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Sonntag, 5. Januar 2020

Carrot Cake - low carb - mit Frosting

Hallo meine Lieben,

heute habe ich zum ersten Mal in meiner neuen Küche gebacken. Die letzten Wochen war mir einfach noch nicht danach. Zuviel Stress wegen des Umzugs, noch zu viele nicht ausgepackte Kisten und einfach abends zu müde.

Aber jetzt, am langen Wochenende, musste wieder mal ein Kuchen auf den Tisch. Nach kurzer Suche habe ich auch alle Zutaten gefunden. Ist ja echt irre, wie man sich da umgewöhnen muss, wenn alles einen neuen Platz hat.

Schon öfter bin ich über Rezepte für einen Carrot Cake gestolpert und wollte die mal ausprobieren, aber die Kurve hab ich dann nie gekriegt. Heute also war es soweit. Und dann auch noch los carb, weil mir nach Weihnachtszeit ehrlich gesagt der Zucker zu den Ohren raus kommt. Ich mag einfach nichts zu süßes mehr. Es reicht wieder für ne ganze Weile.

Für eine Form mit 24-26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF



200 g geschmolzene Butter
5 Eier (Größe M)
50 g Erythrit (z.B. Xucker light)
1 TL Vanillepulver
300 g geraspelte Karotten
50 g gehackte Pecannüsse
50 g Weizenvollkornmehl
50 g gemahlene Mandeln
50 g Mandelmehl
50 g Kokosmehl
1 TL Zimt
1 TL Ingwer
1 TL Fünfgewürzpulver
2 TL Backpulver

Für das Frosting:

200 g Frischkäse
2 EL Erythrit
1 TL abgeriebene Zitronenschale


So wird's gemacht:

1. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Butter mit Eiern, Erythrit und Vanille verrühren.









3. Mehle, Mandeln und Gewürze mit Backpulver vermischen und zusammen mit den gehackten Nüssen und den Karotten unterrühren.

4. Die Masse gleichmäßig in der Form verteilen und auf der zweiten Schiene von unten etwa 35 bis 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.




5. Für das Frosting die Zutaten glattrührend und kalt stellen. Wenn der Kuchen abgekühlt ist das Frosting auf dem Kuchen verstreichen.









Der Carrot Cake schmeckt auch lauwarm schon Weltklasse, aber dann verläuft euch das Frosting leider sehr schnell, also habt ruhig etwas Geduld und lasst den Kuchen erst ganz auskühlen. :-)



Alles Liebe
Euer Steffen


Dienstag, 26. Dezember 2017

Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen

Hallo meine Lieben,

wenige von euch haben wahrscheinlich einen eigenen Walnussbaum im Garten stehen. Walnussbäume werden wirklich riesig und brauchen sehr viel Platz. Sie werfen einen großen Schatten und direkt unter Ihnen schafft es kaum ein Pflänzchen zu überleben. Walnussbäume verteidigen ihr Revier. Dafür liefern sie dann aber neben kühlendem Schatten auch noch köstliche Nüsse, die man sich mit den Eichhörnchen teilen darf, die regelmäßig vorbei schauen.

Nein, ich habe leider keinen Walnussbaum. Ich hatte aber mal einen, der war ungefähr so groß wie ich, aber ich war damals vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, genau weiß ich das nicht mehr.
Ich weiß nur, dass wir meine Großeltern aus der Kur abgeholt haben und dort stand im Garten ein mächtiger Walnussbaum. Einen jungen Baum, der wohl wie viele andere den Garten wie Unkraut zu überwuchern drohte, habe ich als Geschenk mit nach Hause bekommen und im Garten meiner anderen Großeltern eingepflanzt. Dort wurde mein Bäumchen gehegt und gepflegt und wuchs einige Jahre ungefähr in meinem Tempo. Bis meine Eltern dann in eben diesen Garten ein Haus bauen wollten und mein Bäumchen weichen musste.


Der Baum wurde aber nicht einfach gefällt - das hätte ich nicht übers Herz gebracht. Nein, er durfte umziehen und wir haben gewissermaßen die Adressen getauscht. Der Baum wurde ans Haus meiner Großeltern gepflanzt aus dem ich mit meiner Familie auszog als unser neues Haus fertig gebaut war. Dort legte der Baum weiter kräftig zu und beschattete bald den halben Gemüsegarten meiner Oma. Also galt es wieder ein neues Zuhause für mein Bäumchen zu finden und wir hatten Glück. Die Schwiegereltern meiner Tante nahmen das Bäumchen auf und gaben ihm ein neues Zuhause am Waldrand. Ich glaube fest daran, dass es ihm dort gut geht und dass er mich in Größe (und hoffentlich auch Umfang) inzwischen eingeholt hat. Immerhin dürfte der Baum inzwischen ungefähr 35 Jahre alt sein, vielleicht konnten seine neuen Besitzer auch schon Nüsse ernten. Ich habe leider bisher nie danach gefragt, ob es dem Baum noch gut geht. Aber falls ihr das lest, Barbara und Lothar, schreibt mir doch mal.

Einen Birnbaum habe ich übrigens auch nicht. Aber dafür immer zwei Gedichte im Ohr, wenn ich an Birnen denke. Das erste ist der unvermeidliche Herr von Ribbeck zu Bibbeck im Havelland (Theodor Fontane) und das zweite - kein wirkliches Birnen- aber dafür ein Herbstgedicht ist Septembermorgen. Bei letzterem sehe ich noch, als wäre es gestern gewesen, unseren Lehrer, Herrn Horn, vor mir wie er versucht uns Horde ignoranter Fünftklässler die Kunst der Sprache uns Poesie näher zu bringen. Leider habe auch ich erst viel später zu schätzen gelernt, was wir an diesem Lehrer hatten.

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die noch da sind und sehnlichst auf das Rezept für den Walnuss-Zimtbirnen-Kuchen warten. Eure Geduld wird nun belohnt.

Für eine Springform mit 26 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g weiche Butter
250 g Zucker
2 TL Zimt
5 Eier
300 g Mehl
100 g Walnüsse (gemahlen)
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
2-3 Birnen (reif, aber noch fest)
2 EL Zucker


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

2. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Dann jedes Viertel der Länge nach in 3 Spalten teilen. Mit 1 TL Zimt bestreuen und vorsichtig damit vermischen und beiseite stellen.

3. Butter und Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln und langsam nacheinander unterrühren.

4. Gemahlene Walnüsse mit Mehl, Backpulver und Salz mischen und löffelweise unter den Teig rühren. Den Teig in die Form geben und glatt streichen.

5. Jetzt die Birnenspalten fächerförmig auf dem Teig verteilen. Die übrigen 2 EL Zucker mit dem restlichen Zimt vermischen und über die Birnen streuen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.



Wer mag kann den fertigen Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen und ihn mit geschlagener Sahne servieren. Diese extra Kalorien spare ich aber an dieser Stelle gerne ein uns esse lieber noch ein dr... äh, zweites Stück.

Alles Liebe
Euer Steffen





Samstag, 21. Oktober 2017

Nussecken

Hallo meine Lieben,

wenn ich an Nussecken denke, dann denke ich immer ganz automatisch an meine Schulzeit. Dort in der Schule gab es ein kleines Fenster, durch das in der Pause ein Bäcker seine Backwaren verkauft hat. Und dort gab es die leckersten Nussecken, die ich bisher gegessen habe. Dazu gab es die freundliche Verkäuferin, die mir mit ihrem charmant-rustikalen Lächeln ein "Nussecke Markzwanzig" entgegen schmetterte. 1,20 DM für eine sündhaft leckere Nussecke. Das waren noch Zeiten. Himmel, ich werde alt. :-)

Meine Nussecken finde ich auch super, aber sie kommen einfach nicht an die ran, die ich damals von der Bäckerei, deren Namen mir leider entfallen ist, kannte. Vielleicht können mir meine ehemaligen MitschülerInnen an dieser Stelle helfen?

Falls es die Bäckerei nicht mehr gibt oder ihr gerade nicht in Walldürn und Umgebung seid backt euch doch einfach selber welche. Das ist einfacher als ihr denkt.



Für ein Blech voll köstlicher Nussecken braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
130 g Butter
130 g Zucker
2 Eier
300 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für den Belag:
4 EL Aprikosenmarmelade
200 g Butter
200 g Zucker
1 Vanilleschote
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gehackte Haselnüsse
4 EL Wasser
Kuvertüre


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech einfetten.

2. Aus den Zutaten für den Teig miteinander verkneten und den Teig auf dem Backblech ausrollen. Mit Aprikosenmarmelade bestreichen.

3. Für den Belag Butter und Zucker erhitzen und umrühren bis der Zucker sich aufgelöst hat. Vanilleschote auskratzen und das Mark dazu geben. Nüsse und Wasser untermischen und die Masse noch warm auf dem Teig verteilen und glatt streichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und noch warm zuerst in Quadrate und dann in Dreiecke schneiden. Diese auf dem Blech abkühlen lassen.

5. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Nussecken an zwei Ecken eintauchen oder bestreichen oder die Kuvertüre mit einer kleinen Tülle über die Nussecken verteilen.


Die Nussecken kann man schon lauwarm vom Blech naschen, aber am besten schmecken Sie wenn ihr sie noch einen Tag durchziehen lasst.

Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 18. Dezember 2016

Pecannuss-Taler

Hallo meine Lieben,

wie ihr vielleicht schon wisst mach ich einfache Weihnachtsplätzchen ganz besonders gern. Kein herumkleckern mit Zuckerguss oder Schokolade, keine Marmelade, mit der hauchdünne Plätzchen dann zu Türmen aufgeschichtet werden... Schmeckt zwar alles toll, macht mir aber wenig Spaß.

Im letzten Jahr hatte ich ganz tolle Heidesandplätzchen ausprobiert und diese Rezepte nun um eine Pecannuss-Version erweitert.
Falls ihr keine Pecannüsse habt oder sie nicht so gern mögt könnt ihr sie einfach durch Walnüsse ersetzen. Schmeckt auch super. Ich mag jedoch Pecannüsse etwas lieber, da sie weniger herb sind.

Für etwa 80 Stück braucht ihr:

180 g Mehl
70 g Speisestärke
1 TL Backpulver
125 g Butter
110 g Zucker
1 Msp. Vanillepulver oder 1 Päckchen Vanillezucker
3 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
1 Eiweiß
100 g gemahlene Pecannüsse
80 Pecannuss-Hälften (etwa 200 g)




So wird's gemacht:

1. Sucht aus den Pecannüssen 80 schöne Hälften aus, die nicht gebrochen sind und nehmt dabei am besten die kleineren. Dann wiegt ihr vom Rest 100 g ab und mahlt diese im Zerkleinerer oder in der Nussmühle fein.

2. Mehl, Stärke und Backpulver in eine Schüssel sieben. Butter in Stückchen dazu geben. Ei, gemahlene Nüsse, Zucker, Vanille und Aroma ebenfalls dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

3. Aus dem Teig zwei Rollen mit etwa 4 bis 5 cm Durchmesser und etwa 20 cm Länge formen. Die Teigrollen in Frischhaltefolie einwickeln und über nacht in den Kühlschrank legen.

4. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Die gut durchgekühlten Teigrollen in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und Bleche mit Backpapier legen.

5. Die Nusstaler mit Eiweiß bestreichen und jeweils mit einer Pecannuss-Hälfte belegen. Auf der zweiten Schiene von untern etwa 12 Minuten backen. Wenn die Taler abgekühlt sind lagert ihr die Plätzchen am besten in Blechdosen.


Bitte denkt dran, dass jeder Ofen ein bißchen anders "tickt" und achtet daher immer beim ersten Blech einer Sorte Plätzchen genau auf die Backzeit. Es kann sein, dass euer Ofen etwas schneller als meiner ist, oder auch etwas mehr Zeit für das gleiche Ergebnis braucht. Passt dann die Backzeit bitte einfach eurem Ofen an. Bei einem Kuchen ist das nicht soooo schlimm, aber bei feinem Gebäck, dass nur wenige Minuten braucht ist ein Unterschied von 2 Minuten manchmal fatal.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 11. Dezember 2016

Macadamia Brownies

Hallo meine Süßen,

gehts euch eigentlich auch so? An manchen Tagen kann es gar nicht schokoladig genug sein? Ich habe das Gefühl, der Bedarf an Schokolade hängt mit dem Wetter und der Jahreszeit zusammen. Kurz gesagt: je trüber und nasser der Herbst, desto Schokolade! :-)

Da ist es dann auch erst einmal Nebensache, ob es um heiße Schokolade geht, oder eine ganze Tafel Vollnuss-Zartbitter, oder ob es einen dunklen, duftenden, warmen Schokoladenkuchen gibt. Heute gab es bei mir Brownies mit Macadamianüssen.
Die Nüsse gibts geröstet und gesalzen zu kaufen und das ergibt eine tolle Herausforderung für eure Geschmacksknospen.

Für einen Backrahmen von 20 x 30 cm braucht ihr:

220 g dunkle Schokolade
150 ml Rapsöl
3 EL Kakaopulver
175 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 EL Milch
4 Eier Größe L (oder 5 Eier Größe M)
150 g Mehl
125 g Macadamianüsse (gesalzen)
Wenn ihr ein ganzes Blech voll Brownies backen wollt nehmt einfach die doppelte Menge.

So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen, Bachblech mit Backpapier auslegen und den Backrahmen auf die richtige Größe einstellen. Backt die Brownies nicht mit Heißluft, da trocknen sie zu sehr aus.

2. Die Schokolade in Stücke hacken und im Wasserbad bei geringer Wärme schmelzen. Es darf kein Wasser in die Schokolade gelangen, als gut aufpassen. Übrigens ist die Qualität der Schokolade wichtig für den Geschmack der Brownies. Ich nehme gern richtig dunkle Schokolade oder Kuvertüre mit hohem Kakaoanteil.

3. Macadamianüsse in ein Sieb geben und kurz unter Wasser abspülen. Nicht das ganze Salz abwaschen. Mit Küchenkrepp trocken tupfen und in grobe Stücke hacken. Etwa 6 Nüsse feiner hacken und alles beiseite stellen.

4. In einer Rührschüssel die geschmolzene Schokolade mit dem Öl gut verrühren. Kakaopulver, Zucker, Vanillezucker, Salz und Milch dazu geben und alles gut miteinander vermischen.

5. Nach und nach die Eier unterrühren. Zuletzt das Mehl dazu geben und gerade so lange vermischen bis sich die Zutaten verbunden haben. Dann die grob gehackten Nüsse unterheben.

6. Die Masse in den Backrahmen gießen und glatt streichen. Mit den fein gehackten Nüssen bestreuen. Auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.


Nach dem Abkühlen in gleichmäßige Stücke schneiden. Für gerade Linien nehme ich eine Palette oder ein Lineal zur Hilfe. Ihr könnt die Brownies noch mit Puderzucker bestäuben, aber ich finde sie süß genug und sie sehen auch mit den gehackten Nüssen darauf echt zum Anbeißen aus. :-) Das Zusammenspiel von schokoladig-süßem Teig mit leicht gesalzenen Macadamianüssen ist fantastisch! Unbedingt nachmachen!

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 18. November 2016

Pecan Pie

Hallo ihr Süßen,

der Herbst naht nach einem herrlichen Spätsommer in großen Schritten und das Erntedankfest rückt in beinahe greifbare Nähe. Bis zum Thanksgiving-Tag in den USA ist es noch weit hin, denn dieses Fest wird erst am vierten Donnerstag im November gefeiert. Genug Zeit also, ein klassisches Rezept für einen Pecan Pie auszuprobieren. Dieser Nusskuchen hat es wirklich in sich - kein Wunder, dass er zu einem Feiertag gehört, bei dem gutes und reichliches Essen unverzichtbar ist. Allerdings habe ich mein Rezept ganz deutlich meinem Geschmack angepasst und die Menge an Zucker radikal reduziert.

Pekannüsse sind mit unseren Walnüssen eng verwandt und sehen ihnen auch sehr ähnlich. Auch am Geschmack erkennt man die Verwandtschaft der beiden Nüsse, wobei die Pekannuss viel milder und runder im Geschmack ist als die doch recht herbe Walnuss.

Meinen Pecan Pie habe ich in einer Tarteform mit 30 cm Durchmesser gebacken. Diese Menge reicht locker um 12 Personen an den Rand eines Diabetes zu bringen :-) Für den Anfang würde ich euch den Versuch mit einer 22er Form empfehlen. Dazu könnt ihr die angegebene Menge einfach halbieren. Hier verlinke ich euch mal eines meines Lieblings-Hilfsmittel: die Umrechnungstabelle für Rezepte, die ich auf Sallys Blog gefunden habe. Damit könnt ihr jedes Rezept auf eure Formgrößen umrechnen und es wird immer gelingen!

Für eine Tarteform mit 30cm Durchmesser braucht ihr:

Für den Teig:
250 g Mehl
200 g kalte Butter
4 EL eiskaltes Wasser
1/2 TL Salz

Für die Füllung:
120 g weiche Butter
100 g Zucker
4 Eier
150 g Zuckerrübensirup (z.B. Grafschafter Goldsaft)
50 g Ahornsirup
2 EL Mehl
2 TL Vanille-Extrakt
400 g Pekannüsse

So wird's gemacht:


1. Mehl mit Butter, Wasser und Salz mit kalten Händen oder dem Rührgerät schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Wenn ihr den Teig zu lange knetet wird er zu warm und lässt sich nicht mehr schön verarbeiten.

2. Tarteforme einfetten und Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 33 cm Durchmesser ausrollen und in die Form geben. Wenn ihr den Teig sicher in die Form bringen wollt, dann rollt ihr ihn auf Frischhaltefolie oder Backpapier aus, legt ihn samt Papier kopfüber in die Form und zieht das Papier einfach wieder ab. Den Rand gleichmäßig hoch andrücken.

4. Legt etwa 40 bis 50 Pekanuüsse beiseite. Den Rest könnt ihr entweder ganz lassen oder mit dem Messer in grobe Stücke hacken. Ich bevorzuge die gehackte Variante, da sich der Pie später leichter schneiden lässt.

5. In einer Rührschüssel die weiche Butter mit dem Zucker cremig aufschlagen. Nacheinander die Eier unterrühren, Zuckerrübensirup, Ahornsirup und Vanille-Extrakt dazu geben und gut vermischen. Zuletzt die gehackten Pekannüsse unterziehen.

6. Die Nussmasse auf dem Teilboden gleichmäßig verteilen und die zurück behaltenen (ganzen) Nüsse dekorativ darauf verteilen.

7. Der Kuchen wird auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten bei 200°C gebacken, dann reduziert ihr die Temperatur auf 180°C und backt den Pie weitere 45 Minuten.

8. Bitte habt Geduld und lasst den Pie mindestens eine Stunde abkühlen bevor ihr ihn aus der Form heraus nehmt. Die Nussmasse ist nach dem Backen noch sehr weich!


Wenn ihr noch etwas mehr Geduld aufbringen könnt lasst den Pie über Nacht stehen. Am nächsten Tag ist der Kuchen durchgezogen, die Aromen haben sich wunderbar verbunden und der Geschmack ist noch viel besser als am ersten Tag.

Natürlich könnt ihr den Pie auch mit Walnüssen machen, wenn ihr keine Pekannüsse bekommt. Manchmal gibts auch nur gesalzene Pekannüsse, die wascht ihr dann einfach unter warmem Wasser ab und trocknet sie mit Küchentüchern.
Der Mürbeteigboden ist leicht salzig, die Füllung zuckersüß - das gibt ein wirklich tolles Geschmackserlebnis! Probiert den Pecan Pie unbedingt selbst mal aus. Das Rezept ist auch für Anfänger leicht nachzumachen.

Viel Freude beim Nachbacken und alles Liebe
Euer Steffen






Sonntag, 6. September 2015

Blond-Strawberry-Cheescake

Hallo ihr süßen Früchtchen,

da erzähle ich euch dauernd, wie wichtig und richtig es ist, saisonale und regionale Produkte zu verwenden und dann komme ich im September mit einem Erdbeerkuchen um die Ecke. Wenn ihr jetzt denkt: "Der hat nen Knall!", habt ihr zwar nicht ganz unrecht, aber den größeren Knall hat meine Erdbeerpflanze im Hängetopf. Die hat mir doch tatsächlich noch eine riesige Ernte (fast 300g) süßer, roter Erdbeeren beschert! Zum Beweis habe ich euch ein Foto von gestern (vor der Ernte) gemacht :-)

Falls ihr nicht so eine Wundererdbeere euer Eigen nennt könnt ihr das Rezept übrigens auch prima mit ein paar Löffeln Erdbeermarmelade anstelle der frischen Früchte nachmachen. Bitte nehmt keine gefrorenen Früchte, denn die werden beim Auftauen total matschig.

Ich backe den Kuchen in einem quadratischen Backrahmen (20x20 cm) oder einem runden Backrahmen mit 22 cm Durchmesser. Wenn ihr eine 26er Springform nehmen wollt müsst ihr die Mengen ungefähr mit 1,4 multiplizieren.


Für einen Backrahmen (20x20 cm) braucht ihr:

100 g weiche Butter
50 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
4 EL Milch
100 g weiße Schokolade
80 g Macadamianüsse

Für den cremigen Belag:
350 g Doppelrahm-Frischkäse
2 TL Vanilleextrakt
oder 1 Vanilleschote
50 g Zucker
1 Ei
1 TL Stärke
300 g Erdbeeren

Für die Streusel:
100 g Mehl
3 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
50 g Butter


Und wo wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Erdbeeren waschen und das Grün entfernen, anschließend in Stücke schneiden. Backrahmen einfetten.

2. Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad langsam schmelzen.

3. Butter mit Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren. Eier einzeln dazu geben und jedes Ei für etwa 1/2 Minute unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.

4. Macadamianüsse in grobe Stücke hacken und zusammen mit der flüssigen Schokolade unter den Teig heben.

5. Teig in den Backrahmen gießen und gleichmäßig verteilen.

6. Frischkäse mit Stärke, Zucker, Vanilleextrakt bzw. -mark und Ei glatt rühren und auf dem Teig verteilen. Erdbeerstückchen darüber streuen.

7. Für die Streusel das Mehl mit Zucker und Butter vermengen und dann über die Erdbeeren bröseln.

8. Den Kuchen auf der mittleren Schiene ungefähr 45 Minuten backen bis die Streusel leicht golden werden. Unbedingt etwa 15 Minuten in der Form auskühlen lassen bevor ihr den Rahmen entfernt, sonst fließt euch der Belag davon.


Wenn ihr wollt könnt ihr den Kuchen noch mit ein paar frischen Erdbeeren dekorieren oder mit Puderzucker bestäuben. Wie schon erwähnt könnt ihr statt frischer Früchte auch Erdbeermarmelade nehmen. Diese einfach kurz erhitzen, damit sie besser fließt und dann auf der Frischkäsemasse in Tropfen verteilen und die Streusel darüber streuen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!

Alles Liebe
Euer Steffen


Donnerstag, 15. Januar 2015

Wasserhörnchen

Hallo ihr Lieben,

was sind Wasserhörnchen? Etwa kleine putzige Tierchen, die im oder am Wasser leben und eine gewisse Ähnlichkeit mit Eichhörnchen nicht leugnen können?
Oder gar eine technische Vorrichtung, mit der die Wasserleitung elegant um Kurven geführt wird? Möglicherweise. Jedenfalls habe ich keine Ahnung, wie die Krümmungen in Wasserrohren genannt werden, und nur weil bisher kein Tier entdeckt wurde, auf das die Bezeichnung passt möchte ich dessen Existenz doch nicht gänzlich ausschließen.

Allen Eventualitäten zum Trotz sind Wasserhörnchen durchaus existent und zum Glück auch sehr leicht reproduzierbar :-) Es handelt sich um eine besondere Variante von Nusshörnchen aus Hefeteig. Die Besonderheit liegt darin, dass der Hefeteig nicht wie üblich an einem warmen Ort aufgeht, sondern in kaltes Wasser gelegt wird. Wer das noch nicht kennt sollte dieses Rezept wirklich unbedingt einmal ausprobieren.

Für etwa 25 Hörnchen braucht ihr:

380 g Mehl
125 g Butter
1 Würfel frische Hefe
4 EL lauwarme Milch
1 Prise Salz
3 Eier
4 EL Zucker










Für die Nussfüllung:

200 g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
1-2 EL Butter
1 EL Vanillezucker
3 EL Zucker
1 TL Kakao



Und so wird's gemacht:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. Milch, Hefe und 1 TL Zucker hinein geben und zu einem dünnen Vorteig verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Währenddessen die Nussfüllung herstellen. Dazu die Butter zerlassen und mit den übrigen Zutaten vermengen bis die Masse gut zusammenhält. Ich habe bei meiner Füllung keinen Kakao dazu gegeben, aber es gibt der Masse eine schönere Farbe.

3. Salz, Butter und Eier zum Mehl geben und einen Hefeteig herstellen. Ich nehme dafür gern den Knethaken der Küchenmaschine, aber ihr könnt den Teig auch mit den Händen kneten. Der Teig soll glatt und geschmeidig sein und nicht mehr kleben. Dann zu einer Kugel formen. Den Zucker NICHT dazu geben, das ist wichtig!

4. Die Teigkugel in eine große Schüssel mit kaltem Wasser legen, dass er gut bedeckt ist. Der Teig soll wirklich deutlich unter Wasser sein, denn er schwimmt nach oben, wenn er ausreichend aufgegangen ist. Wenn euer Teig jetzt nur knapp bedeckt ist, ist es viel schwieriger zu erkennen, wann er fertig ist.

5. Wenn die Teigkugel aufgetaucht ist nehmt ihr sie aus dem Wasser und knetet jetzt den Zucker ein. Nehmt noch etwas Mehl, wenn der Teig durch die Feuchtigkeit zu klebrig geworden ist.

6. Jetzt könnt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dünn ausrollen und mit einer Schüssel etwa 10 cm große Kreise ausstechen.

7. Auf jeden Kreis 2 TL Nussfüllung geben und den Teig aufrollen. Die Teigrolle dann noch zu Hörnchen biegen und auf Backfolie oder Backpapier setzen.

8. Das Backblech auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 17 Minuten backen bis die Hörnchen goldbraun sind.


Wie euch sicher aufgefallen ist, kommt hier der Zucker erst ganz zum Schluss in den Teig. Das hat zwei Gründe. Zum Einen würde der Zucker zuviel Wasser im Teig binden, während er auf Tauchfahrt ist, zum Anderen könnt ihr den Zucker so auch ganz leicht weglassen und die Hörnchen statt mit Nussfüllung mit einer herzhaften Masse füllen.

Ihr könnt die Hörnchen vor dem Backen auch mit einer Eigelb-Milch-Mischung einstreichen, damit sie einen goldenen Glanz bekommen, oder sie nach dem Backen mit einer Puderzucker-Vanillezucker-Mischung bestäuben. Herzhafte Hörnchen könntet ihr mit geriebenem Käse bestreuen oder auf die Eier-Glasur etwas grobes Salz und Pfeffer streuen. Es gibt so viele Möglichkeiten wie es Geschmäcker gibt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr das Rezept ausprobiert und mir von euren Erfahrungen und Ideen berichtet und Bilder schickt.

Alles Liebe
Euer Steffen