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Samstag, 18. November 2017

Kokos-Ananas-Torte

Hallo meine Lieben,

als fleißiger Zuschauer von Sallys YouTube-Kanal und Leser vieler anderer Blogs habe ich mich bisher trotzdem immer erfolgreich vor Fondanttorten gedrückt. Irgendwie war mir dieses Material suspekt und ich wusste nicht recht, womit ich anfangen soll.

Jetzt habe ich aber endlich einmal allen Mut zusammengenommen und mir ein Motiv ausgedacht. Für den Anfang aber keine Tortenskulptur, sondern eine einfache, runde Torte mit viel Dekoration außen herum. Das Innenleben ist eine Kokos-Ananas-Torte und das Motiv der Torte soll einen Tauchgang an einem Korallenriff darstellen. Natürlich schmeckt die Torte auch ganz toll ohne die ganze Dekoration. Wenn ihr sie also nur genießen wollt könnt ihr euch viele Stunden Arbeit und einiges an Nerven ersparen. 😉

Von meiner zweitätigen Backorgie habe ich euch auch ein Video bei YouTube hochgeladen - aber das dauert nur viereinhalb Minuten. 🎥

Die angegebenen Mengen sind für eine 28 cm Springform, eure Torte hat aber später nur ca. 24 cm, da ich hier mal die fondanttaugliche Schneidemethode von Tortentante ausprobiert habe. Und ich muss sagen, ich bin begeistert!

Ich empfehle euch den Boden einen Tag vorher zu backen, da er sich leichter schneiden lässt wenn er über Nacht stehen bleibt.

Für die Torte braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF 📺 Link zum Video

Für den Tortenboden:

7 Eier
2 Pck. Vanillezucker
300 gr Puderzucker
150 ml Öl
300 ml Kokoslikör (z.B. Batida de Coco)
300 gr Mehl
1 1/2 Päckchen Backpulver

Für den Mürbeteig:

100 g Butter
50 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
150 g Mehl
1 Prise Salz


So wird's gemacht:

1. Mürbeteig herstellen und in Folie eingepackt für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 165 °C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen Tortenring auf 28cm einstellen und den Boden mit Backpapier bespannen. Den Rand auf keinen Fall einfetten! Den Ring auf ein ganz ebenes Backblech stellen.

3. Die Eier schaumig rühren, dabei den Vanillezucker und danach löffelweise den Puderzucker einrieseln lassen und solange rühren, bis eine helle, schaumige Masse entstanden ist. Das kann gut 10 Minuten dauern.

4. Das Öl mit dem Likör mischen und abwechselnd mit dem Mehl und Backpulver in die Eiermasse einrühren. In die Form geben und etwa 60-70 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen und lieber 5 Minuten länger backen, denn der Boden soll schön stabil werden. Ist er zu trocken könnt ihr ihn später einfach etwas stärker tränken.

5. Den Kuchen auskühlen lassen, nach der fondanttauglichen Methode den Rand abschneiden und den Tortenboden dann zweimal in drei gleich dicke Lagen schneiden und einen Tortenring um den untersten Boden stellen.

6. Mürbeteig auf einem Backpapier etwas größer als die fertige Torte (ca. 24 cm) ausrollen, dabei möglichst dünn ausrollen und mehrmals mit der Gabel einstecken. Auf der mittleren Schiene 10 bis 12 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Wenn der Tortenring auf die Größe der fertigen Torte eingestellt ist (nach dem fondanttauglichen Schneiden) könnt ihr den Mürbeteig mit diesem Tortenring passend ausstechen.



Für die Kokos-Ananas-Füllung

2 Päckchen Gelatine-Fix (oder 6 Blatt Gelatine)
2 Dose Ananas-Scheiben (abgetropft ca. 500 g)
400 g Mascarpone
70 g Kokosmilch
30 g Zucker
150 g Sahne
2 TL San-apart
4 EL Kokos-Chips (oder Kokosraspel)
8 EL Kokoslikör
etwas weiße Schokolade oder Konfitüre

So wird's gemacht:

1. Den Unteren Tortenboden mit etwas geschmolzener Schokolade oder Konfitüre auf den Mürbeteigboden kleben und den Tortenring darum stellen. Den Tortenboden mit 4 EL Kokoslikör tränken und dann den abgeschnittenen Tortenrand auf den Boden stellen und gut in den Ring einpassen. Oberen Rand glatt abschneiden. Der Tortenring sollte 9 cm hoch sein.

2. Ananas gut abtropfen lassen. Die Hälfte der Ananas in kleine Stücke schneiden, die andere Hälfte pürieren.

3. Mascarpone mit der Kokosmilch und Zucker glatt rühren. Sahne mit San-apart steif schlagen und unter die Creme heben. Die Masse in zwei Hälften teilen. In die eine Hälfte zwei Esslöffel Ananaspüree und die Ananasstückchen mischen, die andere Hälfte nur mit Püree mischen. Je ein Päckchen Gelatine-Fix in die Massen einrühren.

4. Die Masse mit den Stückchen auf dem unteren Tortenboden Glattstreichen. Den mittleren Boden rundherum etwas kleiner schneiden und auf die Creme legen. Diesen Boden wieder mit 4 EL Kokoslikör tränken und die Creme mit dem Ananaspüree darauf verteilen. Kokos-Chips darüber streuen und den Deckel der Torte auflegen. Mit Folie abdecken und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ich habe die Torte noch mit einem Buch beschwert, damit die Böden und die Creme gut zusammen halten.



Für die Ganache:

150 g Sahne
300 g weiße Schokolade

So wird's gemacht:

1. Schokolade in Stücke brechen, Sahne zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und die Schokolade dazugeben. So lange umrühren, bis keine Stückchen mehr enthalten sind. Abkühlen lassen.

2.Mit dem Handrührgerät aufschlagen, bis die Masse anfängt fest zu werden (sie dickt noch nach).

3. Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und auf eine drehbare Tortenplatte stellen. Mit einer Palette die Ganache gleichmäßig an den Seiten und oben verteilen.



Für die Fondant-Decke:

ca 1.000 gr Fondant in der Farbe eurer Wahl
etwas Bäckerstärke

1. Fondant könnt ihr mit Lebensmittelfarbe (z.B. Pasten von Wilton) einfärben oder mit verschiedenen Farbtönen marmorieren. Dazu die verschiedenfarbigen Teile zu langen Strängen rollen, aneinander legen und dann so lange miteinander verdrehen (nicht kneten) bis ihr die gewünschte Farbe und Marmorierung erhaltet.

2. Die saubere Arbeitsfläche großzügig mit Bäckerstärke einstreuen. Dazu am besten 2 EL Stärke in ein sauberes Geschirrtuch geben und durch den Stoff auf die Arbeitsfläche stäuben.

3. Den Fondant maximal 5 mm dick ausrollen. Das geht am besten mit einem Silikonrollstab. Mit dem Rollstab hochnehmen und gleichmäßig über die Torte legen. Mit einem Fondant-Glätter zuerst oben, dann auch an den Seiten gleichmäßig über den Fondant fahren, damit dieser sich mit der Ganache verbinden kann.
Zum Schluss mit einem spitzen Messer oder Pizzaschneider (klappt super) den überflüssigen Fondant abschneiden.
Nun kann die Torte noch nach Belieben dekoriert werden.


Für meine Figuren habe ich übrigens den Fondant mit etwas CMC verknetet dann härtet er besser aus. Das ist aber nicht für alle Figuren gut. Besonders die größeren sollen sich nachher noch an die Rundung der Torte anpassen. Die also lieber ohne CMC machen. Aus abgekochtem Wasser und etwas CMC-Pulver habe ich auch Zuckerkleber angerührt um die Dekoration dann auf dem Fondant festkleben zu können. Statt CMC aus der Apotheke könnt ihr übrigens auch Kukident Haftpulver Extra Stark aus dem Drogeriemarkt verwenden (kein Witz!).

Wenn ihr die Torte nicht mit Fondant eindecken wollt bestreicht sie einfach nur mit Ganache und bestreut sie mit Kokos-Chips oder Kokosraspeln. Das schmeckt toll und sieht auch hübsch aus.

Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 12. Februar 2016

Zitronentorte

Hallo meine Lieben,

kennt ihr das auch - man hat so ein gewisses Repertoire an Gebäck und Torten, variiert hin und wieder ein wenig, aber landet doch immer wieder bei den bewährten Rezepten? Auch mir geht das oft so und dann fange ich an mich zu langweilen.
Ein neues Rezept muss her! Ich wälze also meine Bücher, surfe im Netz, blättere durch gigantische Stapel an Zeitschriften und suche mir das zusammen, was mir gefällt. Dabei werfe ich dann oft verschiedene Rezepte zusammen, weil mir bei dem einen diese Komponente gefällt, beim anderen jene...

Und hin und wieder kommt dann zur rechten Zeit auch eine Freundin mit dem zarten Hinweis "Du, probier doch mal das Rezept. Das ist toll!" daher. So war's auch dieses Mal und so kam ich zu dieser wundervollen Zitronentorte, die ich natürlich auch wieder ein bisschen angepasst habe. ;-)

Für eine "normal hohe" Torte braucht ihr:

Zwei oder drei Springformen mit 26 cm Durchmesser

Für den Teig:
350 g weiche Butter
350 g Zucker
350 g Mehl
6 Eier
1 EL Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
100 ml Zitronensaft
abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

Für die Füllung:
100 g weiche Butter
120 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
10 g Puderzucker
120 g Lemoncurd (gekauft oder selbst gemacht)
abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

Mit diesen Mengenangaben wird die Torte (der Boden) ca. 6 cm hoch. Wenn ihr eine hohe, etwa 9 cm große Torte wollt nehmt die 1,5-fache Menge aller Zutaten.

Für die Creme:
75 g Zucker
150 ml Wasser
Schale von 1 1/2 unbehandelten Zitronen
90 ml Zitronensaft
weitere 375 ml Wasser
90 g Zucker
45 g Stärke
180 g Butter
gelbe Lebensmittelfarbe (Paste)

Diese Menge reicht zum einstreichen der Torte, wenn ihr wie ich Rosen spritzen wollt nehmt lieber zur Sicherheit die 1,5-fache Menge, bei der hohen Torte die doppelte Menge.


So wird's gemacht:


1. Backofen auf 175°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Eier, Vanillezucker und Zucker sehr schaumig rühren bis die Masse hell wird. Dann nach und nach die weiche Butter einarbeiten.

3. Mehl mit Backpulver und Zitronenabrieb mischen und abwechselnd mit dem Zitronensaft unter die Eiermischung rühren.

4. Die Springformen mit Backpapier auskleiden und die Masse darin verteilen. Entweder drei einzelne Böden backen oder eine Form mit 2/3 der Masse und die andere mit 1/3 füllen und nacheinander etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Stäbchenprobe machen. Die größere Teigmenge braucht entsprechend länger.

5. Nach dem Auskühlen den größeren Boden einmal hälftig durchschneiden. Das geht am besten mit einer "Tortenharfe" oder einem langen Tortenmesser. Achtet darauf, dass beide Hälften etwa gleich dick sind.

6. FÜr die Füllung die weiche Butter nach und nach mit dem Frischkäse verrühren. Puderzucker, Lemoncurd und Zitronenabrieb dazu geben und gut vermischen.

7. Die Hälfte der Füllung auf dem ersten Boden verteilen, glatt streichen und einen Tortenring darum stellen. dann den zweiten Boden auflegen und die restliche Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend den dritten Boden auflegen. Die Torte jetzt für mindestens 2 Stunden kalt stellen.

8. In der Zwischenzeit die Tortencreme vorbereiten: 75 g Zucker mit 150 ml Wasser aufkochen. Die Zitronenschale mit einem Sparschäler oder dünn mit einem Messer abschälen ohne dass zuviel weiße Schale dabei ist. Zitronenschale mit aufkochen, Herd abschalten und 10 Minuten ziehen lassen, dann die Schale herausnehmen.

9. Restlichen Zucker und das Wasser dazu geben, gut verrühren und aufkochen lassen. Zitronensaft mit Stärke glatt rühren. Wenn die Masse kocht den Topf vom Herd nehmen und die Stärkemischung schnell mit einem Schneebesen einrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen bis ein dicker Pudding entsteht.

10. Die Puddingmasse in eine flache Schüssel umfüllen und mit einer firschhaltefolie abdecken. Die Folie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet. Masse auf Raumtemperatur erkalten lassen.

11. Wenn der Pudding kalt ist wird die zimmerwarme Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät cremig aufgeschlagen bis sie weiß und luftig ist. Dann löffelweise den Pudding dazu geben. Wenn ihr nicht sicher seid, ob euer Pudding Klümpchen hat streicht ihn vorher besser durch ein Haarsieb.

12. Die Masse teilt ihr nun ungefähr im Verhältnis 1:1:3 auf. Einen Teil färbt ihr kräftig gelb, den zweiten nun noch zart gelb und der dritte bleibt weiß.

13. Jetzt streicht ihr die Torte ein. Fangt dazu unten an und streicht eine etwa 2 cm hohe Schicht der gelben Creme einmal rundherum. Darüber kommt eine Runde der hellgelben Creme und oben herum kommt die weiße Creme. Mit der weißen Creme streicht ihr die Torte auch von oben glatt. Einen schönen Farbverlauf bekommt ihr, wenn ihr die Torte noch einmal rundherum mit einer Palette abzieht.

14. Stellt eure Torte noch einmal für mindestens 2 Stunden kalt, die Creme braucht Zeit um richtig anzuziehen und fest zu werden. Wenn ihr Rosen spritzt kann es besser sein, die Creme vor dem Dekorieren kurz zu kühlen, damit die Rosen nicht verlaufen. Ganz kinderleicht und bequem könnt ihr Torten übrigens auf einer dreh- und neigbaren Tortenplatte dekorieren. Seit ich diese Platte habe frage ich mich, warum ich mir früher immer so viel Arbeit und Mühe gemacht habe. Ich will nicht mehr ohne dieses tolle Hilfsmittel sein. Wenn ihr es künftig auch leichter haben wollt, könnt ihr die Platte hier bestellen, den Link dazu findet ihr in der rechten Spalte.


Vor dem Servieren sollte die Torte wieder mindestens eine halbe Stunde Zeit bekommen, sich an die Raumtemperatur zu gewöhnen. Sie schmeckt einfach besser, wenn sie nicht eiskalt ist und die Creme ist dann ja auch fest genug.

Lasst euch von dem langen Rezept nicht abschrecken. Auch ich dachte zuerst "Oh mein Gott! Drei Formen und so viel Arbeit!" Aber das liest sich nur so, das Rezept ist wirklich einfach nachzumachen und ich bin sicher, dass ihr das ganz toll hin bekommt! Wenn ihr es ausprobiert habt schickt mir mal ein Foto!

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 10. Mai 2015

Muttertagstorte mit Holunderschaum und Erdbeeren

Hallo meine Lieben,

meine ersten Erinnerungen an den Muttertag gehen zurück in den Kindergarten. Dort haben wir Gedichte und Lieder gelernt, die wir unseren Müttern dann zusammen mit etwas gebasteltem geschenkt haben. Sicherlich ist es hier die Geste die zählt. Meine gebastelten "Kunstwerke" dürften eher nicht zu dem gehören, was die Jahrzehnte überdauert hat. Aber ich könnte Mama ja mal fragen, wo sie die vielen WUNDERSCHÖNEN Geschenke eigentlich aufbewahrt :-)
Um sie heute gar nicht erst in diese Verlegenheit zu bringen habe ich ein Geschenk gebacken, dass zeitgleich mit seinem Genuss aus unserem Blickfeld verschwindet - eine Torte.

Für alle, die nicht wissen, was sie Ihrer Mutter schenken sollen, weil "sie schon alles hat" oder zu der Fraktion "aber ihr sollt mir doch nichts schenken" gehört bin ich kürzlich auf eine hübsche Idee gestoßen. Auf der Internetseite der Hilfsorganisation Oxfam kann man "einZIEGartige" Geschenke kaufen. Ziegen, Schafe, Hühner, und so weiter. Aber keine Angst, ihr müsst dafür keinen Stall bauen oder eine Wiese pachten. Mit diesen Geschenken unterstützt ihr Menschen in den ärmsten Gegenden der Welt dabei, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Und für die Beschenkten hier gibt's eine hübsche Karte mit dazu.

Nun aber zu meiner Torte, die sicher nicht nur zum Muttertag prima schmeckt. Feiertage gibt's ja noch einige demnächst.

Für eine Torte mit 24cm Durchmesser braucht ihr:

Für den Teig:

3 Bio-Eier
90 g Zucker
100 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver


Für die Füllung:

4 EL Erdbeerkonfitüre
ca. 15 mittelgroße Erdbeeren
2 Päckchen gemahlene weiße Gelatine
(oder Agartine, Sofortgelatine, etc. für 1 Liter Flüssigkeit)
6 Eigelb
6 EL warmes Wasser
80 g Zucker
175 ml Holunderblütensirup
150 ml Sekt
1 1/2 Zitronen (Saft)
400 ml Sahne


Zum Verzieren:

250 g Erdbeeren + ein paar zum Dekorieren
50 g Zucker
250 ml Sahne



Und so wird's gemacht:

Eins vorweg - es ist nicht halb so kompliziert wie die lange Zutatenliste vermuten lässt. Also habt Mut und probiert es einfach aus!

1. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Eier trennen und das Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen und so lange rühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

2. Mit niedriger Geschwindigkeit die Eigelbe unter den Eischnee rühren.

3. Mehl und Backpulver mischen und vorsichtig in die Masse sieben, mit dem Schneebesen unterziehen.

4. Eine Springform mit 24 cm Durchmesser mit Backpapier am Boden auslegen. Dazu einfach einen Bogen Backpapier zwischen Boden und Rand einspannen. Die Masse in die Form geben und vorsichtig glatt streichen. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Danach auskühlen lassen.

5. Gelatine oder Agartine bereitet ihr jetzt nach Packungsanleitung vor (quellen lassen), bei Sofortgelatine entfällt dieser Schritt.

6. Die Eigelbe in einer großen Rührschüssel mit 6 EL warmem Wasser schaumig schlagen und den Zucker langsam dazu geben. Die Masse so lange schlagen bis sie sehr hell, cremig und zähflüssig ist. Das dauert mit der Küchenmaschine ca. 5 Minuten, mit dem Handrührgerät durchaus etwas länger. Habt Geduld, es lohnt sich.

7. Zu der Eigelbmasse gebt ihr nun Holunderblütensirup, Sekt und Zitronensaft und verrührt alles vorsichtig miteinander. Sofortgelatine jetzt dazu geben und unterrühren oder die gequollene Gelatine kurz in der Mikrowelle oder auf dem Herd erwärmen (NICHT kochen) bis sie sich ganz aufgelöst hat. Dann einige Löffel der Eiermasse dazu geben und vermischen um die Temperatur anzugleichen. Die Gelatine unter Rühren dann zur übrigen Masse geben.

8. Sahne steif schlagen und unter die Masse ziehen.

9. Den abgekühlten Biskuitboden mit einem scharfen Sägemesser oder einer Tortenharfe in zwei Lagen schneiden. Die untere Lage auf eine Tortenplatte legen und mit der Erdbeerkonfitüre einstreichen. Dann einen Tortenring darum stellen.

10. Erdbeeren halbieren und mit den Schnittflächen nach außen dicht an dicht in den Tortenring stellen und einmal die ganze Torte umrunden.

11. Die Hälfte der Schaummasse gießt ihr jetzt in die Mitte der Torte, die Erdbeeren sollten etwa bedeckt sein. Dann den zweiten Boden auflegen und die andere Hälfte des Holunderschaumes darauf gießen.

12. Torte jetzt für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen bis die Schaumcreme angezogen hat und fest wird. Deckt die Torte im Kühlschrank ab, damit sie keine fremden Gerüche annimmt.

13. Zum Verzieren Sahne schlagen und in kleinen Tuffs einen Ring auf die Torte spritzen. Die Sahnetuffs müssen dicht aneinander stehen und dürfen keine Abstände haben.

14. Erdbeeren mit Zucker pürieren und als Fruchtspiegel oben auf die Torte gießen. Die Sahne hält das Püree dort wo es hin gehört. Beim Anschneiden läuft die Erdbeermasse an den Tortenstücken hinunter, das gehört aber so. Wenn ihr das nicht wollt könnt ihr die Erdbeermasse noch mit wenig Gelatine eindicken.

15. Tortenring vorsichtig lösen. Den Tortenrand ggf. mit einem feuchten Messer glätten. Fertig! :-)


Außerhalb der Erdbeersaison schmeckt die Torte übrigens auch ohne Frucht und nur mit dem Holunderschaum ausgezeichnet. Die Eiweiße der sechs Eier müsst ihr nicht wegwerfen. Ihr könnt daraus z.B. ein herrliches Eiweißbrot backen. Das stelle ich euch auch bald hier vor.

Jetzt wünsche ich allen Müttern einen zauberhaften Muttertag und allen einen schönen Sonntag!

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 17. März 2015

Heidelbeer-Holunderblüten-Torte

Hallo meine Lieben,

auch wenn mir im Alltag einfache Kuchen vollkommen genügen muss es manchmal einfach eine richtige Torte sein. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel.
Für so einen schönen Anlass habe ich heute eine Heidelbeer-Holunderblüten-Torte gemacht. Bisher habe ich bei Torten auf bewährte Rezepte aus der Familie oder von Freunden vertraut und diese dann nach meinem Geschmack abgewandelt. Die Torte heute habe ich von Grundauf selbst entwickelt und teilweise noch im Entstehungsprozess verändert, bis mir das Ergebnis auch wirklich gefallen hat.

Für euch habe ich natürlich nur die Endfassung aufgeschrieben, die ganzen Pannen und unnötigen Zwischenschritte könnt ihr euch sparen. Begonnen hat der ganze Prozess bereits vor 2 Tagen mti der Fruchteinlage, die lässt sich nämlich super vorbereiten und einfrieren. Auch den Pudding für die Creme könnt ihr gut am Vortag zubereiten und wenn der Tortenboden eine Nacht ruht lässt er sich auch besser schneiden. Es klappt auch, die ganze Torte an einem Tag zu machen, aber ich finde es entspannter, wenn die Komponenten an einem Tag erstellt und die Torte dann am nächsten Tag komplett zusammengestellt wird.




Die einzelnen Komponenten sind:
Mürbeteigboden
Biskuitboden (3 Lagen)
Fruchteinlage
Holunderblüten-Buttercreme
Sahne mit frischen Heidelbeeren

Die einzelnen Rezepte habe ich nochmal als eigene Einträge auf meinem Blog gestellt, sodass ihr nicht das ganze Rezept durchsuchen müsst, wenn ihr mal nur eine Komponente sucht.

Für den Mürbeteigboden braucht ihr:

100 g kalte Butter
50 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Mehl



Und so wird's gemacht:

1. Alle Zutaten mit kalten Händen möglichst schnell zu einem Teig verkneten.

2. In Folie einwickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

3. Anschließend auf ein Backpapier legen, mit Frischhaltefolie abdecken und ausrollen bis die Größe eurer Form (24 cm) erreicht ist.

4. Folie abziehen, mit dem Backpapier in die Form legen und Ränder noch angleichen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 15 Minuten backen.


Für den Biskuitboden braucht ihr:

6 Eier
220 g Zucker
1 EL Vanillezucker
280 g Mehl
2 TL Backpulver



Und so wird's gemacht:

1. Eier mit dem Rührbesen der Küchenmaschine aufschlagen, Zucker und Vanillezucker dazu geben und alles 30 Minuten lang (!!!) auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Wenn ihr das mit dem Handrührgerät machen wollt, plant lieber 45 Minuten ein, da das nie so viel Kraft hat wie eine Küchenmaschine.

2. Den Boden einer 24er Springform mit Backpapier belegen.den Rand auf keinen Fall einfetten. Der Biskuitboden wird nicht hoch, wenn ihr den Rand einfettet, da er "hochklettern" muss und nicht abrutschen darf.

3. Auf der mittleren Schiene bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 50 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen und mit einem Tortenringmesser vorsichtig vom Rand lösen, bevor die Form geöffnet wird.


Für die Fruchteinlage braucht ihr:

300 g Früchte (z.b. Heidelbeeren)
3 EL Zucker (je nach Süße der Früchte auch weniger)
60 ml Fruchtsaft
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene Gelatine



Und so wird's gemacht:

Ich habe für meine Heidelbeer-Fruchteinlage ein Glas Heidelbeeren (von Odenwald) verwendet. Darin sind abgetropft ca. 205 g Heidelbeeren. Das fehlende Gewicht bis zu 300 g habe ich mit der Flüssigkeit aufgefüllt, in der die Heidelbeeren eingelegt waren. Die habe ich auch als "Fruchtsaft" genommen. Ich wollte sowohl die dunkelviolette Farbe als auch den Heidelbeergeschmack nicht durch andere Früchte verfälschen.

1. Gemahlene Gelatine in den Fruchtsaft (60 ml) einrühren und 10 Minuten quellen lassen. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen.

2. Früchte (ggf. mit Abtropfflüssigkeit) und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen.

3. Gequollene Gelatine (oder ausgedrückte Blattgelatine) in die heiße (nicht kochende) Fruchtmasse geben und umrühren bis sie sich aufgelöst hat.

4. Einen Tortenring so einstellen, dass er 2 cm weniger Durchmesser hat als euer Tortenboden, bei mir also 22 cm. Dann den Ring aussen befeuchten und eine Frischhaltefolie darauf spannen. Die Folie hält gut am nassen Ring, aber besser ist es, wenn ihr sie mit einem Gummiband fixiert oder die Ecken oben am Tortenring mit Büroklamern feststeckt. Vor allem aber stellt den Ring in eine flache Schale, falls doch etwas ausläuft habt ihr sonst eine riesige Sauere.

5. Jetzt könnt ihr die Fruchtmasse in den Tortenring gießen und hoffen, dass eure Folie hält. Abkühlen lassen. Wenn die Gelatine angezogen hat und die Masse fest geworden ist entfernt den Tortenring und deckt die Fruchtplatte mit Frischhaltefolie ab. Jetzt könnt ihr sie einfrieren. Sie lässt sich auch viel leichter weiterverarbeiten wenn sie gefroren ist.


Für die Holunderblüten-Buttercreme braucht ihr:

400 ml Milch
6-8 EL Holunderblütensirup
Zucker nach Geschmack
50 g Speisestärke
300 g Butter (zimmerwarm)
evtl. Lebensmittelfarbe (Pasten)



Und so wird's gemacht:

1. Milch mit Holunderblütensirup und Stärke aufkochen und unter dauerndem Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen. Zucker zugeben, wenn die Süße des Sirups euch nicht genügt. Der Pudding sollte nicht zu stark und nicht zu schwach nach Holunderblüten schmecken. Der Geschmack soll ja nachher mit den Heidelbeeren korrespondieren und ihn nicht überlagern. Gebt den Sirup lieber nach und nach dazu, wenn ihr euch nicht sicher seid.

2. Pudding in eine flache Schüssel umfüllen und mit einer direkt darauf gelegten Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen.

3. Wenn der Pudding kalt ist streicht ihn durch ein Haarsieb um letzte Klümpchen zu entfernen.

4. 300 g sehr weiche Butter mit dem Rührbesen cemig-weiß aufschlagen, dann löffelweise den Pudding dazu geben.

Wenn ihr die Torte mehrfarbig dekorieren wollt, teilt die Creme nun auf und färbt die einzelnen Portionen ein.

Ich habe den Pudding ohne Ei gekocht, da ich die Creme möglichst weiß halten wollte, wenn ihr aber später alles einfärbt könnt ihr auch ein anderes Puddingrezept nehmen.


Für die Torte braucht ihr außerdem noch:

2 Becher Schlagsahne
250 g frische Heidelbeeren
100 g Heidelbeerkonfitüre
(ohne Kernchen und Fruchtstücke)
1 Päckchen Sofortgelatine
oder 2 TL SanApart
30 ml heißen Wasser
2 EL Zucker
30 ml Holunderblütenlikör (oder Sirup)



Und so wird die Torte dann zusammengesetzt:

Eins vorweg, ich verwende den eigentlichen Boden des Biskuits später als Tortendeckel, da er komplett gerade und gleichmäßig ist. Die anderen Böden könnt ihr in beliebiger Reihenfolge verwenden. Mein Biskuit war nicht gleichmäßig hoch, daher habe ich noch ein Stück abgeschnitten um nachher einer gerade Torte zu bekommen.

1. Biskuitboden mit der Tortenharfe oder einem langen scharfen Messer in 3 möglichst gleich dicke Lagen schneiden.

2. Mürbeteigboden auf die Tortenplatte legen und mit Heidelbeerkonfitüre bestreichen.

3. Den Zucker im heißen Wasser auflösen und mit Holunderblütenlikör mischen.

4. Den ersten Tortenboden darauf legen und mit dem Zuckerwasser-Likör-Gemisch tränken. Ein paar EL Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.

5. Auf diesen Boden die gefrorene Fruchteinlage auflegen, ggf. mit etwas Konfitüre ankleben. Mittig ausrichten. Jetzt einen Tortenring um den Tortenboden stellen. Sollte der Mürbeteigboden überstehen könnt ihr den einfach durch festes Herunterdrücken des Tortenrings ausstechen. Den Abstand zwischen Fruchteinlage und Tortenring spritzt ihr mit Buttercreme aus. Die Fruchteinlage darf nicht bis an den Rand gehen, weil sie sonst durchfärben würde.

6. Nun den zweiten Tortenboden auflegen und wieder tränken.

7. Sahne steig schlagen und SanApart oder Sofortgelatine einrühren. Die Hälfte der Sahne auf dem Tortenboden verteilen, dann die frischen Heidelbeeren darauf verteilen und mit der restlichen Sahne abdecken.

8. Zum Schloss noch den letzten Boden auflegen. Diesen habe ich von seiner späteren Unterseite her mit etwas Zuckerwasser-Likör beträufelt.

Die Torte muss jetzt eine Stunde kalt stehen, dass die Gelatine und Buttercreme anziehen kann. Dann könnt ihr den Tortenring vorsichtig mit einem Tortenringmesser lösen und abnehmen.

Zum Verzieren habe ich je 3-4 EL Buttercreme in violett und blau gefärbt und mit violett begonnen eine Runde um die Torte einzustreichchen. Darüber kommt eine Runde blau. Die Farben dürfen gerne ein wenig verwischen. Zuletzt kommt die weiße Creme, mit der auch die Torte oben bestrichen wird.
Jetzt ist die Torte fertig und sollte nochmal ein paar Stunden in den Kühlschrank. Idealerweise so lange bis die gefrorene Fruchteinlage aufgetaut ist :-)


Ich habe mich noch ein wenig im dekorieren geübt und eine Spritztechnik verwendet, die ich sonst nur mit Royal Icing verwende. Mit Buttercreme klappt das leider nicht so gut, daher gehe ich hier nicht im Details darauf ein.



Ich bingespannt, wie euch die Torte gefällt. Glaubt mir, es ist nicht halb so schwierig wie es vielleicht jetzt aussieht und ich bin sicher, dass mit ein klein wenig Übung und Geschick jeder so eine Torte machen kann.

Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 16. März 2015

Fruchteinlage für Torten

Für die Fruchteinlage braucht ihr:

300 g Früchte (z.b. Heidelbeeren)
3 EL Zucker (je nach Süße der Früchte auch weniger)
60 ml Fruchtsaft
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene Gelatine



Und so wird's gemacht:

Ich habe für meine Heidelbeer-Fruchteinlage ein Glas Heidelbeeren (von Odenwald) verwendet. Darin sind abgetropft ca. 205 g Heidelbeeren. Das fehlende Gewicht bis zu 300 g habe ich mit der Flüssigkeit aufgefüllt, in der die Heidelbeeren eingelegt waren. Die habe ich auch als "Fruchtsaft" genommen. Ich wollte sowohl die dunkelviolette Farbe als auch den Heidelbeergeschmack nicht durch andere Früchte verfälschen.

1. Gemahlene Gelatine in den Fruchtsaft (60 ml) einrühren und 10 Minuten quellen lassen. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen.

2. Früchte (ggf. mit Abtropfflüssigkeit) und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen.

3. Gequollene Gelatine (oder ausgedrückte Blattgelatine) in die heiße (nicht kochende) Fruchtmasse geben und umrühren bis sie sich aufgelöst hat.

4. Einen Tortenring so einstellen, dass er 2 cm weniger Durchmesser hat als euer Tortenboden, bei mir also 22 cm. Dann den Ring aussen befeuchten und eine Frischhaltefolie darauf spannen. Die Folie hält gut am nassen Ring, aber besser ist es, wenn ihr sie mit einem Gummiband fixiert oder die Ecken oben am Tortenring mit Büroklamern feststeckt. Vor allem aber stellt den Ring in eine flache Schale, falls doch etwas ausläuft habt ihr sonst eine riesige Sauere.

5. Jetzt könnt ihr die Fruchtmasse in den Tortenring gießen und hoffen, dass eure Folie hält. Abkühlen lassen. Wenn die Gelatine angezogen hat und die Masse fest geworden ist entfernt den Tortenring und deckt die Fruchtplatte mit Frischhaltefolie ab. Jetzt könnt ihr sie einfrieren. Sie lässt sich auch viel leichter weiterverarbeiten wenn sie gefroren ist.


Biskuit für Torten

Für den Biskuitboden braucht ihr:

6 Eier
220 g Zucker
1 EL Vanillezucker
280 g Mehl
2 TL Backpulver



Und so wird's gemacht:

1. Eier mit dem Rührbesen der Küchenmaschine aufschlagen, Zucker und Vanillezucker dazu geben und alles 30 Minuten lang (!!!) auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Wenn ihr das mit dem Handrührgerät machen wollt, plant lieber 45 Minuten ein, da das nie so viel Kraft hat wie eine Küchenmaschine.

2. Den Boden einer 24er Springform mit Backpapier belegen.den Rand auf keinen Fall einfetten. Der Biskuitboden wird nicht hoch, wenn ihr den Rand einfettet, da er "hochklettern" muss und nicht abrutschen darf.

3. Auf der mittleren Schiene bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 50 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen und mit einem Tortenringmesser vorsichtig vom Rand lösen, bevor die Form geöffnet wird.