspeisen gehen ja eigentlich immer. Dieser Aussage lässt sich nichts hinzufügen. Jedenfalls aus meiner Sicht ist das absolut zutreffend. Wenn ich mal gar keine Idee habe was ich kochen könnte: Süßspeisen!
Spätzle mit Apfelmus, Pfannkuchen, Germknödel, Kartäuserklöße, Dampfnudeln, Scheiterhaufen, Milchreis und so weiter und so weiter...
Heute habe ich mich mal für Buchteln entschieden. Buchteln kenne ich auch unter dem Namen "Rohrnudeln", weil sie wohl im Gegensatz zu den Dampfnudeln im Backrohr gebacken werden. Wahrscheinlich haben sie aber noch viel mehr Namen. Wie nennt man die Buchteln denn dort wo ihr wohnt?
In meiner Heimat gibt's Buchteln manchmal sogar beim Bäcker. Dann sind sie meistens ungefüllt oder aber mit einer Pflaume oder Zwetschge gefüllt. Ich habe mich für eine sehr aromatische Füllung aus Birne, Marzipan und Haselnuss entschieden. Das duftet und schmeckt hervorragend. Wie bei fast allen Süßspeisen passt natürlich eine Vanillesauce ausgezeichnet dazu. Ich esse die Buchteln aber lieber ohne Sauce.
Für 12 Stück (ca. 4 Portionen) braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für die Buchteln:
500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
125 g Zucker
60 g Butter
1 TL Salz
2 Eier
Für die Füllung:
1 feste Birne (z.B. Abate)
50 g Marzipan
50 g gemahlene Haselnüsse
50 ml Weißwein
10 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
So wird's gemacht:
1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.
2. Birne schälen, Kerngehäuse und Stiel entfernen und in 1 cm große Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Birnenwürfel kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Vanillezucker dazu geben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Die Birnen sollen noch leichten Biss haben.
3. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist das Marzipan fein hacken und zusammen mit den Haselnüssen unter die Birnenstücke mischen.
4. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Formt dazu einfach eine Kugel und zerteilt diese wie das Zifferblatt einer Uhr. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.
5. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr einen Esslöffel von der Birnenfüllung und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 10 g Butter schmelzen und die Buchteln damit einstreichen.
6. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.
Außer Zwetschgen und Birnen schmecken die Buchteln auch mit Äpfeln, Aprikosen und Kirschen sehr lecker. Ihr könnt auch eine Mohnfüllung benutzen, dann schmecken sie fast wie Germknödel.
Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
Samstag, 15. Juli 2017
Mohn-Dattel-Schnecken
Hallo meine Lieben,
wenn kleine Kinder sprechen lernen fängt es meist mit einfachen Worten an. Im Laufe der Zeit werden es mehr Worte und diese werden dann aneinander gefügt. Irgendwo schnappt das Kind dann neue Worte auf und die Eltern sind ganz verblüfft, woher der/die Kleine das nun wieder hat. Ist der Wortschatz erst einmal groß genug steigt die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten immens an und das Kind kann sich immer besser und ausdrücken. Übrigens geht es uns "Großen" genauso, wenn wir eine Fremdsprache erlernen.
Warum erzähle ich euch hier über Worte und Sprache? Nun, in gewisser Weise verhält es sich mit Kochen und Backen auch wie mit einer Sprache. Zuerst einmal lernen wir einfache, kleine Gerichte zu kochen. Manche fangen mit Wasser, Tee oder Kaffee an. Dann irgendwann die erste eigene Pasta, der erste Kuchen - vielleicht noch eine Backmischung. So erweitern wir unseren "Wortschatz" in der Küche. Je umfangreicher unser Wortschatz ist, desto leichter fällt es uns, neue Worte zu erfinden, oder bekannte zu kombinieren und daraus etwas Neues zu erschaffen.
Ich habe für mein heutiges Rezept einfach drei "Worte" kombiniert, die alle nicht ins fortgeschrittene Vokabular gehören. Mein Hefeteig-Grundrezept, eine Mohnfüllung und Datteln. Keine große Herausforderung also, aber ein tolles Ergebnis.
Ihr braucht dafür:
🖨 Rezept als PDF
250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
40 g Zucker
40 g Butter
125 ml Milch
1 Prise Salz
250 g Mohnfüllung
(fertig oder selbst gemacht)
100 g Datteln
1/2 TL abgeriebene Orangenschale
ggf. Puderzucker für Glasur
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hinein bröckeln. Milch und Zucker dazu geben und zu mit der Hefe zu einem Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Danach die Butter und das Salz dazu geben und alles zu einem geschmeigen Teig verkneten.
2. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln. Währenddessen die Datteln mit lauwarmem Wasser übergießen bis sie gerade so bedeckt sind und einweichen lassen.
3. Den aufgegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Dann zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen. Backofen auf 175°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
4. Die eingeweichten Datteln gut ausdrücken. Das Wasser dabei auffangen und beiseite stellen.
5. Anschließend die weichen Datteln sehr fein hacken oder besser im Mixer fein zerkleinern. Die Dattelmasse vermischt ihr jetzt mit der Mohnfüllung. Ihr könnt nach Belieben noch mit etwas Orangenblütenwasser oder abgeriebener Orangenschale und Zimt würzen.
6. Die Mohn-Dattel-Masse auf dem Teig Versteichen und diesen dann von der langen Seite her aufrollen. In gleichmäßige Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Wenn ihr das Ende der Rolle nach unten einschlagt gehen die Schnecken beim Backen nicht so leicht auseinander.
7. Auf der mittleren Schiene etwa 15 bis 20 Minuten backen.
8. Puderzucker mit etwas vom Einweichwasser der Datteln anrühren und die Schnecken damit glasieren.
Ich bin gespannt darauf wie euch das Rezept gefällt. Schreibt mir doch eine Nachricht oder einen Kommentar mit eurer Meinung.
Alles Liebe
Euer Steffen
wenn kleine Kinder sprechen lernen fängt es meist mit einfachen Worten an. Im Laufe der Zeit werden es mehr Worte und diese werden dann aneinander gefügt. Irgendwo schnappt das Kind dann neue Worte auf und die Eltern sind ganz verblüfft, woher der/die Kleine das nun wieder hat. Ist der Wortschatz erst einmal groß genug steigt die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten immens an und das Kind kann sich immer besser und ausdrücken. Übrigens geht es uns "Großen" genauso, wenn wir eine Fremdsprache erlernen.
Warum erzähle ich euch hier über Worte und Sprache? Nun, in gewisser Weise verhält es sich mit Kochen und Backen auch wie mit einer Sprache. Zuerst einmal lernen wir einfache, kleine Gerichte zu kochen. Manche fangen mit Wasser, Tee oder Kaffee an. Dann irgendwann die erste eigene Pasta, der erste Kuchen - vielleicht noch eine Backmischung. So erweitern wir unseren "Wortschatz" in der Küche. Je umfangreicher unser Wortschatz ist, desto leichter fällt es uns, neue Worte zu erfinden, oder bekannte zu kombinieren und daraus etwas Neues zu erschaffen.
Ich habe für mein heutiges Rezept einfach drei "Worte" kombiniert, die alle nicht ins fortgeschrittene Vokabular gehören. Mein Hefeteig-Grundrezept, eine Mohnfüllung und Datteln. Keine große Herausforderung also, aber ein tolles Ergebnis.
Ihr braucht dafür:
🖨 Rezept als PDF
250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
40 g Zucker
40 g Butter
125 ml Milch
1 Prise Salz
250 g Mohnfüllung
(fertig oder selbst gemacht)
100 g Datteln
1/2 TL abgeriebene Orangenschale
ggf. Puderzucker für Glasur
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hinein bröckeln. Milch und Zucker dazu geben und zu mit der Hefe zu einem Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Danach die Butter und das Salz dazu geben und alles zu einem geschmeigen Teig verkneten.
2. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln. Währenddessen die Datteln mit lauwarmem Wasser übergießen bis sie gerade so bedeckt sind und einweichen lassen.
3. Den aufgegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Dann zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen. Backofen auf 175°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.
4. Die eingeweichten Datteln gut ausdrücken. Das Wasser dabei auffangen und beiseite stellen.
5. Anschließend die weichen Datteln sehr fein hacken oder besser im Mixer fein zerkleinern. Die Dattelmasse vermischt ihr jetzt mit der Mohnfüllung. Ihr könnt nach Belieben noch mit etwas Orangenblütenwasser oder abgeriebener Orangenschale und Zimt würzen.
6. Die Mohn-Dattel-Masse auf dem Teig Versteichen und diesen dann von der langen Seite her aufrollen. In gleichmäßige Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Wenn ihr das Ende der Rolle nach unten einschlagt gehen die Schnecken beim Backen nicht so leicht auseinander.
7. Auf der mittleren Schiene etwa 15 bis 20 Minuten backen.
8. Puderzucker mit etwas vom Einweichwasser der Datteln anrühren und die Schnecken damit glasieren.
Ich bin gespannt darauf wie euch das Rezept gefällt. Schreibt mir doch eine Nachricht oder einen Kommentar mit eurer Meinung.
Alles Liebe
Euer Steffen
Sonntag, 5. März 2017
Maddebloatz
Hallo meine Lieben,
vor einigen Tagen habe ich beim Aufräumen meines Bücherregals die handgeschriebenen Kochbücher meiner Oma durchgeblättert. Darin ist so viel Wissen, Erfahrung und Liebe mit Kugelschreiber in geübter Schönschrift festgehalten. So viel Erinnerung und so viel Herzenswärme. Dabei sind meine Gedanken dann auf Wanderschaft gegangen. Haben sich aufgemacht in die Jahre, in denen ich als kleiner Bub auf der Küchezeile sitzend dabei war wenn Oma gekocht und gebacken hat. Die Jahre, in denen meine Uroma mit mir "Backe backe Kuchen" gesungen hat oder mir einen Apfel geschält hat ohne dass die Schale dabei abgerissen ist. eine schier endlose Schlange aus Apfelschale, rundherum mit dem Messer fein abgeschält.
Auch in die Zeit, in der ich nach dem Kindergarten oder nach der Schule bei uns im Schuhgeschäft gespielt habe und in der meine Tante Paula auf mich und meinen Bruder aufgepasst hat. Tante Paula, die ihr Brot so lange ich denken konnte mit dem Messer direkt vom Laib abgeschnitten hat, und die den Brotlaib zuvor gesegnet hat. Tante Paula, die ihre ganze Wohnung mit großen Tüchern ausgelegt hat und darauf dann die selbst gemachten Nudeln zum Trocknen ausgebreitet hat. Bei ihr habe ich auch einige altmodische Begriffe und typische Bezeichnungen aus unserem Heimatdialekt aufgeschnappt. Zu Ihrem Wohnzimmerschrank sagte sie "Vertiko", sie legte Wert darauf "estimiert" zu werden und sie konnte fabelhaften "Maddebloatz" backen.
Leider habe ich kein Rezept für Maddebloatz in Omas Büchern finden können. Also habe ich das Internet bemüht und heraus gefunden, dass es diesen Kuchen im gesamten fränkischen und nordbadischen Raum gibt und dass man ihn Mattenplootz, Matteblooz oder eben Maddebloatz nennt. Übersetzen kann ich das nicht, aber es ist ja auch viel wichtiger wie gut der Kuchen schmeckt als wie er genau heißt :-) Aus den aufgestöberten Rezepten habe ich mein eigenes zusammengestellt:
Für ein Blech braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für den Teig:
350 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
30 g Zucker
1 Prise Salz
125 ml Milch
1 Ei
50 g weiche Butter
Für den Belag:
1 kg Schichtkäse (oder Quark)
1/2 TL Salz
2 Eier
2 Eiweiß
120 g Zucker
2 EL Stärke
125 g gebräunte Butter
Für den Guss:
1 Becher Saure Sahne
2 Eigelb
2 EL Stärke
So wird's gemacht:
1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Milch mit 1 TL Zucker und Hefe verrühren und ein paar Minuten beiseite stellen. 120 g Butter zerlassen und leicht anbräunen lassen. Dann auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
2. In eine Rührschüssel Mehl, Zucker, Salz, Ei und Butter geben. Die aufgelöste Hefe dazu gießen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. abgedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen.
3. Für den Belag den Schichtkäse abtropfen lassen und dann mit Eiern und Eiweiß, Stärke, Zucker und Salz verrühren. Die gebräunte Butter dazu geben und die Masse glatt rühren.
4. Zuletzt die Zutaten für den Guss miteinander verrühren. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Hefeteig ausrollen. Dann den Teig auf ein gefettetes Backblech legen und die Ränder etwas nach oben drücken.
5. Den Belag darauf gießen und gleichmäßig verstreichen, oben drauf den Guss verteilen und ebenfalls glatt streichen. Nach Belieben noch ein paar Butterflöckchen oben drauf verteilen.
6. Auf der mittleren Schiene etwa 45 bis 50 Minuten goldbraun backen. Auf dem Blech abkühlen lassen.
Ihr könnt auch noch eine Handvoll Rosinen auf dem Hefeteig verteilen bevor ihr die Quarkmasse darüber gießt oder auch Mandarinen aus der Dose in die Masse geben. Mir war aber nach einem ganz einfachen und ursprünglichen Rezept, das nach "Guter alter Zeit" und nach Liebe und Geborgenheit schmeckt.
Alles Liebe
Euer Steffen
vor einigen Tagen habe ich beim Aufräumen meines Bücherregals die handgeschriebenen Kochbücher meiner Oma durchgeblättert. Darin ist so viel Wissen, Erfahrung und Liebe mit Kugelschreiber in geübter Schönschrift festgehalten. So viel Erinnerung und so viel Herzenswärme. Dabei sind meine Gedanken dann auf Wanderschaft gegangen. Haben sich aufgemacht in die Jahre, in denen ich als kleiner Bub auf der Küchezeile sitzend dabei war wenn Oma gekocht und gebacken hat. Die Jahre, in denen meine Uroma mit mir "Backe backe Kuchen" gesungen hat oder mir einen Apfel geschält hat ohne dass die Schale dabei abgerissen ist. eine schier endlose Schlange aus Apfelschale, rundherum mit dem Messer fein abgeschält.
Auch in die Zeit, in der ich nach dem Kindergarten oder nach der Schule bei uns im Schuhgeschäft gespielt habe und in der meine Tante Paula auf mich und meinen Bruder aufgepasst hat. Tante Paula, die ihr Brot so lange ich denken konnte mit dem Messer direkt vom Laib abgeschnitten hat, und die den Brotlaib zuvor gesegnet hat. Tante Paula, die ihre ganze Wohnung mit großen Tüchern ausgelegt hat und darauf dann die selbst gemachten Nudeln zum Trocknen ausgebreitet hat. Bei ihr habe ich auch einige altmodische Begriffe und typische Bezeichnungen aus unserem Heimatdialekt aufgeschnappt. Zu Ihrem Wohnzimmerschrank sagte sie "Vertiko", sie legte Wert darauf "estimiert" zu werden und sie konnte fabelhaften "Maddebloatz" backen.
Leider habe ich kein Rezept für Maddebloatz in Omas Büchern finden können. Also habe ich das Internet bemüht und heraus gefunden, dass es diesen Kuchen im gesamten fränkischen und nordbadischen Raum gibt und dass man ihn Mattenplootz, Matteblooz oder eben Maddebloatz nennt. Übersetzen kann ich das nicht, aber es ist ja auch viel wichtiger wie gut der Kuchen schmeckt als wie er genau heißt :-) Aus den aufgestöberten Rezepten habe ich mein eigenes zusammengestellt:
Für ein Blech braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für den Teig:
350 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
30 g Zucker
1 Prise Salz
125 ml Milch
1 Ei
50 g weiche Butter
Für den Belag:
1 kg Schichtkäse (oder Quark)
1/2 TL Salz
2 Eier
2 Eiweiß
120 g Zucker
2 EL Stärke
125 g gebräunte Butter
Für den Guss:
1 Becher Saure Sahne
2 Eigelb
2 EL Stärke
So wird's gemacht:
1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Milch mit 1 TL Zucker und Hefe verrühren und ein paar Minuten beiseite stellen. 120 g Butter zerlassen und leicht anbräunen lassen. Dann auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
2. In eine Rührschüssel Mehl, Zucker, Salz, Ei und Butter geben. Die aufgelöste Hefe dazu gießen und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. abgedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen.
3. Für den Belag den Schichtkäse abtropfen lassen und dann mit Eiern und Eiweiß, Stärke, Zucker und Salz verrühren. Die gebräunte Butter dazu geben und die Masse glatt rühren.
4. Zuletzt die Zutaten für den Guss miteinander verrühren. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Hefeteig ausrollen. Dann den Teig auf ein gefettetes Backblech legen und die Ränder etwas nach oben drücken.
5. Den Belag darauf gießen und gleichmäßig verstreichen, oben drauf den Guss verteilen und ebenfalls glatt streichen. Nach Belieben noch ein paar Butterflöckchen oben drauf verteilen.
6. Auf der mittleren Schiene etwa 45 bis 50 Minuten goldbraun backen. Auf dem Blech abkühlen lassen.
Ihr könnt auch noch eine Handvoll Rosinen auf dem Hefeteig verteilen bevor ihr die Quarkmasse darüber gießt oder auch Mandarinen aus der Dose in die Masse geben. Mir war aber nach einem ganz einfachen und ursprünglichen Rezept, das nach "Guter alter Zeit" und nach Liebe und Geborgenheit schmeckt.
Alles Liebe
Euer Steffen
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