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Samstag, 16. Dezember 2017

Aprikosen-Körbchen

Hallo meine Lieben,

Stille Nacht, Heilige Nacht, alles schläft... Nach so einem Tag in der Küche mit vielen Weihnachtsplätzchen, köstlichem Duft nach winterlichen Gewürzen und Trockenfrüchten, mit pappigen Fingern und krummem Rücken, da sehne ich mich nach einer stillen Nacht und einem tiefen Schlaf.

Es ist, bei aller Mühe und Arbeit, aber doch auch immer ein fantastisches Gefühl, die fertigen Plätzchen aus dem Ofen zu holen und dann später auf dem Plätzchenteller anzurichten und davon zu naschen. Die "nicht ganz so hübschen" müssen ja immer sofort aussortiert und aufgegessen werden. 😉

Heute habe ich fruchtig-winterliche Aprikosen-Körbchen mit etwas Rum, Marzipan, Mandeln und einem würzigen Lebkuchenteig für euch. Auch bei diesem Rezept braucht der Teig eine längere Ruhepause, sodass ihr am besten an einem Tag alle Teige macht und am nächsten Tag dann den Backofen aufheizt und eure Plätzchen der Reihe nacht fertig backen könnt.

Für etwa 80 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

30 g Honig
30 g Rübensirup dunkel
60 g Zucker
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
40 ml Orangensaft
90 g kalte Butter
225 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Füllung:

100 g getrocknete Aprikosen
50 g Mandeln
30 ml Rum
2 TL abgeriebene Orangenschale
50 g Aprikosenkonfitüre

außerdem: Puderzucker


So wird's gemacht:

1. Honig, Rübensirup, Zucker, Salz, Lebkuchengewürz, Zimt und Orangensaft in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Topf vom Herd nehmen und nach und nach die gewürfelte Butter in die heiße Masse einrühren.

2. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unter die Masse rühren bis ein gleichmäßiger, geschmeidiger Teig entstanden ist. Den Teig in Folie einwickeln und für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank legen.

3. Aprikosen, Orangenabrieb und Mandeln fein hacken. Das geht am besten in einem Zerkleinerer oder Mixer. Ich habe Mandelblättchen genommen, weil ich die noch übrig hatte, es geben aber auch ganze Mandeln.

4. Rum in einen Topf geben und kurz aufkochen, Aprikosen-Mandel-Mischung und die Konfitüre dazu geben und gründlich miteinander vermengen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

5. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig portionsweise dünn auf etwa 2-3 mm ausrollen. Runde Formen mit etwa 4 cm Durchmesser ausstechen und einen knappen halben Teelöffel der Füllung darauf setzen. Dann von zwei Seiten den Teig über der Füllung zusammendrücken, sodass ein kleines "Körbchen" entsteht. Mit etwas Abstand auf Backpapier setzen und auf der mittleren Schiene ungefähr 12 Minuten backen.


Die fertigen Aprikosen-Körbchen auf einem Gitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Wenn ihr die Plätzchen ohne Alkohol backen wollt ersetzt den Rum in der Füllung durch Orangensaft und etwas Rum-Aroma.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen





Samstag, 21. Oktober 2017

Nussecken

Hallo meine Lieben,

wenn ich an Nussecken denke, dann denke ich immer ganz automatisch an meine Schulzeit. Dort in der Schule gab es ein kleines Fenster, durch das in der Pause ein Bäcker seine Backwaren verkauft hat. Und dort gab es die leckersten Nussecken, die ich bisher gegessen habe. Dazu gab es die freundliche Verkäuferin, die mir mit ihrem charmant-rustikalen Lächeln ein "Nussecke Markzwanzig" entgegen schmetterte. 1,20 DM für eine sündhaft leckere Nussecke. Das waren noch Zeiten. Himmel, ich werde alt. :-)

Meine Nussecken finde ich auch super, aber sie kommen einfach nicht an die ran, die ich damals von der Bäckerei, deren Namen mir leider entfallen ist, kannte. Vielleicht können mir meine ehemaligen MitschülerInnen an dieser Stelle helfen?

Falls es die Bäckerei nicht mehr gibt oder ihr gerade nicht in Walldürn und Umgebung seid backt euch doch einfach selber welche. Das ist einfacher als ihr denkt.



Für ein Blech voll köstlicher Nussecken braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
130 g Butter
130 g Zucker
2 Eier
300 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für den Belag:
4 EL Aprikosenmarmelade
200 g Butter
200 g Zucker
1 Vanilleschote
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gehackte Haselnüsse
4 EL Wasser
Kuvertüre


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech einfetten.

2. Aus den Zutaten für den Teig miteinander verkneten und den Teig auf dem Backblech ausrollen. Mit Aprikosenmarmelade bestreichen.

3. Für den Belag Butter und Zucker erhitzen und umrühren bis der Zucker sich aufgelöst hat. Vanilleschote auskratzen und das Mark dazu geben. Nüsse und Wasser untermischen und die Masse noch warm auf dem Teig verteilen und glatt streichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und noch warm zuerst in Quadrate und dann in Dreiecke schneiden. Diese auf dem Blech abkühlen lassen.

5. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Nussecken an zwei Ecken eintauchen oder bestreichen oder die Kuvertüre mit einer kleinen Tülle über die Nussecken verteilen.


Die Nussecken kann man schon lauwarm vom Blech naschen, aber am besten schmecken Sie wenn ihr sie noch einen Tag durchziehen lasst.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 26. Juli 2017

Aprikosen-Buttermilch-Kuchen

Hallo meine Lieben,

Aprikosen oder Marillen - egal wie man sie nennt - ich liebe sie! Aber nur die reifen, süßen Früchte. Nicht diese hellgelben Kugeln, die in Geschmack und Konsistenz einem Gummiball ähneln und die es in viel zu viel Plastik eingepackt in den Supermärkten schon im Frühjahr zu kaufen gibt. Aprikosen muss man im Sommer genießen. Wenn sie prall, reif und mit einer roten, sonnenzugewandten Seite vom Baum gepflückt werden.

Wie viele andere Früchte gibt es Aprikosen auch als Konserve aus der Dose. Aber ich finde die sind keine gute Alternative. Obst und Gemüse mag ich einfach am liebsten wenn es gerade Saison hat.

Heute habe ich einen leichten und fruchtigen Kuchen für euch, den ihr auch prima zum Picknick mitnehmen könnt.





Für eine Kastenform mit 28 cm Länge braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g Butter
200 g Zucker
3 Eier

Mark von einer Vanilleschote

400 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

300 ml Buttermilch

6 - 8 Aprikosen 

2 EL gehackte Mandeln
2 TL Vanille-Zucker



So wird's gemacht:

1. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Die gehackten Mandeln mit Vanille-Zucker vermischen und beiseite stellen. Aprikosen waschen, entsteinen und in Würfel schneiden.

3. Butter und Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Das Vanillemark ebenfalls dazu geben. Anstelle einer Vanilleschote könnt ihr auch 1/2 TL Vanillepulver oder 2 TL Vanilleextrakt nehmen.

4. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Buttermilch unter die Eiermasse rühren.

5. Die Aprikosenwürfel unter den Teig heben und anschließend in die Kastenform füllen.

6. Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 50 Minuten backen. Nach 20 Minuten die 



Mandel-Zucker-Mischung auf dem Kuchen verteilen.

Falls der Kuchen vor Ende der Backzeit (Stäbchenprobe!) schon die gewünschte Bräune erreicht hat einfach mit Alufolie abdecken und weiter backen bis kein Teig 
mehr am Holzstäbchen kleben bleibt.


Ich bin gespannt was ihr zu diesem Rezept sagt. Probiert es gleich mal selber aus und schreibt mir einen Kommentar.

Alles Liebe
Euer Steffen



Samstag, 24. September 2016

Aprikosenkuchen - Upside Down

Hallo meine Lieben,

die Tarte Tatin hat es als französische Spezialität zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Wahrscheinlich, weil sie nicht nur grandios schmeckt sondern auch einfach zu machen ist. Der Trick dabei ist ja, dass die Tarte "falsch herum" gebacken wird. Dieses Prinzip kann man ganz wunderbar auch für andere tolle Kuchen anwenden. Ich habe heute einen "umgedrehten" Aprikosenkuchen für euch, der nicht nur schnell gemacht und unheimlich lecker ist, sondern auch noch glutenfrei und ohne Mais. Für alle, die also unter diversen Unverträglichkeiten leiden ein echter Geheimtipp!

Aber auch ohne Allergien und Unverträglichkeiten solltet ihr das Rezept unbedingt einmal ausprobieren und mir schreiben, wie euch der Kuchen geschmeckt hat.

Was ihr braucht:

Für die Obstschicht:
500 g Zuckeraprikosen (die kleinen süßen)
50 g Butter
50 g Muscovado-Zucker (oder brauner Zucker)

Für den Teig:
120 g gemahlene Mandeln
120 g Reisgrieß
75 g Kartoffelstärke
2 TL Natron
1 Prise Salz
100 g Zucker
150 ml Sonnenblumenöl oder Rapsöl
3 Eier
200 ml Mandelmilch (ungesüßt)
1 TL Vanilleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
Saft einer Bio-Zitrone
etwas abgeriebene Zitronenschale

Wie es gemacht wird:

1. Butter schmelzen und mit dem Muscovado-Zucker vermischen. Eine auslaufsichere Springform verwenden oder die Springform zur Sicherheit mit Alufolie umwickeln. Die Butter-Zucker-Mischung auf dem Boden der Form verteilen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Aprikosen waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Dann die Aprikosenhälften mit der Außenseite nach unten in die Butter-Zucker-Masse legen bis die Form ausgefüllt ist.

3. In einer Schüssel die trockenen Zutaten Mandeln, Grieß, Stärke, Natron, Salz und Zitronenschale vermischen. In einer zweiten Schüssel das Öl mit dem Zucker verrühren und nach und nach Eier, Zitronensaft, Mandelmilch und Vanilleextrakt dazu geben.

4. Die trockenen Zutaten dazu geben mit einem Kochlöffel oder Teigschaber unter mischen bis sich die Zutaten gerade so verbinden. Der Teig ist sehr flüssig, das ist aber normal.

5. Die Teigmasse über die Aprikosen gießen und den Kuchen auf der mittleren Schiene ca. 40 bis 45 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen.

6. Den fertigen Kuchen ungefähr 5 Minuten abkühlen lassen, den Rand der Springform entfernen und dann beherzt auf eine Kuchenplatte stürzen. Den Boden der Form vorsichtig ablösen. Aus der Butter-Zucker-Masse ist jetzt eine schöne Karamellschicht geworden, die die Aprikosen umhüllt. Diese ist noch sehr flüssig, zieht dann aber noch in den Kuchen ein.


Anstelle von Aprikosen könnt ihr auch Heidelbeeren, Stachelbeeren oder fast jedes andere Obst nehmen, das sich gut backen lässt. Ich bin auf eure Ideen gespannt.

Übrigens: wundert euch nicht, wenn der Kuchen etwas krümelt oder beim Abheben des Bodens ein wenig dran kleben bleibt. Einen Schönheitspreis gewinnt der Kuchen wohl nicht, aber geschmacklich muss er sich wirklich nicht verstecken :-)

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 16. August 2015

Aprikosenmuffins

Hallo ihr Lieben,

Aprikosen haben den großen Vorteil, dass sie sich gut einkochen lassen und auch das ganze Jahr über in der Dose zu kaufen sind. Allerdings sind die dann für meinen Geschmack oft zu süß und der typische, feine Geschmack geht dabei etwas verloren. Also backt meine Aprikosenmuffins lieber gleich nach, bevor die Aprikosenzeit wieder vorbei ist.

Für 12 Muffins braucht ihr:

300 g Mehl
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
115 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Ei
230 ml Milch
1 TL Vanilleextrakt
1 Bio-Zitrone (Schale abreiben)
ca. 500 g Aprikosen (10-12 Stück)


Und so wird's gemacht:

1. Aprikosen waschen, halbieren und Kern heraus lösen. 12 schöne Aprikosenhälften beiseite legen, den Rest in kleine Würfel schneiden. Backofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Mehl mit Backpulver und Salz mischen. In einer zweiten Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker verrühren, nach und nach Ei, Milch, Vanilleextrakt und abgeriebene Zitronenschale dazu geben und rühren bis alles gut vermischt ist.

3. Die Mehlmischung löffelweise dazu geben und so lange rühren bis alle Zuaten miteinander verbunden sind. Zuletzt die Aprikosenwürfel unter den Teig heben.

4. Muffinbackblech mit Papierförmchen bestücken und den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Je eine Aprikosenhälfte auflegen und leicht eindrücken.

5. Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten goldgelb backen. Nach dem backen etwa 15 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stellen und weiter abkühlen lassen.


Die Muffins sind sehr luftig und weich und können schon lauwarm verspeist werden. Sie fallen aber nicht so schnell auseinander, wenn sie richtig abgekühlt sind.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 31. Juli 2015

Couscous mit Aprikosen und Datteln

Hallo meine Süßen,

heute gibt's wieder mal ein orientalisch angehauchtes Dessert - für mich einfach unwiderstehlich!

Neben dem tollen Geschmack ist die einfache und schnelle Zubereitung ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Dieses Dessert zaubert ihr wirklich blitzschnell aus dem Hut und könnnt damit wirklich Eindruck schinden.

Für 4 Portionen braucht ihr:

150 g Couscous (Instant)
150 ml Wasser
1 EL Butter
3 Aprikosen
10 Datteln (entsteint)
1 TL Zimt
1/2 TL Kardamom


So wird's gemacht:

1. Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und den Couscous einrühren. Vom Herd nehmen und die Butter hinein rühren. Dann 10 Minuten quellen lassen.

2. Aprikosen waschen und die Kerne entfernen. Dann in kleine Würfelchen schneiden. Die Datteln ebenfalls in kleine Stückchen schneiden.

3. Jetzt mischt ihr die Gewürze und Früchte unter den Couscous und fertig ist das Dessert. Wenn ihr mögt könnt ihr noch ein paar geröstete Mandelkerne dazu geben.


Dieses Rezept habt ihr wirklich in 15 Minuten fertig, das passt in ziemlich jede Lücke anderer Rezepte und ihr habt nun leider keine Ausrede mehr, warum es ausgerechnet heute mal keinen Nachtisch geben sollte :-)

Alles Liebe

Euer Steffen

Sonntag, 19. Juli 2015

Aprikosentarte

Hallo meine Süßen,

vor vielen, vielen Jahren war ich mit meinen Eltern in Ungarn am Balaton. Das war wirklich ein wunerschöner Urlaub und ich habe viele schöne Erinnerungen daran. Eine dieser Erinnerungen ist der Geschmack von reifen Aprikosen, direkt vom Baum gepflückt, von der Sonne gewärmt, golden und zuckersüß.
Leider kommen die Aprikosen, die man hier kaufen kann, in den seltensten Fällen an diesen Geschmack heran. Davon lasse ich mich aber nicht abhalten und versuche einfach, die leckersten Aprikosen zu finden und daraus etwas noch viel besseres zu zaubern.

Vor ein paar Tagen habe ich in einem ganz zauberhaften kleinen Delikatessenladen in Würzburg - er heißt "Gaumenfreund" - ein Stück Aprikosentarte gegessen. Das war wirklich ein himmlischer Genuss.
Kaum zu Hause habe ich auch eine Aprikosentarte gebacken. Ganz anders als die im Gaumenfreund, aber mindestens ebenso köstlich. Das Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten.

Für eine Tarte braucht ihr:

ca. 10 Aprikosen (etwa 500 g)
160 g Mehl
1/2 TL Salz
3 Eier
75 g kalte Butter
1/2 TL Vanilla-Powder
oder 2 TL Vanilleextrakt
100 g Zucker
50 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
1 EL Aprikosenkonfitüre


So wird's gemacht:

1. Aprikosen waschen und gut abtropfen lassen.

2. Einen Mürbeteig herstellen aus Mehl, 1 Ei, 75 g Zucker, 1 TL Vanilleextrakt (oder der Hälfte des Vanilla-Powder) und Butter. Ich gebe dazu alle Zutaten zusammen in die Rührschüssel der Küchenmaschine und lasse den Flachrührer oder Knethaken kurz seine Arbeit tun. Ihr könnt den Teig aber auch mit den Händen kneten. Den fertigen Mürbeteig in Frischhaltefolie einwickeln und etwa 45 Minuten in den Kühlschrank legen. Wenn ihr den Teig zu einer flachen Platte drückt kühlt er schneller durch.

3. Eine Tarteform mit etwas geschmolzener Butter einpinseln. Ich verwende am liebsten eine Form mit herausnehmbarem Glasboden. Backofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Mit den Quirlen des Handrührgeräts oder dem Schneebesen der Küchenmaschine die beiden Eier mit 25 g Zucker cremig aufschlagen, die restliche Vanille dazugeben und zuletzt die gemahlenen Mandeln unter die Eiercreme heben.

5. Den Mürbeteig ausrollen. Klassisch macht man das auf der bemehlten Arbeitsfläche, aber da reißt der Teig ziemlich leicht und er lässt sich nicht so einfach in die Form bringen. Ich nehme daher zwei Bogen Backpapier oder Frischhaltefolie und rolle den Teig dazwischen aus. So wird er schön gleichmäßig dünn und ihr könnt ihn ganz einfach in die Tarteform legen in dem ihr eine Folie abzieht und ihn mit der anderen Folie in die Form stürzt. Dann könnt ihr auch die zweite Folie abziehen und den Teig vorsichtig andrücken.

6. Die Eiermasse auf den Teig geben und gleichäßig verteilen. Die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle erwärmen.

7. Aprikosen halbieren, Kerne entfernen und die Aprikosenhälften auf den Außenseiten mit der Konfitüre bestreichen, damit sie schön glänzen. Dann die halben Aprikosen in die Eiermasse legen.

8. Die Tarteform auf ein Backblech stellen und auf der unteren Schiene im Backofen etwa 45 Minuten backen. Wenn euch der Kuchen zu dunkel wird könnt ihr ihn mit einem Stück Alufolie abdecken.


Den Fertigen Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, bevor ihr den Boden heraushebt. Die Tarte kann noch lauwarm genossen werden, schmeckt aber auch kalt einfach toll.

Das Vanilla-Powder hat mir eine Freundin aus Mauritius mitgebracht und mich damit restlos begeistert. Wenn ihr die Chance habt, an so etwas ran zu kommen solltet ihr unbedingt zuschlagen. Mein selbstgemachtes Vanilleextrakt tut's aber auch. :-)

Alles Liebe und viel Spaß beim Genießen
Euer Steffen

Sonntag, 25. Januar 2015

Orientalischer Milchreis

Hallo meine Lieben,

alte und bekannte Rezepte in neuem Gewand . dafür bin ich wirklich leicht zu begeistern und habe auch noch einige spannende Ideen, zu deren Umsetzung ich noch nicht gekommen bin. Zur Zeit bin ich dabei, meinen Gewürzschrank komplett um- und aufzuräumen und dabei auf so manche Schätzchen gestoßen, die völlig zu Unrecht in den hinteren Regionen verschwunden waren, nur weil ich sie nicht so oft verwende. Und schon war die Idee für einen fruchtig-würzig duftenden orientalischen Milchreis in meinem Kopf. Was für ein Glück, dass ich auch noch eine Packung Milchreis zur Hand hatte, so konnte es gleich los gehen.

Ich habe mich, was mir bei Reis oft passiert, in der Menge gewaltig verschätzt. Als ich gesehen habe, die der Reis im Topf aufquillt fiel mir unweigerlich das Märchen "Der süße Brei" von den Gebrüdern Grimm ein. Hier kocht ein verzauberter Topf süßen Hirsebrei und hört erst damit auf, wenn man die Worte "Töpfchen, steh." sagt. Mein Topf war offenbar nicht verzaubert und so wurde die Menge zwar üppig, eine Katastrophe blieb aber aus. Und im Nachhinein war ich sehr froh über so viel von diesem leckeren Milchreis!

Für 4-6 Portionen braucht ihr:

150 g Milchreis (Rundkornreis)
400 ml Milch
200 ml Wasser
40 g Zucker
(evtl. weniger und später nachsüßen)
1 Prise Salz
1 Zimtstange
1/2 TL Kardamom
1/2 Päckchen Safran
(ca. 1/4 Messerspitze)
60 g Datteln ohne Stein
30 g getrocknete Aprikosen
1 EL Orangeat
1 unbehandelte Orange
Mandelstifte oder Pistazien

Und so wird's gemacht:

1. Wasser und Milch in einem großen Topf aufkochen. Zucker, Salz, Safran, Zimt, Kardamom und Reis dazu geben und einrühren. Das ganze bei schwacher Hitze quellen lassen, dabeiständig umrühren. Für die Quelldauer schaut bitte auf der Reispackung nach. Bei mir waren es ca. 30 Minuten. Wenn euch der Milchreis zu fest wird, gebt noch etwas Milch dazu.

2. In der Zwischenzeit die Datteln und Aprikosen fein würfeln und das Orangeat sehr fein hacken.

3. 2 TL Orangenschale abreiben.

4. Orange mit dem Messer so schälen, dass die äußere Haut komplett entfernt ist. Dann mit einem scharfen Messer die einzelnen Filets herauslösen.

5. Granatapfel halbieren und Kerne herauslösen. Dazu mit einem Kochlöffel darauf klopfen. Haltet den Granatapfel dazu tief in eine große Schüssel, da es bei sehr reifen Früchten ordentlich spritzen kann.

6. Die Zimtstange aus dem Reis nehmen und die klein geschnittenen Datteln, Aprikosen, Orangeat und die Orangenschale dazu geben und gründlich unterrühren.

7. Milchreis auf Telle verteilen, mit Granatapfelkernen und Mandeln/Pistazien bestreuen und Orangenfilets darauf verteilen.


Für eine etwas herb-fruchtige Note könnt ihr anstelle von Aprikosen auch getrocknete Cranberries oder Berberitzenbeeren verwenden. Schmeckt toll und sieht außerdem noch sehr hübsch aus.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Kochen!

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 23. Dezember 2014

Früchtekuchen

Hallo ihr Früchtchen,

im Winter und besonders zur Weihnachtszeit darf es ja gern mal eine Spur süßer sein als im übrigen Jahr. Und Kalorien werden jetzt auch keine gezählt.
Dann könnte man die ganze Weihnachtszeit ja gleich sein lassen.... Nein, jetzt heißt es: hemmungslos Schlemmen bis der Gürtel platzt :-) Immerhin kommt bald die Fastzeit und die hat ja ihren Namen auch nicht umsonst :-)

Ich habe heute einen sehr leckeren, süßen und fruchtigen Kuchen gebacken, der durch einen großzügigen Schluck Rum auch ordentlich Dampf bekommt. Natürlich geht das auch ohne Rum, falls Kinder mitessen sollen. Oder ihr nehmt Whisky anstelle von Rum, dann kommt es schon ziemlich nahe an den irischen Früchtekuchen ran.
Whisky ist nur leider so gar nicht mein Geschmack, drum bin ich hier bei Rum geblieben.

Für eine Kastenform braucht ihr:

80 g Walnüsse
50 g Mandeln
70 g Haselnüsse
80 g Rosinen
100 g Aprikosen, getrocknet
70 g Datteln
120 g Pflaumen, getrocknet
(z.B. Pruneaux d'Agen)
50 g Zitronat
50 g Orangeat
80 g Cranberries, getrocknet
80 g Feigen, getrocknet
80 ml Rum
4 EL Zitronensaft
100 g Mehl
75 g Zucker
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
3 Eier

Grundsätzlich könnt ihr bei den Früchten beliebig austauschen, ihr solltet nur darauf achten, dass die Menge insgesamt in etwa gleich bleibt


Und so wird's gemacht:

1. Nüsse und Früchte grob hacken. Zitronat und Orangeat fein hacken.

2. Nuss-Frucht-Mischung in einer Schüssel mit Rum (2 EL Rum übrig lassen) übergießen, gut durchmischen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen.

3. Am nächsten Tag den Zitronensaft dazu geben und vermischen. Backofen auf 150°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Mehl mit Salz und Backpulver mischen und unter die Nuss-Frucht-Masse mischen.

5. Eier mit den übrigen 2 EL Rum und dem Zucker schaumig schlagen und unter die Nuss-Frucht-Masse rühren.

6. Kastenform einfetten, den Teig hineinfüllen und glatt streichen. Den Teig in der Form könnt ihr jetzt noch mit ein paar abgezogenen Mandeln belegen.

7. Auf der unteren Schiene ungefähr 2 Stunden backen. Bei der Stäbchenprobe darf kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleiben.


Bei der irischen Variante wird der fertige Kuchen nochmal mit ordentlich Whisky getränkt, luftdicht in Folie eingewickelt und mindestens 1-2 Wochen kühl gestellt, damit er durchziehen kann. Dieser Kuchen hier verträgt auch gut eine längere Lagerzeit, ist aber schon nach 2-3 Tagen sehr gut genießbar. Ich rate euch, immer zwei Kuchen zu machen. Einen für die nächsten Tage und einen, dem ihr Zeit zum reifen geben könnt.

Falls ihr den Rum bzw. Whisky zum Backen verwendet und nicht schon vorher konsumiert wird euch der Kuchen bestimmt gelingen. Andernfalls kann's ser lustig werden, aber für den Geschmack übernehme ich dann keine Garantie :-)

Alles Liebe
Euer Steffen