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Montag, 2. Juli 2018

Bunter Sommersalat

Hallo meine Lieben,

dieser Sommer in Würzburg ist bisher unglaublich schön. Sonnenschein ohne Ende und nur ab und zu mal ein kleines Wolkenschäfchen am Himmel. Dabei aber auch nicht zu heiß - ein Traum!
Gut, ein bisschen mehr Regen an der einen oder anderen Stelle wäre schön, damit man nicht jeden Tropfen Wasser mit der Gießkanne schleppen muss, aber wer will bei dem herrlichen Wetter darüber lamentieren?

In meinen Blumenkästen am Küchenbalkon wachsen dieses Jahr allerlei Kräuter und auch Salate. Ich habe dieses JahrPflücksalat und eine Mischung "Asia-Salate" (Mizuna, Moutarde Rouge Metis, Red Giant und Salatrauke) ausgesät, weil ich ganz scharf auf Blattsenf war. Blattsenf habe ich durch Zufall in einem Mustergarten auf der Landesgartenschau entdeckt und bin total begeistert. Wenn man die zarten, rötlichen Blätter gründlich kaut entwickelt sich wirklich ein kräftiger, mittelscharfer Senfgeschmack im Mund. Der absolute Wahnsinn als kleine Überraschung in jedem Salat.

Und weil nicht nur der Blattsenf sondern auch alle anderen Salate so schnell wachsen, dass wir mit dem Essen kaum hinterher kommen, möchte ich auch eines meiner Lieblingsrezepte für einen bunten Sommersalat mit euch teilen.
Beim Salat lege ich nicht nur Wert auf gute Zutaten aus dem Garten aus dem Bio-Regal, sondern auch auf gute Qualität bei Essig und Öl. Eine große Auswahl findet ihr zum Beispiel hier.


Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 große Schüssel gemischter Salat
oder 1 Salatkopf eurer Wahl
2 Paprika (z.B. gelb und orange)
5-6 Tomaten
1 Zwiebel
1 Mozzarella
1 Handvoll Basilikum

Für das Dressing:

6 EL Rapsöl
1-2 EL Aceto Balsamico
3 Tropfen Sesamöl
1/2 TL Kurkuma
Salz
Pfeffer
Paprika scharf
Gemüsebrühe-Pulver


So wird's gemacht:

1. Salat putzen, waschen und trocken schleudern. Paprika in etwa 2 cm große Stücke schneiden, Tomaten achteln und die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Mozzarella würfeln und dazu geben. Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen und dazu geben. Alles miteinander vermischen.

2. Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren oder im Shaker schütteln. Bei den Gewürzen fällt es mir schwer, Mengenangaben zu machen. Da halte ich es mit der Regel meiner Oma "nimm soviel, dass es nach was schmeckt". Tastet euch einfach an euren bevorzugten Geschmack heran und fangt lieber mit etwas weniger an. Dazu geben ist immer einfacher als etwas weg zu nehmen.

3. Das Dressing über den Salat geben und nochmals gut durchmischen.


Wenn ihr den Salat vorbereitet, gebt das Dressing erst unmittelbar vor dem Servieren dazu, da gerade der grüne Salat sonst zu schnell schlapp macht.

Wenn euch der Salat alleine nicht reicht, serviert ihn doch als Beilage zu einem Stück gegrillten Fisch oder Grillkäse. Wenn ihr es etwas exotischer mögt könnt ihr das Rezept wie oben um eine gewürfelte Mango oder Papaya ergänzen. Das gibt dem ganzen eine sehr fruchtige Note.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 27. August 2017

Cashew-Nuggets - vegan und richtig gut

Hallo meine Lieben,

vegan und lecker - ein Widerspruch? Im Gegenteil! Ich probiere einfach gern neue Rezepte aus und wandele Rezepte mit Fleisch in fleischlose Varianten um. Wenn ein Rezept dann auch noch vegan wird ist das ja auch nicht schlimm :-)

Wahrscheinlich kennt ihr alle die Hühnchen-Nuggets einer berühmten amerikanischen Fastfood-Kette. Zugegeben, so ein bis zwei Mal im Jahr packt mich da schon die Sehnsucht. Aber ich glaube, dass diese Sehnsucht nun mit diesem Rezept ein Ende hat, denn die Cashew-Nuggets sind echt unglaublich gut! Paniert, in Öl gebraten und mit einem würzigen, zarten Innenleben ersetzen sie leicht alle fleischigen Varianten.

Die Zubereitung braucht etwas Zeit - nein, vielmehr braucht ihr etwas Geduld bei der Zubereitung, denn viel Arbeit steckt nicht drin. Probiert es einfach mal aus und schreibt mir, wie euch die veganen Nuggets geschmeckt haben.

Noch ein Tipp zu den Zutaten: Flohsamenschalenpulver und Hefeflocken gibt es zum Beispiel bei dm - drogeriemarkt.

Für 4 Portionen braucht ihr:

200 g Cashewkerne
400 ml Wasser
2 gehäufte EL Flohsamenschalenpulver
4 gehäufte EL Hefeflocken
Saft einer Bio-Zitrone
1 TL Salz
100 ml Sojasahne
150 g Paniermehl
Rapsöl zum Anbraten

So wird's gemacht:

1. Einen halben Liter Wasser aufkochen und 150 g Cashewkerne damit übergießen. Für eine halbe Stunde beiseite stellen.

2. Die übrigen Cashewkerne fein hacken und mit den Semmelbröseln vermischen.

3. Wenn die Cashewkerne eingeweicht sind das Wasser abgießen. 400 ml Wasser mit Flohsamenschalenpulver anrühren und kurz quellen lassen.

4. Gelee und Cashewkerne mit den übrigen Zutaten in einem Blender oder mit dem Stabmixer gründlich mixen. Dabei entsteht eine zähe, kompakte Masse.

5. Eine flache Schale mit Frischhaltefolie auslegen, die Masse darauf geben und glatt streichen. Die Schicht soll maximal 1 cm dick sein. Mit Frischhaltefolie abdecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach zwei Stunden für ungefähr eine halbe Stunde in den Gefrierschrank oder das Gefrierfach stellen.

6. Die gekühlte Cashewmasse auspacken und in mundgerechte Stücke schneiden.

7. In einen Teller die Sojasahne, in einen zweiten Teller die Paniermehl-Cashew-Mischung geben. Dann die Stücke zuerst in Sahne wenden, dann in den Semmelbröseln wälzen und gut andrücken.

8. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Nuggets von beiden Seiten goldbraun anbraten.


Die Nuggets schmecken toll mit Ketchup oder Barbequeuesauce, auch ein Dip aus Sojajoghurt, Zitronensaft und Basilikum schmeckt super lecker und würzig-frisch dazu.
Insgesamt dauert die Zubereitung ungefähr 3 Stunden, aber ihr habt dabei nur 30 Minuten zu tun, den Rest der Zeit könnt ihr nutzen um eines meiner anderen Rezepte auszuprobieren. :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 24. April 2017

Fenchelsuppe mit Kokosmilch

Hallo meine Lieben,

an Fenchel scheiden sich ja die Geister. Ich liebe das Gemüse, den Tee, die Samen - mein Schatz nichts davon. Aber ab und zu finde ich ein Rezept mit Fenchel, das seine Gnade findet. Diese Fenchelsuppe zum Beispiel kam richtig gut an und das obwohl ich zuerst selbst ziemlich skeptisch war was die Kombination von Fenchel und Kokosmilch angeht. Passt aber super zusammen.
Die Suppe kann man bestimmt auch cremig pürieren aber mir hat es gerade gut gefallen, den Fenchel nur zu hobeln und die feinen Streifen einfach nur weich zu garen. Aber was nehme ich alles vorweg? Lest hier wie es gemacht wird.







Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 große Fenchelknolle
8-10 Cherrytomaten
2 EL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
250 ml Gemüsebrühe
4 Scheiben Räucherlachs
Salz
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Knoblauch fein hacken, Tomaten vierteln, beim Fenchel etwas von dem feinen Grün beiseite legen, dann das untere Ende abschneiden und die Knolle fein hobeln oder mit einem scharfen Messer in ganz dünne Streifen schneiden (max. 2 mm dick).

2. Öl in einem Topf erhitzen, en Knoblauch kurz andünsten und dann den Fenchel und die Tomaten dazu geben. So lange dünsten bis der Fenchel weich ist.

3. Gemüsebrühe und Kokosmilch dazu geben und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Suppe auf Suppentassen oder Teller verteilen und jeweils mit einer Scheibe Räucherlachs und etwas Fenchelgrün garnieren. Wenn ihr den Lachs weglasst ist es ein rein veganes Rezept.


Falls euch die Kombination der Zutaten jetzt spanisch vorkommt solltet ihr das Rezept erst recht ausprobieren. Es schmeckt wirklich ausgezeichnet - ob mit oder ohne Lachs.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 15. März 2017

Linsen-Kichererbsen-Brot mit Rosmarin und Tomaten

Hallo ihr Lieben,

Deutschland ist weltweit berühmt für die Vielfalt an Brot und Backwaren, die es hierzulande gibt. Leider ist es aber trotz aller Vielfalt so, dass es nur sehr wenige Bäckereien gibt, die wirklich glutunfreies Brot anbieten.
Das liegt vor allem daran, dass ein eigener Raum und ein eigenes Lager notwendig wären um zu garantieren, dass auf keinen Fall herkömmliche Mehle die glutenfreien Zutaten und Backwaren "verunreinigen". Bleibt also nur, glutenfreies Brot selbst zu backen.

Ich habe ein Rezept für ein sehr vielseitig wandelbares und leckeres Brot für euch. Allerdings habe ich es mit Hefe gebacken. Damit sind wieder einige unter euch raus, die auch keine Hefe vertragen. Aber keine Sorge, ihr könnt das auch mit Backpulver machen oder mit Natron. Ersetzt die Hefe durch 1 Päckchen Backpulver oder 4 TL Natron und 1 EL Zitronensaft.


Ihr braucht für ein Brot:
🖨 Rezept als PDF

1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Olivenöl
125 g Kichererbsenmehl
125 g Mehl aus roten Linsen
100 g gemahlene Mandeln
50 g geschrotete Leinsamen
80 g gemischte Samen, z.B. Chia-Samen, Sesam oder Kürbiskerne
5 Stücke getrocknete Tomaten
1 Zweig frischer Rosmarin
4 Bio-Eier
1 Prise Salz
375 ml Wasser

So wird's gemacht:

1. Backofen auf 190°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (ca. 22 cm) mit Backpapier auslegen.

2. In einem Becher Wasser und Hefe mit der Gabel verrühren. Dann für 5 Min. ruhen lassen.

3. Mehl, Mandeln und Samen mit 1 Prise Salz in eine Schüssel häufen und in die Mitte eine Mulde drücken.
Die Rosmarinnadeln abzupfen, fein hacken und hinzugeben, getrocknete Tomaten in kleine Stücke schneiden und ebenfalls dazu geben. Die Eier in die Mulde schlagen, verquirlen und Öl und die Hefe-Wassermischung dazu gießen.

4. Mit einem Rührlöffel oder Teigspatel vorsichtig umrühren und nach und nach das Mehl vom Rand nach innen untermischen. Wundert euch nicht, die Teigmasse ist relativ flüssig.

5. Das Ganze in die vorbereitete Form geben und für 45 bis 50 Min. auf mittlerer Schiene in den Backofen stellen. Das Brot ist goldbraun und durchgebacken, wenn nach der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Holzspieß kleben bleibt. Aus dem Ofen nehmen und mind. 20 Min. auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor es aufgeschnitten werden kann.


Wenn ihr so wie ich getrocknete Tomaten in den Teig gebt braucht ihr ein sehr scharfes Messer zum Anschneiden. Die Tomatenstücke reißen sonst leider Löcher in das lockere und luftige Brot. Schmeckt toll, sieht aber nicht schön aus. :-) Vielleicht klappt es besser, wenn man die Tomaten noch feiner schneidet oder statt dessen etwas Tomatenmark verwendet... Ich werde es ausprobieren!

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 17. Februar 2017

Kichererbsen-Nudeln

Hallo meine Lieben,

bei meinem BodyChange-Experiment habe ich gelernt, dass es ganz leckere Alternativen zu Nudeln aus Weißmehl gibt. Klar, Vollkornprodukte sind schon besser, aber es geht ja auch darum weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine bei der täglichen Auswahl an Lebensmitteln unterzubringen. Dabei bin ich auch auf Nudeln aus Kichererbsen- und Linsenmehl gestoßen.

Und weiß die sogar wirklich gut schmecken habe ich gleich mal ausprobiert, wie man sie selber machen kann. Erschreckend einfach :)

Für 2-3 Portionen braucht ihr:

300 g Kichererbsenmehl
3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Olivenöl













So wird's gemacht:

1. Mehl mit Eiern, Salz und Öl zu einem glatten Teig verkneten und in Folie gewickelt 1 bis 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

2. Mit der Nudelmaschine oder mit dem Nudelholz und viel Muskelschmalz zu dünnen Teigplatten rollen. Bei meiner Nudelmaschine reicht Stufe 5 (von 8) sonst werden sie zu dünn und verkochen zu schnell.

3. Anschließend mit der Schneidewalze Nudeln in gewünschter Breite schneiden. Auf sauberen Geschirrtüchern zum Trocknen ausbreiten und darauf achten, dass die Nudeln nicht zusammenkleben.

4. Die Nudeln in kochendem Salzwasser etwa 3 Minuten kochen. Bitte schaut schon nach 2 Minuten ob sie gar sind, denn es geht wirklich ganz schnell. Abgießen, servieren und genießen.


Wenn ihr eine Nudelmaschine habt mit der ihr auch Spiralnudeln oder Makkaroni machen könnt, probiert es doch mal aus und schreibt mir von eurem Ergebnis.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 8. Februar 2017

Pak Choi mit Sesam und Glasnudeln

Hallo meine Lieben,

Wie oft bin ich schon am Gemüseregal vor Pak Choi stehen geblieben, habe hin und her überlegt, habe manches mal sogar kurz Chefkoch.de befragt, und bin dann doch immer ohne diese asiatische Kohlsorte im Einkaufswagen weiter gezogen. Irgendwie wusste ich nichts damit anzufangen. Schade, denn Pak Choi sieht doch so schön aus - das muss doch auch gut schmecken.

In meiner Verzweiflung habe ich mal eine liebe Kollegin um Rat gefragt, und siehe da - schon hatte ich eine tolle Rezeptidee. Tausend Dank!

Pak Choi - auch bekannt als Paksoi, Pak Choy, Bok Choi und und und ist ein Verwandter des Chinakohl, kann auch roh verzehrt werden und schmeckt angenehm würzig und so gar nicht nach Kohl. Einfach super!



Für 2 bis 3 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

2 kleine Pak Choi (ca. 400 g)
20 g Sesam (ungeschält)
2 EL Rapsöl
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. walnussgroß)
Salz
Pfeffer
Sojasauce
100 g Glasnudeln






So wird's gemacht:

1. Pak Choi waschen und trocken schütteln (oder in der Salatschleuder trocknen), dann in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

2. Ingwer und Knoblauchzehe schälen und fein hacken, Chilischote entkernen und in sehr feine Streifen schneiden.

3. Glasnudeln nach Packungsanleitung zubereiten, z.B. mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.

4. Öl in der Wokpfanne erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Chili bei mittlerer Hitze etwa 1 Minuten anbraten. Dann den Sesam und den Pak Choi dazu geben, gut vermischen und alles etwa 3 Minuten unter Rühren weiter braten.

5. Glasnudeln durch ein Sieb abgießen und zum Pak Choi geben. Alles kurz durchschwenken und mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen.


Wenn ihr den Geschmack noch etwas asiatischer wollt könnt ihr noch ein paar Tropfen Sesamöl darüber träufeln.
Das Gericht ist blitzschnell gemacht. Ihr braucht insgesamt keine halbe Stunde dafür. Ist übrigens auch alles vegan und sogar für glutenfreie Ernährung und das BodyChange Programm geeignet.

Alles Liebe und guten Appetit
Euer Steffen

Montag, 3. Oktober 2016

Melanzane al forno

Hallo meine Lieben,

dieses Rezept ist so genial wie einfach und nicht nur dank des so klangvollen Namens ein echter Genuss! Dahinter verbergen sich ganz simpel "Auberginen aus dem Ofen". Ein mediterraner Gaumenschmaus, serviert mit einer fruchtigen Tomaten-Vinaigrette und ein paar Scheiben Ciabatta. Ganz nebenbei ist das Rezept auch noch vegan. Nicht-Veganer können natürlich alles mit Käse überbacken :-)

Für 4 Portionen braucht ihr:

2 große Auberginen
4 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl

Für die Tomaten-Vinaigrette:
4 große Tomaten
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
4 EL Aceto Balsamico
1 Handvoll frisches Basilikum
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Auberginen der Länge nach halbieren und dann an der Schnittseite etwa 1 cm tief längs und diagonal einschneiden. Rosmarin hacken. Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden.

2. Die Auberginen kräftig salzen und pfeffern und mit Rosmarin bestreuen. Die Knoblauchscheiben in die Einschnitte stecken. Auberginen in eine große Auflaufform legen, Schnittseite nach oben, und mit Olivenöl beträufeln.
Auf der mittleren Schiene 30 Minuten garen. Wer es nicht vegan möchte kann die Auberginen noch mit ein paar Scheiben Mozzarella belegen.

3. Tomaten würfeln, Zwiebel fein würfeln, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebeln in dem heißen Öl schwenken, dann die Tomatenwürfel dazu geben und mit schwenken. Mit Aceto Balsamico ablöschen und vom Herd nehmen. Oregano dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt das Basilikum in feine Streifen schneiden und untermischen.

4. Die Tomaten-Vinaigrette über die gebackenen Auberginen geben, mit Ciabatta servieren und genießen.

Donnerstag, 15. September 2016

Coca de Verduras - Gemüsekuchen vom Blech

Hola mis amigos,

Freunde der mediterranen Küche, ich habe etwas für euch! Lecker, einfach, gesund! Und wenn ihr wollt sogar vegan.
Ich will gar nicht viele Worte verlieren, denn das Rezept wird euch auch ohne umfangreiche Einleitung überzeugen und begeistern! Ich habe es mit Paprika gemacht, aber ihr könnt den Belag nach eurem Geschmack variieren. Probiert es doch zum Beispiel mal mit Zwiebeln und Mangold oder Spinat.

Für 1 Backblech braucht ihr:

300 g Dinkelmehl
125 ml Olivenöl
80 ml Bier
1 TL Salz
1 Prise Pfeffer
500 g rote Paprika (ca. 3 Stück)
300 g gelbe Paprika (ca. 2 Stück)
150 g grüne Paprika (ca. 1 Stück)
1 Zwiebel
100 g Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
2 TL Paprikapulver scharf
1 TL Paprikapulver edelsüß
Salz
Pfeffer
evtl. 150 g geriebenen Käse

So wird's gemacht:

1. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig das Mehl mit Öl, Bier, 1 TL Salz und etwas Pfeffer vermischen und zu einem Teig verarbeiten. Den Teig abdecken und beiseite stellen bis der Belag fertig ist.

2. Paprika waschen und putzen, in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Kirschtomaten halbieren, Zwiebel in Ringe schneiden.

3. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten, dann Paprika und Tomatenhälften dazu geben und alles zusammen noch etwa 4-5 Minuten weiter dünsten. Mit Paprikapulver und Salz und Pfeffer würzen.

4. Ein Backblech mit Olivenöl einstreichen und den Teig ausrollen und auf das Blech legen. Der Teig wird ziemlich dünn und lässt sich nicht so gut anheben, also vielleicht am besten direkt auf dem Blech in Form bringen.

5. Jetzt gebt ihr das gedünstete Gemüse darauf und verteilt es gleichmäßig. Veganer sind an dieser Stelle fertig. Wer mag kann noch geriebenen Käse darüber streuen. Ich habe je eine Hälfte des Bleches mit und eine ohne Käse gemacht - schmeckt beides fantastisch!

6. Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 20-25 Minuten backen.


Der Gemüsekuchen lässt sich am besten mit einem Pizzaschneider direkt auf dem Blech zerteilen. Ich habe mir sagen lassen, dass er auch kalt noch super schmeckt, aber ich muss gestehen: Ich habe ihn schon mehrmals gebacken und es ist noch nie etwas übrig geblieben, was hätte kalt werden können :-)

Noch ein Tipp für ganz faule oder spontane Köche: Anstatt des selbst gemachten Teiges könnt ihr auch fertigen Flammkuchenteig aus der Kühltheke verwenden.

Viele Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 22. Januar 2016

vegane Mandelmilch selber machen

Hallo meine Lieben,

keine Sorge, ich bin kein Veganer! Nicht, dass das schlimm wäre - aber anstrengend. Ich denke mir, jeder soll so leben, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann und keiner von uns wird allein durch sein Verhalten die Welt retten. Wenn aber jeder ein bisschen Rücksicht auf Natur und Umwelt nimmt, ist schon ein großer Schritt für alle getan.

Warum ich jetzt aber vegane Milch trinke? Ganz einfach - sie schmeckt mir! Ich trinke auch nach wie vor Kuhmilch und ich bin der Meinung, dass wir gerade hier dringend darauf achten müssen, was wir kaufen und zu uns nehmen. Es kann einfach nicht sein, dass der Milchpreis ins bodenlose sinkt und wir uns darüber freuen. Ich jedenfalls würde keinen Liter Milch weniger trinken, wenn der Preis doppelt so hoch wäre. Und ganz ehrlich: Wer von euch ist weniger Auto gefahren als der Liter Superbenzin 1,70 EUR gekostet hat? Na also!

Jetzt aber zu meiner Mandelmilch. Es gibt vegane Milch ja nicht nur aus Mandeln, am bekanntesten ist wahrscheinlich Sojamilch. Leider ist das auch die, die mir am wenigsten gut schmeckt. Reine Sojamilch erinnert mich irgendwie an den Geruch von Pappmaché. Habt ihr nicht auch als Kinder eingeweichte Zeitungspapierschnipsel zu allen möglichen Formen verarbeitet? So wie diese Pampe riecht für mich die Sojamilch.... gruselig!
Mandelmilch riecht aber nach Mandeln, also lecker. Auch Hafer- und Reismilch sind wirklich gut. Inzwischen kann man diese Milchersatzgetränke in fast jedem Supermarkt kaufen, sie kosten aber zwischen 2 und 3 Euro je Liter und enthalten leider oft ziemlich viel Zucker.

Für einen Liter Mandelmilch braucht ihr:

120 g Mandeln
2-4 Datteln oder 1-2 EL Agavendicksaft
1 Liter Wasser


Und so wird's gemacht:

1. Die Mandeln über Nacht (etwa 12 Stunden) in kaltem Wasser einweichen. Wenn ihr statt Mandeln Cashewkerne verwendet könnt ihr diesen Schritt auslassen.

2. Das Einweichwasser wegschütten und die Mandeln mit Datteln und Wasser in den Krug eures Standmixers geben. Versucht es ruhig auch mal ohne Süßungsmittel, das schmeckt auch, ist aber vielleicht gewöhnungsbedürftig.

3. Bei hoher Drehzahl alles 1-2 Minuten mixen. Fertig. Je nach Leistung eures Mixers können eine längere Mixdauer nötig sein und größere Mandelstückchen übrig bleiben. Wenn ihr die Milch für Müsli nehmt stört das gar nicht. Zum trinken würde ich sie durch ein Käsetuch (Mulltuch) abseihen.


Die Abtropfreste solltet ihr trocknen und zum Backen verwenden, sie sind einfach zu schade und zu lecker um weggeworfen zu werden. Ich habe euch auch ein Video gedreht, da könnt ihr mal sehen wie ich die Milch mache.

Probiert es mal aus und schreibt mir, wie euch die vegane Mandelmilch geschmeckt hat.


Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 15. November 2015

Kirsch-Bananen-Streuselkuchen

Hallo ihr Süßen,

heute war ich mal wieder in der Verlegenheit, schnell einen Kuchen für einen spontanen Besuch backen zu wollen, aber leider waren meine Vorräte ziemlich erschöpft, nicht einmal Eier waren im Haus. Zum Glück habe ich ein paar erprobte Notfallrezepte, die ich dann immer wieder abwandele und einfach dem anpasse, was gerade da ist.

Einige dieser Rezepte kann ich inzwischen auswendig, aber ich bin Lichtjahre davon entfernt ein solches Repertoire im Kopf zu haben, wie das bei meinen Omas der Fall war. Vielleicht kommt das noch mit der Zeit, aber ich glaube es wäre auch vermessen sich auf eine Stufe stellen zu wollen. Omas sind einfach die Besten und das bleiben sie auch - unangefochten. :-)

Heute hat es bei mir aber nicht für ein Rezept aus Omas Schatzkästchen gereicht sondern nur für einen einfachen Streuselkuchen. Der Name ist doppelt richtig, da der ganze Kuchen - also auch der Boden - nur aus Streuselmasse besteht. Dazwischen kommt dann eine leckere Füllung, je nachdem was ihr da habt.

Für eine 26cm Springform braucht ihr:

300 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 EL Vanillezucker
110 g Zucker
1/2 TL Zimt
1/2 sehr reife Banane
150 g Butter
1 Glas Sauerkirschen
2 EL Stärke


So wird's gemacht:

1. Mehl, Mandeln, Backpulver, Vanillezucker, Zucker, Zimt und Butter in eine Rührschüssel geben. Die Banane mit einer Gabel zerdrücken und dazu geben.
Alles mit den Händen oder dem Flachrührer der Küchenmaschine zu einer bröseligen Masse vermischen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Kirschen in ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen. Den Einkochsud in einem kleinen Topf aufkochen. Stärke mit etwa 3 EL kaltem Wasser glatt rühren. Topf vom Hern nehmen und die Stärke einrühren. Nochmals etwa 1 Minute aufkochen lassen. Dann die Kirschen wieder zu dem Sud geben und vermischen.

3. Etwa 2/3 der Streuselmasse in die gefettete Springform geben, fest andrücken und einen kleinen Rand formen. Darauf die Kirschmasse gleichmäßig verteilen und die übrigen Streusel darüber streuen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis die Streusel goldbraun sind. In der Form auskühlen lassen und dann den Rand der Springform vorsichtig ablösen.


Ihr könnt den Kuchen noch mit etwas Puderzucker bestäuben, aber ich finde er schmeckt auch ohne extra Zucker richtig toll! Wenn ihr anstelle der Butter eine vegane Margarine nehmt ist das Rezept komplett vegan. Falls ihr keine Banane mögt könnt ihr statt dessen ein Ei nehmen. Dann ist es natürlich nicht mehr vegan, schmeckt aber auch nicht mehr nach Banane :-)

Probiert den Kuchen mal aus, es geht so schnell und einfach, dass ihr den wirklich immer machen könnt, wenn ihr mal schnell einen Kuchen braucht!

Alles Liebe
Euer Steffen