Hallo meine Lieben,
die richtig "harten Kerle" machen es ja sogar im Winter und lassen sich von keinem Wetter davon abhalten. Die nicht ganz so unerschrockenen warten dazu auf den Sommer. Ob mit Kohle, Gas oder Strom - darüber könnte man trefflich streiten. Wovon ich hier rede? Natürlich vom Grillen! Ob es wohl jemanden gibt, der nicht gerne gegrilltes isst? Es muss ja wirklich nicht immer nur Fleisch auf den Grill. Ich habe mich heute für die Grillpfanne und für Thunfischsteaks entschieden. Ein Träumchen!
Als Beilage dazu gibts bunten Gemüsereis. Was auch noch ganz prima dazu geht ist eine frische selbstgemachte Tomatenbutter oder andere tolle Saucen und Dips ganz nach eurem Geschmack.
Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
4 Thunfischsteaks
1 große Tasse Reis
1 Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 Paprika
1-2 kleine Zucchini
1 Dose Tomatenfruchtfleisch
Sojasauce
Rosmarin
Thymian
Salz
Pfeffer
Olivenöl
So wird's gemacht:
1. Reis mit der gleichen Menge Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze solange köcheln lassen bis der Reis das Wasser aufgenommen hat. Dann beiseite stellen.
2. Während der Reis kocht das Gemüse putzen und in kleine, maximal 1 cm große Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein hacken. Für die Marinade der Thunfischsteaks jetzt etwa 1-2 EL Sojasauce mit 4EL Olivenöl und jeweils 1 TL von Knoblauch, Ingwer und Chili vermischen. Die Thunfischsteaks von beiden Seiten mit der Marinade einstreichen, den Rest darüber gießen. Die marinierten Steaks mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
3.Öl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebel, dann Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. Dosentomaten dazu geben, Rosmarin und Thymian fein hacken und darunter mischen. In einer zweiten Pfanne Öl erhitzen, Paprika dazu geben und etwa 2 Minuten dünsten, zuletzt die Zucchini dazu geben und weiter dünsten bis das Gemüse gar ist aber noch Biss hat.
3. Gemüse mit Reis mischen und so viel von der Tomatensauce dazu geben, dass der Reis eine schöne Farbe bekommt und gerade so zusammenhält. Es soll keine Suppe entstehen. Gebt die Tomaten also lieber nach und nach dazu und mischt immer gut durch, dann bekommt ihr das sicher hin.
4. Eine Grillpfanne mit etwas Öl erhitzen und die Thunfischsteaks von beiden Seiten anbraten oder grillen bis sie eine schöne Farbe bekommen. Die Steaks sollen aber nicht durchgebraten werden sondern gerade so bis zur Mitte durchziehen. Der Thunfisch soll innen unbedingt noch rosa sein, sonst ist er trocken und der Genuss ist dahin.
Guter Thunfisch (Sushi-Qualität) kann roh verzehrt werden, also macht euch keine Sorgen wegen der kurzen Garzeit. Wendet euch einfach an einen guten Fischhändler in eurer Nähe und verlangt die entsprechende Qualität. Falls ihr noch auf der Suche nach der richtigen Grillpfanne oder dem passenden Grillzubehör seid könnt ihr ja hier mal nachsehen.
Viel Freude beim Grillen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
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Freitag, 2. Juni 2017
Mittwoch, 10. Mai 2017
Gefüllte Champignons
Hallo meine Lieben,
jetzt wo es endlich wieder wärmer wird und die Gefahr beim Grillen zu ertrinken geringer wird habe ich ein Rezept für euch, das auf dem Grill ganz hervorragend gelingt. Ihr könnt aber ganz prima auch im Backofen oder sogar in der Pfanne gefüllte Champignons machen. Je nachdem zu welchen Zutaten ihr für die Füllung greift passen sie auch in jede Jahreszeit.
Ich habe heute eine sommerliche Variante mit Paprika und Tomaten, Mozzarella und Parmesan für euch. Ihr müsst euch aber wirklich nicht streng an mein Rezept halten. Nur die Mengen der einzelnen Komponenten sollte ungefähr passen, dann könnt ihr ganz wild nach Lust und Laune kombinieren was euch schmeckt.
Die gefüllten Pilze sind eine tolle Vorspeise, eignen sich aber mit entsprechender Beilage aber auch prima als Hauptgericht.
Für die Vorspeise rechne ich 1 bis 2 Champignons pro Person und dazu ein wenig frisches Baguette oder Ciabatta.
Für 12 Champignons braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
12 große Champignons
2 mittlere Spitzpaprika rot
100 g Kirschtomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Mozzarella
80 g Parmesan
Petersilie
Thymian
Basilikum
Salz
Pfeffer
So wird's gemacht:
1. Champignons mit einem Küchentuch abreiben und die trockenen Enden der Stiele abschneiden, dann die Stiele herausdrehen. Der Pilzhut soll unbedingt ganz bleiben. Ihr könnt noch die weichen Teile am Rand entfernen, dass euer Pilz eine schöne große Schale ergibt und viel Füllung aufnehmen kann.
Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen oder den Grill anwerfen :-)
2. Paprika putzen und sehr fein würfeln, Tomaten in kleine Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und die Champignonstiele ebenfalls klein würfeln. Kräuter hacken und alles zusammen in einer Schüssel vermischen.
3. Parmesan reiben und Mozzarella sehr fein würfeln oder grob reiben. Käse mit den übrigen Zutaten vermischen und würzen. Die Masse sollte sich mit etwas Druck gerade so verbinden, dass sie nicht auseinander fällt.
4. Backblech mit Backfolie oder Backpapier auslegen, Champignons jeweils mit 1-2 Esslöffeln der Masse füllen, es darf ruhig ein ordentliches Häufchen sein, der Käse schmilzt und hält alles zusammen. Mit etwas Parmesan bestreuen.
Wenn ihr die Champignons grillen wollt sollte ihr sie in kleine Päckchen aus Alufolie einwickeln oder eine Grillschale benutzen und diese mit Folie abdecken.
5. Die Pilze werden dann etwa 25 Minuten im Ofen gegart, auf dem Grill gehts etwas schneller. Die Champignons verlieren viel Flüssigkeit, daher dürfen Sie nicht einfach so auf ein Gitter, das gibt nur eine große Schweinerei :-)
Wenn ihr mehr Füllung als Pilze habt könnt ihr damit noch ein paar Scheiben Brot belegen und diese überbacken oder ihr füllt Paprikahälften damit und grillt die dann genau so wie die Pilze. Wenn ihr eine Soße dazu wollt nehmt die Flüssigkeit, die aus den Pilzen ausgetreten ist und mixt sie mit einem Stückchen eiskalter Butter auf, das gibt eine cremige Champignonsoße, die ganz toll dazu schmeckt.
Alles Liebe
Euer Steffen
jetzt wo es endlich wieder wärmer wird und die Gefahr beim Grillen zu ertrinken geringer wird habe ich ein Rezept für euch, das auf dem Grill ganz hervorragend gelingt. Ihr könnt aber ganz prima auch im Backofen oder sogar in der Pfanne gefüllte Champignons machen. Je nachdem zu welchen Zutaten ihr für die Füllung greift passen sie auch in jede Jahreszeit.
Ich habe heute eine sommerliche Variante mit Paprika und Tomaten, Mozzarella und Parmesan für euch. Ihr müsst euch aber wirklich nicht streng an mein Rezept halten. Nur die Mengen der einzelnen Komponenten sollte ungefähr passen, dann könnt ihr ganz wild nach Lust und Laune kombinieren was euch schmeckt.
Die gefüllten Pilze sind eine tolle Vorspeise, eignen sich aber mit entsprechender Beilage aber auch prima als Hauptgericht.
Für die Vorspeise rechne ich 1 bis 2 Champignons pro Person und dazu ein wenig frisches Baguette oder Ciabatta.
Für 12 Champignons braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
12 große Champignons
2 mittlere Spitzpaprika rot
100 g Kirschtomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Mozzarella
80 g Parmesan
Petersilie
Thymian
Basilikum
Salz
Pfeffer
So wird's gemacht:
1. Champignons mit einem Küchentuch abreiben und die trockenen Enden der Stiele abschneiden, dann die Stiele herausdrehen. Der Pilzhut soll unbedingt ganz bleiben. Ihr könnt noch die weichen Teile am Rand entfernen, dass euer Pilz eine schöne große Schale ergibt und viel Füllung aufnehmen kann.
Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen oder den Grill anwerfen :-)
2. Paprika putzen und sehr fein würfeln, Tomaten in kleine Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und die Champignonstiele ebenfalls klein würfeln. Kräuter hacken und alles zusammen in einer Schüssel vermischen.
3. Parmesan reiben und Mozzarella sehr fein würfeln oder grob reiben. Käse mit den übrigen Zutaten vermischen und würzen. Die Masse sollte sich mit etwas Druck gerade so verbinden, dass sie nicht auseinander fällt.
4. Backblech mit Backfolie oder Backpapier auslegen, Champignons jeweils mit 1-2 Esslöffeln der Masse füllen, es darf ruhig ein ordentliches Häufchen sein, der Käse schmilzt und hält alles zusammen. Mit etwas Parmesan bestreuen.
Wenn ihr die Champignons grillen wollt sollte ihr sie in kleine Päckchen aus Alufolie einwickeln oder eine Grillschale benutzen und diese mit Folie abdecken.
5. Die Pilze werden dann etwa 25 Minuten im Ofen gegart, auf dem Grill gehts etwas schneller. Die Champignons verlieren viel Flüssigkeit, daher dürfen Sie nicht einfach so auf ein Gitter, das gibt nur eine große Schweinerei :-)
Wenn ihr mehr Füllung als Pilze habt könnt ihr damit noch ein paar Scheiben Brot belegen und diese überbacken oder ihr füllt Paprikahälften damit und grillt die dann genau so wie die Pilze. Wenn ihr eine Soße dazu wollt nehmt die Flüssigkeit, die aus den Pilzen ausgetreten ist und mixt sie mit einem Stückchen eiskalter Butter auf, das gibt eine cremige Champignonsoße, die ganz toll dazu schmeckt.
Alles Liebe
Euer Steffen
Freitag, 3. März 2017
Chili sin Carne
Hallo ihr Lieben,
ein Gericht, dessen Name "Chili con Carne" also "mit Fleisch" heißt auf vegetarisch zu trimmen ist ja schon eine Herausforderung. Aber das haben zum Glück schon andere für mich erledigt. Ich interpretiere das dann einfach immer so wie es mir gerade gefällt. Die Grundzutaten sind ja dieselben, bis auf das Hackfleisch. Kidneybohnen, Paprika, Chili, Tomaten. Ein gutes Chili braucht weder Fleisch noch Fleischersatz, aber wenn ihr das Mundgefühl von gebratenem Hackfleisch nicht missen wollt, sind feine Sojaschnetzel eine gute Alternative. Was ich bei Chili nie hinkriege ist eine Portionsangabe. Chili ist immer genug da und man kann es ja prima im Kühlschrank aufbewahren. Richtig durchgezogen nach 1 oder 2 Tagen schmeckt es sogar noch besser.
Für ungefähr 2 bis 3 Portionen nehme ich:
🖨 Rezept als PDF
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 EL Olivenöl
2 Paprika
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose gehakchte Tomaten
200 g Sojaschnetzel
300 ml Gemüsebrühe
1 EL Kakao
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Chiliflocken
So wird's gemacht:
1. Die Sojaschnetzel in Gemüsebrühe einweichen und nach Packungsanleitung quellen lassen.
2. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Paprika putzen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden.
3. Wenn die Sojaschnetzel eingeweicht sind in ein Sieb geben und ausdrücken. Dann 3 EL Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Sojaschnetzel darin anbraten bis sie knusprig und gut gebräunt sind. Dann beiseite stellen.
4. Jetzt das übrige Öl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Danach die Paprika mit dazu geben und anbraten. Dann die Kidneybohnen abgießen und dazu geben, gehackten Tomaten, die Sojaschnetzel, Kakao und Chilifloken hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Bei mittlerer Hitze mindestens 10 Minuten köcheln lassen.
Wenn ihr mögt könnt ihr noch eine Dose Mais dazu geben oder frische gehackte Tomaten oder Kichererbsen oder Erbsen oder oder oder... :-) Sogar ein ins Chili gebröselter Fetakäse schmeckt toll, dann solltet ihr aber vorher nicht salzen.
ein Gericht, dessen Name "Chili con Carne" also "mit Fleisch" heißt auf vegetarisch zu trimmen ist ja schon eine Herausforderung. Aber das haben zum Glück schon andere für mich erledigt. Ich interpretiere das dann einfach immer so wie es mir gerade gefällt. Die Grundzutaten sind ja dieselben, bis auf das Hackfleisch. Kidneybohnen, Paprika, Chili, Tomaten. Ein gutes Chili braucht weder Fleisch noch Fleischersatz, aber wenn ihr das Mundgefühl von gebratenem Hackfleisch nicht missen wollt, sind feine Sojaschnetzel eine gute Alternative. Was ich bei Chili nie hinkriege ist eine Portionsangabe. Chili ist immer genug da und man kann es ja prima im Kühlschrank aufbewahren. Richtig durchgezogen nach 1 oder 2 Tagen schmeckt es sogar noch besser.
Für ungefähr 2 bis 3 Portionen nehme ich:
🖨 Rezept als PDF
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 EL Olivenöl
2 Paprika
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose gehakchte Tomaten
200 g Sojaschnetzel
300 ml Gemüsebrühe
1 EL Kakao
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Chiliflocken
So wird's gemacht:
1. Die Sojaschnetzel in Gemüsebrühe einweichen und nach Packungsanleitung quellen lassen.
2. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Paprika putzen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden.
3. Wenn die Sojaschnetzel eingeweicht sind in ein Sieb geben und ausdrücken. Dann 3 EL Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Sojaschnetzel darin anbraten bis sie knusprig und gut gebräunt sind. Dann beiseite stellen.
4. Jetzt das übrige Öl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Danach die Paprika mit dazu geben und anbraten. Dann die Kidneybohnen abgießen und dazu geben, gehackten Tomaten, die Sojaschnetzel, Kakao und Chilifloken hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Bei mittlerer Hitze mindestens 10 Minuten köcheln lassen.
Wenn ihr mögt könnt ihr noch eine Dose Mais dazu geben oder frische gehackte Tomaten oder Kichererbsen oder Erbsen oder oder oder... :-) Sogar ein ins Chili gebröselter Fetakäse schmeckt toll, dann solltet ihr aber vorher nicht salzen.
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Zwiebel
Mittwoch, 8. Februar 2017
Pak Choi mit Sesam und Glasnudeln
Hallo meine Lieben,
Wie oft bin ich schon am Gemüseregal vor Pak Choi stehen geblieben, habe hin und her überlegt, habe manches mal sogar kurz Chefkoch.de befragt, und bin dann doch immer ohne diese asiatische Kohlsorte im Einkaufswagen weiter gezogen. Irgendwie wusste ich nichts damit anzufangen. Schade, denn Pak Choi sieht doch so schön aus - das muss doch auch gut schmecken.
In meiner Verzweiflung habe ich mal eine liebe Kollegin um Rat gefragt, und siehe da - schon hatte ich eine tolle Rezeptidee. Tausend Dank!
Pak Choi - auch bekannt als Paksoi, Pak Choy, Bok Choi und und und ist ein Verwandter des Chinakohl, kann auch roh verzehrt werden und schmeckt angenehm würzig und so gar nicht nach Kohl. Einfach super!
Für 2 bis 3 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
2 kleine Pak Choi (ca. 400 g)
20 g Sesam (ungeschält)
2 EL Rapsöl
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. walnussgroß)
Salz
Pfeffer
Sojasauce
100 g Glasnudeln
So wird's gemacht:
1. Pak Choi waschen und trocken schütteln (oder in der Salatschleuder trocknen), dann in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.
2. Ingwer und Knoblauchzehe schälen und fein hacken, Chilischote entkernen und in sehr feine Streifen schneiden.
3. Glasnudeln nach Packungsanleitung zubereiten, z.B. mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
4. Öl in der Wokpfanne erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Chili bei mittlerer Hitze etwa 1 Minuten anbraten. Dann den Sesam und den Pak Choi dazu geben, gut vermischen und alles etwa 3 Minuten unter Rühren weiter braten.
5. Glasnudeln durch ein Sieb abgießen und zum Pak Choi geben. Alles kurz durchschwenken und mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen.
Wenn ihr den Geschmack noch etwas asiatischer wollt könnt ihr noch ein paar Tropfen Sesamöl darüber träufeln.
Das Gericht ist blitzschnell gemacht. Ihr braucht insgesamt keine halbe Stunde dafür. Ist übrigens auch alles vegan und sogar für glutenfreie Ernährung und das BodyChange Programm geeignet.
Alles Liebe und guten Appetit
Euer Steffen
Wie oft bin ich schon am Gemüseregal vor Pak Choi stehen geblieben, habe hin und her überlegt, habe manches mal sogar kurz Chefkoch.de befragt, und bin dann doch immer ohne diese asiatische Kohlsorte im Einkaufswagen weiter gezogen. Irgendwie wusste ich nichts damit anzufangen. Schade, denn Pak Choi sieht doch so schön aus - das muss doch auch gut schmecken.
In meiner Verzweiflung habe ich mal eine liebe Kollegin um Rat gefragt, und siehe da - schon hatte ich eine tolle Rezeptidee. Tausend Dank!
Pak Choi - auch bekannt als Paksoi, Pak Choy, Bok Choi und und und ist ein Verwandter des Chinakohl, kann auch roh verzehrt werden und schmeckt angenehm würzig und so gar nicht nach Kohl. Einfach super!
Für 2 bis 3 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
2 kleine Pak Choi (ca. 400 g)
20 g Sesam (ungeschält)
2 EL Rapsöl
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. walnussgroß)
Salz
Pfeffer
Sojasauce
100 g Glasnudeln
So wird's gemacht:
1. Pak Choi waschen und trocken schütteln (oder in der Salatschleuder trocknen), dann in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.
2. Ingwer und Knoblauchzehe schälen und fein hacken, Chilischote entkernen und in sehr feine Streifen schneiden.
3. Glasnudeln nach Packungsanleitung zubereiten, z.B. mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
4. Öl in der Wokpfanne erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Chili bei mittlerer Hitze etwa 1 Minuten anbraten. Dann den Sesam und den Pak Choi dazu geben, gut vermischen und alles etwa 3 Minuten unter Rühren weiter braten.
5. Glasnudeln durch ein Sieb abgießen und zum Pak Choi geben. Alles kurz durchschwenken und mit Salz, Pfeffer und Sojasauce würzen.
Wenn ihr den Geschmack noch etwas asiatischer wollt könnt ihr noch ein paar Tropfen Sesamöl darüber träufeln.
Das Gericht ist blitzschnell gemacht. Ihr braucht insgesamt keine halbe Stunde dafür. Ist übrigens auch alles vegan und sogar für glutenfreie Ernährung und das BodyChange Programm geeignet.
Alles Liebe und guten Appetit
Euer Steffen
Sonntag, 8. Januar 2017
Mandel-Safran-Suppe
Hallo meine Lieben,
kennt ihr das auch? Ihr geht mit Freunden eine Kleinigkeit essen und haltet dann die Karte in der Hand und es steht nichts drauf, das euch so richtig das Wasser im Mund zusammen laufen lässt?
Recht häufig treffe ich auf solche umkreativen und lieblosen Speisekarten und wenn man dann schon einmal sitzt, bestellt man halt doch das, was einem am wenigstens schlimm erscheint.
Ganz anders ging es mir jüngst im #zweiviertel in Würzburgs Ludwigstraße. Dort hängt die Speisekarte als riesige Tafel an der Wand und ich konnte mich gar nicht entscheiden zwischen den vielen Gerichten mit tollen Namen. Es wurde dann eine Mandel-Safran-Suppe. Köstlich! Aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Mir war sie einfach zu "grob", zu wenig cremig. Eine Suppe möchte ich einfach nicht kauen müssen :-) Aber geschmacklich wirklich eine Wucht.
Zu Hause habe ich mich dann daran gemacht ein Rezept zu kreieren, das dem eben verkosteten möglichst nahe kommt, aber die von mir gewünschte cremige Konsistenz aufweist. Das Ergebnis hat mich sofort begeistert und ich teile es daher gern mit euch.
Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
200 g gemahlene (geschälte) Mandeln
1 TL Safranfäden (oder 1 Döschen Safran 0,2 g)
1 l Gemüsebrühe
6 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Prise Zucker
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
So wird's gemacht:
1. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Achtung, das geht erst langsam und dann auf einmal sehr schnell. Immer dabei bleiben und die Mandeln in Bewegung halten. Dann beiseite stellen.
2. Gemüsebrühe mit Safran aufkochen. Ich habe dieses Mal nicht mein Pulver sondern eingelegtes Suppengemüse genommen. Das ist recht einfach selbst herzustellen (wie das geht zeige ich euch ein anderes Mal) aber ihr könnt es zum Beispiel auch bei Gaumenfreund in Würzburg kaufen. Dort gibt es noch viel mehr Köstliches zum Genießen. Ein Besuch in dem wirklich schönen Laden in der Mergentheimer Straße lohnt sich immer!
3. Knoblauchzehen hacken und in Olivenöl andünsten. Dann den Topf vom Herd nehmen und die gerösteten Mandeln dazu geben. Petersilie hacken und mit den Mandeln und ein oder zwei Schöpfkellen Brühe mischen und cremig pürieren. Ich habe es im Magnetic Drive Blender von KitchenAid gemacht, da entsteht ein sehr feines Mus. Ein Pürierstab tut es aber auch.
4. Die Mandelmasse zurück zur Brühe geben und nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen.
5. Den Kreuzkümmel mit Zucker und Salz fein mörsern (oder gemahlenen Kreuzkümmel verwenden) und die Suppe mit dieser Würzmischung und Pfeffer abschmecken.
Die Suppe mit etwas Petersilie oder ein paar Safranfäden oder Croutons garnieren und servieren. Dazu reiche ich Ciabatta oder Baguette. Anstelle von Petersilie könnt ihr auch Koriandergrün verwenden, dann schmeckt die Suppe noch eine Spur exotischer. Ich mag aber überhaupt kein Koriandergrün und nehme daher immer Petersilie :-)
Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
kennt ihr das auch? Ihr geht mit Freunden eine Kleinigkeit essen und haltet dann die Karte in der Hand und es steht nichts drauf, das euch so richtig das Wasser im Mund zusammen laufen lässt?
Recht häufig treffe ich auf solche umkreativen und lieblosen Speisekarten und wenn man dann schon einmal sitzt, bestellt man halt doch das, was einem am wenigstens schlimm erscheint.
Ganz anders ging es mir jüngst im #zweiviertel in Würzburgs Ludwigstraße. Dort hängt die Speisekarte als riesige Tafel an der Wand und ich konnte mich gar nicht entscheiden zwischen den vielen Gerichten mit tollen Namen. Es wurde dann eine Mandel-Safran-Suppe. Köstlich! Aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Mir war sie einfach zu "grob", zu wenig cremig. Eine Suppe möchte ich einfach nicht kauen müssen :-) Aber geschmacklich wirklich eine Wucht.
Zu Hause habe ich mich dann daran gemacht ein Rezept zu kreieren, das dem eben verkosteten möglichst nahe kommt, aber die von mir gewünschte cremige Konsistenz aufweist. Das Ergebnis hat mich sofort begeistert und ich teile es daher gern mit euch.
Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
200 g gemahlene (geschälte) Mandeln
1 TL Safranfäden (oder 1 Döschen Safran 0,2 g)
1 l Gemüsebrühe
6 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Prise Zucker
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
So wird's gemacht:
1. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Achtung, das geht erst langsam und dann auf einmal sehr schnell. Immer dabei bleiben und die Mandeln in Bewegung halten. Dann beiseite stellen.
2. Gemüsebrühe mit Safran aufkochen. Ich habe dieses Mal nicht mein Pulver sondern eingelegtes Suppengemüse genommen. Das ist recht einfach selbst herzustellen (wie das geht zeige ich euch ein anderes Mal) aber ihr könnt es zum Beispiel auch bei Gaumenfreund in Würzburg kaufen. Dort gibt es noch viel mehr Köstliches zum Genießen. Ein Besuch in dem wirklich schönen Laden in der Mergentheimer Straße lohnt sich immer!
3. Knoblauchzehen hacken und in Olivenöl andünsten. Dann den Topf vom Herd nehmen und die gerösteten Mandeln dazu geben. Petersilie hacken und mit den Mandeln und ein oder zwei Schöpfkellen Brühe mischen und cremig pürieren. Ich habe es im Magnetic Drive Blender von KitchenAid gemacht, da entsteht ein sehr feines Mus. Ein Pürierstab tut es aber auch.
4. Die Mandelmasse zurück zur Brühe geben und nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen.
5. Den Kreuzkümmel mit Zucker und Salz fein mörsern (oder gemahlenen Kreuzkümmel verwenden) und die Suppe mit dieser Würzmischung und Pfeffer abschmecken.
Die Suppe mit etwas Petersilie oder ein paar Safranfäden oder Croutons garnieren und servieren. Dazu reiche ich Ciabatta oder Baguette. Anstelle von Petersilie könnt ihr auch Koriandergrün verwenden, dann schmeckt die Suppe noch eine Spur exotischer. Ich mag aber überhaupt kein Koriandergrün und nehme daher immer Petersilie :-)
Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
Montag, 3. Oktober 2016
Melanzane al forno
Hallo meine Lieben,
dieses Rezept ist so genial wie einfach und nicht nur dank des so klangvollen Namens ein echter Genuss! Dahinter verbergen sich ganz simpel "Auberginen aus dem Ofen". Ein mediterraner Gaumenschmaus, serviert mit einer fruchtigen Tomaten-Vinaigrette und ein paar Scheiben Ciabatta. Ganz nebenbei ist das Rezept auch noch vegan. Nicht-Veganer können natürlich alles mit Käse überbacken :-)
Für 4 Portionen braucht ihr:
2 große Auberginen
4 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl
Für die Tomaten-Vinaigrette:
4 große Tomaten
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
4 EL Aceto Balsamico
1 Handvoll frisches Basilikum
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer
So wird's gemacht:
1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Auberginen der Länge nach halbieren und dann an der Schnittseite etwa 1 cm tief längs und diagonal einschneiden. Rosmarin hacken. Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden.
2. Die Auberginen kräftig salzen und pfeffern und mit Rosmarin bestreuen. Die Knoblauchscheiben in die Einschnitte stecken. Auberginen in eine große Auflaufform legen, Schnittseite nach oben, und mit Olivenöl beträufeln.
Auf der mittleren Schiene 30 Minuten garen. Wer es nicht vegan möchte kann die Auberginen noch mit ein paar Scheiben Mozzarella belegen.
3. Tomaten würfeln, Zwiebel fein würfeln, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebeln in dem heißen Öl schwenken, dann die Tomatenwürfel dazu geben und mit schwenken. Mit Aceto Balsamico ablöschen und vom Herd nehmen. Oregano dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt das Basilikum in feine Streifen schneiden und untermischen.
4. Die Tomaten-Vinaigrette über die gebackenen Auberginen geben, mit Ciabatta servieren und genießen.
dieses Rezept ist so genial wie einfach und nicht nur dank des so klangvollen Namens ein echter Genuss! Dahinter verbergen sich ganz simpel "Auberginen aus dem Ofen". Ein mediterraner Gaumenschmaus, serviert mit einer fruchtigen Tomaten-Vinaigrette und ein paar Scheiben Ciabatta. Ganz nebenbei ist das Rezept auch noch vegan. Nicht-Veganer können natürlich alles mit Käse überbacken :-)
Für 4 Portionen braucht ihr:
2 große Auberginen
4 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl
Für die Tomaten-Vinaigrette:
4 große Tomaten
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
4 EL Aceto Balsamico
1 Handvoll frisches Basilikum
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer
So wird's gemacht:
1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Auberginen der Länge nach halbieren und dann an der Schnittseite etwa 1 cm tief längs und diagonal einschneiden. Rosmarin hacken. Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden.
2. Die Auberginen kräftig salzen und pfeffern und mit Rosmarin bestreuen. Die Knoblauchscheiben in die Einschnitte stecken. Auberginen in eine große Auflaufform legen, Schnittseite nach oben, und mit Olivenöl beträufeln.
Auf der mittleren Schiene 30 Minuten garen. Wer es nicht vegan möchte kann die Auberginen noch mit ein paar Scheiben Mozzarella belegen.
3. Tomaten würfeln, Zwiebel fein würfeln, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebeln in dem heißen Öl schwenken, dann die Tomatenwürfel dazu geben und mit schwenken. Mit Aceto Balsamico ablöschen und vom Herd nehmen. Oregano dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt das Basilikum in feine Streifen schneiden und untermischen.
4. Die Tomaten-Vinaigrette über die gebackenen Auberginen geben, mit Ciabatta servieren und genießen.
Sonntag, 15. Mai 2016
Süßkartoffel-Pommes mit Gemüse und Auberginen-Dip
Hallo meine Lieben,
manche Rezeptideen entwickeln sich bei mir erst beim Einkaufen. Wenn ich dann vor dem Gemüsestand stehe und mir überlege, welche der bunten und gesunden Waren sich denn wohl interessant kombinieren lassen. So ist es auch mit diesem Gericht geschehen. Ich habe einfach mal eingekauft, worauf ich Lust hatte und habe dann überlegt, wie das zusammen passen könnte.
Das tolle an solchen Rezepten ist ja, dass jeder das verwenden kann was er mag und weglassen kann, was nicht so beliebt ist. Und wenn mal eine Zutat gerade nicht erhältlich ist, nehmt ihr einfach eine andere und schon wird's lecker - aber anders :-)
Die Mengenangaben in meinem Rezept schwanken ein wenig, je nachdem wie groß euer Gemüse ausfällt.
Für 4 Portionen braucht ihr:
3-4 Süßkartoffeln
2 Zucchini
3-4 Tomaten
4-5 Karotten
2-3 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Paprikapulver scharf
Kümmel gemahlen
Für den Dip:
2 Auberginen
2 Knoblauchzehen
1/2 Bio-Zitrone
250 g Naturjoghurt
(oder veganen Soja-/Mandel-Joghurt)
Salz
Pfeffer
Oregano
Und so wird's gemacht:
1. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Süßkartoffeln schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben dann der Länge nach in jeweils 1 cm breite Stifte schneiden.
2. Auberginen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und auf der oberen Schiene in den Ofen schieben. Nach etwa 15-20 Minuten sind sie leicht gebräunt und ganz weich, dann könnt ihr sie heraus nehmen und beiseite stellen.
3. Süßkartoffelstifte auf ein Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Kümmel würzen. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Die "Pommes" werden nicht knusprig, eher weich, das liegt an der Konsistenz der Süßkartoffeln. Wenn ihr eine Friteuse habt könnt ihr die Süßkartoffeln darin fritieren, das wird dann knuspriger, aber auch fettiger.
4. Schalotten und Knoblauch fein schneiden. Zucchini schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Karotten putzen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen "hobeln", Tomaten würfeln.
5. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch darin glasig dünsten. Dann Zucchiniwürfel dazu geben und anbraten. Nach und nach die Karottenstreifen und Tomatenwürfel dazu geben. So lange dünsten bis die Karotten bissfest gegart sind.
6. Für den Dip die weichen Auberginen zusammen mit Knoblauch, Joghurt, Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone, Salz und Pfeffer in den Mixer geben oder mit einem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse mixen. Je nach gewünschter Konstistenz noch Zitronensaft oder etwas Weißwein dazu geben. Mit Oregano würzen und abschmecken.
Die leichte, zitronige Frische des Dips passt super zu den Süßkartoffel-Pommes und das bissfeste Gemüse gibt dem ganzen den Feinschliff. Wenn ihr es "nasser" mögt könnt ihr das Gemüse natürlich auch mit einer Dose passierter Tomaten garen. Der Auberginen-Dip passt übrigens auch prima zu Nachos und schmeckt auch als Brotaufstrich ganz toll. Luftdicht verschlossen könnt ihr ihn 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Viel Spaß beim Nachkochen und alles Liebe
Euer Steffen
manche Rezeptideen entwickeln sich bei mir erst beim Einkaufen. Wenn ich dann vor dem Gemüsestand stehe und mir überlege, welche der bunten und gesunden Waren sich denn wohl interessant kombinieren lassen. So ist es auch mit diesem Gericht geschehen. Ich habe einfach mal eingekauft, worauf ich Lust hatte und habe dann überlegt, wie das zusammen passen könnte.
Das tolle an solchen Rezepten ist ja, dass jeder das verwenden kann was er mag und weglassen kann, was nicht so beliebt ist. Und wenn mal eine Zutat gerade nicht erhältlich ist, nehmt ihr einfach eine andere und schon wird's lecker - aber anders :-)
Die Mengenangaben in meinem Rezept schwanken ein wenig, je nachdem wie groß euer Gemüse ausfällt.
Für 4 Portionen braucht ihr:
3-4 Süßkartoffeln
2 Zucchini
3-4 Tomaten
4-5 Karotten
2-3 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Paprikapulver scharf
Kümmel gemahlen
Für den Dip:
2 Auberginen
2 Knoblauchzehen
1/2 Bio-Zitrone
250 g Naturjoghurt
(oder veganen Soja-/Mandel-Joghurt)
Salz
Pfeffer
Oregano
Und so wird's gemacht:
1. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Süßkartoffeln schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben dann der Länge nach in jeweils 1 cm breite Stifte schneiden.
2. Auberginen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und auf der oberen Schiene in den Ofen schieben. Nach etwa 15-20 Minuten sind sie leicht gebräunt und ganz weich, dann könnt ihr sie heraus nehmen und beiseite stellen.
3. Süßkartoffelstifte auf ein Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Kümmel würzen. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Die "Pommes" werden nicht knusprig, eher weich, das liegt an der Konsistenz der Süßkartoffeln. Wenn ihr eine Friteuse habt könnt ihr die Süßkartoffeln darin fritieren, das wird dann knuspriger, aber auch fettiger.
4. Schalotten und Knoblauch fein schneiden. Zucchini schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Karotten putzen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen "hobeln", Tomaten würfeln.
5. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch darin glasig dünsten. Dann Zucchiniwürfel dazu geben und anbraten. Nach und nach die Karottenstreifen und Tomatenwürfel dazu geben. So lange dünsten bis die Karotten bissfest gegart sind.
6. Für den Dip die weichen Auberginen zusammen mit Knoblauch, Joghurt, Saft und Abrieb einer halben Bio-Zitrone, Salz und Pfeffer in den Mixer geben oder mit einem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse mixen. Je nach gewünschter Konstistenz noch Zitronensaft oder etwas Weißwein dazu geben. Mit Oregano würzen und abschmecken.
Die leichte, zitronige Frische des Dips passt super zu den Süßkartoffel-Pommes und das bissfeste Gemüse gibt dem ganzen den Feinschliff. Wenn ihr es "nasser" mögt könnt ihr das Gemüse natürlich auch mit einer Dose passierter Tomaten garen. Der Auberginen-Dip passt übrigens auch prima zu Nachos und schmeckt auch als Brotaufstrich ganz toll. Luftdicht verschlossen könnt ihr ihn 3-4 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Viel Spaß beim Nachkochen und alles Liebe
Euer Steffen
Freitag, 11. März 2016
Orientalischer Karottensalat
Hallo meine Lieben,
heute habe ich mich wieder einmal aus der wöchentlichen Werbebeilage diverser Zeitungen inspirieren lassen. Bei Aldi habe ich ein Rezept für einen orientalischen Karottensalat gefunden. Irgendwie wundere ich mich schon über diese Idee, denn Karotten verbinde ich so überhaupt nicht mit orientalischer Küche, aber es schmeckt dann doch zu gut um lange akeptisch zu sein.
Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack ein kleines bisschen verändert und zeige euch hier heute meine Version davon. Im Original war das Rezept noch mit Hackbällchen, aber da bei uns kein Fleisch auf den Tisch kommt habe ich die einfach weg gelassen. Was aber prima dazu schmeckt sind Falafel. Ich hatte schon einmal ein ähnliches Rezept veröffentlicht, aber probiert doch einfach beide mal aus :-) Es sind die Feinheiten, die den Unterschied machen. Probiert es mal aus!
Für 4 Portionen braucht ihr:
700 g Bio-Karotten
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 EL Olivenöl
1 TL Curry grob
1 Prise Harissa
1 EL Honig
1-2 Zweige Minze
50 g Mandeln
100 g Datteln
Salz
Pfeffer
Und so wird's gemacht:
1. Karotten putzen und mit dem Sparschäler längs in dünne Streifen schneiden.
2. Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauchzehe fein würfeln. Currymischung im Mörser zerstoßen.
3. Schale von der halben Zitrone abreiben und den Saft der Zitrone auspressen. Ein kleines Stückchen Ingwer fein reiben oder sehr fein hacken.
4. Öl in der Pfanne erhitzen und Schalotten, Knoblauch, Harissa und Curry darin anrösten.
5. Honig, Zitronenschale und -saft sowie Ingwer dazu geben und aufkochen lassen.
6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch heiß über die Karottenstreifen gießen.
7. Mandeln und Datteln grob hacken, Minze waschen und Blättchen abzupfen, alles unter den Salat mischen.
Der Salat schmeckt lauwarm prima, aber kann auch sehr gut kalt gegessen werden.
Viel Freude beim Nachmachen und alles Liebe
Euer Steffen
heute habe ich mich wieder einmal aus der wöchentlichen Werbebeilage diverser Zeitungen inspirieren lassen. Bei Aldi habe ich ein Rezept für einen orientalischen Karottensalat gefunden. Irgendwie wundere ich mich schon über diese Idee, denn Karotten verbinde ich so überhaupt nicht mit orientalischer Küche, aber es schmeckt dann doch zu gut um lange akeptisch zu sein.
Das Rezept habe ich nach meinem Geschmack ein kleines bisschen verändert und zeige euch hier heute meine Version davon. Im Original war das Rezept noch mit Hackbällchen, aber da bei uns kein Fleisch auf den Tisch kommt habe ich die einfach weg gelassen. Was aber prima dazu schmeckt sind Falafel. Ich hatte schon einmal ein ähnliches Rezept veröffentlicht, aber probiert doch einfach beide mal aus :-) Es sind die Feinheiten, die den Unterschied machen. Probiert es mal aus!
Für 4 Portionen braucht ihr:
700 g Bio-Karotten
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
3 EL Olivenöl
1 TL Curry grob
1 Prise Harissa
1 EL Honig
1-2 Zweige Minze
50 g Mandeln
100 g Datteln
Salz
Pfeffer
Und so wird's gemacht:
1. Karotten putzen und mit dem Sparschäler längs in dünne Streifen schneiden.
2. Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauchzehe fein würfeln. Currymischung im Mörser zerstoßen.
3. Schale von der halben Zitrone abreiben und den Saft der Zitrone auspressen. Ein kleines Stückchen Ingwer fein reiben oder sehr fein hacken.
4. Öl in der Pfanne erhitzen und Schalotten, Knoblauch, Harissa und Curry darin anrösten.
5. Honig, Zitronenschale und -saft sowie Ingwer dazu geben und aufkochen lassen.
6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch heiß über die Karottenstreifen gießen.
7. Mandeln und Datteln grob hacken, Minze waschen und Blättchen abzupfen, alles unter den Salat mischen.
Der Salat schmeckt lauwarm prima, aber kann auch sehr gut kalt gegessen werden.
Viel Freude beim Nachmachen und alles Liebe
Euer Steffen
Montag, 21. September 2015
Steinofenpizza mit Aussicht
Buongiorno cari amici,
c'èqualcuno che parla italiano? Ups... natürlich weiß ich sogar ganz sicher, dass unter meinen Lesern und Leserinnen welche sind, die fließend italienisch sprechen.
Leider habe ich es nie über den Kurs "Italienisch in der Mittagspause" mit der bezaubernden Sonia bei der VHS hinaus geschafft. Diverse Sprachkurse warten noch in meinem Bücherregal darauf bearbeitet zu werden und jetzt, wo ich hier gerade auf Sizilien sitze, mit einem traumhaften Ausblick auf die Landschaft um Caltagirone, mit duftenden Orangen-, Zitronen, Granatapfel-, Feigen- und Olivenbäumen vor der Nase, einer Familie im Haus nebenan, die pausenlos damit beschäftigt ist, irgendwelche hausgemachten Schmankerln über den Zaun zu reichen, da stört es mich doch sehr, dass ich außer einem vorsichtigen "Grazie" und "Benissimo" kaum etwas anständiges raus bringe.
Den letzten Sprachkurs für zuhause, auf den ich mich wirklich sehr freue, habe ich im Juli geschenkt bekommen. Aber wie so oft kam der Urlaub furchtbar plötzlich *g* und ich hatte vorher einfach keine Zeit mehr.... Ich gelobe Besserung!
Wer von euch war denn schon auf Sizilien? Ich bin hin und weg! Es ist so traumhaft schön hier und die Insel hat soooo viel zu bieten, dass ich unbedingt wieder herkommen muss! Ich erspare euch jetzt die Details meines Reiseführers, aber eine Reise hierher lohnt sich auf jeden Fall für alle, die Meer, Berge, Sonne, tolles Essen, Shopping, Party und Kultur mögen! Habe ich was ausgelassen? Dafür lohnt es sich bestimmt auch!
Ich sitze hier aber natürlich nicht nur auf der Terrasse und genieße den Blick und die Luft, die immer auch ein wenig nach Feuer riecht, sondern ich nutze die Chance auch, hier mal was richtig leckeres zu zaubern. Heute gibt's - Überraschung - Pizza!
Ein ganz besonders tolles Extra meines Urlaubsdomizils ist nämlich ein gemauerter Pizzaofen, den man so richtig traditionell mit Holz befeuert. Hab ich noch nie gemacht, muss ich ausprobieren. Holz ist ja genug da.
Also erstmal ein Häufchen aus etwas Karton und ganz feinem Holz, frisch geknackte Schalen von Mandelkernen brennen auch hervorragend, ein paar Pinienzapfen (nicht die hübschen), und ein paar gröbere Holzstücke schön aufschichten und anzünden. Alle 5 bis 10 Minuten nach dem Feuer sehen und nach und nach auch größere Holzscheite nachlegen. Das Feuer im Ofen kann gut und gerne 2-3 Stunden brennen. Wenn es richtig in Gang ist wird es nach hinten geschoben, damit beim Nachlegen nichts vorne rausfällt und der Kamin besser zieht.
Jetzt braucht das Feuer wenig Aufmerksamkeit und ich kann den Pizzateig machen. Eine liebe Freundin hat mir vor Jahren einmal gesteckt, dass das nur mit Manitoba-Mehl so richtig gut wird. Zum Glück gibts das hier an jeder Ecke zu kaufen. Ich habe 6 Pizze (ja so heißt wohl der Plural) gemacht, wenn man den Teig etwas dünner macht hätte es auch für 8 reichen können. Natürlich hat auch die eifrige Nachbarin etwas abbekommen, das gehört sich hier einfach.
Wenn das Feuer 2-3 Stunden gelodert hat und die großen Brocken auch alle gut durchgeglüht sind wird es zur Seite geschoben und der Platz in der Mitte des Ofens mit einem nassen Besen durchgewischt. Dann kommt die Tür davor und der Ofen darf noch etwa 10 Minuten auf die Pizza warten.
Für 6 Portionen braucht ihr:
Für den Teig:
1 kg Manitoba-Mehl (Tipo 0) - sucht es, es lohnt sich!
6 EL Olivenöl
2 Prisen Salz
25 g Hefe
1/2 Liter Wasser
Für die Sauce:8-10 Tomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Rosmarin
Basilikum
Salbei
Oregano
Für den Belag:Tomaten
Paprika
Mozzarella
Parmesan
Knoblauch
Oliven
und alles was euch gefällt
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine große Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Dort hinein die Hefe bröckeln (in Italien hat ein Hefewürfel übrigens 25g - wir praktisch) und mit lauwarmem Wasser aufgießen. Einen dünnen Brei anrühren und 10 Minuten zugedeckt gehen lassen.
2. Salz und Öl dazu geben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Das ist jetzt ein wenig Fitnesstraining, denn der Teig möchte schon so ungefährt 10 Minuten bearbeitet werden. Dieser Aufwand zahlt sich aber wirklich aus. Wenn euch das zu anstrengend ist könnt ihr natürlich der Küchenmaschine die Arbeit überlassen, aber auch hier solltet ihr den Teig schon 3-4 Minuten kneten. Er wird dann sehr geschmeidig und löst sich von der Schüssel. Dann wieder zudecken (Deckel, Folie oder zumindest ein feuchtes Geschirrtuch) und 2 Stunden in Ruhe aufgehen lassen.
3. Jetzt ist es Zeit, die Sauce für die Pizza zu kochen. Alle Zutaten sehr fein würfeln und in einem Topf etwas Olivenöl erhitzen. Da kommen zuerst Knoblauch und Zwiebeln rein und werden glasig gedünstet. Danach die Tomatenstücke dazu geben und unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze etwa eine Stunde einköcheln lassen. Ganz zuletzt die Kräuter dazu und mit etwas Salz und eventuell einem Schuss Rotwein abschmecken.
4. Der Hefeteig hat nach seiner Pause von 2 Stunden sein Volumen ungefähr verdreifacht und schaut ganz keck oben aus der Schüssel raus. Also schnell in 6 gleiche Stücke (Augenmaß) aufteilen und mit einem Ausrollstab oder Nudelholz einigermaßen rund und flach rollen.
5. Auf jedem Teigfladen ungefähr 2 gehäufte EL der Sauce verstreichen und dann Mozzarella und die übrigen Zutaten für den Belag auf der Pizza verteilen. Nicht überfrachten! Zuletzt ein wenig Parmesan darüber reiben und mit einem langen Schieber in den Ofen "einschießen".
Was wirklich extrem überraschend für mich war ist die Geschwindigkeit, in der so eine Pizza im Steinofen fertig ist. Es reicht gerade um die nächste auszurollen und zu belegen.
6. Wenn die Pizza nach ein paar Minuten fertig gebacken ist kann man sie mit dem Schieber wieder ganz leicht aus dem Ofen holen, da der Boden kross und stabil ist. Der Teig ist schön aufgegangen und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt.
Inzwischen ist bis auf eine halbe Pizza alles verspeist und es ist dunkel geworden. In der Umgebung bellen einige Hunde, Zikaden zirpen und die Glut im Ofen glimmt nur noch ganz leicht vor sich hin, wärmt aber den Sitzplatz davor noch sehr angenehm. So kann man es trotz "nur noch" 18 Grad richtig gut draußen aushalten.
Darauf noch einen Schluck sizilianischen Rotwein. Salute!
Euer Steffen
c'èqualcuno che parla italiano? Ups... natürlich weiß ich sogar ganz sicher, dass unter meinen Lesern und Leserinnen welche sind, die fließend italienisch sprechen.
Leider habe ich es nie über den Kurs "Italienisch in der Mittagspause" mit der bezaubernden Sonia bei der VHS hinaus geschafft. Diverse Sprachkurse warten noch in meinem Bücherregal darauf bearbeitet zu werden und jetzt, wo ich hier gerade auf Sizilien sitze, mit einem traumhaften Ausblick auf die Landschaft um Caltagirone, mit duftenden Orangen-, Zitronen, Granatapfel-, Feigen- und Olivenbäumen vor der Nase, einer Familie im Haus nebenan, die pausenlos damit beschäftigt ist, irgendwelche hausgemachten Schmankerln über den Zaun zu reichen, da stört es mich doch sehr, dass ich außer einem vorsichtigen "Grazie" und "Benissimo" kaum etwas anständiges raus bringe.
Den letzten Sprachkurs für zuhause, auf den ich mich wirklich sehr freue, habe ich im Juli geschenkt bekommen. Aber wie so oft kam der Urlaub furchtbar plötzlich *g* und ich hatte vorher einfach keine Zeit mehr.... Ich gelobe Besserung!
Wer von euch war denn schon auf Sizilien? Ich bin hin und weg! Es ist so traumhaft schön hier und die Insel hat soooo viel zu bieten, dass ich unbedingt wieder herkommen muss! Ich erspare euch jetzt die Details meines Reiseführers, aber eine Reise hierher lohnt sich auf jeden Fall für alle, die Meer, Berge, Sonne, tolles Essen, Shopping, Party und Kultur mögen! Habe ich was ausgelassen? Dafür lohnt es sich bestimmt auch!
Ich sitze hier aber natürlich nicht nur auf der Terrasse und genieße den Blick und die Luft, die immer auch ein wenig nach Feuer riecht, sondern ich nutze die Chance auch, hier mal was richtig leckeres zu zaubern. Heute gibt's - Überraschung - Pizza!
Ein ganz besonders tolles Extra meines Urlaubsdomizils ist nämlich ein gemauerter Pizzaofen, den man so richtig traditionell mit Holz befeuert. Hab ich noch nie gemacht, muss ich ausprobieren. Holz ist ja genug da.
Also erstmal ein Häufchen aus etwas Karton und ganz feinem Holz, frisch geknackte Schalen von Mandelkernen brennen auch hervorragend, ein paar Pinienzapfen (nicht die hübschen), und ein paar gröbere Holzstücke schön aufschichten und anzünden. Alle 5 bis 10 Minuten nach dem Feuer sehen und nach und nach auch größere Holzscheite nachlegen. Das Feuer im Ofen kann gut und gerne 2-3 Stunden brennen. Wenn es richtig in Gang ist wird es nach hinten geschoben, damit beim Nachlegen nichts vorne rausfällt und der Kamin besser zieht.
Jetzt braucht das Feuer wenig Aufmerksamkeit und ich kann den Pizzateig machen. Eine liebe Freundin hat mir vor Jahren einmal gesteckt, dass das nur mit Manitoba-Mehl so richtig gut wird. Zum Glück gibts das hier an jeder Ecke zu kaufen. Ich habe 6 Pizze (ja so heißt wohl der Plural) gemacht, wenn man den Teig etwas dünner macht hätte es auch für 8 reichen können. Natürlich hat auch die eifrige Nachbarin etwas abbekommen, das gehört sich hier einfach.
Wenn das Feuer 2-3 Stunden gelodert hat und die großen Brocken auch alle gut durchgeglüht sind wird es zur Seite geschoben und der Platz in der Mitte des Ofens mit einem nassen Besen durchgewischt. Dann kommt die Tür davor und der Ofen darf noch etwa 10 Minuten auf die Pizza warten.
Für 6 Portionen braucht ihr:
Für den Teig:
1 kg Manitoba-Mehl (Tipo 0) - sucht es, es lohnt sich!
6 EL Olivenöl
2 Prisen Salz
25 g Hefe
1/2 Liter Wasser
Für die Sauce:8-10 Tomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Rosmarin
Basilikum
Salbei
Oregano
Für den Belag:Tomaten
Paprika
Mozzarella
Parmesan
Knoblauch
Oliven
und alles was euch gefällt
So wird's gemacht:
1. Mehl in eine große Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Dort hinein die Hefe bröckeln (in Italien hat ein Hefewürfel übrigens 25g - wir praktisch) und mit lauwarmem Wasser aufgießen. Einen dünnen Brei anrühren und 10 Minuten zugedeckt gehen lassen.
2. Salz und Öl dazu geben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Das ist jetzt ein wenig Fitnesstraining, denn der Teig möchte schon so ungefährt 10 Minuten bearbeitet werden. Dieser Aufwand zahlt sich aber wirklich aus. Wenn euch das zu anstrengend ist könnt ihr natürlich der Küchenmaschine die Arbeit überlassen, aber auch hier solltet ihr den Teig schon 3-4 Minuten kneten. Er wird dann sehr geschmeidig und löst sich von der Schüssel. Dann wieder zudecken (Deckel, Folie oder zumindest ein feuchtes Geschirrtuch) und 2 Stunden in Ruhe aufgehen lassen.
3. Jetzt ist es Zeit, die Sauce für die Pizza zu kochen. Alle Zutaten sehr fein würfeln und in einem Topf etwas Olivenöl erhitzen. Da kommen zuerst Knoblauch und Zwiebeln rein und werden glasig gedünstet. Danach die Tomatenstücke dazu geben und unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze etwa eine Stunde einköcheln lassen. Ganz zuletzt die Kräuter dazu und mit etwas Salz und eventuell einem Schuss Rotwein abschmecken.
4. Der Hefeteig hat nach seiner Pause von 2 Stunden sein Volumen ungefähr verdreifacht und schaut ganz keck oben aus der Schüssel raus. Also schnell in 6 gleiche Stücke (Augenmaß) aufteilen und mit einem Ausrollstab oder Nudelholz einigermaßen rund und flach rollen.
5. Auf jedem Teigfladen ungefähr 2 gehäufte EL der Sauce verstreichen und dann Mozzarella und die übrigen Zutaten für den Belag auf der Pizza verteilen. Nicht überfrachten! Zuletzt ein wenig Parmesan darüber reiben und mit einem langen Schieber in den Ofen "einschießen".
Was wirklich extrem überraschend für mich war ist die Geschwindigkeit, in der so eine Pizza im Steinofen fertig ist. Es reicht gerade um die nächste auszurollen und zu belegen.
6. Wenn die Pizza nach ein paar Minuten fertig gebacken ist kann man sie mit dem Schieber wieder ganz leicht aus dem Ofen holen, da der Boden kross und stabil ist. Der Teig ist schön aufgegangen und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt.
Inzwischen ist bis auf eine halbe Pizza alles verspeist und es ist dunkel geworden. In der Umgebung bellen einige Hunde, Zikaden zirpen und die Glut im Ofen glimmt nur noch ganz leicht vor sich hin, wärmt aber den Sitzplatz davor noch sehr angenehm. So kann man es trotz "nur noch" 18 Grad richtig gut draußen aushalten.
Darauf noch einen Schluck sizilianischen Rotwein. Salute!
Euer Steffen
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