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Samstag, 9. September 2017

Frittata aus Resten

Hallo meine Lieben,

ich versuche wirklich, so wenig wie möglich Lebensmittel zu verschwenden. Das ist wohl etwas, das ich schon in frühester Kindheit in Omas Küche verinnerlicht habe. Meine Großeltern haben eine Zeit kennengelernt, in der es buchstäblich Nichts zu essen gab. Diese Erfahrung musste Gott sei Dank seit über 70 Jahren niemand mehr in Europa machen. Trotzdem schadet es nicht, sich bewusst zu machen, dass Lebensmittel zum Essen da sind und nicht zum Wegwerfen. So liegt mir viel daran, auch aus Resten noch etwas zu machen. Was eigentlich immer geht ist eine Frittata.

Gestern gab es bei uns Kartoffelspalten aus dem Backofen und Pfannengemüse, davon ist noch etwa eine Portion übrig. Außerdem habe ich noch etwas Tomatenbutter vom letzten Grillabend im Kühlschrank und ein paar Frühlingszwiebeln. Eier und Frischkäse sind eigentlich immer im Haus. Mehr braucht es gar nicht für ein leckeres Resteessen.

Natürlich könnt ihr alles an Gemüse nehmen, was ihr übrig habt oder - falls mal keine Reste da sind - nehmt einfach frisches Gemüse. Eine Paprika, 2 Tomaten, vielleicht Zucchini, Kichererbsen oder Mais? Alles, wonach euch gerade ist.

Dazu braucht ihr dann:
1-2 Portionen Reste
150 g Frischkäse
6 Eier
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
1-2 EL Butter







So wird's gemacht:

1. Eier mit Frischkäse verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. In einer feuerfesten Form oder eine Pfanne (für den Backofen geeignet) die Butter zerlassen. Gemüsereste kurz nochmals andünsten, ggf. frisches Gemüse vorher dünsten und dann die Reste dazu geben.

3. Eiermasse darübergießen und mit geschlossenem Deckel 3-4 Minuten erhitzen. Dann im unteren Drittel in den Backofen schieben und dort stocken lassen. Je nachdem wie dick eure Frittata wird kann das 25 bis 45 Minuten dauern. Schaut einfach immer wieder mal nach ob die Masse schon fest ist.


Die Frittata wird in Stücke geschnitten serviert und schmeckt einfach immer großartig. Wie ist das bei euch mit Resten? Bleibt öfter mal was übrig und was macht ihr damit?

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 11. Februar 2015

Bunte Cake-Pops


Hallo meine Lieben,

eine weitere süße Idee, nicht nur zum Valentinstag, sind bunte Cake-Pops, also Lollipops aus Kuchenteig. Diese süßen Kuchen am Stiel sind außerdem perfekt um Kuchenreste zu verarbeiten. Ich habe hier die Reste meines Kuchens mit Herz verwendet, um rote Cake-Pops zu machen.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten, die Kugeln für die Cake-Pops zu machen:
1. Mit Cake-Pop-Backformen
2. Aus Kuchen- oder Kekskrümeln, die mit einer Schokoladenganache verbunden werden.
3. Aus Kuchen- oder Kekskrümeln, die mit einem Frischkäse- oder Buttercreme-Frosting verbunden werden.
4. Aus Kuchen- oder Kekskrümeln, die mit Marmelade oder Gelee verbunden werden.

Ich persönlich bevorzuge eine Mischung aus Frischkäse und Gelee, da hier eine leicht säuerlich-frische Note durch den Frischkäse und ein wenig Süße durch die Gelee hinzu kommt, die Cake-Pops aber nicht zu schwer und pappig werden, wie es mit Ganache und Buttercreme leicht passieren kann.

Für 10 bis 12 Cake-Pops braucht ihr:

300 g Kuchen (Rührkuchen oder Biskuitkuchen)
ca. 210 g Frosting
Kuvertüre oder andere Glasur
Zuckerperlen und Streudeko
Cake-Pop-Stiele oder Schaschlikspieße

Für das Frosting:

140 g Frischkäse
70 g Gelee
evtl. Lebensmittelfarbe

Und so wird’s gemacht:

1. Den Kuchen mit den Händen fein zerbröseln. Je trockener der Kuchen, umso einfacher geht das und umso mehr Frosting braucht ihr später. Ich nehme am liebsten Rührkuchen, der schon einige Tage alt ist, wenigstens aber über Nacht stehen gelassen wurde.

2. Frosting aus Frischkäse, Gelee (ich nehme am liebsten Johannisbeer- oder Apfelgelee) und falls gewünscht ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe anrühren bis keine Klümpchen mehr enthalten sind.

3. Etwa 2/3 des Frostings zu den Krümeln geben und verkneten. Wenn die Masse zu trocken ist, mehr Frosting dazu geben. Der Teig sollte gut zusammenhalten und sich leicht formen lassen, aber auch in der Form stabil bleiben.

4. Aus der Krümelmasse kleine Kugeln mit etwa 4 cm Durchmesser zwischen den Händen rollen.

5. Die Glasur, mit der ihr später eure Cake-Pops verzieren wollt schmelzen. Ich nehme sehr gerne Cake Melts, das sind kleine Pellets aus Glasur, die es bereits eingefärbt zu kaufen gibt, die ihr aber auch mit Pastenfarben (z.B. von Wilton) noch nachfärben könnt.

6. Jeden Stiel in die Glasur eintauchen und etwa 2 cm tief in die Teigkugeln stecken. Durch die Glasur klebt der Stiel besser in der Kugel und das Verzieren später gelingt leichter.

7. Die Cake-Pops mit der übrigen Glasur einstreichen. Ihr könnt sie auch in die Glasur eintauchen und abtropfen lassen. Auf die noch flüssige Glasur dann die Dekoration eurer Wahl streuen.

8. Fertig verzierte Cake-Pops in einen Styroporblock stecken oder in schlanke, hohe Gefäße stellen, dass sie nicht umkippen und die Glasur trocknen kann.


Anstelle von Zuckerperlen könnt ihr auch mit verschiedenfarbigen Glasuren arbeiten und Punkte, Streifen oder andere Muster malen.

Wenn euch die Beschreibung jetzt kompliziert vorkommt habt keine Angst, ich habe beim ersten Versuch nur ca. 30 Minuten gebraucht, also sollte das wirklich für jeden schnell und einfach machbar sein.

Alles Liebe
Euer Steffen