Hallo meine Lieben,
ich habe mal wieder in einem Anfall von Eifer beschlossen, dass ich selbst Nudeln machen möchte. Aber dieses Mal sollten es nicht einfach Bandnudeln werden, sondern Ravioli mit einer selbst gemachten Pilzfüllung. Zugegeben, das ist ein ganz schöner Zeitaufwand. Das Ergebnis ist aber jede Mühe wert und das glückliche Gesicht von meinem Spatzl entschädigt für die Geduldsarbeit beim Füllen der kleinen Nudeltaschen. :)
Für 6 Portionen braucht ihr:
Für die Nudeln:
200 g Mehl
200 g Hartweizengrieß
5 g Salz
2 Eier
75 ml Wasser
25 ml Olivenöl
1 TL Kurkuma (nach Belieben)
1 Eiweiß (zum Verkleben der Ravioli)
Für die Füllung:
400 g Champignons
3 EL getrocknete Pilze
3 Schalotten
50 g Butter
1 Bund Petersilie
150 g saure Sahne
70 g Parmesan
3 EL Walnüsse
Salz
Pfeffer
Muskat
außerdem:
Butter
Salbei
So wird's gemacht:
1. Mehl, Grieß, Salz, Wasser, Öl und Eier zu einem Nudelteig verkneten. Das geht wirklich am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Der Teig ist fertig wenn er nicht mehr an der Schüssel klebt. Das Kurkuma habe ich hauptsächlich wegen der gelben Farbe dazu gegeben. Den Teig wickelt ihr in Frischhaltefolie ein und legt ihn für 2 Stunden in den Kühlschrank.
2. Während der Teig durchkühlt könnt ihr die Füllung vorbereiten. Dazu die Schalotten schälen und fein würfeln. Pilze putzen und ebenfalls klein schneiden. Die getrockneten Pilze (Steinpilze geben ein tolles Aroma ab) in Wasser einweichen und nach etwa 30 Minuten ausdrücken und ebenfalls klein schneiden.
3. Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Schalotten glasig dünsten. Dann die Pilze dazu geben und so lange braten bis kein Wasser mehr austritt. Dann zum Abkühlen beiseite stellen.
4. Parmesan reiben, Nüsse und Petersilie hacken. Alles zusammen mit der sauren Sahne zu den Pilzen geben und vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
5. Den Nudelteig in 8 bis 10 Stücke teilen und mit der Nudelmaschine stufenweise ausrollen. Ich habe mich für Stufe 6 (von 9) entschieden und rate euch eher zu Stufe 5, damit der Teig nicht so leicht reißt.
6. Die Teigplatten lagert ihr am besten auf sauberen Geschirrtüchern und bestreut sie mit etwas Grieß, damit sie nicht kleben. Ich habe mir kürzlich Ravioli-Stanzen gekauft, aber die braucht ihr nicht unbedingt. Eine Gabel und ein scharfes Messer oder ein Pizzaschneider reichen auch.
7. Markiert euch ungefähr die große der einzelnen Ravioli entlang der langen Kante einer Teigplatte. Dann setzt ihr jeweils einen Teelöffel eurer Pilzfüllung mitten auf jeden Abschnitt und bestreicht die Ränder dann mit Eiweiß. Dann wird die Teigplatte der Länge nach über die Füllung geklappt und festgedrückt. Passt auf, dass ihr möglichst keine Luft mit einpackt, sonst platzen die Ravioli beim Kochen.
8. Die einzelnen Ravioli jetzt ausstanzen oder mit dem Messer ausschneiden. Die Ränder könnt ihr mit den Zinken einer Gabel noch andrücken und ihnen so das gewellte Aussehen verpassen. Die Ravioli wieder auf den Geschirrtüchern ablegen, so können sie noch etwas antrocknen.
9. In einem großen Topf Wasser und eine Handvoll Salz zum Kochen bringen. Die Ravioli darin gar ziehen lassen, das dauert ungefähr 2 bis 3 Minuten. Ich habe die Nudeln in 3 Portionen gegart und die fertigen immer mit einer Schaumkelle aus dem Wasser geholt.
10. Während die Nudeln gar ziehen könnt ihr in einer großen Pfanne reichlich Butter zerlassen und einige Salbeiblätter dazu geben. Dann die abgetropften Ravioli kurz und heiß anbraten und servieren. Die gebratenen Salbeiblätter zum garnieren verwenden und nach Belieben noch mit Parmesan bestreuen.
Ich bin jetzt beim Schreiben selbst überrascht, dass es doch so viele Schritte sind. Ich hoffe ich habe nichts vergessen, bin aber sicher ihr kommt mit der Beschreibung zurecht. Wie schon gesagt ist das dieses Mal kein schnelles Rezept, aber es ist den Aufwand wirklich wert.
Probiert es mal aus und schreibt mir ob es euch geschmeckt hat.
Alles Liebe
Euer Steffen
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Samstag, 24. Dezember 2016
Freitag, 28. November 2014
Topinambur-Suppe mit Pilzen
Hallo Ihr Lieben,
Winterzeit ist Suppenzeit! Wenn es draußen klirrend kalt ist und der Wind einem um die Ohren pfeift dann tut Wärme von Innen richtig gut.
Klar geht das auch mit Glühwein :-) Wobei, rein wissenschaftlich betrachtet ist der sogar eher kontraproduktiv, weil Alkohol zwar dafür sorgt, dass man sich wärmer fühlt, der Körper aber tatsächlich schneller auskühlt weil die oberen Hautschichten besser durchblutet werden. Aber darum geht's ja gar nicht...
Eine schöne kräftige Suppe aus allem, was Herbst und Winter für uns bereit halten ist doch einfach toll. Wenn schon beim Kochen der Duft durchs Haus zieht und die Vorfreude steigt, auf das, was gleich in den Teller kommt. Wenn dann die Suppe dampfend vor mir auf dem Tisch steht und ich beim ersten Löffel, den ich natürlich viel zu heiß in den Mund nehme, jeder Tropfen spürbar die Kehle hinunter rinnt bis er schließlich im Magen ankommt.... ich liebe es einfach!
Ich habe mich daran erinnert, dass ich als wir noch im Haus meiner Großeltern gewohnt haben, was wirklich schon seeeehr lange her ist, mit meinem Cousins aus dem Haus nebenann ein winziges Stück Garten abgetrennt hatten und dort allerlei Blumen und Gemüse auf ca. 2 Quadratmetern angebaut haben. Wir nannten dieses Fleckchen Erde unsere "Gärtnerei". Dort haben wir in einem Jahr auch Topinambur angebaut. Das ist eine ganz besonders schöne Pflanze, gehört sie doch zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Aber nicht nur dekotrativ kann Topinambur überzeugen. Sie bildet auch leckere Knollen, die ähnlich wie Kartoffeln zubereitet werden können allerdings nicht so lagerfähig sind.
Topinambur gibt es in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Ich kann nur jedem raten, sich mal mit dieser köstlichen Knolle zu befassen. Für den Anfang habe ich eine Suppe daraus gekocht, die ich mit gebratenen Steinpilzen garniert habe. Das geht natürlich auch mit Champignons oder anderen Pilzen, oder einfachen Croutons aus Schwarzbrot. Ihr könnt auch ein paar Scheiben Topinambur dünn mit dem Sparschäler abschneiden und in Fett ausbacken wie Chips und diese dann auf die Suppe legen.
Für 4 Portionen braucht ihr:
400 g Topinambur
2 TL selbstgemachtes Gemüsebrühpulver
oder Instant-Gemüsebrühe
200 g Sahne
100 g frische Pilze
oder tiefgekühlt, z.B. Steinpilze
1 Knoblauchzehe
2 EL Butter
1 Bund Petersilie
Salz
Muskat
Und so wird's gemacht:
1. Topinamburknollen gründlich waschen oder schälen.Leichtes abschaben mit einem schrfen Messer genügt bei frischen Knollen.
2. Die Knollen fein würfeln und mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen.
3. Das Gemüsebrühpulver und die Sahne dazu geben und alles 10 bsi 15 Minuten köcheln lassen.
4. Pilze putzen und in grobe Stücke schneiden. Wenn ihr tiefgefrorene Pilze verwendet taut sie langsam auf und drückt sie gut aus, da sie viel Wasser aufnehmen. Das Wasser nicht wegschütten sondern in die Suppe geben.
5. Butter in der Pfanne erhitzen, Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
6. Knoblauch und Pilze in der Pfanne scharf anbraten.
7. Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken. Dann über die Pilze geben und vermischen.
8. Suppe mit einem Pürierstab cremig pürieren und mit Salz und Muskat abschmecken.
9. Im Teller oder der Suppenschüssel mit den gebratenen Pilzen garnieren und servieren.
Ihr könnt auch eine Kartoffel mitkochen, die braucht aber länger, sollte also feiner geschnitten sein. Die Suppe wird dadurch noch etwas samtiger. Auch ein Stück Kürbis passt wunderbar dazu und verleiht der Suppe noch eine schöne Farbe.
Viel Freude beim Nachkochen und alles Liebe
Euer Steffen
Winterzeit ist Suppenzeit! Wenn es draußen klirrend kalt ist und der Wind einem um die Ohren pfeift dann tut Wärme von Innen richtig gut.
Klar geht das auch mit Glühwein :-) Wobei, rein wissenschaftlich betrachtet ist der sogar eher kontraproduktiv, weil Alkohol zwar dafür sorgt, dass man sich wärmer fühlt, der Körper aber tatsächlich schneller auskühlt weil die oberen Hautschichten besser durchblutet werden. Aber darum geht's ja gar nicht...
Eine schöne kräftige Suppe aus allem, was Herbst und Winter für uns bereit halten ist doch einfach toll. Wenn schon beim Kochen der Duft durchs Haus zieht und die Vorfreude steigt, auf das, was gleich in den Teller kommt. Wenn dann die Suppe dampfend vor mir auf dem Tisch steht und ich beim ersten Löffel, den ich natürlich viel zu heiß in den Mund nehme, jeder Tropfen spürbar die Kehle hinunter rinnt bis er schließlich im Magen ankommt.... ich liebe es einfach!
Ich habe mich daran erinnert, dass ich als wir noch im Haus meiner Großeltern gewohnt haben, was wirklich schon seeeehr lange her ist, mit meinem Cousins aus dem Haus nebenann ein winziges Stück Garten abgetrennt hatten und dort allerlei Blumen und Gemüse auf ca. 2 Quadratmetern angebaut haben. Wir nannten dieses Fleckchen Erde unsere "Gärtnerei". Dort haben wir in einem Jahr auch Topinambur angebaut. Das ist eine ganz besonders schöne Pflanze, gehört sie doch zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Aber nicht nur dekotrativ kann Topinambur überzeugen. Sie bildet auch leckere Knollen, die ähnlich wie Kartoffeln zubereitet werden können allerdings nicht so lagerfähig sind.
Topinambur gibt es in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Ich kann nur jedem raten, sich mal mit dieser köstlichen Knolle zu befassen. Für den Anfang habe ich eine Suppe daraus gekocht, die ich mit gebratenen Steinpilzen garniert habe. Das geht natürlich auch mit Champignons oder anderen Pilzen, oder einfachen Croutons aus Schwarzbrot. Ihr könnt auch ein paar Scheiben Topinambur dünn mit dem Sparschäler abschneiden und in Fett ausbacken wie Chips und diese dann auf die Suppe legen.
Für 4 Portionen braucht ihr:
400 g Topinambur
2 TL selbstgemachtes Gemüsebrühpulver
oder Instant-Gemüsebrühe
200 g Sahne
100 g frische Pilze
oder tiefgekühlt, z.B. Steinpilze
1 Knoblauchzehe
2 EL Butter
1 Bund Petersilie
Salz
Muskat
Und so wird's gemacht:
1. Topinamburknollen gründlich waschen oder schälen.Leichtes abschaben mit einem schrfen Messer genügt bei frischen Knollen.
2. Die Knollen fein würfeln und mit 750 ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen.
3. Das Gemüsebrühpulver und die Sahne dazu geben und alles 10 bsi 15 Minuten köcheln lassen.
4. Pilze putzen und in grobe Stücke schneiden. Wenn ihr tiefgefrorene Pilze verwendet taut sie langsam auf und drückt sie gut aus, da sie viel Wasser aufnehmen. Das Wasser nicht wegschütten sondern in die Suppe geben.
5. Butter in der Pfanne erhitzen, Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
6. Knoblauch und Pilze in der Pfanne scharf anbraten.
7. Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken. Dann über die Pilze geben und vermischen.
8. Suppe mit einem Pürierstab cremig pürieren und mit Salz und Muskat abschmecken.
9. Im Teller oder der Suppenschüssel mit den gebratenen Pilzen garnieren und servieren.
Ihr könnt auch eine Kartoffel mitkochen, die braucht aber länger, sollte also feiner geschnitten sein. Die Suppe wird dadurch noch etwas samtiger. Auch ein Stück Kürbis passt wunderbar dazu und verleiht der Suppe noch eine schöne Farbe.
Viel Freude beim Nachkochen und alles Liebe
Euer Steffen
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