Posts mit dem Label Birnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Birnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 26. Dezember 2017

Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen

Hallo meine Lieben,

wenige von euch haben wahrscheinlich einen eigenen Walnussbaum im Garten stehen. Walnussbäume werden wirklich riesig und brauchen sehr viel Platz. Sie werfen einen großen Schatten und direkt unter Ihnen schafft es kaum ein Pflänzchen zu überleben. Walnussbäume verteidigen ihr Revier. Dafür liefern sie dann aber neben kühlendem Schatten auch noch köstliche Nüsse, die man sich mit den Eichhörnchen teilen darf, die regelmäßig vorbei schauen.

Nein, ich habe leider keinen Walnussbaum. Ich hatte aber mal einen, der war ungefähr so groß wie ich, aber ich war damals vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr.
Ich weiß nur, dass wir meine Großeltern aus der Kur abgeholt haben und dort stand im Garten ein mächtiger Walnussbaum. Einen jungen Baum, der wohl wie viele andere den Garten wie Unkraut zu überwuchern drohte, habe ich als Geschenk mit nach Hause bekommen und im Garten meiner anderen Großeltern eingepflanzt. Dort wurde mein Bäumchen gehegt und gepflegt und wuchs einige Jahre ungefähr in meinem Tempo. Bis meine Eltern dann in eben diesen Garten ein Haus bauen wollten und mein Bäumchen weichen musste.


Der Baum wurde aber nicht einfach gefällt - das hätte ich nicht übers Herz gebracht. Nein, er durfte umziehen und wir haben gewissermaßen die Adressen getauscht. Der Baum wurde ans Haus meiner Großeltern gepflanzt aus dem ich mit meiner Familie auszog als unser neues Haus fertig gebaut war. Dort legte der Baum weiter kräftig zu und beschattete bald den halben Gemüsegarten meiner Oma. Also galt es wieder ein neues Zuhause für mein Bäumchen zu finden und wir hatten Glück. Die Schwiegereltern meiner Tante nahmen das Bäumchen auf und gaben ihm ein neues Zuhause am Waldrand. Ich glaube fest daran, dass es ihm dort gut geht und dass er mich in Größe (und hoffentlich auch Umfang) inzwischen eingeholt hat. Immerhin dürfte der Baum inzwischen ungefähr 35 Jahre alt sein, vielleicht konnten seine neuen Besitzer auch schon Nüsse ernten. Ich habe leider bisher nie danach gefragt, ob es dem Baum noch gut geht. Aber falls ihr das lest, Barbara und Lothar, schreibt mir doch mal.

Einen Birnbaum habe ich übrigens auch nicht. Aber dafür immer zwei Gedichte im Ohr, wenn ich an Birnen denke. Das erste ist der unvermeidliche Herr von Ribbeck zu Bibbeck im Havelland (Theodor Fontane) und das zweite - kein wirkliches Birnen- aber dafür ein Herbstgedicht ist Septembermorgen. Bei letzterem sehe ich noch, als wäre es gestern gewesen, unseren Lehrer, Herrn Horn, vor mir wie er versucht uns Horde ignoranter Fünftklässler die Kunst der Sprache uns Poesie näher zu bringen. Leider habe auch ich erst viel später zu schätzen gelernt, was wir an diesem Lehrer hatten.

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die noch da sind und sehnlichst auf das Rezept für den Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen warten. Eure Geduld wird nun belohnt.

Für eine Springform mit 26 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g weiche Butter
250 g Zucker
2 TL Zimt
5 Eier
300 g Mehl
100 g Walnüsse (gemahlen)
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2-3 Birnen (reif, aber noch fest)
2 EL Zucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Dann jedes Viertel der Länge nach in 3 Spalten teilen. Mit 1 TL Zimt bestreuen und vorsichtig damit vermischen und beiseite stellen.

3. Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln und langsam nacheinander unterrühren.

4. Gemahlene Walnüsse mit Mehl, Backpulver und Salz mischen und löffelweise unter den Teig rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

5. Jetzt die Birnenspalten fächerförmig auf dem Teig verteilen. Die übrigen 2 EL Zucker mit dem restlichen Zimt vermischen und über die Birnen streuen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.



Wer mag kann den fertigen Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen und ihn mit geschlagener Sahne servieren. Diese extra Kalorien spare ich aber an dieser Stelle gerne ein uns esse lieber noch ein dr... äh, zweites Stück.

Alles Liebe
Euer Steffen





Samstag, 25. November 2017

Buchteln mit Birnenfüllung

Hallo meine Süßen,

Süßspeisen gehen ja eigentlich immer. Dieser Aussage lässt sich nichts hinzufügen. Jedenfalls aus meiner Sicht ist das absolut zutreffend. Wenn ich mal gar keine Idee habe was ich kochen könnte: Süßspeisen!
Spätzle mit Apfelmus, Pfannkuchen, Germknödel, Kartäuserklöße, Dampfnudeln, Scheiterhaufen, Milchreis und so weiter und so weiter...

Heute habe ich mich mal für Buchteln entschieden. Buchteln kenne ich auch unter dem Namen "Rohrnudeln", weil sie wohl im Gegensatz zu den Dampfnudeln im Backrohr gebacken werden. Wahrscheinlich haben sie aber noch viel mehr Namen. Wie nennt man die Buchteln denn dort wo ihr wohnt?

In meiner Heimat gibt's Buchteln manchmal sogar beim Bäcker. Dann sind sie meistens ungefüllt oder aber mit einer Pflaume oder Zwetschge gefüllt. Ich habe mich für eine sehr aromatische Füllung aus Birne, Marzipan und Haselnuss entschieden. Das duftet und schmeckt hervorragend. Wie bei fast allen Süßspeisen passt natürlich eine Vanillesauce ausgezeichnet dazu. Ich esse die Buchteln aber lieber ohne Sauce.

Für 12 Stück (ca. 4 Portionen) braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für die Buchteln:

500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
125 g Zucker
60 g Butter
1 TL Salz
2 Eier

Für die Füllung:

1 feste Birne (z.B. Abate)
50 g Marzipan
50 g gemahlene Haselnüsse
50 ml Weißwein
10 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker


So wird's gemacht:

1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.

2. Birne schälen, Kerngehäuse und Stiel entfernen und in 1 cm große Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Birnenwürfel kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen und den Vanillezucker dazu geben. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Die Birnen sollen noch leichten Biss haben.

3. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Wenn die Masse lauwarm ist das Marzipan fein hacken und zusammen mit den Haselnüssen unter die Birnenstücke mischen.

4. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Formt dazu einfach eine Kugel und zerteilt diese wie das Zifferblatt einer Uhr. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.

5. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr einen Esslöffel von der Birnenfüllung und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 10 g Butter schmelzen und die Buchteln damit einstreichen.

6. Auf der mittleren Schiene etwa 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.


Außer Zwetschgen und Birnen schmecken die Buchteln auch mit Äpfeln, Aprikosen und Kirschen sehr lecker. Ihr könnt auch eine Mohnfüllung benutzen, dann schmecken sie fast wie Germknödel.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 1. Mai 2017

Rhabarberkuchen mit Birnen und Streuseln

Hallo meine Lieben,

kleine Kuchen machen ehrlich gesagt genau so viel Arbeit wie große - aber sie sind einfach ideal wenn man nicht gerade die ganze Kaffeetafel voller Gäste hat und nicht tagelang denselben Kuchen essen möchte.

Ich habe heute mal einen Rhababerkuchen gebacken, aber das war mehr aus der Not heraus. Denn ich habe vor einigen Tagen schon einen gebacken - mit Baiser - hatte aber noch zwei Stangen Rhabarber übrig. Und frischen Rhabarber bekomme ich sonntags nirgendwo, also werfe ich mal einen Blick in die Obstschale und finde dort noch Birnen. Da muss man doch etwas daraus zaubern können. Im Nachhinein ist mir klar, dass die Menge Birnen und Rhabarber auch für eine 26er Form gereicht hätte, aber ich war mir nicht sicher und habe daher eine 20cm Form genommen. Die Mengenangaben habe ich euch auch für die kleine Form aufgeschrieben. Mit der Umrechnungstabelle von Sallys Blog könnt ihr die Mengen ganz leicht auf jede gängige Formgröße umrechnen.

Für eine Springform mit 20cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g Butter
100 g Zucker
2 große Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
70 g gemahlene Mandeln
1 EL Vanillezucker
1 kleine oder 1/2 große Birne
200 g Rhabarber

Für die Streusel
2 EL Mehl
2 EL Zucker
2 EL gemahlene Mandeln
2 EL Butter


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20cm Durchmesser einfetten und einen Ring aus Backpapier um den Rand stellen. Eier, Butter und Zucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit den Mandeln löffelweise dazu geben.


2. Rhabarber putzen, Birne schälen und Kerngehäuse entfernen. Beides in etwa 1-2 cm große Würfel schneiden und mit dem Vanillezucker mischen.

3. Teig in die Form geben und Obststücke darüber gleichmäßig verteilen. Mit den Händen die Streusel kneten und über dem Obst verteilen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 45 bis 50 Minuten backen bis die Streusel Farbe bekommen.


Der Kuchen ist schnell gemacht und schmeckt echt fantastisch. Wenn ihr süße Birnen habt könnt ihr noch weniger Zucker verwenden als angegeben. Da müsst ihr einfach ein bisschen probieren. Je süßer die Frucht desto weniger Süße braucht der Teig. Der Rhabarber ist ja immer säuerlich. Wenn ihr das Gefühl habt es fehlt noch Säure, oder ihr es doch mit dem Zucker etwas zu gut gemeint habt, dann gebt ein paar Spritzer Zitronensaft zum Obst.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 12. Februar 2017

Birnenkuchen mit Ingwer

Hallo meine Süßen,

fruchtig und würzig kommt mein Birnenkuchen mit Ingwer daher. Schmeckt toll und wärmt von innen - und das ganz ohne Alkohol :-)

Der Kuchen ist super schnell zusammen gerührt und ihr braucht nur eine knappe Stunde Geduld beim Backen. Dafür bekommt ihr dann aber einen wirklich köstlichen Kuchen für den Sonntagskaffee mit euren Lieben.

Für eine Kastenform mit etwa 20 cm Länger braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

2-3 kleine Birnen
1 Zitrone
150 g Butter
150 g braunen Zucker
4 Eier (Größe M)
150 g Mehl
3 EL Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 TL frisch geriebener Ingwer
50 g gemahlene Mandeln
ggf. etwas Milch


So wird's gemacht:

1. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Zitrone abreiben und auspressen. Birnenstücke mit 2 EL Zitronensaft mischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Braunen Zucker und Salz mit Butter schaumig rühren. Nacheinander die Eier dazu geben. Mehl mit Backpulver und 2 EL Stärke mischen und löffelweise dazu geben. Zum Schluss den Zitronenabrieb und Ingwer dazu geben. Der Teig soll nicht zu fest sein, gebt ein wenig Milch dazu wenn ihr ihn weicher haben wollt.

3. Eine Kastenform einfetten. Die Hälfte des Teigs in die Form geben und verteilen. Dann die Birnenstücke mit 1 EL Stärke mischen und unter den übrigen Teig heben und in die Form füllen. Die Stärke soll verhindern, dass die Obststücke alle auf den Boden der Form absinken. Ihr könnt auch eine Birne in Viertel schneiden und oben auf den Kuchen legen. Meine Birnenviertel sind aber leider komplett untergegangen. Schmeckt auch toll, aber man sieht nichts mehr davon :-)

4. Auf der mittleren Schiene etwa 50 bis 60 Minuten goldbraun backen. Durch den braunen Zucker wird euer Kuchen außen richtig schön karamellig und leicht knusprig. Mhhhmmmmm..... Unbedingt die Stäbchenprobe machen und den Kuchen nach dem Backen in der Form abkühlen lassen.


Wenn ihr wollt könnt ihr den Kuchen noch mit etwas geschmolzener Kuvertüre beträufeln, aber für mich brauchts da nichts mehr. Der Kuchen ist auch ohne Schokolade eine echte Wucht.

Alles Liebe und viel Freude beim Genießen
Euer Steffen

Donnerstag, 24. September 2015

Pide mit Birnen und Gorgonzola

Hallo meine Lieben,

was ich heute gebacken habe hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht einmal im Traum angerührt. Ich bin zwar ein totaler Obstjunkie und mache da wirklich vor fast nichts halt, aber es gibt ein paar Dinge, die mich einfach nicht begeistern konnten. Dazu gehörten unter anderem gekochte Birnen. Wenn man einmal eine Dose Birnen gerät, die ein wenig zu matschig geraten ist, kann man meine Abneigung vielleicht verstehen.
Auch Gorgonzola gegenüber war ich lange Zeit sehr skeptisch. Manchmal ist es mir auch heute einfach ein Rätsel, warum wir ein verschimmeltes Lebensmittel essen und ein anderes wegwerfen, aber ch habe mich über die Jahre hinweg - nicht zuletzt durch die Sendung mit der Maus - aufklären lassen, dass es "guten" und "bösen" Schimmel gibt ;-)

Jetzt noch die beiden einstmals ungeliebten Lebensmittel kombinieren und dann davon schwärmen wie fantastisch die zusammen schmecken! Ja klar! Probiert es aus, ihr werdet es lieben!

Für 4 Portionen braucht ihr:

340 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
oder 1 Päckchen Trockenhefe
150 ml lauwarmes Wasser
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Zucker
2 EL Olivenöl
4 EL Mascarpone
2-3 Birnen
60 g Gorgonzola
oder ein anderer Blauschimmelkäse
1 Stängel Rosmarin
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe hinein bröckeln, den Zucker und die Hälfte des Wassers dazu geben und zu einem dünnen Brei verrühren. Zugedeckt 10 Minuten stehen lassen.

2. Übriges Wasser, Olivenöl und Es dazu geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten bis er nicht mehr klebt. Das geht ganz leicht von Hand, ihr könnt aber natürlich auch den Knethaken eurer Küchenmaschine benutzen. Den Teig zugedeckt für eine Stunde aufgehen lassen.

3. Backofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Birnen halbieren, Stiel und Kerngehäuse entfernen und in ca 1 cm große Würfel schneiden. Mascarpone mit ein paar Tropfen Olivenöl glatt rühren.

5. Den aufgegangenen Teig nochmals kurz durchkneten und in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück zu einem länglichen Fladen rollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

6. Mascarpone auf dem Teigfladen verstreichen und dabei etwa 2 cm bis zum Rand frei lassen. Je ein Viertel der Birnenwürfel darauf verteilen und zuletzt den Blauschimmelkäse in kleine Stückchen zupfen, zwischen die Birnen bröseln und ein paar abgezupfte Rosmarinnadeln darüber streuen. Die Pide an den beiden schmalen Enden leicht eindrehen.

7. Auf der mittleren Schiene ca 15 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und noch warm genießen.


Richtig gut schmeckt das auch, wenn ihr noch ein paar Blätter Radicchio in streifen geschnitten auf die Pide gebt oder für etwas mehr Biss noch ein paar Walnuss- oder Pistazienkerne dazu gebt. Probiert es wirklich mal aus und schreibt mir, wie es euch geschmeckt hat. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 29. Dezember 2014

Hutzelbrot

Hallo meine Lieben,

irgendwie hatte ich die ganze Zeit schon das Gefühl, ich habe irgendetwas vergessen, das ich euch noch mitteilen wollte und heute ist es mir wieder eingefallen.
Ich hatte vor einigen Wochen schon erwähnt, dass ich Hutzelbrot gebacken habe. Hutzelbrot, oder auch Früchtebrot ist ein Gebäck, das zum großen Teil aus gedörrten Früchten besteht und seinen Namen vom Hauptbestandteil, nämlich gedörrten Birnen hat, die man auch Hutzel nennt.

Mein Rezept für Hutzelbrot habe ich von meiner Oma und sie hat es aus einem sehr sehr alten Kochbuch. Das Rezept ist so ziemlich das einzige, das ich hier nicht mit euch teilen möchte. Jedenfalls nicht das Original. Ich habe aber ein sehr gutes Rezept für euch und bin sicher, dass euch dieses Hutzelbrot auch schmecken wird. :-)

Wenn ihr Hutzelbrot backen wollt müsst ihr euch schon sehr früh darum kümmern. Die meisten Zutaten kann man zwar kaufen, aber getrocknete Früchte sind meist sehr teuer und oft geschwefelt. Diese geschwefelten Früchte würde ich nicht nehmen, der Geschmack passt einfach nicht. Außerdem habe ich noch nirgendwo getrocknete Birnen gefunden, die ich nicht eklig fand. Die gibt's entweder in matschig oder steinhart, aber immer mit einem total gruseligen Nachgeschmack. Da hilft also nur selbst herstellen. Am Besten geht das mit einem Dörrautomat (eine Anschaffung, die sich für mich wirklich gelohnt hat) oder im Backofen.

Für eine Kastenform von 30 cm Länge braucht ihr:

375 g Mehl
75 g Zucker
1/2 TL Salz
1/2 Würfel frische Hefe
100 ml Wasser (ungefähr)
180 g Birnen, getrocknet
180 g Äpfel, getrocknet
125 g Pflaumen oder Zwetschgen, getrocknet ohne Stein
30 g Sultaninen
60 g Haselnusskerne, ganz
15 g Zitronat
15 g Orangeat
60 g Feigen, getrocknet
1/4 TL Nelken, gemahlen
1/2 TL Zimt
evtl. 3 EL Kirschwasser


Und so wird's gemacht:

1. Getrocknete Früchte klein schneiden und mit etwa 100 ml Wasser einweichen. Etwa 1 Stunde stehen lassen. Dann abseihen und gut ausdrücken. Das Wasser wenn möglich auffangen.

2. Aus Mehl, Zucker, Salz, Gewürzen und Hefe mit ca. 100 ml Wasser (hier könnt ihr das Wasser der eingeweichten Früchte nehmen, das gibt einen besseren Geschmack) einen Hefeteig herstellen. Fangt mit weniger Wasser an und gebt nach Bedarf so viel dazu, dass ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Kesselrand löst.

3. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

4. Die Früchtemischung zum Hefeteig geben und mit den Händen unterkneten. Nehmt euch dafür ausreichend Zeit, der Teig soll möglichst die ganze Fruchtmasse aufnehmen.

5. Nochmals zugedeckt bis zu einer Stunde gehen lassen. Backofen auf 160°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

6. Eine Kastenform einfetten und den Teig hineindrücken und glatt streichen. Ihr könnt anstelle der Kastenform auch kleine Laibchen formen. Dazu einfach mit nassen Händen faustgroße Stücke vom Teig nehmen, kleine Laibe formen und auf ein Backpapier setzen.

7. Auf der unteren Schiene für ca. 90 Minuten backen (die Laibe brauchen nicht so lang) bis das Hutzelbrot schön braun und fest geworden ist.


Wenn ihr das Brot aus der Form stürzt und merkt, dass es noch nicht fertig gebacken ist, gebt es einfach ohne Form nochmal in den Ofen zurück. Das fertige Brot mit Zuckerwasser (50 g Zucker auf 50 ml Wasser) einpinseln.

Ich habe mir sagen lassen, dass Hutzelbrot mit Butter bestrichen sehr lecker sein soll, aber das habe ich noch nie probiert und finde den Gedanken auch gar nicht schön. Hutzelbrot schmeckt mir am besten ganz pur, höchstens noch mit einem Zuckerguss aus Kirschwasser und Puderzucker bestrichen.

Falls ihr mit getrockneten Früchten nichts anfangen könnt, wird euch das Rezept vermutlich nicht begeistern, aber ich würde mich freuen, wenn ihr es mal ausprobiert und mir eure Meinung sagt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 17. November 2014

Ingwer-Birnen-Brot

Hallo meine Lieben,

lasst euch von dem Namen des Rezept nicht in die Irre führen, heute geht es nicht um Brot im klassischen Sinne, sondern um Kuchen. Ich habe das Rezept auf einem Backbuch mit vielen amerikanischen Rezepten und in den USA ist es eben so, dass ein relativ trockener Kuchen in einer Kastenform als "Bread", also "Brot", bezeichnet wird.

Diesen Kuchen kriegt jeder hin der einen Kochlöffel und ein Messer unfallfrei bedienen kann. Durch die Gewürze schmeckt der Kuchen ein bisschen nach Spekulatius und Weihnachten, durch die Birne bleibt er aber schön saftig. Am Besten esst ihr das erste Stück, wenn er noch warm ist und die Gewürze ihre volle Kraft entfalten. Schon beim Backen strömte ein herrlicher Weihnachtsduft durch die Wohnung und ich war ganz kurz versucht, die erste Weihnachtsmusik zu spielen, konnte mich dann aber doch beherrschen. Wann fangt ihr eigentlich an, für Weihnachten zu backen? Ein Freund hat mir erzählt, dass er jetzt die ersten Christstollen backt, damit diese bis Weihnachten schön durchziehen können. Schreibt mir doch mal eine Nachricht oder Kommentar, was euer Lieblingsgebäck zu Weihnachten ist und wann ihr damit anfangt.

Bis es soweit ist könnt ihr ja dieses Rezept hier einmal ausprobieren.

Für eine Kastenform (ca. 25 cm) braucht ihr:

260 g Mehl
125 g Zucker
1 TL Natron
1/2 TL Salz
2 TL gemahlenen Ingwer
1 TL Zimt
1 große Prise Muskat
1 große Prise Nelken
250 g Naturjoghurt
150 ml Sonnenblumenöl
1 TL Sirup (z.B. Ahornsirup)
1 Ei
1 große Birne
75 g Walnüsse


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 190°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Kastenform einfetten.

2. Mehl, Zucker, Natron, Salz und Gewürze in einer großen Schüssel vermischen.

3. Joghurt, Öl, Sirup und Ei in einer zweiten Schüssel miteinander verrühren.

4. Birne waschen oder schälen, Kerngehäuse entfernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.

5. Walnusskerne grob hacken.

6. Die flüssigen Zutaten zur Mehlmischung geben und leicht vermischen. Dann Birnenstücke und Walnüsse dazu geben und unterheben bis sich die Zutaten gerade so verbinden.

7. Den Teig in die Backform füllen und auf der mittleren Schiene 55 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

8. Nach dem Backen mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, bevor ihr den Kuchen aus der Form stürzt, da er sonst sehr leicht zerbrechen kann.


Wenn ihr keine Walnüsse mögt oder vielleicht sogar allergisch darauf seid probiert doch mal folgendes: Nehmt anstelle der Nüsse ein paar Spekulatius und brecht sie in kleine Stücke. Diese hebt ihr dann mit den Birnenwürfeln unter den Teig. Anstelle von Naturjoghurt könnt ihr auch Fruchtjoghurt (Birne) oder Joghurt mit Nüssen verwenden.

Alles Liebe
Euer Steffen