Posts mit dem Label Walnuss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Walnuss werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Walnuss-Schneebälle - low carb

Hallo meine Lieben,

"I am dreaming of a white Christmas" - wirklich ein wunderschönes Weihnachtslied. Und irgendwie auch ein sehr schöner Traum. Wer hat nicht gern weiße Weihnachten?

Ob es in diesem Jahr mit dem Schnee zum Fest klappt, weiß ich nicht. Aber auf meinem Plätzchenteller werden leckere Schneebälle liegen, die nur darauf warten, das Weihnachtsfest zu versüßen. Und das schlechte Gewissen kann dabei ruhig weiterschlafen, denn die kleinen Schneebälle kommen ganz ohne Zucker und Mehl aus. Glutenfrei, low carb und köstlich - fast so schön wie weiße Weihnachten!



Für etwa 2 Bleche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


140 g Mandelmehl
100 g gemahlene Mandeln
125 g Walnüsse
25 g Kokosmehl
1 EL Backpulver
1 TL gemahlenen Kardamom
1 Prise Salz
115 g Butter
100 g Erythrit (z.B. Xucker light)
1 Ei
1 TL Vanillepulver
80 g Puderxucker (Ersatz für Puderzucker



So wird's gemacht:

1. Backofen auf 170°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

2. Walnüsse grob hacken und mit Mandelmehl, gemahlenen Mandeln, Kokosmehl, Backpulver und Kardamom in einer Schüssel gründlich vermischen.

3. In einer zweiten Schüssel Butter mit Erthrit cremig aufschlagen. Ei und Vanille dazu geben und unterrühren. Dann die Mehlmischung löffelweise vorsichtig unterheben.

4. etwa 2 cm große Kugeln formen und auf das Backpapier setzen. Die Schneebälle auf der mittleren Schiene ungefähr 18 Minuten backen.

5. Noch warm in Puderxucker wälzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.


Wenn ihr statt Walnüssen Pekannüsse verwendet, schmecken die Schneebälle noch etwas milder. Probiert doch einfach mal aus, was euch besser schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 7. April 2018

Apfel-Brownies

Hallo meine Süßen,

Apfelkuchen schmeckt lecker, Apfelkuchen mit Nüssen sogar noch etwas besser. Brownies sind auch toll, und Brownies mit Nüssen sind eine Sünde wert. Wie viele Sünden sind dann wohl meine super schokoladigen Apfel-Brownies mit Walnüssen wert?

Ein saftiger Schokoladenteig mit gehackten Walnüssen, bedeckt mit einer Schicht leicht säuerlicher Äpfel, garniert mit einem Topping aus noch mehr Nüssen und flüssiger Schokolade. Bestimmt schmecken die Brownies auch mit Streuseln oder Karamellsoße himmlisch... Auf die paar Kalorien kommt es dann auch schon nicht mehr an. 😎

Für ein Backblech braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1,2 kg Äpfel
1/2 Zitrone (Saft)
330 g Mehl
3 TL Backpulver
400 g Kuvertüre zartbitter
250 g Butter
250 g Walnusskerne
300 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 TL Salz
7 Eier
1 TL Kokosfett


So wird's gemacht:

1. 300 g Kuvertüre grob hacken und dann Butter und Schokolade in einem Topf bei niedriger Hitze unter Rühren schmelzen und dann zum Abkühlen für etwa 10 Minuten beiseite stellen.Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen Backrahmen (ca. 30x40 cm) darauf stellen.

2. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in 1-2 cm große Würfel schneiden und mit Zitronensaft vermischen. Walnüsse grob hacken.

3. Mehl mit Backpulver mischen. In einer großen Rührschüssel die Eier mit, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Dann die Schokoladen-Butter-Masse darunter rühren. Zuletzt das Mehl und 200 g gehackte Walnüsse unterheben.

4. Die Masse in den Backrahmen gießen und glatt streichen. Apfelwürfel gleichmäßig darauf verteilen und etwas in die Masse drücken. Die restlichen Walnüsse darüber streuen. Auf der mittleren Schiene für etwa 40 bis 45 Minuten backen.

5. Wenn die Brownies aus dem Ofen kommen könnt ihr die restlichen 100 g Kuvertüre hacken und mit dem Kokosfett schmelzen. Die geschmolzene Schokolade dann in Klecksen auf den Brownies verteilen und abkühlen lassen.


Falls ihr keine Walnüsse mögt oder vertragt versucht es doch mal mit Macadamianüssen. Die passen auch ausgezeichnet zu Brownies!

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 21. März 2018

Süßkartoffelbrot

Hallo meine Lieben,

kennt ihr die fabelhafte Szene mit der "Birne Helene" aus Loriots "Pappa ante Portas"? Ich könnte mich wirklich jedes Mal beömmeln, wenn ich nur daran denke. Hier mal der Link zum Clip für alle Fans und solche, die es werden wollen.

Bei manchen Rezepten muss ich auch an diese Szene denken, denn was einem da so unter diversen Namen angeboten wird ist häufig recht kurios. Richtig verwirrt bin ich immer, wenn die Bezeichnungen Brot und Kuchen irgendwie überlappen. Es gibt Bananenbrot, aber Kürbiskuchen, Apfelbrot und Karottenkuchen.... Ich habe für mich noch keine klare Definition und Abgrenzung finden können, Aber ich glaube, wenn der Kuchen in der Kastenform gebacken wird und die Zutaten aus dem Gemüseuniversum stammen, nennt man es wohl eher Brot. Möglicherweise auch, wenn die Rezepte eher aus dem amerikanischen Sprachraum stammen, denn dort werden die Kastenkuchen auch als "Bread" bezeichnet. Wenn ihr mehr dazu wisst und mir helfen könnt meine Verwirrung zu beseitigen bin ich sehr dankbar für eure Kommentare und Nachrichten.

Heute habe ich für euch ein Süßkartoffelbrot. Das ist ein Kuchen 😉 aus der Kastenform und schmeckt unglaublich gut! Die Süßkartoffel und der Ahornsirup harmonieren toll miteinander und die Walnüsse geben dem Ganzen noch das gewisse Etwas.

Für eine Kastenform mit 22 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

300 g Süßkartoffeln
60 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
120 g Ahornsirup
1 Ei
80 ml Milch
1 TL Zimt
10 g frischen Ingwer
1/2 TL Vanillepulver oder
Mark einer Vanilleschote
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Walnüsse


So wird's gemacht:

1. Die Kastenform gründlich einfetten oder mit einem Bogen Backpapier auslegen. Ich benutze lieber Backpapier, damit bekommt ihr den Kuchen ganz leicht aus der Form.

2. Süßkartoffel schälen und in etwa 1 cm große Stücke würfeln. Mit einer Tasse Wasser 15-20 Minuten weich kochen. Dabei den Deckel auf dem Topf lassen. Wenn zuviel Wasser verkocht ist, etwas nachgießen. Restliches Wasser abgießen und die Süßkartoffeln pürieren. Zum Abkühlen beiseite stellen.

3. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ingwer schälen und fein reiben. Butter und Zucker gut verrühren. Süßkartoffelpüree, Ahornsirup, Ei, Milch, Zimt, Ingwer und Vanillemark dazu geben und alles miteinander verrühren.

4. In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen. Die Süßkartoffelmasse dazu geben und alles gut verrühren. Walnüsse grob hacken und unter die Masse rühren. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.


Ihr wisst ja wahrscheinlich schon, dass ich bei einfachen Kuchen kein großer Freund von Dekoration und viel Zuckerguss und sowas bin. Aber wenn ihr das mögt, dann passt eine Glasur aus dunkler Kuvertüre mit der herben Schokoladennote sehr gut zum Süßkartoffelbrot. Wer es süßer mag, der kann einen Zuckerguss mit Puderzucker und etwas Milch und Ahornsirup anrühren und den Kuchen damit einstreichen. Ich habe mein Süßkartoffelbrot mit einer Mischung aus Puderzucker und Noisette-Trinkschokoladenpulver bestreut.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 26. Dezember 2017

Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen

Hallo meine Lieben,

wenige von euch haben wahrscheinlich einen eigenen Walnussbaum im Garten stehen. Walnussbäume werden wirklich riesig und brauchen sehr viel Platz. Sie werfen einen großen Schatten und direkt unter Ihnen schafft es kaum ein Pflänzchen zu überleben. Walnussbäume verteidigen ihr Revier. Dafür liefern sie dann aber neben kühlendem Schatten auch noch köstliche Nüsse, die man sich mit den Eichhörnchen teilen darf, die regelmäßig vorbei schauen.

Nein, ich habe leider keinen Walnussbaum. Ich hatte aber mal einen, der war ungefähr so groß wie ich, aber ich war damals vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr.
Ich weiß nur, dass wir meine Großeltern aus der Kur abgeholt haben und dort stand im Garten ein mächtiger Walnussbaum. Einen jungen Baum, der wohl wie viele andere den Garten wie Unkraut zu überwuchern drohte, habe ich als Geschenk mit nach Hause bekommen und im Garten meiner anderen Großeltern eingepflanzt. Dort wurde mein Bäumchen gehegt und gepflegt und wuchs einige Jahre ungefähr in meinem Tempo. Bis meine Eltern dann in eben diesen Garten ein Haus bauen wollten und mein Bäumchen weichen musste.


Der Baum wurde aber nicht einfach gefällt - das hätte ich nicht übers Herz gebracht. Nein, er durfte umziehen und wir haben gewissermaßen die Adressen getauscht. Der Baum wurde ans Haus meiner Großeltern gepflanzt aus dem ich mit meiner Familie auszog als unser neues Haus fertig gebaut war. Dort legte der Baum weiter kräftig zu und beschattete bald den halben Gemüsegarten meiner Oma. Also galt es wieder ein neues Zuhause für mein Bäumchen zu finden und wir hatten Glück. Die Schwiegereltern meiner Tante nahmen das Bäumchen auf und gaben ihm ein neues Zuhause am Waldrand. Ich glaube fest daran, dass es ihm dort gut geht und dass er mich in Größe (und hoffentlich auch Umfang) inzwischen eingeholt hat. Immerhin dürfte der Baum inzwischen ungefähr 35 Jahre alt sein, vielleicht konnten seine neuen Besitzer auch schon Nüsse ernten. Ich habe leider bisher nie danach gefragt, ob es dem Baum noch gut geht. Aber falls ihr das lest, Barbara und Lothar, schreibt mir doch mal.

Einen Birnbaum habe ich übrigens auch nicht. Aber dafür immer zwei Gedichte im Ohr, wenn ich an Birnen denke. Das erste ist der unvermeidliche Herr von Ribbeck zu Bibbeck im Havelland (Theodor Fontane) und das zweite - kein wirkliches Birnen- aber dafür ein Herbstgedicht ist Septembermorgen. Bei letzterem sehe ich noch, als wäre es gestern gewesen, unseren Lehrer, Herrn Horn, vor mir wie er versucht uns Horde ignoranter Fünftklässler die Kunst der Sprache uns Poesie näher zu bringen. Leider habe auch ich erst viel später zu schätzen gelernt, was wir an diesem Lehrer hatten.

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die noch da sind und sehnlichst auf das Rezept für den Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen warten. Eure Geduld wird nun belohnt.

Für eine Springform mit 26 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g weiche Butter
250 g Zucker
2 TL Zimt
5 Eier
300 g Mehl
100 g Walnüsse (gemahlen)
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2-3 Birnen (reif, aber noch fest)
2 EL Zucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Dann jedes Viertel der Länge nach in 3 Spalten teilen. Mit 1 TL Zimt bestreuen und vorsichtig damit vermischen und beiseite stellen.

3. Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln und langsam nacheinander unterrühren.

4. Gemahlene Walnüsse mit Mehl, Backpulver und Salz mischen und löffelweise unter den Teig rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

5. Jetzt die Birnenspalten fächerförmig auf dem Teig verteilen. Die übrigen 2 EL Zucker mit dem restlichen Zimt vermischen und über die Birnen streuen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.



Wer mag kann den fertigen Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen und ihn mit geschlagener Sahne servieren. Diese extra Kalorien spare ich aber an dieser Stelle gerne ein uns esse lieber noch ein dr... äh, zweites Stück.

Alles Liebe
Euer Steffen





Donnerstag, 9. November 2017

Geriebener Apfelkuchen mit Walnüssen

Hallo meine Lieben,

heute gibts wieder Kuchen. Einen ganz einfachen, sehr köstlichen und fruchtigen Kuchen mit geriebenen Äpfeln, Walnüssen und Gewürzen. Ein unwiderstehlicher Herbstgenuss.

Das schöne an diesem Rezept ist wieder einmal, dass ihr damit nicht nur einen Apfelkuchen backen könnt, sondern auch einen Karottenkuchen, Kürbiskuchen, Süßkartoffelkuchen oder Birnenkuchen. Ihr müsst dazu einfach nur die Äpfel durch die entsprechende Frucht ersetzen und eventuell noch etwas Zucker oder Mehl dazu geben, je nachdem wie feucht und süß euer Obst oder Gemüse ist. Alle anderen Zutaten können gleich bleiben.

Ich backe den Kuchen in einer Bundform mit 24 cm Durchmesser. Meine Form ist aus Glas und schon sehr alt, ich habe sie noch von meiner Oma. Natürlich könnt ihr auch eine Form aus Metall nehmen, auch eine Guglhupf-Form ist geeignet. Sogar in einer Springform könnt ihr den Kuchen backen, dann aber nur 24 cm oder maximal 26 cm, sonst wird der Kuchen sehr flach.

Für eine 24cm Bundform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

420 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
2 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1 TL Salz
2 Äpfel
3 Eier
240 ml Rapsöl
300 g Zucker
2 EL Vanillezucker
100 g Walnusskerne
etwas Puderzucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und die Form einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Die trockenen Zutaten Mehl, Natron, Backpulver, Zimt, Muskat und Salz in eine Schüssel geben und gründlich vermischen. Äpfel schälen und grob reiben. Walnusskerne fein hacken.

3. Äpfel mit Zucker, Vanillezucker, Öl, gehackte Walnüsse und Eier in die Schüssel zu den trockenen Zutaten geben und alles noch einmal miteinander verrühren. Den Teig in die Form geben und den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 70 bis 75 Minuten backen. Bei der Stäbchenprobe darf nichts mehr hängen bleiben. Lasst den Kuchen im Zweifel lieber noch 5 Minuten im abgeschalteten Backofen stehen. Durch die geriebenen Äpfel ist der Kuchen sehr feucht und muss wirklich gut durchgebacken werden, sonst ist er innen matschig.

4. Nachdem der Kuchen etwas abgekühlt ist könnt ihr ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen und mit Puderzucker bestreuen.


Anstelle von Walnüssen könnt ihr auch Haselnüsse oder Mandeln nehmen. Alles schmeckt lecker, gibt dem Kuchen aber jeweils eine ganz andere Geschmacksnote. Ich liebe solche flexiblen Rezepte. Habt ihr auch ein Kuchenrezept, das so vielseitig verwandelt werden kann? Schreibt mir doch mal eine Nachricht oder einen Kommentar.

Alles Liebe
Euer Steffen








Sonntag, 18. Dezember 2016

Pecannuss-Taler

Hallo meine Lieben,

wie ihr vielleicht schon wisst mach ich einfache Weihnachtsplätzchen ganz besonders gern. Kein herumkleckern mit Zuckerguss oder Schokolade, keine Marmelade, mit der hauchdünne Plätzchen dann zu Türmen aufgeschichtet werden... Schmeckt zwar alles toll, macht mir aber wenig Spaß.

Im letzten Jahr hatte ich ganz tolle Heidesandplätzchen ausprobiert und diese Rezepte nun um eine Pecannuss-Version erweitert.
Falls ihr keine Pecannüsse habt oder sie nicht so gern mögt könnt ihr sie einfach durch Walnüsse ersetzen. Schmeckt auch super. Ich mag jedoch Pecannüsse etwas lieber, da sie weniger herb sind.

Für etwa 80 Stück braucht ihr:

180 g Mehl
70 g Speisestärke
1 TL Backpulver
125 g Butter
110 g Zucker
1 Msp. Vanillepulver oder 1 Päckchen Vanillezucker
3 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
1 Eiweiß
100 g gemahlene Pecannüsse
80 Pecannuss-Hälften (etwa 200 g)




So wird's gemacht:

1. Sucht aus den Pecannüssen 80 schöne Hälften aus, die nicht gebrochen sind und nehmt dabei am besten die kleineren. Dann wiegt ihr vom Rest 100 g ab und mahlt diese im Zerkleinerer oder in der Nussmühle fein.

2. Mehl, Stärke und Backpulver in eine Schüssel sieben. Butter in Stückchen dazu geben. Ei, gemahlene Nüsse, Zucker, Vanille und Aroma ebenfalls dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

3. Aus dem Teig zwei Rollen mit etwa 4 bis 5 cm Durchmesser und etwa 20 cm Länge formen. Die Teigrollen in Frischhaltefolie einwickeln und über nacht in den Kühlschrank legen.

4. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Die gut durchgekühlten Teigrollen in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und Bleche mit Backpapier legen.

5. Die Nusstaler mit Eiweiß bestreichen und jeweils mit einer Pecannuss-Hälfte belegen. Auf der zweiten Schiene von untern etwa 12 Minuten backen. Wenn die Taler abgekühlt sind lagert ihr die Plätzchen am besten in Blechdosen.


Bitte denkt dran, dass jeder Ofen ein bißchen anders "tickt" und achtet daher immer beim ersten Blech einer Sorte Plätzchen genau auf die Backzeit. Es kann sein, dass euer Ofen etwas schneller als meiner ist, oder auch etwas mehr Zeit für das gleiche Ergebnis braucht. Passt dann die Backzeit bitte einfach eurem Ofen an. Bei einem Kuchen ist das nicht soooo schlimm, aber bei feinem Gebäck, dass nur wenige Minuten braucht ist ein Unterschied von 2 Minuten manchmal fatal.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 7. April 2015

Zickiger Spinatsalat

Hallo meine Lieben,

wieder einmal dreht mein Kopfkino völlig durch, wenn ich an die heutige Hauptzutat denke: Spinat. Was fällt mir dazu spontan ein? Natürlich Popeye, er nach einer Dose Spinat unschlagbar stark wird, Verona Pooth, die damals noch als Frau Feldbusch dem "Blubb" gelauscht hat, gruseliges Essen aus Kindertagen weil ich wie jedes anständige Kind Spinat widerlich fand und nicht zuletzt ein sehr grauenhaftes Erlebnis beim Schüleraustausch. In unserer französischen Partnerschule wurde uns mittags eine riesige Schüssel vorgesetzt, deren Inhalt dunkelbraun war und auch sonst optisch und olfaktorisch stark an einen Haufen garen Kompost erinnerte - man versicherte uns glaubhaft, dass es sich dabei um Spinat handelte. Zum Glück verwächst sich so eine Abneignug meist im Laufe des Lebens, wobei ich die zur unkenntlichkeit pürierte Variante bis heute nicht sehr schätze und die dunkelbraune zum Glück ein einmaliger Ausrutscher geblieben ist.

Irgendwie ist mir die Einführung zum Thema jetzt doch sehr negativ geraten. Ich möchte hier noch einmal betonen, dass ich Spinat inzwischen richtig gut finde!
Richtig klasse finde ich den jungen "Babyspinat", denn die kleinen Blättchen sind schön knackig und können roh als Salat verzehrt werden.

Für 2 Portionen (Hauptgericht) oder 4-6 Portionen (Beilagensalat) braucht ihr:

150 g Babyspinat
1 Rolle Ziegenfrischkäse
3-4 EL getrocknete Tomaten (1-2 EL je Portion)
3-4 große Champignons
3-4 EL Walnusskerne

Für das Dressing:
Essig, Öl, Salz, Pfeffer, mittelscharfer Senf, Honig


Und so wird's gemacht:

1. Spinat waschen, trocken schleudern und ab in die Schüssel.

2. Champignons mit Küchenkrepp abreiben und in Stücke schneiden, die Tomaten ebenfalls in Stücke schneiden. Ich verwende immer in Öl eingelegte getrocknete Tomaten. Diese lasse ich abtropfen und nehme das Öl später für das Dressing. Wenn ihr keine eingelegten Tomaten habt ist das auch ok, dann schneidet sie etwas kleiner damit sie sich leichter kauen lassen.

3. Walnusskerne mit Tomaten und Pilzen zum Spinat geben und mischen.

4. Aus den Zutaten für das Dressing eine Vinaigrette herstellen und über den Salat geben.

5. Ziegenfrischkäse in Scheiben schneiden und auf oder neben dem Salat anrichten.


Wenn ihr den Salat als Hauptgericht oder Vorspeise serviert bratet die Ziegenkäsescheiben kurz in einer Pfanne an bis sie leicht anschmelzen. Der lauwarme Käse entfaltet sein Aroma viel besser als kalter Käse und euer Salat bekommt eine richtig schön "zickige" Note. Wenn ihr keine Ziegenkäse-Fans seid, nehmt einfach Camembert oder einen anderen Weichkäse.

Gutes Gelingen und viel Freude beim Genießen.

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 27. März 2015

Blätterteig-Teilchen mit Ziegenkäse und Bärlauchpesto

Hallo meine Lieben,

keine Lust lange in der Küche zu stehen aber Gäste zum Essen da? Spontaner Besuch und noch nicht zum Großeinkauf gekommen?
Mit ein paar Notfall-Basics im Kühlschrank alles kein Problem. Was ihr immer da haben solltet ist Blätterteig. Den KANN man zwar selber machen, aber das ist wirklich richtig Arbeit, also greift hier ruhig zu fertigem Blätterteig aus dem Kühlregal.

Dann braucht ihr noch eine Portion Fantasie und ihr könnt im Handumdrehen leckere und knusprige Blätterteigteilchen backen. Ich habe meine mit Ziegenkäse, Walnüssen und Bärlauchpesto gemacht. Das habe ich natürlich nicht immer alles zuhause, aber ihr könnt auch normalen Frischkäse oder Schmand nehmen, andere Nüsse nach Belieben, und auch das Pesto könnt ihr entweder aus dem Glas nehmen oder ihr gebt einfach nach dem Backen ein paar Blätter Basilikum auf das Gebäck, oder rührt etwas gehacktes Rosmarin in den Frischkäse, ihr könnt auch das Pesto weglassen und etwas Honig über die Nüsse träufeln... hier gibt es nichts was es nicht gibt.

Für meine Version braucht ihr:

1 Rolle Blätterteig
100 g Ziegenfrischkäse
30 g Walnusskerne
Salz
Pfeffer




Für das Pesto:

100 g Bärlauch
50 g Cashewkerne
30 g Parmesan
ca. 50 ml Olivenöl (evtl. mehr)
Salz
Pfeffer


Und so wird's gemacht:

1. Backofen vorheizen nach Anleitung (bei mir waren es 200°C bei Ober- und Unterhitze). Blätterteigrolle flach ausbreiten und mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, dann über die kurze Seite in 8 gleich große Stücke teilen.

2. 1-2 cm vom Rand der Stücke weg mit einem scharfen Messer den Teig leicht einritzen, so dass ein Rechteck markiert ist. Das ist wichtig, damit der Rand eurer Teilchen später schön hoch backt und luftig wird.

3. Im Inneren des Rechtecks 1-2 TL Ziegenfrischkäse verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsicht, der Käse ist meist schon sehr salzig.

4. Ein paar Nüsse auf jedem Stück verteilen. Auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen bis der Rand knusprig braun geworden ist.

5. Für das Pesto den Bärlauch waschen, klein schneiden, Parmesan fein reiben, Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen.

6. Alle Zutaten zusammen in einen Mixer geben oder in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab fein und cremig pürieren. So viel Olivenöl dazu geben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wenn es zu flüssig wird gebt noch etwas Käse dazu.


Das Pesto kommt nach dem Backen auf die Blätterteigstücke. Ich finde es sehr intensiv und bin daher lieber etwas sparsam damit bzw. überlasse ich es meinen Gästen und stelle das Pesto einfach dazu, so kann sich jeder die gewünschte Menge selbst nehmen.

Neben dieser Sorte habe ich noch eine andere Version gebacken, die ich wirklich richtig toll finde, auch wenn sie erst etwas seltsam anmutet: Pflaume-Mozzarella-Tomate

Dafür braucht ihr:

3 EL Pflaumenkonfitüre (z.B. Quetschelatwerche)
1 Kugel Mozzarella
2-3 Tomaten
Salz
Pfeffer

Mit dem Pflaumenmus bestreicht ihr euren Blätterteig, legt eine Scheibe Mozzarella darauf und zuletzt kommen oben 1-2 Scheiben Tomate drauf. Würzen und wie oben backen. Die herbe süße der Konfitüre gibt dem Ganzen einen super Kick. Probiert es aus!


Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 23. Dezember 2014

Früchtekuchen

Hallo ihr Früchtchen,

im Winter und besonders zur Weihnachtszeit darf es ja gern mal eine Spur süßer sein als im übrigen Jahr. Und Kalorien werden jetzt auch keine gezählt.
Dann könnte man die ganze Weihnachtszeit ja gleich sein lassen.... Nein, jetzt heißt es: hemmungslos Schlemmen bis der Gürtel platzt :-) Immerhin kommt bald die Fastzeit und die hat ja ihren Namen auch nicht umsonst :-)

Ich habe heute einen sehr leckeren, süßen und fruchtigen Kuchen gebacken, der durch einen großzügigen Schluck Rum auch ordentlich Dampf bekommt. Natürlich geht das auch ohne Rum, falls Kinder mitessen sollen. Oder ihr nehmt Whisky anstelle von Rum, dann kommt es schon ziemlich nahe an den irischen Früchtekuchen ran.
Whisky ist nur leider so gar nicht mein Geschmack, drum bin ich hier bei Rum geblieben.

Für eine Kastenform braucht ihr:

80 g Walnüsse
50 g Mandeln
70 g Haselnüsse
80 g Rosinen
100 g Aprikosen, getrocknet
70 g Datteln
120 g Pflaumen, getrocknet
(z.B. Pruneaux d'Agen)
50 g Zitronat
50 g Orangeat
80 g Cranberries, getrocknet
80 g Feigen, getrocknet
80 ml Rum
4 EL Zitronensaft
100 g Mehl
75 g Zucker
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
3 Eier

Grundsätzlich könnt ihr bei den Früchten beliebig austauschen, ihr solltet nur darauf achten, dass die Menge insgesamt in etwa gleich bleibt


Und so wird's gemacht:

1. Nüsse und Früchte grob hacken. Zitronat und Orangeat fein hacken.

2. Nuss-Frucht-Mischung in einer Schüssel mit Rum (2 EL Rum übrig lassen) übergießen, gut durchmischen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen.

3. Am nächsten Tag den Zitronensaft dazu geben und vermischen. Backofen auf 150°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Mehl mit Salz und Backpulver mischen und unter die Nuss-Frucht-Masse mischen.

5. Eier mit den übrigen 2 EL Rum und dem Zucker schaumig schlagen und unter die Nuss-Frucht-Masse rühren.

6. Kastenform einfetten, den Teig hineinfüllen und glatt streichen. Den Teig in der Form könnt ihr jetzt noch mit ein paar abgezogenen Mandeln belegen.

7. Auf der unteren Schiene ungefähr 2 Stunden backen. Bei der Stäbchenprobe darf kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleiben.


Bei der irischen Variante wird der fertige Kuchen nochmal mit ordentlich Whisky getränkt, luftdicht in Folie eingewickelt und mindestens 1-2 Wochen kühl gestellt, damit er durchziehen kann. Dieser Kuchen hier verträgt auch gut eine längere Lagerzeit, ist aber schon nach 2-3 Tagen sehr gut genießbar. Ich rate euch, immer zwei Kuchen zu machen. Einen für die nächsten Tage und einen, dem ihr Zeit zum reifen geben könnt.

Falls ihr den Rum bzw. Whisky zum Backen verwendet und nicht schon vorher konsumiert wird euch der Kuchen bestimmt gelingen. Andernfalls kann's ser lustig werden, aber für den Geschmack übernehme ich dann keine Garantie :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 5. November 2014

Blondies

Hallo meine Süßen,

Brownies kennt (und liebt) vermutlich inzwischen jeder und kaum einer kann der schokoladigen Versuchung widerstehen.
Doch was wäre das Leben ohne Kontraste und Gegensätze? Wo es Brownies gibt, dürfen Blondies also auf keinen Fall fehlen.
Schon 1953 konnten im Klassiker "Blondinen bevorzugt" zwei sehr gegensätzliche Schönheiten bewundert werden. Wenn ihr
also auch bei Gebäck "Blondinen" bevorzugt kommt ihr mit diesem Rezept jetzt auch auf eure Kosten. Meine süßen Blondies
sind jedenfalls die zarteste Versuchung seit Marilyn Monroe :-)

Für 12 Blondinen braucht ihr:

110 g Butter
210 g Mehl
170 g Zucker
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
50 g Walnusskerne
1 EL Ahornsirup
1 Ei
1 EL Vanillezucker
2 EL Milch


Zum Verzieren:
Puderzucker und evtl. Milch


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Die Butter zerlassen und wieder abkühlen lassen.

3. Mehl mit Natron und Salz mischen und in eine Schüssel sieben.

4. Walnusskerne fein hacken.

5. Eine eckige Backform (etwa 20 x 20 cm) einfetten. Ich verwende hier immer einen Backrahmen. Wenn der Rahmen zu groß ist für die Menge an Teig könnt ihr ihn ganz leicht mit einem Streifen Alufolie, den ihr mehrfach faltet abteilen. Die Folie dazu einfach in den Rahmen einpassen und an den Seiten festklemmen (z.B. mit einer Büroklammer). Damit die Abtrennung stabiler wird könnt ihr auch ein Stück Pappe zurecht schneiden und in der Alufolie einwickeln.

6. Die zerlassene Butter in eine Rührschüssel geben. Unter ständigem Rühren den Zucker langsam einrieseln lassen.

7. Nach und nach Ahornsirup, Vanillezucker, Milch und Ei unterrühren.

8. Die gesiebte Mehlmischung löffelweise dazu geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

9. Zuletzt die Walnüsse zugeben und kurz unterrühren.

10. Teig in die Form (den Backrahmen) füllen und auf der mittleren Schiene ca. 30-35 Minuten backen.

11. Die Blondies in der Form auskühlen lassen.

12. Wenn ihr die Blondies glasieren wollt verrührt 70 g Puderzucker mit 1 EL Milch und bestreicht den Kuchen damit. Ihr könnt sie auch einfach mit Puderzucker bestreuen.

13. In gleichmäßge Stücke schneiden und vernaschen.


Ihr könnt anstelle von Walnüssen auch Mandeln oder Haselnüsse nehmen (die würde ich aber zunächst von der braunen Haut befreien) oder auch 50 g weiße Schokolade hacken und in den Teig geben. Natürlich könnt ihr auch einfach wild Schokolade und Nüsse kombinieren oder - ganz verrückt - einen Löffel getrocknete Lavendelblüten dazu geben.

Also husch husch... ab an den Ofen :-) Ich freu mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe
Euer Steffen