Hallo meine Süßen,
Süßspeisen gehen ja eigentlich immer. Dieser Aussage lässt sich nichts hinzufügen. Jedenfalls aus meiner Sicht ist das absolut zutreffend. Wenn ich mal gar keine Idee habe was ich kochen könnte: Süßspeisen!
Spätzle mit Apfelmus, Pfannkuchen, Germknödel, Kartäuserklöße, Dampfnudeln, Scheiterhaufen, Milchreis und so weiter und so weiter...
Heute habe ich mich mal für Buchteln entschieden. Buchteln kenne ich auch unter dem Namen "Rohrnudeln", weil sie wohl im Gegensatz zu den Dampfnudeln im Backrohr gebacken werden. Wahrscheinlich haben sie aber noch viel mehr Namen. Wie nennt man die Buchteln denn dort wo ihr wohnt?
In meiner Heimat gibt's Buchteln manchmal sogar beim Bäcker. Dann sind sie meistens ungefüllt oder aber mit einer Pflaume oder Zwetschge gefüllt. Ich habe mich für eine sehr aromatische Füllung aus Birne, Marzipan und Haselnuss entschieden. Das duftet und schmeckt hervorragend. Wie bei fast allen Süßspeisen passt natürlich eine Vanillesauce ausgezeichnet dazu. Ich esse die Buchteln aber lieber ohne Sauce.
Für 12 Stück (ca. 4 Portionen) braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
Für die Buchteln:
500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
125 g Zucker
60 g Butter
1 TL Salz
2 Eier
Für die Füllung:
1 feste Birne (z.B. Abate)
50 g Marzipan
50 g gemahlene Haselnüsse
50 ml Weißwein
10 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
So wird's gemacht:
1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.
2. Birne schälen, Kerngehäuse und Stiel entfernen und in 1 cm große Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Birnenwürfel kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Vanillezucker dazu geben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Die Birnen sollen noch leichten Biss haben.
3. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist das Marzipan fein hacken und zusammen mit den Haselnüssen unter die Birnenstücke mischen.
4. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Formt dazu einfach eine Kugel und zerteilt diese wie das Zifferblatt einer Uhr. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.
5. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr einen Esslöffel von der Birnenfüllung und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 10 g Butter schmelzen und die Buchteln damit einstreichen.
6. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.
Außer Zwetschgen und Birnen schmecken die Buchteln auch mit Äpfeln, Aprikosen und Kirschen sehr lecker. Ihr könnt auch eine Mohnfüllung benutzen, dann schmecken sie fast wie Germknödel.
Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen
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Samstag, 25. November 2017
Mittwoch, 4. März 2015
Schneckennudeln
Hallo meine Lieben,
Fremdsprachen haben mich schon immer begeistert, und immerhin spreche ich ja neben Deutsch auch noch Hordemerisch und Unnerfränggisch, letzteres aber halt nicht muttersprachlich. Um mich hier zu verständigen reicht es aber gerade so - sofern die Eingeborenen sich auch ein wenig Mühe geben. Wenn ich hier allerdings von meinen Schneckennudeln schwärme, hat sich‘s mit der Mühe und dem Verständnis aber ganz schnell. Dann blicke ich meistens nur in weit aufgerissene, ratlos dreinschauende Augen.
Schneckennudeln? Etwa eine französische Spezialität aus Nudeln und Weinbergschnecken? Ach wo kämen wir denn da hin. Schneckennudeln sind für den Badener das, was im übrigen Deutschland meist Nussschnecken genannt wird, schmecken aber zehnmal so gut. Mindestens!
Für ca. 10 bis 12 Schneckennudeln braucht ihr:
500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
80 g Zucker
1 Prise Salz
80 g weiche Butter
¼ Liter warme Milch
1 Eigelb
2 EL Milch
Für die Füllung:
150 g gemahlene Haselnüsse
50 g Zucker
50 g Rosinen
1 Eiweiß
50 g Butter
1 EL Kakao
½ Tasse Milch
Und so wird’s gemacht:
1. Mehl in eine Rührschüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken, dann die Hefe hinein bröckeln, 1 TL Zucker dazu geben und die lauwarme Milch (max. 30°C) dazu geben und zu einem dicken Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen.
2. Die Milch und die Butter dazu geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder von Hand verkneten. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist formt ihn zu einer Kugel und lasst ihn in einer Schüssel mit Deckel oder mit Frischhaltefolie abgedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen.
3. Wenn der Teig aufgegangen ist (er verdoppelt sein Volumen) nehmt ihn aus der Schüssel und knetet ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals gründlich durch.
4. Anschließend rollt ihr den Teig mit einem Nudelholz oder Ausrollstab zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm.
5. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen und Nussfüllung vorbereiten. Dazu alle Zutaten bis auf die Milch gründlich vermischen und so viel Milch dazu geben, dass die Masse streichfähig aber nicht zu flüssig wird.
6. Die Nussmasse verteilt ihr jetzt auf dem Teig und streicht sie mit einer Winkelpalette gleichmäßig auf der ganzen Fläche aus.
7. Nun den Teig von der langen Seite her aufrollen und mit einem sehr scharfen Messer in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Am gleichmäßigsten werden die Scheiben, wenn ihr die Teigrolle in der Mitte halbiert, und dann jede Hälfte erneut in zwei gleiche Teile schneidet, und immer so weiter, bis die Scheiben alle in etwa gleich stark sind.
8. Die Schneckennudeln setzt ihr jetzt auf ein Backblech mit Backpapier oder Dauerbackfolie. Damit sie eine schöne goldbraun glänzende Oberfläche bekommen verquirlt ihr jetzt das Eigelb mit der Milch und pinselt die Schnecken rundherum ein.
9. Auf der mittleren Schiene brauchen die Schneckennudeln etwa 20 Minuten. Schaut bitte immer mal wieder nach, da es sehr drauf ankommt, wie dick ihr die Scheiben geschnitten habt und wie tüchtig euer Ofen ist.
Eure Schneckennudeln werden besonders nussig, wenn ihr die Haselnüsse vorher in einer Pfanne ohne Fett anröstet. Die Rosinen könnt ihr natürlich weglassen. Mir gefällt besonders gut, wenn in die Nussfüllung noch ein grob geraspelter Apfel eingearbeitet wird. Da bleiben die Schneckennudeln innen saftiger.
Ein nicht ganz lehrbuchmäßiges Video habe ich auch für euch gemacht, denn auch bei mir klappt nicht immer alles zu 100%. Aber ich weiß halt auch, wie mal gute schummeln kann :-)
Ich wünsche euch viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen
Fremdsprachen haben mich schon immer begeistert, und immerhin spreche ich ja neben Deutsch auch noch Hordemerisch und Unnerfränggisch, letzteres aber halt nicht muttersprachlich. Um mich hier zu verständigen reicht es aber gerade so - sofern die Eingeborenen sich auch ein wenig Mühe geben. Wenn ich hier allerdings von meinen Schneckennudeln schwärme, hat sich‘s mit der Mühe und dem Verständnis aber ganz schnell. Dann blicke ich meistens nur in weit aufgerissene, ratlos dreinschauende Augen.
Schneckennudeln? Etwa eine französische Spezialität aus Nudeln und Weinbergschnecken? Ach wo kämen wir denn da hin. Schneckennudeln sind für den Badener das, was im übrigen Deutschland meist Nussschnecken genannt wird, schmecken aber zehnmal so gut. Mindestens!
Für ca. 10 bis 12 Schneckennudeln braucht ihr:
500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
80 g Zucker
1 Prise Salz
80 g weiche Butter
¼ Liter warme Milch
1 Eigelb
2 EL Milch
Für die Füllung:
150 g gemahlene Haselnüsse
50 g Zucker
50 g Rosinen
1 Eiweiß
50 g Butter
1 EL Kakao
½ Tasse Milch
Und so wird’s gemacht:
1. Mehl in eine Rührschüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken, dann die Hefe hinein bröckeln, 1 TL Zucker dazu geben und die lauwarme Milch (max. 30°C) dazu geben und zu einem dicken Brei verrühren. 10 Minuten stehen lassen.
2. Die Milch und die Butter dazu geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder von Hand verkneten. Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist formt ihn zu einer Kugel und lasst ihn in einer Schüssel mit Deckel oder mit Frischhaltefolie abgedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen.
3. Wenn der Teig aufgegangen ist (er verdoppelt sein Volumen) nehmt ihn aus der Schüssel und knetet ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals gründlich durch.
4. Anschließend rollt ihr den Teig mit einem Nudelholz oder Ausrollstab zu einem Rechteck von ca. 50 x 40 cm.
5. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen und Nussfüllung vorbereiten. Dazu alle Zutaten bis auf die Milch gründlich vermischen und so viel Milch dazu geben, dass die Masse streichfähig aber nicht zu flüssig wird.
6. Die Nussmasse verteilt ihr jetzt auf dem Teig und streicht sie mit einer Winkelpalette gleichmäßig auf der ganzen Fläche aus.
7. Nun den Teig von der langen Seite her aufrollen und mit einem sehr scharfen Messer in 3-4 cm dicke Scheiben schneiden. Am gleichmäßigsten werden die Scheiben, wenn ihr die Teigrolle in der Mitte halbiert, und dann jede Hälfte erneut in zwei gleiche Teile schneidet, und immer so weiter, bis die Scheiben alle in etwa gleich stark sind.
8. Die Schneckennudeln setzt ihr jetzt auf ein Backblech mit Backpapier oder Dauerbackfolie. Damit sie eine schöne goldbraun glänzende Oberfläche bekommen verquirlt ihr jetzt das Eigelb mit der Milch und pinselt die Schnecken rundherum ein.
9. Auf der mittleren Schiene brauchen die Schneckennudeln etwa 20 Minuten. Schaut bitte immer mal wieder nach, da es sehr drauf ankommt, wie dick ihr die Scheiben geschnitten habt und wie tüchtig euer Ofen ist.
Eure Schneckennudeln werden besonders nussig, wenn ihr die Haselnüsse vorher in einer Pfanne ohne Fett anröstet. Die Rosinen könnt ihr natürlich weglassen. Mir gefällt besonders gut, wenn in die Nussfüllung noch ein grob geraspelter Apfel eingearbeitet wird. Da bleiben die Schneckennudeln innen saftiger.
Ein nicht ganz lehrbuchmäßiges Video habe ich auch für euch gemacht, denn auch bei mir klappt nicht immer alles zu 100%. Aber ich weiß halt auch, wie mal gute schummeln kann :-)
Ich wünsche euch viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen
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