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Sonntag, 31. März 2019

Süßkartoffelpüree

Hallo meine Lieben,

gibt es tatsächlich Menschen, die keinen Kartoffelbrei mögen? Diese Frage wird mir recht häufig gestellt wenn ich erwähne, dass Kartoffelbrei jetzt nicht unbedingt zu meinen Leibspeisen gehört.
Umso lieber mag ich aber Süßkartoffelpüree. Da kommen dann noch tolle Gewürze, wie Zimt und Muskat dran, und ich bin nicht mehr zu halten... 😉

Wenn es sein muss esse ich das Püree auch als Beilage, aber eigentlich reicht es mir auch vollkommen alleine.

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept für Süßkartoffelpüree als PDF

1 kg Süßkartoffeln
8 El Milch
4 El Butter
Salz
1/2 TL Zimt
Muskatnuss, frisch gerieben


So wird's gemacht:

1. Die Süßkartoffeln schälen, waschen und in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser zugedeckt 20-25 Min. kochen. Dann abgießen und bei sehr milder Hitze im offenen Topf ausdampfen lassen.

2. Milch, Butter, etwas Salz, Zimt, etwas frisch geriebene Muskatnuss aufkochen. Die Süßkartoffeln mit der Milch-Butter-Masse im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.


Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 2. Dezember 2018

Gefüllter Dattelkuchen - orientalische Versuchung

Hallo meine Süßen,

wir waren wieder einmal im Urlaub. Wie so oft um diese Jahreszeit hat es uns in die Wärme gezogen und so sind wir wieder einmal in Ägypten gelandet. Warum immer Ägypten? Ganz einfach, da gibt es ein paar Dinge, die mir einen Urlaub - egal wie kurz - richtig versüßen.

1. Datteln - frische, knackige, süße Datteln. Kein Vergleich mit den getrockneten aus der Tüte
2. Rotes Meer - warmes Wasser, viele bunte Fische und Korallen, Schildkröten, Rochen, Seekühe, etc...
3. Sonne - auch Ende November noch sommerlich warm

Reicht schon, oder? Wir waren bestimmt auch nicht zum letzten Mal dort. Dieses Mal habe ich im Koffer ein paar frische Datteln mit nach Hause gebracht, da man sie hier ja echt nur selten bekommt. Damit habe ich dann einige Rezepte ausprobiert und das erste stelle ich euch heute vor: Einen gefüllten Dattelkuchen.

Für eine 20 cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g frische Datteln (oder 100 g getrocknete)
50 g Pinienkerne
1 TL Zimt
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Zitronenabrieb
1/2 TL Backpulver
100 g Mehl
25 g Weichweizengrieß
2 EL Honig
1/2 TL Vanillepulver
1/4 TL Muskat gemahlen
50 g Butter
1 Prise Salz
1 Eigelb
20 g Pistazienkerne


So wird's gemacht:

1. Die frischen Datteln entkernen und in feine Würfel hacken. Fein gehackte Pinienkerne dazu geben und mit 1/2 TL Zimt, Zitronenschale und Zitronensaft gründlich vermischen.
Getrocknete Datteln zuvor 15 Minuten in warmem Wasser einweichen und dann abgießen. Dann wie oben verfahren.
Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Mehl und Backpulver in einer weiteren Schüssel mischen. Restlichen Zimt, Grieß, 1 1/2 EL Honig, Vanillepulver, Muskat, Butter und Salz zugeben und zu einem glatten Teig verkneten.

3. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und dieses mit Butter bestreichen. Den Teig zu zwei etwas unterschiedlich großen Kugeln formen. Beide Teigkugeln auf einer Folie oder auf Backpapier ausrollen und die eine Platte etwa 2 cm größer als die Form ausrollen. Die größere Teigplatte in die Form legen und am Rand hochdrücken.

4. Darauf die Dattelmasse geben und glatt streichen. Zweite Teigplatte darüberlegen und gut andrücken. Mit verquirltem Eigelb bestreichen und im Backofen ca. 20 Minuten backen. Pistazienkerne grob hacken und beiseite stellen.

5. Den übrigen Honig schmelzen und den noch heißen Kuchen damit bepinseln, und gehackte Pistazienkerne darüber streuen.


Den Kuchen vorsichtig mit einem Messer vom Rand der Form lösen, da der Honig sehr stark klebt. Dazu ein kräftiger Gewürztee oder - richtig passend - Datteltee. Mhmmmm..... Ein Gedicht.

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 2. März 2018

Kabeljau auf Kichererbsencurry mit Süßkartoffelpüree

Hallo meine Lieben,

hier in diesem Rezept zeige ich euch die Kombination meines Kichererbsencurrys und meines Süßkartoffelpürees, ergänzt um ein gebratenes Kabeljaufilet.

Die Farbliche Kombination ist jetzt nicht ganz so mein Fall, aber geschmacklich hat es mich einfach umgehauen!
Probiert es doch selber mal aus und schreibt mir, ob es euch genauso gut schmeckt wie mir!




Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
🖨 Rezept für Kichererbsencurry als PDF
🖨 Rezept für Süßkartoffelpüree als PDF

Für das Curry:
1 EL Öl (z.B. Rapsöl oder Kokosöl)
2 mittelgroße Zwiebeln
2 – 3 rote Paprika
400 g frische Tomaten
oder 1 Dose gehackte Tomaten
1 Dose Kichererbsen (ca. 400 g)
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
2 TL rote Currypaste
1 Dose Kokosmilch
1 Limette
Salz, Pfeffer

Für das Püree:

1 kg Süßkartoffeln
8 El Milch
4 El Butter
Salz
1/2 TL Zimt
Muskatnuss, frisch gerieben

außerdem:

4 Kabeljaufilets
Salz, Pfeffer
Ingwer


So wird's gemacht:


1. Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln in Spalten schneiden, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Paprika und Tomaten in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. Kichererbsen abgießen und abtropfen lassen.

2. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebeln darin andünsten, dann die Currypaste dazu geben und anschließend Knoblauch, Ingwer, Kichererbsen und Paprika. Alles zusammen etwa 5 Minuten dünsten, dann die Tomatenstücke dazu geben. Weitere 7 bis 10 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

3. Zuletzt die Kokosmilch unterrühren, alles nochmal erhitzen und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Süßkartoffeln schälen, waschen und in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser zugedeckt 20-25 Min. kochen. Dann abgießen und bei sehr milder Hitze im offenen Topf ausdampfen lassen.

5. Milch, Butter, etwas Salz, Zimt, etwas frisch geriebene Muskatnuss aufkochen. Die Süßkartoffeln mit der Milch-Butter-Masse im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.

6. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, eine Scheibe Ingwer hinein geben und die Kabeljaufilets von beiden Seiten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Curry anrichten.


Auf eure Kommentare und Nachrichten bin ich sehr gespannt!

Alles Liebe
Euer Steffen



Samstag, 3. Februar 2018

Gewürzkuchen

Hallo meine Lieben,

es gibt einfach Klassiker, da kommt man nicht dran vorbei. Wäre auch schade, denn es hat ja einen Grund, warum Klassiker Klassiker sind.
Sie sind einfach unschlagbar und gut und durch nichts zu ersetzen. So ist das bei mir auch mit Gewürzkuchen. Der gehört einfach dazu und passt immer. Besonders gut aber im Herbst und Winter, wenn es draußen kalt ist und drinnen die Kerzen brennen. Dann wärmen der Duft und die herrlichen Gewürze im Kuchen die Seele.

Wahrscheinlich gibt es in jeder Familie ein eigenes Gewürzkuchenrezept. Selbst in den Backbüchern meiner Omas stehen mehrere Rezepte. Alle sind einfach spitze und sie unterscheiden sich auch nur in Kleinigkeiten. Ich schreibe euch heute mal ein ganz einfaches und leckeres Rezept auf, das in einer großen (30cm) Kastenform gebacken wird. Der Kuchen reicht dann auch für eine große Familie zum Sonntagskaffee. 😊

Für eine 30cm Kastenform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g Butter
230 g Zucker
2 EL Vanillezucker
5 Eier
250 g Mehl
10 g Kakaopulver
1 TL Backpulver
125 g gemahlene Mandeln
5 Tropfen Bittermandel-Aroma
1 gehäufter TL Zimt
1 Msp gemahlene Nelken
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL geriebene Muskatnuss
1/2 TL Salz
Puderzucker und Kakaopulver zum Bestreuen


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober- / Unterhitze vorheizen und Kastenform einfetten. Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Dann nach und nach die Eier unterrühren. Jedes Ei einzeln dazu geben und mindestens 30 Sekunden lang rühren.

2. Mehl mit Backpulver, Gewürzen und Kakaopulver mischen und portionsweise in die Masse sieben und unterrühren.

3. Zuletzt die gemahlenen Mandeln dazu geben und untermischen. Den Teig in die Kastenform geben und auf der mittleren Schiene ungefähr eine Stunde backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen.

4. Wenn der Kuchen lauwarm ist löst er sich am besten aus der Form. Dann 1 EL und 1 TL Kakaopulver mischen und den Kuchen damit bestreuen.


Ich habe zum Bestreuen ein Trinkschokoladenpulver "Noissette" genommen. Das schmeckt ganz toll nussig und gibt dem Kuchen noch einmal eine zusätzliche Geschmacksnote.

Alles Liebe
Euer Steffen





Donnerstag, 9. November 2017

Geriebener Apfelkuchen mit Walnüssen

Hallo meine Lieben,

heute gibts wieder Kuchen. Einen ganz einfachen, sehr köstlichen und fruchtigen Kuchen mit geriebenen Äpfeln, Walnüssen und Gewürzen. Ein unwiderstehlicher Herbstgenuss.

Das schöne an diesem Rezept ist wieder einmal, dass ihr damit nicht nur einen Apfelkuchen backen könnt, sondern auch einen Karottenkuchen, Kürbiskuchen, Süßkartoffelkuchen oder Birnenkuchen. Ihr müsst dazu einfach nur die Äpfel durch die entsprechende Frucht ersetzen und eventuell noch etwas Zucker oder Mehl dazu geben, je nachdem wie feucht und süß euer Obst oder Gemüse ist. Alle anderen Zutaten können gleich bleiben.

Ich backe den Kuchen in einer Bundform mit 24 cm Durchmesser. Meine Form ist aus Glas und schon sehr alt, ich habe sie noch von meiner Oma. Natürlich könnt ihr auch eine Form aus Metall nehmen, auch eine Guglhupf-Form ist geeignet. Sogar in einer Springform könnt ihr den Kuchen backen, dann aber nur 24 cm oder maximal 26 cm, sonst wird der Kuchen sehr flach.

Für eine 24cm Bundform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

420 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
2 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1 TL Salz
2 Äpfel
3 Eier
240 ml Rapsöl
300 g Zucker
2 EL Vanillezucker
100 g Walnusskerne
etwas Puderzucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und die Form einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Die trockenen Zutaten Mehl, Natron, Backpulver, Zimt, Muskat und Salz in eine Schüssel geben und gründlich vermischen. Äpfel schälen und grob reiben. Walnusskerne fein hacken.

3. Äpfel mit Zucker, Vanillezucker, Öl, gehackte Walnüsse und Eier in die Schüssel zu den trockenen Zutaten geben und alles noch einmal miteinander verrühren. Den Teig in die Form geben und den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 70 bis 75 Minuten backen. Bei der Stäbchenprobe darf nichts mehr hängen bleiben. Lasst den Kuchen im Zweifel lieber noch 5 Minuten im abgeschalteten Backofen stehen. Durch die geriebenen Äpfel ist der Kuchen sehr feucht und muss wirklich gut durchgebacken werden, sonst ist er innen matschig.

4. Nachdem der Kuchen etwas abgekühlt ist könnt ihr ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen und mit Puderzucker bestreuen.


Anstelle von Walnüssen könnt ihr auch Haselnüsse oder Mandeln nehmen. Alles schmeckt lecker, gibt dem Kuchen aber jeweils eine ganz andere Geschmacksnote. Ich liebe solche flexiblen Rezepte. Habt ihr auch ein Kuchenrezept, das so vielseitig verwandelt werden kann? Schreibt mir doch mal eine Nachricht oder einen Kommentar.

Alles Liebe
Euer Steffen








Sonntag, 5. Februar 2017

Topinambur-Tarte

Hallo meine Lieben,

Topinambur ist schon eine tolle Knolle. Wer die noch nicht ausprobiert hat sollte sich spätestens mal an diesem Rezept versuchen, oder für den Anfang eine feine Suppe daraus kochen.

Botanisch gehört Topinambur in die Familie der Korbblütler und zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Verarbeitet werden die Knollen so ähnlich wie Kartoffeln, wobei Topinambur auch roh verzehrt werden können. Dann aber lieber ohne die dünne Schale um Blähungen zu vermeiden :-)

Für meine Tarte habe ich wieder einmal einen fertigen Mürbeteig ausprobiert, dieses mal die Variante für Pikantes Gebäck. Beim Pumpkin Pie war es ja der süße Mürbeteig, der aber wirklich SEHR süß ist. Ich würde künftig immer die ungezuckerte Variante wählen, auch für süßes Gebäck. Wenn ihr den Mürbeteig selber macht, dann nehmt am besten eines dieser Rezepte.

Für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 Portion Mürbeteig (ca. 300 g)
500 g Topinambur
250 g Gelberüben
250 g Pastinaken
1 EL Olivenöl
20 g Butter
1 TL Kümmel (ganz)
1 EL Orangen- oder Zitronenmarmelade
Salz
Pfeffer
Muskat


So wird's gemacht:

1. Topinambur waschen und in kleine Stücke schneiden. Mit 2-3 El Wasser in einen kleinen Topf bei geschlossenem Deckel weich kochen (etwa 15 Minuten). Dann mit dem Pürierstab oder im Blender cremig mixen. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Pastinaken und Gelberüben putzen, in 5 cm lange Stücke schneiden und eventuell noch halbieren oder vierteln. Die Stücke sollten alle etwa gleich dick sein.

3. Butter und Öl in einem Topf erhitzen, Kümmel darin bei geringer Hitze anschwitzen und dann die Möhren- und Pastinakenstifte dazu geben. Bei geschlossenem Deckel und milder Hitze etwa 15 Minuten garen.

4. Die Tarteform einfetten und mit dem Mürbeteig auslegen. Das Topinambur-Püree gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

5. Die Gelberüben und Pastinaken auf dem Püree verteilen bis die ganze Form ausgefüllt ist. Nochmals würzen. Wenn ihr Teig übrig habt könnt ihr damit die Tarte noch dekorieren.

6. Die Tarte im unteren Drittel etwa 45 Minuten backen bis der Rand goldbraun wird. Aus dem Ofen nehmen. Jetzt die Marmelade mit 1 EL heißem Wasser verrühren und die Tarte damit bestreichen.


Die Tarte schmeckt pur ganz ausgezeichnet, ihr könnt aber auch noch etwas Ziegenhartkäse drüber hobeln, oder einen würzigen Weichkäse (z.B. Havarti) in Stückchen zupfen und darüber streuen. Der Käse passt prima zur herbstlich-fruchtigen Tarte.

Viel Freue beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 9. November 2016

Pumpkin Pie

Hallo meine Lieben,

in den letzten Tagen habe ich unglaublich viele Rezepte studiert und mir aus dieser Sammlung einen für mich perfekten Pumpkin Pie zusammen gestellt. Jedes einzelne Rezept war für sich schon interessant, aber manche Zutaten fand ich dann besser als andere, außerdem musste ich den Kuchen wieder "entsüßen". Und dann sollte das Rezept ja noch möglichst einfach nachzumachen sein.

Ich habe dieses Mal auch ein für mich ganz neues Produkt ausprobiert und den Kuchenboden aus fertigem Mürbeteig gemacht, den man aufgerollt und gekühlt in vielen Supermärkten kaufen kann. Ihr wisst ja wahrscheinlich, dass ich kein so großer Fan von Fertigprodukten bin. Eine große Herausforderung ist ein guter Mürbeteig auch nicht. Hier ging es wirklich um einen Versuch, ob der fertige Teig in meinen Augen brauchbar ist und eine Zeitersparnis bringt. Seid gespannt... :-)

Die Menge in diesem Rezept reicht für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser, dann wird der Pie nur eta 2-3 cm hoch. Wenn ihr eine klassische Pie Pan nehmt, die 9 inch (ca. 22,8 cm) Durchmesser hat, dann bekommt ihr einen schönen 3-4 cm hohen Pie. Schmeckt aber beides toll :-)

Für einen Pie braucht ihr:

1 Packung fertigen Mürbeteig (süß)
(oder einen selbst gemachten Mürbeteig aus 250 g Mehl, 50 g Zucker, 150 g kalter Butter und 1 Eigelb)
450 g Kürbispüree
1 Dose (ca. 400 ml) gezuckerte Kondensmilch
3 Eier Größe M (oder 2 Eier Größe L)
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlenen Ingwer
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL gemahlenen Kardamom
1/4 TL gemahlene Nelken
1/2 TL Salz


So wird's gemacht:

1. Kürbispüree herstellen. Dazu den Kürbis ggf. schälen, die Kerne entfernen, in kleine Stücke schneiden und mit etwas Wasser 20 Minuten lang bei geschlossenem Topfdeckel köcheln. Dann mit einer Gabel fein zerdrücken und abkühlen lassen.

2. Eine Pie- oder Tarteform einfetten und den Mürbeteig auf die richtige Größe bringen. Der fertige Teig ist wahrscheinlich zu lang und zu schmal, daher schneidet am langen Ende ein Stück ab und drückt es an der Längsseite vorsichtig an, sodass der Teig ungefähr quadratisch wird.Ihr könnt auch die Ecken abschneiden und die Lücken damit füllen, da die Form ja rund wird und die Ecken ohnehin übrig bleiben. Dann den Teig in die Form legen und leicht andrücken. Wenn ihr noch Mürbeteig übrig habt könnt ihr kleine herbstliche Plätzchenformen nehmen und ausstechen. Diese Kekse könnt ihr dann auch nehmen um den fertigen Kuchen zu verzieren.

3. Backofen auf 220 °C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer großen Rührschüssel das Kürbispüree mit der gezuckerten Kondensmilch, Eiern und Gewürzen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Die gezuckerte Kondensmilch gibt es auf jedenfall in Läden mit einem russischen Sortiment, aber auch andere Supermärkte bieten sie an. Von Nestlé heißt sie "Milchmädchen". Ich nehme gern die russische, die gibt es sogar mit Karamellgeschmack. Für dieses Rezept taugt aber die einfache gezuckerte genauso.

4. Die Kürbismasse auf den Teilboden gießen und etwas unterhalb der mittleren Schiene in den Ofen stellen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 30 bis 40 Minuten backen. Bitte eine Stäbchenprobe machen.


Der Kuchen geht während des Backens ziemlich auf, senkt sich aber beim Abkühlen wieder und bekommt eine schöne ebene und leicht glänzende Oberfläche. Wenn ihr wollt könnt ihr den Kuchen mit etwas Puderzucker bestreuen oder mit einem Klecks geschlagener Sahne dekorieren.

Bei aller Begeisterung, die auch meine anderen Kuchen bei mir auslösen, war dies der beste Kuchen, den ich seit langem gebacken habe. Probiert ihn einfach mal selbst aus und schreibt mir wie er euch schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 16. Oktober 2016

Pumpkin Chocolate Chip Bread - Kürbiskuchen mit Schokolade

Hallo meine Lieben,

vor ein paar Tagen lag ich noch mitten im Paradies am Strand bei 28°C und herrlich türkisfarbenem Meer und weißem Sand und jetzt sitze ich bei 8°C in Deutschland. Aber nein, das soll kein Klagelied auf den Herbst werden. Im Gegenteil! Ich freue mich über diese bunte und vielfältige Jahreszeit und besonders auf die traditionellen herbstlichen Gerichte und Gebäcke.

Für den Anfang habe ich mir ein traditionelles amerikanisches Rezept ausgesucht. Ein Pumpkin Bread - also einen Kürbiskuchen in der Kastenform. Ganz einfach und unglaublich gut!

Ich habe vor einigen Tagen meinen Flammkuchen mit Kürbis und Birne gemacht und hatte einen halben Hokkaido-Kürbis übrig. Den habe ich dann für dieses Rezept verwendet. Ihr könnt also gern auch beide Rezepte kombinieren und schon habt ihr ein Hauptgericht, etwas zum Kaffee danach und keine Reste :-)

Für eine Kastenform mit 24 cm braucht ihr:

230 g Mehl
1 TL Bankpulver
2 TL gemahlenen Zimt
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/4 TL gemahlene Nelken
3/4 TL Salz
3 Eier Größe M (oder 2 Eier Größe L)
100 g Zucker
100 g Muscovado-Zucker (dunkler brauner Zucker)
350 g Kürbispüree (aus etwa 1/2 Hokkaido-Kürbis)
120 ml Pflanzenöl
60 ml Orangensaft
100 g gehackte Zartbitterschokolade oder Kuvertüre


So wird's gemacht:

1. Kürbispüree herstellen (gerne auch schon am Vortag). Dazu nehmt ihr etwa 400 g Kürbis (geschält ohne Kerne) und schneidet ihn in kleine Stücke. Mit etwas Wasser in einem kleinen Topf mit Deckel weich kochen und dann mit der Gabel zu einem Brei zerdrücken oder mit dem Stabmixer pürieren. Abkühlen lassen. Durch das verdunstete Wasser bleiben etwa 350 g Püree übrig.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und das Gitter ins untere Drittel einsetzen. Die Kastenform einfetten.

3. In einer großen Rührschüssel Mehl, Salz, Backpulver, Zimt, Nelken und Muskat gut miteinander vermischen und beiseite stellen.

4. In einer kleineren Schüssel die Eier mit dem Zucker so lange verrühren bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Dann Kürbispüree, Öl und Orangensaft dazu geben und ebenfalls gründlich untermischen.

5. Nun die flüssigen Zutaten zu den trockenen gießen und mit einem Gummispatel oder Kochlöffel so lange vermischen bis sich die Zutaten gerade so miteinander verbunden haben. Nicht zu lange rühren. Zuletzt die Schokoladenstückchen unterheben.

6. Den Teig in die Kastenform einfüllen und im unteren Drittel des Backofens ungefähr 60 Minuten backen. Falls euch der Kuchen an der Oberseite zu dunkel wird deckt ihn bitte mit einem Stück Alufolie ab und macht unbedingt die Stäbchenprobe. Da sehr viel Flüssigkeit im Teig enthalten ist kann die Backzeit je nach Ofen um etwa 15 Minuten variieren. Schaut also nach 45 Minuten immer wieder mal nach dem Kuchen.

7. Den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen bevor ihr die Form stürzt.

Übrigens: Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag noch viel besser. Auch wenn die Geduld da auf eine harte Probe gestellt wird. :-)


Und noch ein Tipp: Die Maßeinheiten Teelöffel und Esslöffel sind zwar relativ präzise und wenn ihr für alle Zutaten die gleichen Löffel verwendet auch stimmig, aber dennoch sind die Löffelgrößen leider nicht immer einheitlich. Ich habe mir dafür die auf dem Foto gebildeten Messlöffel gekauft. Damit habe ich vom 1/4 TL bis zum EL alle Maße einheitlich. Ein solches Set habe ich auch noch einmal in der Maßeinheit Cups, so kann ich amerikanische Rezepte problemlos nachmachen und die Mengenangaben dann in Gramm umrechnen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 24. November 2014

Muskatzinen

Hallo meine Lieben,

Muskatzinen sind hier ganz in der Nähe - in Dettelbach - zu Hause. Oder zumindest stellen sie dort eine regionale Spzialität dar. Ich selbst habe erst vor zwei Jahren von diesem Gebäck erfahren und war auf Anhieb verliebt.

Es fällt mir schwer, Muskatzinen so zu beschreiben, dass ihr euch vorstellen könnt wie sie schmecken und wie man sie isst, ohne dass ihr mich für verrückt haltet. :-) Ich fange vielleicht einfach mal an und dann sehen wir weiter.
Muskatzinen verdanken, wie ihr euch vielleicht schon denken könnten, ihren Namen dem Gewürz Muskat. Sie werden mit Holzmodeln geformt, ähnlich wie Springerle. Die Originalform ähnelt einer Schleife oder auch zwei an der schmalen Stelle zusammen gefügten Jacobsmuscheln. Ich habe mich jedoch für eine einzelne Jacobsmuschel als Model entschieden. Vor allem, weil mir das Original einfach zu groß ist.
Muskatzinen sind meist sehr sehr hart und der erste Biss hinein ist schon sehr irritierend. Aber es gibt einen tollen Tipp, wie man sie genießen kann.
Man beißt das erste Stück ab, setzt die Lippen an und bläst hinein, wie in eine Flöte. Durch den warmen Atem wird die Muskatzine weich und die Gewürze schmecken noch intensiver.

Sie passen durch ihr würziges Aroma super in die Weihnachtszeit, sind aber ein Gebäck für das ganze Jahr und passen auch hervorragend zu einem Glas Wein.

Für etwa 2 Backbleche voll braucht ihr:

2 Eier
200 g Zucker
75 g gemahlene Haselnüsse
50 g Zitronat
1 TL Zimt
1 TL Lebkuchengewürz
1 Msp gemahlene Nelken
1/2 TL Muskat
250 g Mehl
1 1/2 TL Backpulver



Und so wird's gemacht:

1. Eier mit Zucker sehr, sehr lange schaumig rühren bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat.

2. Nüsse und Gewürze mischen und unterrühren. Zitronat sehr fein hacken und dazu geben.

3. Zuletzt Mehl und Backpulver mischen und unterziehen.

4. Mit einem bemehlten Holzmodel die Muskatzinen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

5. Die Muskatzinen an einem kühlen Ort 24 Stunden lang trocknen lassen.

6. Am nächsten Tag bei 200°C für 8 Minuten auf der mittleren Schiene backen.


Die Muskatzinen gehen beim Backen auf und verdoppeln ihre Größe. Wenn sie sehr hart sind, bleibt ganz entspannt. Entweder hilft der trick mit dem hineinblasen oder ihr lagert sie in einer Blechdose und legt bei Bedarf einen Apfelschnitz hinein. Durch die Feuchtigkeit des Apfels wird das Gebäck auch weicher.


Ich hoffe, dass möglichst viele von euch sich an dieses Rezept heran trauen und es nachbacken. Es mag vielleicht zunächst merkwürdig klingen, aber ihr solltet es mal ausprobieren, es wird euch gefallen.

Alles Liebe
Euer Steffen