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Sonntag, 26. August 2018

Pfirsichkuchen mit Rosmarin-Zitronen-Streuseln - low carb

Hallo meine Süßen,

der warme Sommer hat uns dieses Jahr einen reich tragenden Pfirsichbaum beschert. Herrlich große und süße Pfirsiche wohin man schaut. Wieso also nicht auch mal einen Kuchen damit backen?

Ich habe wieder das Internet durchforstet und bin auf eine ganze Menge schöne Ideen gestoßen. Und dann habe ich mir einfach die besten ausgesucht und für mich angepasst und auf low carb umgestellt. Während ich das hier backt der Kuchen noch im Ofen und betört mich mit fruchtig-würzigem Duft.

Wenn ihr den Kuchen nicht als low carb Variante backen möchtet, dann nehmt einfach normalen Zucker und anstelle der Mandeln und Kokosmehl insgesamt 200 g Mehl für den Teig und 100 g Mehl für die Streusel.

Für eine 26 cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

100 g Butter
80 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
3 Eier
1 TL Vanillepulver
100 g Kokosmehl
50 g Reismehl
50 g gemahlene Mandeln
5 g gemahlene Flohsamenschalen
1 Päckchen Backpulver
Saft von 2 Zitronen
3-5 EL Milch


Belag:

500 g Pfirsiche

Für die Streusel:

2 Bio-Zitronen
60 g Butter
50 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
100 g Kokosmehl
2 Zweige Rosmarin


So wird's gemacht:

1. Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben. Saft auspressen und beiseite stellen. Roamarin sehr fein hacken und zusammen mit der abgeriebenen Zitronenschale und den übrigen Zutaten für die Streusel verkneten. Streusel kalt stellen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Die Pfirsiche mit über Kreuz einschneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Ein paar Minuten stehen lassen, dann kalt abschrecken und die Haut abziehen. Vom Kern lösen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.

3. Butter und Erythrit schaumig schlagen, Eier einzeln unterrühren. Danach die Mehle und Mandeln mit Backpulver und Flohsamenschalen mischen und abwechseln mit Zitronensaft dazu geben. Wenn der Teig noch zu fest ist etwas Milch dazu geben.

4. Springform einfetten und den Teig hinein geben und leicht andrücken. Die Pfirsichwürfel darauf ausbreiten und darüber die Streusel verteilen. Ungefähr 45 Minuten backen. Nach 25 Minuten mit etwas Alufolie abdecken, wenn die Streusel zu dunkel werden. Kokosmehl bräunt schneller als normales Mehl.


Das Rezept könnt ihr natürlich auch mit gut abgetropften Dosenpfirsichen machen. Das Rosmarin gibt diesem Kuchen einen raffinierten Kick. Das würzige Aroma passt ganz hervorragend zu den süßen Pfirsichen und der frischen Zitrone. Probiert es unbedingt mal aus.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 3. Oktober 2016

Melanzane al forno

Hallo meine Lieben,

dieses Rezept ist so genial wie einfach und nicht nur dank des so klangvollen Namens ein echter Genuss! Dahinter verbergen sich ganz simpel "Auberginen aus dem Ofen". Ein mediterraner Gaumenschmaus, serviert mit einer fruchtigen Tomaten-Vinaigrette und ein paar Scheiben Ciabatta. Ganz nebenbei ist das Rezept auch noch vegan. Nicht-Veganer können natürlich alles mit Käse überbacken :-)

Für 4 Portionen braucht ihr:

2 große Auberginen
4 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl

Für die Tomaten-Vinaigrette:
4 große Tomaten
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
4 EL Aceto Balsamico
1 Handvoll frisches Basilikum
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Auberginen der Länge nach halbieren und dann an der Schnittseite etwa 1 cm tief längs und diagonal einschneiden. Rosmarin hacken. Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden.

2. Die Auberginen kräftig salzen und pfeffern und mit Rosmarin bestreuen. Die Knoblauchscheiben in die Einschnitte stecken. Auberginen in eine große Auflaufform legen, Schnittseite nach oben, und mit Olivenöl beträufeln.
Auf der mittleren Schiene 30 Minuten garen. Wer es nicht vegan möchte kann die Auberginen noch mit ein paar Scheiben Mozzarella belegen.

3. Tomaten würfeln, Zwiebel fein würfeln, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebeln in dem heißen Öl schwenken, dann die Tomatenwürfel dazu geben und mit schwenken. Mit Aceto Balsamico ablöschen und vom Herd nehmen. Oregano dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt das Basilikum in feine Streifen schneiden und untermischen.

4. Die Tomaten-Vinaigrette über die gebackenen Auberginen geben, mit Ciabatta servieren und genießen.

Samstag, 18. Juni 2016

Low-Carb-Kräuter-Brot

Hallo meine Lieben,

wir leben in Deutschland ja angeblich in dem Land in dem es die meisten Brotsorten weltweit gibt. Da kommt es auf eine mehr oder weniger ja nun auch nicht mehr an :-) Daher also hier ein Rezept für ein tolles frisches Brot, das ohne jegliche Grundkenntnis und Erfahrung von jedem einfach nachgebacken werden kann.

Die Zutaten findet ihr in jedem gut sortierten Supermarkt oder spätestens in dem Regal mit den Biolebensmitteln bei dm oder Müller. Ich habe alles bei Kupsch bzw. Edeka gefunden.

Für ein Brot braucht ihr:

500 g Magerquark
250 g Haferkleie
50 g Dinkelkleie
5 Eier (Größe M)
1 Apfel
4 EL Leinsamen
4 EL Sonnenblumenkerne
1,5 Päckchen Backpulver
1 TL Salz
1 Strauß frische Kräuter
(z.b. Schnittlauch, Petersilie, Thymian, Rosmarin)


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Apfel fein reiben.

2. Quark, Eier, geriebenen Apfel und Salz mit dem Flachrührer der Küchenmaschine oder den Quirlen des Handrührgeräts gründlich vermischen.

3. Langsam weiter rühren und nach und nach Haferkleie und Dinkelkleie, Leinsamen und Sonnenblumenkerne und das Backpulver dazu geben.

4. Eine Kastenform mit Wasser befeuchten, den Teig hinein geben und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen.


Das Brot schmeckt frisch mit Kräuterquark oder Käse einfach toll, auch getoastet ist es richtig lecker. Die Zutaten gibt es bei Edeka alle in Bioqualität. Ich finde es toll, dass ich bei diesem Brot immer weiß was drin ist und auch selbst entscheiden kann. Wenn ihr euer Brot lieber mit Nussnugatcreme esst solltet ihr die Kräuter weglassen :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 24. September 2015

Pide mit Birnen und Gorgonzola

Hallo meine Lieben,

was ich heute gebacken habe hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht einmal im Traum angerührt. Ich bin zwar ein totaler Obstjunkie und mache da wirklich vor fast nichts halt, aber es gibt ein paar Dinge, die mich einfach nicht begeistern konnten. Dazu gehörten unter anderem gekochte Birnen. Wenn man einmal eine Dose Birnen gerät, die ein wenig zu matschig geraten ist, kann man meine Abneigung vielleicht verstehen.
Auch Gorgonzola gegenüber war ich lange Zeit sehr skeptisch. Manchmal ist es mir auch heute einfach ein Rätsel, warum wir ein verschimmeltes Lebensmittel essen und ein anderes wegwerfen, aber ch habe mich über die Jahre hinweg - nicht zuletzt durch die Sendung mit der Maus - aufklären lassen, dass es "guten" und "bösen" Schimmel gibt ;-)

Jetzt noch die beiden einstmals ungeliebten Lebensmittel kombinieren und dann davon schwärmen wie fantastisch die zusammen schmecken! Ja klar! Probiert es aus, ihr werdet es lieben!

Für 4 Portionen braucht ihr:

340 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
oder 1 Päckchen Trockenhefe
150 ml lauwarmes Wasser
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Zucker
2 EL Olivenöl
4 EL Mascarpone
2-3 Birnen
60 g Gorgonzola
oder ein anderer Blauschimmelkäse
1 Stängel Rosmarin
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe hinein bröckeln, den Zucker und die Hälfte des Wassers dazu geben und zu einem dünnen Brei verrühren. Zugedeckt 10 Minuten stehen lassen.

2. Übriges Wasser, Olivenöl und Es dazu geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten bis er nicht mehr klebt. Das geht ganz leicht von Hand, ihr könnt aber natürlich auch den Knethaken eurer Küchenmaschine benutzen. Den Teig zugedeckt für eine Stunde aufgehen lassen.

3. Backofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

4. Birnen halbieren, Stiel und Kerngehäuse entfernen und in ca 1 cm große Würfel schneiden. Mascarpone mit ein paar Tropfen Olivenöl glatt rühren.

5. Den aufgegangenen Teig nochmals kurz durchkneten und in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück zu einem länglichen Fladen rollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen.

6. Mascarpone auf dem Teigfladen verstreichen und dabei etwa 2 cm bis zum Rand frei lassen. Je ein Viertel der Birnenwürfel darauf verteilen und zuletzt den Blauschimmelkäse in kleine Stückchen zupfen, zwischen die Birnen bröseln und ein paar abgezupfte Rosmarinnadeln darüber streuen. Die Pide an den beiden schmalen Enden leicht eindrehen.

7. Auf der mittleren Schiene ca 15 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und noch warm genießen.


Richtig gut schmeckt das auch, wenn ihr noch ein paar Blätter Radicchio in streifen geschnitten auf die Pide gebt oder für etwas mehr Biss noch ein paar Walnuss- oder Pistazienkerne dazu gebt. Probiert es wirklich mal aus und schreibt mir, wie es euch geschmeckt hat. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 21. September 2015

Steinofenpizza mit Aussicht

Buongiorno cari amici,

c'èqualcuno che parla italiano? Ups... natürlich weiß ich sogar ganz sicher, dass unter meinen Lesern und Leserinnen welche sind, die fließend italienisch sprechen.
Leider habe ich es nie über den Kurs "Italienisch in der Mittagspause" mit der bezaubernden Sonia bei der VHS hinaus geschafft. Diverse Sprachkurse warten noch in meinem Bücherregal darauf bearbeitet zu werden und jetzt, wo ich hier gerade auf Sizilien sitze, mit einem traumhaften Ausblick auf die Landschaft um Caltagirone, mit duftenden Orangen-, Zitronen, Granatapfel-, Feigen- und Olivenbäumen vor der Nase, einer Familie im Haus nebenan, die pausenlos damit beschäftigt ist, irgendwelche hausgemachten Schmankerln über den Zaun zu reichen, da stört es mich doch sehr, dass ich außer einem vorsichtigen "Grazie" und "Benissimo" kaum etwas anständiges raus bringe.

Den letzten Sprachkurs für zuhause, auf den ich mich wirklich sehr freue, habe ich im Juli geschenkt bekommen. Aber wie so oft kam der Urlaub furchtbar plötzlich *g* und ich hatte vorher einfach keine Zeit mehr.... Ich gelobe Besserung!

Wer von euch war denn schon auf Sizilien? Ich bin hin und weg! Es ist so traumhaft schön hier und die Insel hat soooo viel zu bieten, dass ich unbedingt wieder herkommen muss! Ich erspare euch jetzt die Details meines Reiseführers, aber eine Reise hierher lohnt sich auf jeden Fall für alle, die Meer, Berge, Sonne, tolles Essen, Shopping, Party und Kultur mögen! Habe ich was ausgelassen? Dafür lohnt es sich bestimmt auch!

Ich sitze hier aber natürlich nicht nur auf der Terrasse und genieße den Blick und die Luft, die immer auch ein wenig nach Feuer riecht, sondern ich nutze die Chance auch, hier mal was richtig leckeres zu zaubern. Heute gibt's - Überraschung - Pizza!

Ein ganz besonders tolles Extra meines Urlaubsdomizils ist nämlich ein gemauerter Pizzaofen, den man so richtig traditionell mit Holz befeuert. Hab ich noch nie gemacht, muss ich ausprobieren. Holz ist ja genug da.

Also erstmal ein Häufchen aus etwas Karton und ganz feinem Holz, frisch geknackte Schalen von Mandelkernen brennen auch hervorragend, ein paar Pinienzapfen (nicht die hübschen), und ein paar gröbere Holzstücke schön aufschichten und anzünden. Alle 5 bis 10 Minuten nach dem Feuer sehen und nach und nach auch größere Holzscheite nachlegen. Das Feuer im Ofen kann gut und gerne 2-3 Stunden brennen. Wenn es richtig in Gang ist wird es nach hinten geschoben, damit beim Nachlegen nichts vorne rausfällt und der Kamin besser zieht.

Jetzt braucht das Feuer wenig Aufmerksamkeit und ich kann den Pizzateig machen. Eine liebe Freundin hat mir vor Jahren einmal gesteckt, dass das nur mit Manitoba-Mehl so richtig gut wird. Zum Glück gibts das hier an jeder Ecke zu kaufen. Ich habe 6 Pizze (ja so heißt wohl der Plural) gemacht, wenn man den Teig etwas dünner macht hätte es auch für 8 reichen können. Natürlich hat auch die eifrige Nachbarin etwas abbekommen, das gehört sich hier einfach.


Wenn das Feuer 2-3 Stunden gelodert hat und die großen Brocken auch alle gut durchgeglüht sind wird es zur Seite geschoben und der Platz in der Mitte des Ofens mit einem nassen Besen durchgewischt. Dann kommt die Tür davor und der Ofen darf noch etwa 10 Minuten auf die Pizza warten.

Für 6 Portionen braucht ihr:

Für den Teig:
1 kg Manitoba-Mehl (Tipo 0) - sucht es, es lohnt sich!
6 EL Olivenöl
2 Prisen Salz
25 g Hefe
1/2 Liter Wasser











Für die Sauce:
8-10 Tomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Rosmarin
Basilikum
Salbei
Oregano








Für den Belag:
Tomaten
Paprika
Mozzarella
Parmesan
Knoblauch
Oliven
und alles was euch gefällt


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine große Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Dort hinein die Hefe bröckeln (in Italien hat ein Hefewürfel übrigens 25g - wir praktisch) und mit lauwarmem Wasser aufgießen. Einen dünnen Brei anrühren und 10 Minuten zugedeckt gehen lassen.

2. Salz und Öl dazu geben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Das ist jetzt ein wenig Fitnesstraining, denn der Teig möchte schon so ungefährt 10 Minuten bearbeitet werden. Dieser Aufwand zahlt sich aber wirklich aus. Wenn euch das zu anstrengend ist könnt ihr natürlich der Küchenmaschine die Arbeit überlassen, aber auch hier solltet ihr den Teig schon 3-4 Minuten kneten. Er wird dann sehr geschmeidig und löst sich von der Schüssel. Dann wieder zudecken (Deckel, Folie oder zumindest ein feuchtes Geschirrtuch) und 2 Stunden in Ruhe aufgehen lassen.

3. Jetzt ist es Zeit, die Sauce für die Pizza zu kochen. Alle Zutaten sehr fein würfeln und in einem Topf etwas Olivenöl erhitzen. Da kommen zuerst Knoblauch und Zwiebeln rein und werden glasig gedünstet. Danach die Tomatenstücke dazu geben und unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze etwa eine Stunde einköcheln lassen. Ganz zuletzt die Kräuter dazu und mit etwas Salz und eventuell einem Schuss Rotwein abschmecken.

4. Der Hefeteig hat nach seiner Pause von 2 Stunden sein Volumen ungefähr verdreifacht und schaut ganz keck oben aus der Schüssel raus. Also schnell in 6 gleiche Stücke (Augenmaß) aufteilen und mit einem Ausrollstab oder Nudelholz einigermaßen rund und flach rollen.

5. Auf jedem Teigfladen ungefähr 2 gehäufte EL der Sauce verstreichen und dann Mozzarella und die übrigen Zutaten für den Belag auf der Pizza verteilen. Nicht überfrachten! Zuletzt ein wenig Parmesan darüber reiben und mit einem langen Schieber in den Ofen "einschießen".
Was wirklich extrem überraschend für mich war ist die Geschwindigkeit, in der so eine Pizza im Steinofen fertig ist. Es reicht gerade um die nächste auszurollen und zu belegen.

6. Wenn die Pizza nach ein paar Minuten fertig gebacken ist kann man sie mit dem Schieber wieder ganz leicht aus dem Ofen holen, da der Boden kross und stabil ist. Der Teig ist schön aufgegangen und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt.


Inzwischen ist bis auf eine halbe Pizza alles verspeist und es ist dunkel geworden. In der Umgebung bellen einige Hunde, Zikaden zirpen und die Glut im Ofen glimmt nur noch ganz leicht vor sich hin, wärmt aber den Sitzplatz davor noch sehr angenehm. So kann man es trotz "nur noch" 18 Grad richtig gut draußen aushalten.

Darauf noch einen Schluck sizilianischen Rotwein. Salute!

Euer Steffen


Sonntag, 13. September 2015

Mediterranes Pfannnengemüse

Hallo ihr Lieben,

heute gibt's mal wieder was deftiges aus der Küche. Köstlich, vegetarisch, bunt und gesund - die mediterrane Gemüsepfanne. Allerdings darf man das "mediterrane" nicht zu ernst nehmen. Wenn euch ein anderes Gemüse besser gefällt dann nehmt einfach das.
Wichtig ist nur, dass es eine schöne bunte Mischung gibt, die Geschmacksrichtungen gut zusammen passen und dass ihr euer Gemüse nicht zu Matsch zerkocht :-)

Für 4 Portionen braucht ihr:

1 Fenchelknolle
4-6 Karotten
1 Paprika
1 Zucchini
10-12 Kirschtomaten
1 Dose gehackte Tomaten
Rosmarin
Thymian
Salbei
Salz
Pfeffer
Olivenöl


Und so wird's gemacht:

1. Gemüse waschen und putzen. Die Karotten diagonal in ca 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, Fenchel der Länge nach vierteln und in Streifen schneiden, Zucchini in Scheiben schneiden, Paprika würfeln und Tomaten vierteln. Alle Gemüsesorten separat richten, da sie nacheinander in die Pfanne kommen.

2. In einer großen Pfanne oder einem Topf 2-3 EL Olivenöl erhitzen. Wenn das Öl heiß ist zuerst die Karotten in die Pfanne geben und ein paar Minuten anbraten. Das Gemüse kommt in der Reihenfolge der Garzeit dazu, je länger gegart werden muss umso früher muss es in die Pfanne. Wenn eure PFanne zu trocken wird gebt einfach noch etwas Öl dazu.

3. Die Karotten zur Seite schieben und den Fenchel auf der freien Stelle anbraten. Genau so macht ihr es dann auch mit Paprika und dem restlichen Gemüse. Das bereits angebratene Gemüse könnt ihr immer auf einer Seite zusammen schieben. Legt ein Salbeiblatt, 2 Stiele Rosmarin und etwas Thymian dazu.

4. Zuletzt kommen die gehackten Tomaten dazu. Vermischt das Gemüse mit den Tomaten und lasst alles noch einmal kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig.


Die Gemüsepfanne schmeckt toll zu Ciabatta, Pasta, Reis oder einfach pur. Die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten ist schier unendlich und jeder tut einfach rein, was gerade da ist und schmeckt. Auberginen passen ganz toll dazu. Auch mit Süßkartoffeln könnt ihr der ganzen Sache eine spannende Note verpassen.

Viel Spaß beim Nachkochen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 28. August 2015

Buchweizen-Flammkuchen mit Ziegenkäse und Feigen

Hallo ihr Lieben,

frische Feigen sind einfach wunderbar. Und ich bin ganz begeistert, dass sie hier bei uns auch wachsen und ausreifen. Ganz besonders gut in so heißen Sommern wie diesem. Feigenbäume sind in den meisten Regionen in Deutschland winterhart, ein kleiner Winterschutz schadet ihnen aber auch nicht und hilft den Pflanzen, früher auszutreiben. Damit erhöht ihr die Chancen auf eine reiche Ernte.

Ich habe heute leckere Flammkuchen gebacken und mit frischen Feigen belegt, das solltet ihr unbedngt auch einmal ausprobieren. Dabei habe ich auch ein neues Rezept für den Flammkuchenteig versucht, ohne Hefe, ohne Wartezeit. Kinderleicht und für den schnellen Hunger zwischendurch prima geeignet. Die Idee dazu habe ich aus einem Kommentar auf meine Frage bei facebook, was ihr am Liebsten mit frischen Feigen machen würdet. Danke für die Inspiration ;-)

Für 4 Portionen braucht ihr:

300 g Mehl
200 g Buchweizenmehl
250 ml Mineralwasser (sprudelnd)
1 TL Chia-Samen (oder Leinsamen)
4 EL Olivenöl
1 Prise Salz

außerdem:
6-8 frische Feigen
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Schmand
2 EL Agavendicksaft (oder Honig)
1 Zweig Rosmarin
Pfeffer


Und so wird's gemacht:


1. Alle Zutaten für den Teig in eine große Schüssel geben und miteinander zu einem glatten Teig vermengen. Das geht mit dem Rührlöffel ganz leicht, sodass ihr gar keine Küchenmaschine braucht. Backofen auf 250°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich lege meinen Backstein auf die mittlere Schiene, es geht aber auch ohne Stein.

2. Feigen in dünne Scheiben schneiden, Rosmarin vom Stängel abzupfen, Ziegenfrischkäse und Schmand verrühren und mit Pfeffer würzen.

3. Teilt jetzt den Teig in so viele Stücke auf, wie ihr Flammkuchen backen wollt. Ich mache aus dieser Menge zwei große Flammkuchen, die ich dann vierteln kann. So bekommt jeder gleichzeitig etwas zu essen und keiner muss warten.
Der Teig ist etwas klebrig. Rollt ihn am Besten direkt auf einem Stück Backpapier aus, so könnt ihr ihn dann ohne Probleme in den Ofen bringen.

4. Die Frischkäsemasse dünn auf dem Teig verstreichen und die Feigen darauf verteilen. Mit Rosmarin bestreuen und mit Agavendicksaft beträufeln.

5. Den Flammkuchen auf den Backstein oder auf ein Backblech auf der mittleren Schiene geben und ca. 10 Minuten backen.


Mich hat dieses Rezept sofort begeistert und ich freue mich, wenn es euch auch gefällt und ihr mir mal einen Kommentar oder eine Nachricht schreibt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 3. Juni 2015

Farfalle mit grünem Spargel und Tomaten

Hallo meine Lieben,

heute geht es wieder einmal um Spargel und darum was man so alles damit anstellen kann. Mir gehts es oft so, dass ich beim Einkaufen etwas leckeres sehe und das dann impulsiv kaufe. Glaubt man Peter Zwegat und seinen Kollegen ist das der sichere Weg in den Ruin - wer ohne Einkaufszettel einkauft abonniert auch Sky und hat sieben Handyverträge und mindestens einen negativen Schufaeintrag. Zum Glück trifft davon nichts auf mich zu und ich betrachte das Einkaufen ohne Einkaufszettel zwar auch als oft teuren Spaß, aber eben auch als Abenteuer. Ich weiß schließlich im Moment des Einkaufs oft noch nicht, was ich aus den Zutaten dann machen werde und das finde ich spannend.

Beim Spargel ging es mir jetzt auch so. Hatte ich doch 2 Bund grünen Spargel gekauft und nur einen verplant. Was also aus zweiten machen? Wie immer zuerst ein Blick in Speisekammer und Kühlschrank. Ergbenis: Von allem zu viel da, außer Erdbeeren. Davon kann man nie zu viel da haben :-)

Nudeln standen schon länger nicht mehr auf dem Speiseplan, da ich bei der ganzen Kuchenbackerei bei den übrigen Mahlzeiten gerne auch mal mit weniger Kohlenhydraten auszukommen versuche. Mit mäßigem Erfolg...
Getrocknete Tomaten sind auch immer da. Dank der Eltern von meinem Spatzl direkt aus Sizilien mitgebracht und zehnmal so lecker die gekaufte (ok, hier schmeckt man die Emotionen einfach mit).

Es gibt also Farfalle (oder jede anders geformte Pasta) mit grünem Spargel und getrockneten (und frischen) Tomaten. Das geht schnell, sieht toll aus, duftet köstlich und schmeckt fantastisch.

Für zwei hungrige Personen braucht ihr:

250 g Farfalle
500 g grünen Spargel
80 g getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
2 frische Tomaten
3 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
50 ml Weißwein
2 EL Öl (von den abgetropften Tomaten)
Salz
Pfeffer
Parmesan


Und so wird's gemacht:

1. Knoblauch schälen, fein hacken. Getrocknete Tomaten abtropfen lassen, das Öl braucht ihr später. Die frischen Tomaten waschen und das wässrige Innere mit einem Löffel heraus lösen. Fruchtfleisch würfeln. Rosmarin vom Stiel zupfen und hacken.

2. Das untere Drittel der Spargelstangen schälen und den Spargel diagonal in etwa 2-3 cm lange Stücke schneiden. Die Spargelspitzen ganz lassen.

3. Die abgetropften getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden.

4. In reichlich Salzwasser die Pasta nach Anleitung bissfest kochen.

5. Währenddessen das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und zunächst den Knoblauch anschwitzen. Anschließend die Spargelstücke dazu geben. Ich gebe zuerst die dickeren Stücke in die Pfanne und nach 1-2 Minuten die dünnen Stücke und Spargelspitzen. So wird alles möglichst gleichzeitig gar.

6. Zuletzt die Tomatenwürfel und den Rosmarin dazu geben. Nach ungefähr 6 Minuten (der Spargel soll noch nicht ganz durchgebraten sein) mit Weißwein und 2 EL Nudelwasser ablöschen und noch 1-2 Minuten damit weiter dünsten.

7. Getrocknete Tomaten dazu geben, Pasta abgießen und ebenfalls in die Pfanne geben. Alles gut durchmischen, würzen und auf einer großen Platte oder Pastatellern servieren. Dazu noch mit gehobeltem Parmesankäse bestreuen.


Anstelle von Parmesan passt auch Feta gut dazu, seid aber mit dem Salz vorsichtig. Sowohl die getrockneten Tomaten als auch der Käse sind sehr salzig. Nachsalzen ist auf jeden Fall die bessere Wahl bevor ihr das gute Essen versalzt - egal wie verliebt ihr auch gerade sein mögt. :-)

Nehmt bitte immer "richtigen" Parmesankäse. Damit meine ich Käse am Stück, dann könnt ihr die Rinde sehen und nur der echte Parmesan trägt auch die Aufschrift "Parmigiano Reggiano". Das fertig geriebene Zeug aus dem Kühlregal mag sein was es will, es erinnert mich immer an Sägemehl und gehört einfach nicht auf den Teller.

Ich wünsche euch noch viele tolle Spargelgenussmomente und alles Liebe
Euer Steffen