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Sonntag, 23. Juni 2019

Kirschbuchteln

Hallo meine Lieben,

jetzt war es wirklich lange still um mich. Irgendwie ist mir zwischendurch die Zeit abhanden gekommen, mich hier um den Blog zu kümmern. Hätte ich mir die Zeit dann irgendwo anders einsparen müssen, wäre das zum Stress geworden und ich konnte und wollte den Blog nicht im Stress schreiben.

Ich habe doch unter anderem deshalb damit angefangen, weil es mir so viel Freude gemacht hat, ich dabei abschalten und entspannen konnte und es ein Gegenmittel gegen Stress für mich war. Daher habe ich mich entschieden, erst einmal nichts weiter zu schreiben und zu posten.

Für wen schreibe ich eigentlich diesen Blog. Ich habe mich in der Zwischenzeit auch gefragt, ob ich irgendwem schuldig bin, hier regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Es mag sein, dass es unter den Influencern und Influencerinnen heute einen gewissen Druck gibt, ständig online präsent sein zu müssen. Die Aufmerksamkeitsspanne vieler Follower ist wohl inzwischen so kurz, dass man komplett vergessen ist, wenn man einige Stunden nichts über sich ins Netz gestellt hat. Nach dieser Zeitrechnung bin ich also inzwischen Geschichte.
Doch mir kam schnell der Gedanke, dass mir das alles komplett egal ist. Ich interessiere mich nicht für Reichweite, für Klicks, für Likes und wer weiß was. Klar freut mich das, wenn das was ich hier veröffentliche auch andere anspricht und jede Rückmeldung ist wertvoll für mich. Aber selbst wenn niemand lesen würde, was ich hier schreibe, wäre das Schreiben doch deshalb nicht weniger bedeutsam für mich.

Im letzten halben Jahr ist viel passiert. Eigentlich nur Gutes! Aber die Veränderungen haben viel Aufmersamkeit, Zeit, Energie und Arbeit erfordert und tun es noch. Ich werde also auch weiterhin nicht so viel Zeit haben, den Blog hier zu pflegen.
Heute war aber wieder mal ein Tag, ab dem ich sowohl Zeit für die Küche als auch für den Blog gefunden habe. Und daher gibts auch wieder mal ein paar Rezepte, die ich hier aufschreiben und nach und nach veröffentlichen kann. Los gehts mit Kirschbuchteln.


Für 9 - 12 Buchten braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


Für die Buchteln:

500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
100 g Zucker
100 g Butter
1 TL Salz
2 Eier

Für die Füllung:

ca. 200 g entsteinte Kirschen
(etwa 5 Stück je Buchtel)


So wird's gemacht:

1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.

2. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.

3. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr 4 bis 5 Kirschen und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 50 g Butter schmelzen und die Buchteln damit dick einstreichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.


Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 8. Februar 2018

Pasta selber machen - Cannelloni

Hallo meine Lieben,

Pasta habe ich ja schon in einigen Variationen selbst gemacht, Fusilli, Tagliatelle, Spaghetti, Ravioli und andere. Aber Cannelloni gehörten da bis vor Kurzem nicht dazu. Ich kann es mir gar nicht erklären, warum ich ausgerechnet die Sorte ausgelassen habe, die am einfachsten zu machen ist. 😎 Für alle, die nur die Pasta ohne Füllung machen wollen habe ich hier noch einmal das Pastarezept alleine für euch.
Cannelloni sind etwa 10 cm lange Nudelröllchen, die man mit den verschiedensten Zutaten füllen kann und die etwa 2 cm dick sind. Sie werden dann in einer Auflaufform überbacken. Traditionell ist vermutlich die Füllung mit Bolognese-Sauce, wahrscheinlich ist das auch die bekannteste Variante. Meine gefüllte Variante mit Kürbis findet ihr hier.

Mein Rezept ist auf 3 Portionen ausgelegt, aber ihr könnt es ganz einfach umrechnen: Pro Portion Pasta braucht ihr 50 g Hartweizengrieß, 50 g Pastamehl, 1 Ei und eine Prise Salz. Als Mehl nehme ich gern Pizza- und Pastamehl (Tipo 00), aber es geht auch Spätzlemehl.


Für 3 Portionen Pasta braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF 📺 Link zum Video

150 g Hartweizengrieß
150 g Pastamehl
3 Eier
1 TL Salz








So wird's gemacht:

1. Grieß, Mehl, Eier und Salz zu einem kompakten Teig kneten. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine dauert das 3 bis 4 Minuten. Wenn ihr von Hand knetet braucht ihr deutlich mehr Kraft und Ausdauer.

2. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde ruhen lassen.

3. Nach der Ruhephase den Teig in 5 Portionen teilen und mit einer Nudelmaschine oder dem Walzenaufsatz der Küchenmaschine zu Teigplatten von etwa 1 mm Stärke walzen. Wenn der Teig zu klebrig ist mit ein wenig Mehl bestreuen.
Die Teigplatten auf saubere Geschirrtücher ablegen und die Ränder wenn nötig gerade schneiden.

4. Auf die Teigplatten dann jeweils einen gehäuften Esslöffel Füllung geben und einrollen. Mit einem scharfen Messer abschneiden und die Teigrollen mit der Öffnung nach unten in eine Auflaufform legen. In die Form solltet ihr vorher ein paar Löffel eurer Sauce (je nachdem was im Rezept verlangt ist) geben.

5. Wenn die Form voll ist mit der restlichen Sauce bedecken und mit geriebenem Käse bestreuen und backen. Die Cannelloni brauchen bei 180°C mit Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten.


Bei mir passen zwei Portionen in eine Auflaufform in der Größe 20 x 30 cm. Für größere Mengen braucht ihr also mehr oder größere Formen. Wenn die gleichzeitig in den Ofen passen wäre das natürlich praktisch. 😉

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 25. November 2017

Buchteln mit Birnenfüllung

Hallo meine Süßen,

Süßspeisen gehen ja eigentlich immer. Dieser Aussage lässt sich nichts hinzufügen. Jedenfalls aus meiner Sicht ist das absolut zutreffend. Wenn ich mal gar keine Idee habe was ich kochen könnte: Süßspeisen!
Spätzle mit Apfelmus, Pfannkuchen, Germknödel, Kartäuserklöße, Dampfnudeln, Scheiterhaufen, Milchreis und so weiter und so weiter...

Heute habe ich mich mal für Buchteln entschieden. Buchteln kenne ich auch unter dem Namen "Rohrnudeln", weil sie wohl im Gegensatz zu den Dampfnudeln im Backrohr gebacken werden. Wahrscheinlich haben sie aber noch viel mehr Namen. Wie nennt man die Buchteln denn dort wo ihr wohnt?

In meiner Heimat gibt's Buchteln manchmal sogar beim Bäcker. Dann sind sie meistens ungefüllt oder aber mit einer Pflaume oder Zwetschge gefüllt. Ich habe mich für eine sehr aromatische Füllung aus Birne, Marzipan und Haselnuss entschieden. Das duftet und schmeckt hervorragend. Wie bei fast allen Süßspeisen passt natürlich eine Vanillesauce ausgezeichnet dazu. Ich esse die Buchteln aber lieber ohne Sauce.

Für 12 Stück (ca. 4 Portionen) braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für die Buchteln:

500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
125 g Zucker
60 g Butter
1 TL Salz
2 Eier

Für die Füllung:

1 feste Birne (z.B. Abate)
50 g Marzipan
50 g gemahlene Haselnüsse
50 ml Weißwein
10 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker


So wird's gemacht:

1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.

2. Birne schälen, Kerngehäuse und Stiel entfernen und in 1 cm große Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Birnenwürfel kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Vanillezucker dazu geben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Die Birnen sollen noch leichten Biss haben.

3. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist das Marzipan fein hacken und zusammen mit den Haselnüssen unter die Birnenstücke mischen.

4. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Formt dazu einfach eine Kugel und zerteilt diese wie das Zifferblatt einer Uhr. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.

5. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr einen Esslöffel von der Birnenfüllung und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 10 g Butter schmelzen und die Buchteln damit einstreichen.

6. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.


Außer Zwetschgen und Birnen schmecken die Buchteln auch mit Äpfeln, Aprikosen und Kirschen sehr lecker. Ihr könnt auch eine Mohnfüllung benutzen, dann schmecken sie fast wie Germknödel.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 15. Juli 2017

Mohn-Dattel-Schnecken

Hallo meine Lieben,

wenn kleine Kinder sprechen lernen fängt es meist mit einfachen Worten an. Im Laufe der Zeit werden es mehr Worte und diese werden dann aneinander gefügt. Irgendwo schnappt das Kind dann neue Worte auf und die Eltern sind ganz verblüfft, woher der/die Kleine das nun wieder hat. Ist der Wortschatz erst einmal groß genug steigt die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten immens an und das Kind kann sich immer besser und ausdrücken. Übrigens geht es uns "Großen" genauso, wenn wir eine Fremdsprache erlernen.

Warum erzähle ich euch hier über Worte und Sprache? Nun, in gewisser Weise verhält es sich mit Kochen und Backen auch wie mit einer Sprache. Zuerst einmal lernen wir einfache, kleine Gerichte zu kochen. Manche fangen mit Wasser, Tee oder Kaffee an. Dann irgendwann die erste eigene Pasta, der erste Kuchen - vielleicht noch eine Backmischung. So erweitern wir unseren "Wortschatz" in der Küche. Je umfangreicher unser Wortschatz ist, desto leichter fällt es uns, neue Worte zu erfinden, oder bekannte zu kombinieren und daraus etwas Neues zu erschaffen.

Ich habe für mein heutiges Rezept einfach drei "Worte" kombiniert, die alle nicht ins fortgeschrittene Vokabular gehören. Mein Hefeteig-Grundrezept, eine Mohnfüllung und Datteln. Keine große Herausforderung also, aber ein tolles Ergebnis.

Ihr braucht dafür:
🖨 Rezept als PDF

250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
40 g Zucker
40 g Butter
125 ml Milch
1 Prise Salz

250 g Mohnfüllung
(fertig oder selbst gemacht)
100 g Datteln

1/2 TL abgeriebene Orangenschale
ggf. Puderzucker für Glasur


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken und die Hefe hinein bröckeln. Milch und Zucker dazu geben und zu mit der Hefe zu einem Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Danach die Butter und das Salz dazu geben und alles zu einem geschmeigen Teig verkneten.

2. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln.
Währenddessen die Datteln mit lauwarmem Wasser übergießen bis sie gerade so bedeckt sind und einweichen lassen.

3. Den aufgegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Dann zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm ausrollen. Backofen auf 175°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

4. Die eingeweichten Datteln gut ausdrücken. Das Wasser dabei auffangen und beiseite stellen.

5. Anschließend die weichen Datteln sehr fein hacken oder besser im Mixer fein zerkleinern. Die Dattelmasse vermischt ihr jetzt mit der Mohnfüllung. Ihr könnt nach Belieben noch mit etwas Orangenblütenwasser oder abgeriebener Orangenschale und Zimt würzen.

6. Die Mohn-Dattel-Masse auf dem Teig Versteichen und diesen dann von der langen Seite her aufrollen. In gleichmäßige Stücke schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Wenn ihr das Ende der Rolle nach unten einschlagt gehen die Schnecken beim Backen nicht so leicht auseinander.



7. Auf der mittleren Schiene etwa 15 bis 20 Minuten backen.



8. Puderzucker mit etwas vom Einweichwasser der Datteln anrühren und die Schnecken damit glasieren.


Ich bin gespannt darauf wie euch das Rezept gefällt. Schreibt mir doch eine Nachricht oder einen Kommentar mit eurer Meinung.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 10. Mai 2017

Gefüllte Champignons

Hallo meine Lieben,

jetzt wo es endlich wieder wärmer wird und die Gefahr beim Grillen zu ertrinken geringer wird habe ich ein Rezept für euch, das auf dem Grill ganz hervorragend gelingt. Ihr könnt aber ganz prima auch im Backofen oder sogar in der Pfanne gefüllte Champignons machen. Je nachdem zu welchen Zutaten ihr für die Füllung greift passen sie auch in jede Jahreszeit.

Ich habe heute eine sommerliche Variante mit Paprika und Tomaten, Mozzarella und Parmesan für euch. Ihr müsst euch aber wirklich nicht streng an mein Rezept halten. Nur die Mengen der einzelnen Komponenten sollte ungefähr passen, dann könnt ihr ganz wild nach Lust und Laune kombinieren was euch schmeckt.

Die gefüllten Pilze sind eine tolle Vorspeise, eignen sich aber mit entsprechender Beilage aber auch prima als Hauptgericht.

Für die Vorspeise rechne ich 1 bis 2 Champignons pro Person und dazu ein wenig frisches Baguette oder Ciabatta.

Für 12 Champignons braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

12 große Champignons
2 mittlere Spitzpaprika rot
100 g Kirschtomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Mozzarella
80 g Parmesan
Petersilie
Thymian
Basilikum
Salz
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Champignons mit einem Küchentuch abreiben und die trockenen Enden der Stiele abschneiden, dann die Stiele herausdrehen. Der Pilzhut soll unbedingt ganz bleiben. Ihr könnt noch die weichen Teile am Rand entfernen, dass euer Pilz eine schöne große Schale ergibt und viel Füllung aufnehmen kann.
Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen oder den Grill anwerfen :-)

2. Paprika putzen und sehr fein würfeln, Tomaten in kleine Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und die Champignonstiele ebenfalls klein würfeln. Kräuter hacken und alles zusammen in einer Schüssel vermischen.

3. Parmesan reiben und Mozzarella sehr fein würfeln oder grob reiben. Käse mit den übrigen Zutaten vermischen und würzen. Die Masse sollte sich mit etwas Druck gerade so verbinden, dass sie nicht auseinander fällt.

4. Backblech mit Backfolie oder Backpapier auslegen, Champignons jeweils mit 1-2 Esslöffeln der Masse füllen, es darf ruhig ein ordentliches Häufchen sein, der Käse schmilzt und hält alles zusammen. Mit etwas Parmesan bestreuen.
Wenn ihr die Champignons grillen wollt sollte ihr sie in kleine Päckchen aus Alufolie einwickeln oder eine Grillschale benutzen und diese mit Folie abdecken.

5. Die Pilze werden dann etwa 25 Minuten im Ofen gegart, auf dem Grill gehts etwas schneller. Die Champignons verlieren viel Flüssigkeit, daher dürfen Sie nicht einfach so auf ein Gitter, das gibt nur eine große Schweinerei :-)


Wenn ihr mehr Füllung als Pilze habt könnt ihr damit noch ein paar Scheiben Brot belegen und diese überbacken oder ihr füllt Paprikahälften damit und grillt die dann genau so wie die Pilze. Wenn ihr eine Soße dazu wollt nehmt die Flüssigkeit, die aus den Pilzen ausgetreten ist und mixt sie mit einem Stückchen eiskalter Butter auf, das gibt eine cremige Champignonsoße, die ganz toll dazu schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen


Sonntag, 18. Januar 2015

Mohnblume

Hallo meine Süßen,

ich hatte euch ein Rezept versprochen, mit dem Ihr ohne großen Aufwand viel Eindruck schinden könnt, und hier kommt es - meine Mohnblume.
Die Mohnblume ist - wie ihr sicher schon vermutet habt - mit meiner Mohnfüllung gemacht, die ich euch ja schon vorgestellt habe. Das tolle an diesem Rezept ist aber mal wieder seine Vielseitigkeit. Ihr könnt außer Mohn auch Nussfüllungen nehmen, Nutella, Marzipan oder was euch noch so einfällt.

Die Grundlage ist immer ein Hefeteig. Ich habe den Hefeteig aus meinem Grundrezept verwendet, für eine Blume reicht die halbe Menge. Wenn ihr ungesüßten Teig nehmt müsst ihr die Blume unbedingt mal mit einem Pesto füllen. Das ist eine geniale Beilage zu jedem Grillfest. Heute bleiben wir aber erstmal bei der süßen Variante.

Ihr braucht dafür:

1/2 Hefeteig aus dem Grundrezept
Mohnfüllung
Boden einer Springform
Backpapier



Und so wird's gemacht:

1. Hefeteig nach Rezept herstellen und aufgehen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Backpapier auf die Größe des Springformbodens zurecht schneiden und mit ein wenig Butter auf dem Boden ankleben.

3. Mohnfüllung herstellen.

4. Den Hefeteig in drei gleiche Stücke teilen. Jedes Teil möglichst rund auf die Größe des Backpapiers ausrollen.

5. Die erste Lage Teig auf das Backpapier legen und die Hälfte der Mohnfüllung darauf verteilen und glatt streichen.

6. Eine weitere Lage Teig darauf legen. Achtet darauf, dass der Teig möglichst genau die untere Lage abdeckt. Je genauer ihr hier arbeitet umso schöner sieht das Ergebnis später aus.

7. Die übrige Mohnfüllung auf dem Teig verteilen und mit der dritten Lage abdecken. Die Dritte Lage sollte genauso so groß sein wie die übrigen. Mein Experiment mit einer größeren dritten Schicht, die auch den Rand abdeckt kann ich euch nicht empfehlen.

8. Jetzt drückt ihr ein Glas oder eine kleine runde Ausstechform möglichst mittig auf den Teig. Außen herum markiert ihr mit einem Messer oder Torteneinteiler
16 Stücke. Dazu immer Viertel markieren und diese jeweils halbieren.

9. Die markierten Stücke schneidet ihr nun mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig durch alle drei Teigschichten ein. Dabei spart ihr den in der Mitte markierten Kreis aus.

10. Wenn alle Stücke eingeschnitten sind nehmt ihr zwei nebeneinaner liegende Stücke, eines in die linke und eines in die rechte Hand. dann dreht ihr beide Stücke zwei Mal gegeneinander und legt sie wieder ab. Dadurch entsteht das sternförmige Muster. Ihr könnt auch die äußeren Enden der Stücke noch zusammendrücken und rund formen, damit es noch mehr an Blütenblätter erinnert.

11. Legt die Blume dann auf ein Backblech. Ich habe versucht, sie auf einem Rost zu backen, aber da der Teig im Ofen noch kräftig aufgeht ist es hier möglich, dass euch Teigstücke herunter rutschen und das Ergebnis dann einfach nicht mehr schön aussieht. Auf dem Blech kann nix nach unten abhauen :-)

12. Auf der mittleren Schiene ca 25 - 30 Minuten goldbraun backen.


Die Mohnblume könnt ihr jetzt wie einen Kuchen anschneiden oder einfach die einzelnen Blütenblätter abzupfen und genießen.

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 16. Januar 2015

Mohnfüllung

Hallo meine Lieben,

kürzlich habe ich euch meinen Marmorkuchen mit Mohnfüllung gezeigt. Heute habe ich noch ein weiteres Rezept für eine Mohnfüllung für euch, die ohne Kochen ganz schnell hergestellt werden kann und mit der ihr alle Möglichen Kuchen und Gebäcke füllen könnt.

Die Wasserhörnchen schmecken auch mit Mohn prima und auch Dampfnudeln, Buchteln, Hefezöpfe oder -schnecken eignen sich prima, um mit Mohn gef´üllt zu werden.

Ihr braucht dafür:

200 g geriebenen Mohn
2 Bio-Eier
100 g Butter
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker


Und so wird's gemacht:

1. Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle zerlassen.

2. Alle übrigen Zutaten dazu geben und gründlich miteinander verrühren.

3. Das gewünschte Gebäck mit der Mohnmasse füllen und backen.



Ihr könnt auch einen einfachen Mürbeteig herstellen, ausrollen und mit Mohnmasse bestreichen. Dann zusammenrollen und in Scheiben schneiden. Das gibt leckere kleine Mohnschnecken als Teegebäck. In die Masse könnt ihr auch ein paar Tropfen Arrak oder Rum-Aroma geben, wenn ihr das mögt.

Ein ganz einfaches Rezept, mit dem ihr aber richtig Eindruck schinden könnt zeige ich euch bald. Seid gespannt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 15. Januar 2015

Wasserhörnchen

Hallo ihr Lieben,

was sind Wasserhörnchen? Etwa kleine putzige Tierchen, die im oder am Wasser leben und eine gewisse Ähnlichkeit mit Eichhörnchen nicht leugnen können?
Oder gar eine technische Vorrichtung, mit der die Wasserleitung elegant um Kurven geführt wird? Möglicherweise. Jedenfalls habe ich keine Ahnung, wie die Krümmungen in Wasserrohren genannt werden, und nur weil bisher kein Tier entdeckt wurde, auf das die Bezeichnung passt möchte ich dessen Existenz doch nicht gänzlich ausschließen.

Allen Eventualitäten zum Trotz sind Wasserhörnchen durchaus existent und zum Glück auch sehr leicht reproduzierbar :-) Es handelt sich um eine besondere Variante von Nusshörnchen aus Hefeteig. Die Besonderheit liegt darin, dass der Hefeteig nicht wie üblich an einem warmen Ort aufgeht, sondern in kaltes Wasser gelegt wird. Wer das noch nicht kennt sollte dieses Rezept wirklich unbedingt einmal ausprobieren.

Für etwa 25 Hörnchen braucht ihr:

380 g Mehl
125 g Butter
1 Würfel frische Hefe
4 EL lauwarme Milch
1 Prise Salz
3 Eier
4 EL Zucker










Für die Nussfüllung:

200 g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
1-2 EL Butter
1 EL Vanillezucker
3 EL Zucker
1 TL Kakao



Und so wird's gemacht:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. Milch, Hefe und 1 TL Zucker hinein geben und zu einem dünnen Vorteig verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Währenddessen die Nussfüllung herstellen. Dazu die Butter zerlassen und mit den übrigen Zutaten vermengen bis die Masse gut zusammenhält. Ich habe bei meiner Füllung keinen Kakao dazu gegeben, aber es gibt der Masse eine schönere Farbe.

3. Salz, Butter und Eier zum Mehl geben und einen Hefeteig herstellen. Ich nehme dafür gern den Knethaken der Küchenmaschine, aber ihr könnt den Teig auch mit den Händen kneten. Der Teig soll glatt und geschmeidig sein und nicht mehr kleben. Dann zu einer Kugel formen. Den Zucker NICHT dazu geben, das ist wichtig!

4. Die Teigkugel in eine große Schüssel mit kaltem Wasser legen, dass er gut bedeckt ist. Der Teig soll wirklich deutlich unter Wasser sein, denn er schwimmt nach oben, wenn er ausreichend aufgegangen ist. Wenn euer Teig jetzt nur knapp bedeckt ist, ist es viel schwieriger zu erkennen, wann er fertig ist.

5. Wenn die Teigkugel aufgetaucht ist nehmt ihr sie aus dem Wasser und knetet jetzt den Zucker ein. Nehmt noch etwas Mehl, wenn der Teig durch die Feuchtigkeit zu klebrig geworden ist.

6. Jetzt könnt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dünn ausrollen und mit einer Schüssel etwa 10 cm große Kreise ausstechen.

7. Auf jeden Kreis 2 TL Nussfüllung geben und den Teig aufrollen. Die Teigrolle dann noch zu Hörnchen biegen und auf Backfolie oder Backpapier setzen.

8. Das Backblech auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 17 Minuten backen bis die Hörnchen goldbraun sind.


Wie euch sicher aufgefallen ist, kommt hier der Zucker erst ganz zum Schluss in den Teig. Das hat zwei Gründe. Zum Einen würde der Zucker zuviel Wasser im Teig binden, während er auf Tauchfahrt ist, zum Anderen könnt ihr den Zucker so auch ganz leicht weglassen und die Hörnchen statt mit Nussfüllung mit einer herzhaften Masse füllen.

Ihr könnt die Hörnchen vor dem Backen auch mit einer Eigelb-Milch-Mischung einstreichen, damit sie einen goldenen Glanz bekommen, oder sie nach dem Backen mit einer Puderzucker-Vanillezucker-Mischung bestäuben. Herzhafte Hörnchen könntet ihr mit geriebenem Käse bestreuen oder auf die Eier-Glasur etwas grobes Salz und Pfeffer streuen. Es gibt so viele Möglichkeiten wie es Geschmäcker gibt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr das Rezept ausprobiert und mir von euren Erfahrungen und Ideen berichtet und Bilder schickt.

Alles Liebe
Euer Steffen