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Sonntag, 27. August 2017

Cashew-Nuggets - vegan und richtig gut

Hallo meine Lieben,

vegan und lecker - ein Widerspruch? Im Gegenteil! Ich probiere einfach gern neue Rezepte aus und wandele Rezepte mit Fleisch in fleischlose Varianten um. Wenn ein Rezept dann auch noch vegan wird ist das ja auch nicht schlimm :-)

Wahrscheinlich kennt ihr alle die Hühnchen-Nuggets einer berühmten amerikanischen Fastfood-Kette. Zugegeben, so ein bis zwei Mal im Jahr packt mich da schon die Sehnsucht. Aber ich glaube, dass diese Sehnsucht nun mit diesem Rezept ein Ende hat, denn die Cashew-Nuggets sind echt unglaublich gut! Paniert, in Öl gebraten und mit einem würzigen, zarten Innenleben ersetzen sie leicht alle fleischigen Varianten.

Die Zubereitung braucht etwas Zeit - nein, vielmehr braucht ihr etwas Geduld bei der Zubereitung, denn viel Arbeit steckt nicht drin. Probiert es einfach mal aus und schreibt mir, wie euch die veganen Nuggets geschmeckt haben.

Noch ein Tipp zu den Zutaten: Flohsamenschalenpulver und Hefeflocken gibt es zum Beispiel bei dm - drogeriemarkt.

Für 4 Portionen braucht ihr:

200 g Cashewkerne
400 ml Wasser
2 gehäufte EL Flohsamenschalenpulver
4 gehäufte EL Hefeflocken
Saft einer Bio-Zitrone
1 TL Salz
100 ml Sojasahne
150 g Paniermehl
Rapsöl zum Anbraten

So wird's gemacht:

1. Einen halben Liter Wasser aufkochen und 150 g Cashewkerne damit übergießen. Für eine halbe Stunde beiseite stellen.

2. Die übrigen Cashewkerne fein hacken und mit den Semmelbröseln vermischen.

3. Wenn die Cashewkerne eingeweicht sind das Wasser abgießen. 400 ml Wasser mit Flohsamenschalenpulver anrühren und kurz quellen lassen.

4. Gelee und Cashewkerne mit den übrigen Zutaten in einem Blender oder mit dem Stabmixer gründlich mixen. Dabei entsteht eine zähe, kompakte Masse.

5. Eine flache Schale mit Frischhaltefolie auslegen, die Masse darauf geben und glatt streichen. Die Schicht soll maximal 1 cm dick sein. Mit Frischhaltefolie abdecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach zwei Stunden für ungefähr eine halbe Stunde in den Gefrierschrank oder das Gefrierfach stellen.

6. Die gekühlte Cashewmasse auspacken und in mundgerechte Stücke schneiden.

7. In einen Teller die Sojasahne, in einen zweiten Teller die Paniermehl-Cashew-Mischung geben. Dann die Stücke zuerst in Sahne wenden, dann in den Semmelbröseln wälzen und gut andrücken.

8. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Nuggets von beiden Seiten goldbraun anbraten.


Die Nuggets schmecken toll mit Ketchup oder Barbequeuesauce, auch ein Dip aus Sojajoghurt, Zitronensaft und Basilikum schmeckt super lecker und würzig-frisch dazu.
Insgesamt dauert die Zubereitung ungefähr 3 Stunden, aber ihr habt dabei nur 30 Minuten zu tun, den Rest der Zeit könnt ihr nutzen um eines meiner anderen Rezepte auszuprobieren. :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 3. März 2017

Chili sin Carne

Hallo ihr Lieben,

ein Gericht, dessen Name "Chili con Carne" also "mit Fleisch" heißt auf vegetarisch zu trimmen ist ja schon eine Herausforderung. Aber das haben zum Glück schon andere für mich erledigt. Ich interpretiere das dann einfach immer so wie es mir gerade gefällt. Die Grundzutaten sind ja dieselben, bis auf das Hackfleisch. Kidneybohnen, Paprika, Chili, Tomaten. Ein gutes Chili braucht weder Fleisch noch Fleischersatz, aber wenn ihr das Mundgefühl von gebratenem Hackfleisch nicht missen wollt, sind feine Sojaschnetzel eine gute Alternative. Was ich bei Chili nie hinkriege ist eine Portionsangabe. Chili ist immer genug da und man kann es ja prima im Kühlschrank aufbewahren. Richtig durchgezogen nach 1 oder 2 Tagen schmeckt es sogar noch besser.

Für ungefähr 2 bis 3 Portionen nehme ich:
🖨 Rezept als PDF

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 EL Olivenöl
2 Paprika
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose gehakchte Tomaten
200 g Sojaschnetzel
300 ml Gemüsebrühe
1 EL Kakao
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Chiliflocken

So wird's gemacht:

1. Die Sojaschnetzel in Gemüsebrühe einweichen und nach Packungsanleitung quellen lassen.

2. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Paprika putzen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden.

3. Wenn die Sojaschnetzel eingeweicht sind in ein Sieb geben und ausdrücken. Dann 3 EL Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Sojaschnetzel darin anbraten bis sie knusprig und gut gebräunt sind. Dann beiseite stellen.

4. Jetzt das übrige Öl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Danach die Paprika mit dazu geben und anbraten. Dann die Kidneybohnen abgießen und dazu geben, gehackten Tomaten, die Sojaschnetzel, Kakao und Chilifloken hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Bei mittlerer Hitze mindestens 10 Minuten köcheln lassen.


Wenn ihr mögt könnt ihr noch eine Dose Mais dazu geben oder frische gehackte Tomaten oder Kichererbsen oder Erbsen oder oder oder... :-) Sogar ein ins Chili gebröselter Fetakäse schmeckt toll, dann solltet ihr aber vorher nicht salzen.

Sonntag, 1. März 2015

Schoko-Bananen-Kuchen (vegan)

Hallo meine Süßen,

ich habe wieder mal an einem Rezept herumprobiert, das ich schon lange kenne und gerne backe. Dieses Mal hatte mein Versuch das Ziel, den Kuchen vegan zu halten.
Wie ihr wisst esse ich kein Fleisch, aber ich bin kein Veganer, kann mir eine vegane Lebensweise für mich auch nicht vorstellen, aber wenn es einfach ist und trotzdem gut schmeckt habe ich absolut nichts dagegen, auch mal vegan zu backen oder zu kochen. Und hier geht's wirklich sehr sehr einfach und wird auch richtig lecker!

Auf die Idee kam ich, als ich kürzlich gehört habe, man könne Eier beim Backen durch Bananen ersetzen. Klingt ja erst einmal komisch - muss ich also ausprobieren. Der schwierigste Teil an dem Versuch ist, die Bananen so lange liegen zu lassen, bis sie richtig reif sind und schon weich werden. Dieser Vorgang lässt sich aber beschleunigen, wenn ihr Äpfel und Bananen zusammen in eine Obstschale legt, denn das Reifegas, das die Äpfel ausdünsten lässt auch die Bananen schneller reifen.

Was mit außerdem an dem Rezept gut gefällt ist, dass man komplett ohne Waage auskommt und alles in "Joghurtbechern" misst. Ich nehme dafür Joghurtbecher mit 150 g Inhalt. Die Margarine kann man in 250 g Päckchen kaufen, von daher ist das auch einfach :-)

Für eine Kastenform von 25-30 cm braucht ihr:

250 g Margarine* (vegan, wenn euch das wichtig ist)
1 1/2 Becher Zucker
2 sehr reife Bananen
1 TL Zimt
1/2 TL Ingwer (Pulver)
3 EL Kakao
2 Becher Soja-Joghurt (z.B. Alpro)
4 Becher Mehl
2 TL Natron
2 TL Backpulver


Und so wird's gemacht:

1. Margarine mit Zucker cremig rühren. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Bananen mit der Gabel oder im Zerkleinerer zu einem sehr feinen Brei zerdrücken / pürieren.

3. Den Bananenbrei und die übrigen Zutaten nach und nach in die Rührschüssel geben und miteinander vermischen.

4. Kastenform einfetten und den Teig hineinfüllen. Je nachdem wie groß eure Becher sind kann es passieren, dass ihr zuviel Teig habt, dann nehmt einfach noch ein paar Muffinförmchen zur Hilfe :-)

5. Auf der Mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen. Der Kuchen geht etwas auf, nicht so sehr wie mit Eiern. Stäbchenprobe machen.


Lasst den Kuchen in der Form auskühlen und stürzt ihn dann auf eine Kuchenplatte. Die Bananen geben dem Kuchen eine schöne Bindung und machen ihn sehr saftig. Die Kombination aus Schokolade und Banane finde ich super, auch wenn ich sonst kein besonderer Fan von Bananen beim Backen und Kochen bin.
Den Kuchen bestäube ich nur noch mit etwas Puderzucker, für das Muster schneide ich ein paar verschieden breite Papierstreifen, lege sie auf den Kuchen, Puderzucker obendrüber und dann vorsichtig die Streifen entfernen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Backen und Nachmachen und freue mich auf eure Kommentare.

Alles Liebe
Euer Steffen

*) Zum Thema Margarine hat eine liebe Freundin einen interessanten Artikel in "Schrot & Korn" gefunden, den ich euch hier verlinkt habe. Leider ist Margarine nämlich nicht automatisch tierfrei, selbst dann nicht wenn Pflanzenmargarine drauf steht. Vegan sind zum Beispiel Sojala und Alsan-S. Letztere gibt's auch bei Rewe.