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Donnerstag, 8. Februar 2018

Pasta selber machen - Cannelloni

Hallo meine Lieben,

Pasta habe ich ja schon in einigen Variationen selbst gemacht, Fusilli, Tagliatelle, Spaghetti, Ravioli und andere. Aber Cannelloni gehörten da bis vor Kurzem nicht dazu. Ich kann es mir gar nicht erklären, warum ich ausgerechnet die Sorte ausgelassen habe, die am einfachsten zu machen ist. 😎 Für alle, die nur die Pasta ohne Füllung machen wollen habe ich hier noch einmal das Pastarezept alleine für euch.
Cannelloni sind etwa 10 cm lange Nudelröllchen, die man mit den verschiedensten Zutaten füllen kann und die etwa 2 cm dick sind. Sie werden dann in einer Auflaufform überbacken. Traditionell ist vermutlich die Füllung mit Bolognese-Sauce, wahrscheinlich ist das auch die bekannteste Variante. Meine gefüllte Variante mit Kürbis findet ihr hier.

Mein Rezept ist auf 3 Portionen ausgelegt, aber ihr könnt es ganz einfach umrechnen: Pro Portion Pasta braucht ihr 50 g Hartweizengrieß, 50 g Pastamehl, 1 Ei und eine Prise Salz. Als Mehl nehme ich gern Pizza- und Pastamehl (Tipo 00), aber es geht auch Spätzlemehl.


Für 3 Portionen Pasta braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF 📺 Link zum Video

150 g Hartweizengrieß
150 g Pastamehl
3 Eier
1 TL Salz








So wird's gemacht:

1. Grieß, Mehl, Eier und Salz zu einem kompakten Teig kneten. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine dauert das 3 bis 4 Minuten. Wenn ihr von Hand knetet braucht ihr deutlich mehr Kraft und Ausdauer.

2. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde ruhen lassen.

3. Nach der Ruhephase den Teig in 5 Portionen teilen und mit einer Nudelmaschine oder dem Walzenaufsatz der Küchenmaschine zu Teigplatten von etwa 1 mm Stärke walzen. Wenn der Teig zu klebrig ist mit ein wenig Mehl bestreuen.
Die Teigplatten auf saubere Geschirrtücher ablegen und die Ränder wenn nötig gerade schneiden.

4. Auf die Teigplatten dann jeweils einen gehäuften Esslöffel Füllung geben und einrollen. Mit einem scharfen Messer abschneiden und die Teigrollen mit der Öffnung nach unten in eine Auflaufform legen. In die Form solltet ihr vorher ein paar Löffel eurer Sauce (je nachdem was im Rezept verlangt ist) geben.

5. Wenn die Form voll ist mit der restlichen Sauce bedecken und mit geriebenem Käse bestreuen und backen. Die Cannelloni brauchen bei 180°C mit Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten.


Bei mir passen zwei Portionen in eine Auflaufform in der Größe 20 x 30 cm. Für größere Mengen braucht ihr also mehr oder größere Formen. Wenn die gleichzeitig in den Ofen passen wäre das natürlich praktisch. 😉

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 11. November 2017

Kürbis-Cannelloni

Hallo meine Lieben,

Pasta habe ich ja schon in einigen Variationen selbst gemacht, Fusilli, Tagliatelle, Spaghetti, Ravioli und andere. Aber Cannelloni gehörten da bis vor Kurzem nicht dazu. Ich kann es mir gar nicht erklären, warum ich ausgerechnet die Sorte ausgelassen habe, die am einfachsten zu machen ist. 😎

Cannelloni sind etwa 10 cm lange Nudelröllchen, die man mit den verschiedensten Zutaten füllen kann und die etwa 2 cm dick sind. Sie werden dann in einer Auflaufform überbacken. Traditionell ist vermutlich die Füllung mit Bolognese-Sauce, wahrscheinlich ist das auch die bekannteste Variante.

Jetzt im Herbst bietet es sich aber an die Zutaten zu nutzen, die die Natur uns bietet. Ich habe mich deswegen für eine herzhafte Füllung aus Kürbis mit Süßkartoffel entschieden. Aber da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Für die Pasta, die Füllung und das gesamte Rezept findet ihr auch Videos in meinem YouTube-Kanal.

Mein Rezept ist auf 3 Portionen ausgelegt, aber ihr könnt es ganz einfach umrechnen: Pro Portion Pasta braucht ihr 50 g Hartweizengrieß, 50 g Pastamehl, 1 Ei und eine Prise Salz. Als Mehl nehme ich gern Pizza- und Pastamehl (Tipo 00), aber es geht auch Spätzlemehl.


Für 3 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF 📺 Link zum Video

Für die Pasta:

150 g Hartweizengrieß
150 g Pastamehl
3 Eier
1 TL Salz

Für die Füllung:

500 g Kürbis
200 g Süßkartoffel
70 g Butter
2 Knoblauchzehen
75 ml Gemüsebrühe
80 g Walnusskerne
12 Salbeiblätter
2 EL Schmand
150 g Parmesan
Salz, Pfeffer

Für die Béchamel-Sauce

30 g Butter
30 g Mehl
500 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat

außerdem 200 g milden Käse
zum Überbacken




So wird's gemacht:

1. Grieß, Mehl, Eier und Salz zu einem kompakten Teig kneten. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine dauert das 3 bis 4 Minuten. Wenn ihr von Hand knetet braucht ihr deutlich mehr Kraft und Ausdauer.

2. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und bei Zimmertemperatur mindestens eine Stunde ruhen lassen.

3. Während der Teig ruht werden die Zutaten für die Füllung vorbereitet. Knoblauch grob hacken, Kürbis und Süßkartoffel schälen und in etwa 1 cm große Stücke schneiden (Hokkaido-Kürbis kann mit Schale verwendet werden) und Parmesan reiben.

4. 50 g Butter in der Pfanne zerlassen und den Knoblauch darin glasig dünsten. Kürbiswürfel dazu geben und anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Dann auf mittlere Hitze herunter schalten und einen Deckel auf die Pfanne legen. Den Kürbis so 10 bis 15 Minuten köcheln lassen bis er ganz weich ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

5. Kürbisfleisch in einen hohen Mixbecher geben und zusammen mit Schmand, Parmesan und Walnüssen pürieren.

6. Die Süßkartoffelwürfel in 20 g Butter anbraten und die Salbeiblätter klein zupfen und dazu geben. Salbei nur kurz mit braten, dann vom Herd nehmen und mit dem Kürbispüree mischen. Die Füllung dann beiseite stellen.

7. Nach der Ruhephase den Teig in 5 Portionen teilen und mit einer Nudelmaschine oder dem Walzenaufsatz der Küchenmaschine zu Teigplatten von etwa 1 mm Stärke walzen. Wenn der Teig zu klebrig ist mit ein wenig Mehl bestreuen.
Die Teigplatten auf saubere Geschirrtücher ablegen und die Ränder wenn nötig gerade schneiden.

8. Für die Béchamel-Sauce 30 g Butter in einem Topf zerlassen, dann 30 g Mehl einrühren und anschwitzen. Nach und nach die Milch einrühren und noch einmal kurz aufkochen lassen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken und den Boden einer gefetteten Auflaufform dünn mit Sauce bedecken.

9. Auf die Teigplatten dann jeweils einen gehäuften Esslöffel Füllung geben und einrollen. Mit einem scharfen Messer abschneiden und die Teigrollen mit der Öffnung nach unten in die Auflaufform legen.

10. Wenn die Form voll ist mit der restlichen Sauce bedecken und mit geriebenem Käse bestreuen und backen. Die Cannelloni brauchen bei 180°C mit Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten. Der Käse sollte schön gebräunt sein, notfalls in den letzten Minuten den Grill zuschalten oder die Form im Ofen nach Oben stellen.


Zum Überbacken habe ich ein Stück Provolone genommen und grob gerieben über die Cannelloni gestreut. Ihr könnt aber auch Mozzarella nehmen. Ich würde hier keinen allzu würzigen Käse empfehlen, da der Parmesan in der Füllung ja schon viel an Geschmack mitbringt.

Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 9. November 2016

Pumpkin Pie

Hallo meine Lieben,

in den letzten Tagen habe ich unglaublich viele Rezepte studiert und mir aus dieser Sammlung einen für mich perfekten Pumpkin Pie zusammen gestellt. Jedes einzelne Rezept war für sich schon interessant, aber manche Zutaten fand ich dann besser als andere, außerdem musste ich den Kuchen wieder "entsüßen". Und dann sollte das Rezept ja noch möglichst einfach nachzumachen sein.

Ich habe dieses Mal auch ein für mich ganz neues Produkt ausprobiert und den Kuchenboden aus fertigem Mürbeteig gemacht, den man aufgerollt und gekühlt in vielen Supermärkten kaufen kann. Ihr wisst ja wahrscheinlich, dass ich kein so großer Fan von Fertigprodukten bin. Eine große Herausforderung ist ein guter Mürbeteig auch nicht. Hier ging es wirklich um einen Versuch, ob der fertige Teig in meinen Augen brauchbar ist und eine Zeitersparnis bringt. Seid gespannt... :-)

Die Menge in diesem Rezept reicht für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser, dann wird der Pie nur eta 2-3 cm hoch. Wenn ihr eine klassische Pie Pan nehmt, die 9 inch (ca. 22,8 cm) Durchmesser hat, dann bekommt ihr einen schönen 3-4 cm hohen Pie. Schmeckt aber beides toll :-)

Für einen Pie braucht ihr:

1 Packung fertigen Mürbeteig (süß)
(oder einen selbst gemachten Mürbeteig aus 250 g Mehl, 50 g Zucker, 150 g kalter Butter und 1 Eigelb)
450 g Kürbispüree
1 Dose (ca. 400 ml) gezuckerte Kondensmilch
3 Eier Größe M (oder 2 Eier Größe L)
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlenen Ingwer
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL gemahlenen Kardamom
1/4 TL gemahlene Nelken
1/2 TL Salz


So wird's gemacht:

1. Kürbispüree herstellen. Dazu den Kürbis ggf. schälen, die Kerne entfernen, in kleine Stücke schneiden und mit etwas Wasser 20 Minuten lang bei geschlossenem Topfdeckel köcheln. Dann mit einer Gabel fein zerdrücken und abkühlen lassen.

2. Eine Pie- oder Tarteform einfetten und den Mürbeteig auf die richtige Größe bringen. Der fertige Teig ist wahrscheinlich zu lang und zu schmal, daher schneidet am langen Ende ein Stück ab und drückt es an der Längsseite vorsichtig an, sodass der Teig ungefähr quadratisch wird.Ihr könnt auch die Ecken abschneiden und die Lücken damit füllen, da die Form ja rund wird und die Ecken ohnehin übrig bleiben. Dann den Teig in die Form legen und leicht andrücken. Wenn ihr noch Mürbeteig übrig habt könnt ihr kleine herbstliche Plätzchenformen nehmen und ausstechen. Diese Kekse könnt ihr dann auch nehmen um den fertigen Kuchen zu verzieren.

3. Backofen auf 220 °C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer großen Rührschüssel das Kürbispüree mit der gezuckerten Kondensmilch, Eiern und Gewürzen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Die gezuckerte Kondensmilch gibt es auf jedenfall in Läden mit einem russischen Sortiment, aber auch andere Supermärkte bieten sie an. Von Nestlé heißt sie "Milchmädchen". Ich nehme gern die russische, die gibt es sogar mit Karamellgeschmack. Für dieses Rezept taugt aber die einfache gezuckerte genauso.

4. Die Kürbismasse auf den Teilboden gießen und etwas unterhalb der mittleren Schiene in den Ofen stellen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 30 bis 40 Minuten backen. Bitte eine Stäbchenprobe machen.


Der Kuchen geht während des Backens ziemlich auf, senkt sich aber beim Abkühlen wieder und bekommt eine schöne ebene und leicht glänzende Oberfläche. Wenn ihr wollt könnt ihr den Kuchen mit etwas Puderzucker bestreuen oder mit einem Klecks geschlagener Sahne dekorieren.

Bei aller Begeisterung, die auch meine anderen Kuchen bei mir auslösen, war dies der beste Kuchen, den ich seit langem gebacken habe. Probiert ihn einfach mal selbst aus und schreibt mir wie er euch schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 31. Oktober 2016

Kürbis-Kokos-Suppe

Hallo meine Lieben,

So ein Kürbis ist ja wirklich schön anzuschauen und schmeckt auch noch prima. Egal ob als süßes Gebäck, als Hauptgericht oder als Suppe. Zum Glück sind Kürbisse meist so groß, dass Sie für mehr als ein Rezept ausreichen. Den übrigen Teil kann man problemlos mit etwas Frischhaltefolie einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wenn es länger dauert bis ihr den Rest verbraucht könnt ihr den Kürbis einfach schon fertig putzen und würfeln und dann einfrieren.

Bei mir dauert es meist nicht lange, denn ich liebe Kürbis und alles was man daraus machen kann. Dabei dürfen gern auch mal andere Geschmacksnoten zum Zuge kommen als die üblichen herbst- und winterlichen Gewürze. Wieso nicht mal eine exotischere Richtung einschlagen?

Für 6 Portionen braucht ihr:

500 g Kürbis (z.B. Hokkaido)
500 ml Gemüsebrühe
300 ml Kokosmilch
2 EL Limettensaft
1/2 TL gemahlener Ingwer
1 TL getrocknete Chiliflocken
1 TL Currypulver
Salz
Pfeffer

Zum Garnieren etwas Petersilie oder Koriandergrün, 50 ml Kokosmilch und ein paar Chiliflocken


So wird's gemacht:

1. Kürbis von den Kernen befreien und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf mit der Gemüsebrühe und den Gewürzen zum kochen bringen. Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen bis der Kürbis ganz weich ist.

2. Die Kürbismasse in einen Mixer geben oder mit dem Pürierstab cremig pürieren. Dabei den Limettensaft und die Kokosmilch zugeben. Bei der Kokosmilch in der Dose setzt sich meist etwas Kokoswasser am Boden ab während der obere Teil des Inhalts eine recht feste Masse ist. Ihr könnt alles miteinander verrühren bevor ihr es zum Kürbis gebt oder nur den festeren Teil nehmen, je nachdem ob eure Suppe noch flüssiger werden soll oder lieber nicht :-)

3. Alles zurück in den Topf geben, umrühren und nochmals erhitzen und abschmecken. Mit ein paar Tropfen Kokosmilch und etwas Grünzeug garnieren und mit wenigen (!!!) Chiliflocken bestreut servieren.


Die Suppe ist herrlich cremig, fruchtig und frisch und wärmt - nicht nur wegen des Chilis - ganz wunderbar von innen.

Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 16. Oktober 2016

Pumpkin Chocolate Chip Bread - Kürbiskuchen mit Schokolade

Hallo meine Lieben,

vor ein paar Tagen lag ich noch mitten im Paradies am Strand bei 28°C und herrlich türkisfarbenem Meer und weißem Sand und jetzt sitze ich bei 8°C in Deutschland. Aber nein, das soll kein Klagelied auf den Herbst werden. Im Gegenteil! Ich freue mich über diese bunte und vielfältige Jahreszeit und besonders auf die traditionellen herbstlichen Gerichte und Gebäcke.

Für den Anfang habe ich mir ein traditionelles amerikanisches Rezept ausgesucht. Ein Pumpkin Bread - also einen Kürbiskuchen in der Kastenform. Ganz einfach und unglaublich gut!

Ich habe vor einigen Tagen meinen Flammkuchen mit Kürbis und Birne gemacht und hatte einen halben Hokkaido-Kürbis übrig. Den habe ich dann für dieses Rezept verwendet. Ihr könnt also gern auch beide Rezepte kombinieren und schon habt ihr ein Hauptgericht, etwas zum Kaffee danach und keine Reste :-)

Für eine Kastenform mit 24 cm braucht ihr:

230 g Mehl
1 TL Bankpulver
2 TL gemahlenen Zimt
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/4 TL gemahlene Nelken
3/4 TL Salz
3 Eier Größe M (oder 2 Eier Größe L)
100 g Zucker
100 g Muscovado-Zucker (dunkler brauner Zucker)
350 g Kürbispüree (aus etwa 1/2 Hokkaido-Kürbis)
120 ml Pflanzenöl
60 ml Orangensaft
100 g gehackte Zartbitterschokolade oder Kuvertüre


So wird's gemacht:

1. Kürbispüree herstellen (gerne auch schon am Vortag). Dazu nehmt ihr etwa 400 g Kürbis (geschält ohne Kerne) und schneidet ihn in kleine Stücke. Mit etwas Wasser in einem kleinen Topf mit Deckel weich kochen und dann mit der Gabel zu einem Brei zerdrücken oder mit dem Stabmixer pürieren. Abkühlen lassen. Durch das verdunstete Wasser bleiben etwa 350 g Püree übrig.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und das Gitter ins untere Drittel einsetzen. Die Kastenform einfetten.

3. In einer großen Rührschüssel Mehl, Salz, Backpulver, Zimt, Nelken und Muskat gut miteinander vermischen und beiseite stellen.

4. In einer kleineren Schüssel die Eier mit dem Zucker so lange verrühren bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Dann Kürbispüree, Öl und Orangensaft dazu geben und ebenfalls gründlich untermischen.

5. Nun die flüssigen Zutaten zu den trockenen gießen und mit einem Gummispatel oder Kochlöffel so lange vermischen bis sich die Zutaten gerade so miteinander verbunden haben. Nicht zu lange rühren. Zuletzt die Schokoladenstückchen unterheben.

6. Den Teig in die Kastenform einfüllen und im unteren Drittel des Backofens ungefähr 60 Minuten backen. Falls euch der Kuchen an der Oberseite zu dunkel wird deckt ihn bitte mit einem Stück Alufolie ab und macht unbedingt die Stäbchenprobe. Da sehr viel Flüssigkeit im Teig enthalten ist kann die Backzeit je nach Ofen um etwa 15 Minuten variieren. Schaut also nach 45 Minuten immer wieder mal nach dem Kuchen.

7. Den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen bevor ihr die Form stürzt.

Übrigens: Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag noch viel besser. Auch wenn die Geduld da auf eine harte Probe gestellt wird. :-)


Und noch ein Tipp: Die Maßeinheiten Teelöffel und Esslöffel sind zwar relativ präzise und wenn ihr für alle Zutaten die gleichen Löffel verwendet auch stimmig, aber dennoch sind die Löffelgrößen leider nicht immer einheitlich. Ich habe mir dafür die auf dem Foto gebildeten Messlöffel gekauft. Damit habe ich vom 1/4 TL bis zum EL alle Maße einheitlich. Ein solches Set habe ich auch noch einmal in der Maßeinheit Cups, so kann ich amerikanische Rezepte problemlos nachmachen und die Mengenangaben dann in Gramm umrechnen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 23. November 2014

Lasagne mit Kürbis

Hallo meine Lieben,

seit diesem Wochenende sind alle unsere Pflanzen in ihr Winterquartier umgezogen. Mein Schatz hat sämtliche Palmen, Strelitzien, Elefantanfüße, Palmfarne, Drachenbäume, Kakteen und vieles mehr, von dem ich nicht mal den Namen kenne, von unseren Balkonen ins Haus geholt und es wird jedes Jahr schwieriger, sie alle noch unterzubringen. Zum Glück haben wir eine ganz fantastische Nachbarin, die unserem Grünzeug im Winter ein Plätzchen in ihrem Eingangsbereich abtritt. Danke dafür an dieser Stelle!

Da die Pflanzen nicht direkt in meinen Zuständigkeitsbereich fallen habe während der Aktion versucht nicht im Weg herumzustehen und möglichst hilfreich zu gucken :-) Zur Stärkung nach der schweren Arbeit habe ich dann aber auch was gekocht. Heute gab's eine Kürbislasagne, die wir natürlich vegetarisch zubereitet haben, aber ihr könnt natürlich auch Hackfleisch nehmen anstelle von Tofu. Und überhaupt: Tofu! Das Zeug ist mir ja immer noch sehr suspekt, schmeckt es doch irgendwie so wie ich mir heiß gemachten Radiergummi vorstelle. Allerdings bin ich vor kurzem auf den Räuchertofu von Alnatura (gibt's bei dm) gestoßen und muss zugeben, dass man den wirklich essen kann ohne sich zu gruseln. Ich habe den Tofu in seeeeehr kleine Stückchen geschnitten und scharf angebraten und dann anstelle von Hackfleisch in die Lasagne gegeben. Und da wir zu dritt locker 4 Portionen verputzt haben nehme ich das mal als Zeichen dafür, dass es geschmeckt hat.

Für 4 Portionen braucht ihr:

600 g Hokkaidokürbis-Fruchtfleisch
200 g Zucchini
2 große Tomaten
(oder eine Dose Tomaten)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
200 g Räuchertofu
(oder gemischtes Hackfleisch)
2 EL Öl
2 EL Tomatenmark
200 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
frische oder getrocknete Kräuter:
Thymian, Oregano
1 Prise Zimt
ca. 300 g Lasagneplatten
100 g geriebenen Käse


Für die Béchamelsauce:

2 EL Butter
2 EL Mehl
400 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskat


1. Kürbis und Zucchini klein würfeln.

2. Tomaten grob hacken.

3. Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein hacken. Chilischote in feine Streifen schneiden.

4. Tofu fein würfeln und in Öl scharf anbraten. Chili, Zwiebeln und Knoblauch mit dazu geben.

5. Kürbis- und Zucchiniwürfel dazu geben und anbraten.

6. Gehackte Tomaten und Tomatenmark dazu geben und mit Brühe aufgießen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen. Wenn die Masse zu trocken wird Brühe nachgießen.

7. Mit Salz und Pfeffer würzen, Kräuter und Zimt dazu geben.

8. Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf aufschäumen und Mehl einrühren. Dann nach und nach unter Rühren die Milch hinzu geben. Aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

9. Backofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

10. Eine große Auflaufform einfetten und etwas Béchamelsauce auf dem Boden verteilen. Darauf eine Lage Lasagneplatten verteilen und etwa 1/3 der Kürbismasse darauf streichen. Mit etwas Béchamelsauce beträufeln.

11. Lagenweise Lasagneplatten, Sauce und Kürbismasse aufeinander schichten. Mit einer Lage Lasagneplatten und Béchamelsauce abschließen und den geriebenen Käse darauf verteilen. Ich habe eine Mischung aus Bergkäse und Parmesan verwendet für einen kräftigen Geschmack. Ihr könnt aber auch Mozzarella oder jeden anderen Käse nehmen, der euch schmeckt.

12. Auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten goldbraun backen.


Auch hier gibt es natürlich wie fast immer kein Richtig oder Falsch. Nehmt einfach, was euch schmeckt oder was ihr zuhause habt. In die Kürbismasse könnt ihr so ziemlich jedes Gemüse hinein geben. Erlaubt ist, was euch gefällt.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare und freue mich, wenn ihr das Rezept nachkocht.

Alles Liebe
Euer Steffen