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Freitag, 24. Februar 2023

Süße Luft - Quarkauflauf

Hallo meine Lieben,

Heute war mal wieder so ein "Was haben wir noch im Kühlschrank und was kann man daraus machen"-Tag.
Übrig waren vor allem: 1 Becher Mascarpone und etwas Rhabarber der auf dem letzten Kuchen der Saison keinen Platz mehr gefunden hatte und deswegen eingefroren wurde.

Die Idee für einen Quarkauflauf mit Rhabarberkompott drängte sich da geradezu auf. Also fix alles zusammen gerührt und ruckzuck ist die süße Luft fertig.








Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

500 g Magerquark
250 g Mascarpone
4 Eier
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
3 EL Grieß
60 g Zucker
1 Prise Salz
etwas Butter





So wird's gemacht:

1. Eier trennen. Quark, Mascarpone, Eigelb und Zucker glatt rühren. Puddingpulver und Grieß unterrühren.
Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Eiweiß mit Salz zu Schnee schlagen und unter die Creme heben.

3. Eine Auflaufform einfetten und die Masse einfüllen. Mit ein paar Butterflöckchen belegen. Ich habe eine runde Form mit 28 cm Durchmesser genommen. Eine kleinere Form geht auch, dann wird der Auflauf etwas höher und braucht vielleicht etwas länger.

4. Auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen bis der Auflauf goldbraun ist.


Ich habe den Quarkauflauf mit Rhabarberkompott serviert, aber es gehen auch alle möglichen anderen Früchte. Ihr könnte zum Beispiel auch direkt in den Auflauf abgetropfte Kirschen oder Himbeeren geben.

Lass euch die süße Luft schmecken! Alles Liebe,

Euer Steffen

Sonntag, 14. Juli 2019

Kirschen einkochen im Backofen

Hallo meine Lieben,

ein eigener Kirschbaum ist was Tolles! Ich bin aber in meinem ersten Jahr mit eigenem Baum etwas überfordert mit der Menge der Kirschen und der Größe des Baumes. Ich komme einfach nicht überall ran und ich weiß auch gerade nicht so recht wohin mit der roten Pracht. Also erstmal haltbar machen. Oma hat früher schon immer Kirschen eingekocht. Die Kirschen an Omas Baum hatten etwas für mich ganz Spezielles: Sie wurden beim Einkochen gelb. Auch reif waren die Früchte nicht so tiefrot wie man Kirschen eigentlich kennt. Tolle Sorte. Unsere eigenen Kirschen werden dunkelrot.

Ich habe also in einem ersten Versuch etwa 6 Kilogramm Kirschen gepflückt und konserviert. Dabei habe ich unterschiedlich große Gläser genommen, was ich halt gerade da hatte.

Da ich keinen großen Topf zum Einkochen habe, habe ich das im Backofen gemacht.


Für 2 Gläser mit je 1 Liter Inhalt braucht ihr:

1 kg Kirschen
1 Liter Wasser
300 g Zucker

So wird's gemacht:

1. Kirschen kurz in kaltem Wasser waschen. Stiele entfernen und entsteinen. Backofen auf 150°C bei Umluft vorheizen.

2. Wasser mit Zucker aufkochen bis der Zucker ganz aufgelöst ist.

3. Einmachgläser heiß auswaschen und die Kirschen einfüllen.

4. Mit der heißen Zuckerlösung übergießen. Die Kirschen sollen mit Flüssigkeit bedeckt sein, aber bis zum Rand soll etwa 1 cm Platz sein. Dann die Gläser sofort fest verschließen.

5. Eine Fettpfanne oder Auflaufform im unteren Drittel in den Ofen stellen, die Gläser dort hinein stellen und die Form etwa 2 cm hoch mit Wasser auffüllen.

6. 30 Minuten im Ofen einkochen. Auf einem Gitter abkühlen lassen. Jetzt sind die Kirschen etwa 6 bis 12 Monate haltbar, wenn ihr sie dunkel und Kühl lagert.

Die eingekochten Kirschen eignen sich super für Kirschkuchen, Buchteln oder Kirschenjockel. Oder einfach als süße Beilage zu Milchreis oder Grießbrei.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 30. Juni 2019

Kleiner Kirschkuchen - low carb

Hallo meine Süßen,

im letzten Jahr habe ich einen Pfirsichkuchen in einer low carb Variante gebacken. Dieses Rezept habe ich jetzt für einen Kirschkuchen abgewandelt, da ich zur Zeit sehr viele Kirschen direkt frisch vom Baum habe. Mein Rezept habe ich für eine 18 cm Form berechnet. Für eine 26cm Form nehmt ihr bitte einfach die doppelte Menge.

Für eine 18 cm Form braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:

50 g Butter
40 g Erythrit
2 Eier
1/2 TL Vanillepulver
50 g Kokosmehl
25 g Reismehl
25 g gemahlene Mandeln
2 g gemahlene Flohsamenschalen
1/2 Päckchen Backpulver
3-4 Tropfen Bittermandelaroma
ca. 10 EL Milch

Für den Belag

300 g entsteinte Kirschen

Für die Streusel:

30 g flüssige Butter
25 g Erythrit
30 g Kokosmehl
20 g Mandelmehl


So wird's gemacht:


1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Kirschen waschen und entsteinen.

2. Butter und Erythrit schaumig schlagen. Eier dazu geben und unterrühren. Dann die Mischung der Mehle und Mandeln löffelweise unterrühren. Aroma dazu geben und so viel Milch, dass der Zeig schön cremig ist.

3. Die Zutaten für die Streusel mit den Händen vermengen.

4. Teig in die gefettete From geben. Kirschen darauf verteilen und leicht eindrücken, dann die Streusel darüber verteilen. Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.


Viel Freude beim Genießen (ohne schlechtes Gewissen) und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 23. Juni 2019

Kirschbuchteln

Hallo meine Lieben,

jetzt war es wirklich lange still um mich. Irgendwie ist mir zwischendurch die Zeit abhanden gekommen, mich hier um den Blog zu kümmern. Hätte ich mir die Zeit dann irgendwo anders einsparen müssen, wäre das zum Stress geworden und ich konnte und wollte den Blog nicht im Stress schreiben.

Ich habe doch unter anderem deshalb damit angefangen, weil es mir so viel Freude gemacht hat, ich dabei abschalten und entspannen konnte und es ein Gegenmittel gegen Stress für mich war. Daher habe ich mich entschieden, erst einmal nichts weiter zu schreiben und zu posten.

Für wen schreibe ich eigentlich diesen Blog. Ich habe mich in der Zwischenzeit auch gefragt, ob ich irgendwem schuldig bin, hier regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Es mag sein, dass es unter den Influencern und Influencerinnen heute einen gewissen Druck gibt, ständig online präsent sein zu müssen. Die Aufmerksamkeitsspanne vieler Follower ist wohl inzwischen so kurz, dass man komplett vergessen ist, wenn man einige Stunden nichts über sich ins Netz gestellt hat. Nach dieser Zeitrechnung bin ich also inzwischen Geschichte.
Doch mir kam schnell der Gedanke, dass mir das alles komplett egal ist. Ich interessiere mich nicht für Reichweite, für Klicks, für Likes und wer weiß was. Klar freut mich das, wenn das was ich hier veröffentliche auch andere anspricht und jede Rückmeldung ist wertvoll für mich. Aber selbst wenn niemand lesen würde, was ich hier schreibe, wäre das Schreiben doch deshalb nicht weniger bedeutsam für mich.

Im letzten halben Jahr ist viel passiert. Eigentlich nur Gutes! Aber die Veränderungen haben viel Aufmersamkeit, Zeit, Energie und Arbeit erfordert und tun es noch. Ich werde also auch weiterhin nicht so viel Zeit haben, den Blog hier zu pflegen.
Heute war aber wieder mal ein Tag, ab dem ich sowohl Zeit für die Küche als auch für den Blog gefunden habe. Und daher gibts auch wieder mal ein paar Rezepte, die ich hier aufschreiben und nach und nach veröffentlichen kann. Los gehts mit Kirschbuchteln.


Für 9 - 12 Buchten braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


Für die Buchteln:

500 g Mehl
200 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe
oder 2 Päckchen Trockenhefe
100 g Zucker
100 g Butter
1 TL Salz
2 Eier

Für die Füllung:

ca. 200 g entsteinte Kirschen
(etwa 5 Stück je Buchtel)


So wird's gemacht:

1. Mehl, Hefe und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der lauwarmen Milch übergießen. Alles kurz mit dem Knethaken vermengen und dann 50 g Butter, Salz und Eier dazu geben. Zu einem glatten Teig verkneten, der sich allein vom Schüsselrand löst. Dann den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen. Die Temperatur soll dabei aber nicht mehr als 35°C betragen.

2. Wenn de Hefeteig sein Volumen in etwa verdoppelt hat den Teig noch einmal kurz durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form einfetten.

3. Jedes Teilstück zu einer Kugel rollen, flach drücken und eine Mulde formen. In die Mulde gebt ihr 4 bis 5 Kirschen und zieht den Teig vorsichtig außen herum, sodass eine geschlossene, gefüllte Teigkugel entsteht. Die gefüllten Buchteln in die Form legen. Die übrigen 50 g Butter schmelzen und die Buchteln damit dick einstreichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Durch die Butter trennen sich die einzelnen Buchteln leicht voneinander obwohl sie ganz eng zusammengebacken sind. Wenn ihr wollt könnt ihr sie nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestreuen.


Viel Freude beim Backen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 21. Dezember 2018

Pekannuss-Dattel-Kugeln

Hallo meine Lieben,

zur Zeit streiten sich das Engelchen und das Teufelchen auf meinen Schultern wieder richtig heftig ums Essen. Nein, genau genommen streiten sich die beiden übers Naschen. Das Engelchen vertritt energisch die Position, dass auch beim Weihnachtsgebäck die seit Monaten so erfolgreich verlaufene Ernährungsumstellung Priorität hat, und deswegen auf Zucker und sonstigen Süßkram möglichst verzichtet werden sollte. Das Teufelchen reibt sich in diebischer Freude die Hände und postuliert "Komm schon, Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Was soll das denn? Lebkuchen und Vanillekipferl müssen pappsüß sein."
Mir platzt dazwischen manchmal beinahe der Kopf... eigentlich bin ich auf der Seite des Engelchens... aber Weihnachts- und Adventszeit ganz ohne Plätzchen??? Das kann und will ich mir auch nicht vorstellen.

Also wieder ab in die Kreativabteilung und ein bisschen experimentieren. Das erste Ergebnis sind meine Pekannuss-Dattel-Kugeln. Sie kommen mit der natürlichen Süße der Datteln und ohne extra Zucker aus, schmecken super und machen kein so ganz schlechtes Gewissen. Ich habe wieder frische Datteln verwendet, die ich aus dem Urlaub mitgebracht habe, aber getrocknete funktionieren genauso gut.

Für etwa 40 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

250 g Pekannüsse
1 TL Zimt
10 Datteln (entsteint)
1/2 TL Meersalz


So wird's gemacht:

Hier gibt es zwei Möglichkeiten, die einfachste ist alle Zutaten in einen Zerkleinerter Zu geben und zu einer groben Masse zu zerkleinern. Ich habe es etwas anders gemacht:

1. Datteln sehr fein hacken, Pekannüsse ebenso. Ich habe dazu erst das Messer und dann einen handbetriebenen Zerkleinerter verwendet. Der packt aber die ganze Menge nicht, daher Datteln und Nüsse nacheinander zerkleinern.

2. Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit Salz und Zimt gründlich vermischen. Das geht am besten von Hand, da so die Datteln noch etwas zerdrückt werden und die Masse besser zusammen hält.

3. Etwa 2 cm große Kugeln rollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Bei 180°C und Ober-/Unterhitze etwa 12 bis 15 Minuten backen.


Ich wünsche euch viel Freude beim Genießen mit gutem Gewissen.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Walnuss-Schneebälle - low carb

Hallo meine Lieben,

"I am dreaming of a white Christmas" - wirklich ein wunderschönes Weihnachtslied. Und irgendwie auch ein sehr schöner Traum. Wer hat nicht gern weiße Weihnachten?

Ob es in diesem Jahr mit dem Schnee zum Fest klappt, weiß ich nicht. Aber auf meinem Plätzchenteller werden leckere Schneebälle liegen, die nur darauf warten, das Weihnachtsfest zu versüßen. Und das schlechte Gewissen kann dabei ruhig weiterschlafen, denn die kleinen Schneebälle kommen ganz ohne Zucker und Mehl aus. Glutenfrei, low carb und köstlich - fast so schön wie weiße Weihnachten!



Für etwa 2 Bleche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF


140 g Mandelmehl
100 g gemahlene Mandeln
125 g Walnüsse
25 g Kokosmehl
1 EL Backpulver
1 TL gemahlenen Kardamom
1 Prise Salz
115 g Butter
100 g Erythrit (z.B. Xucker light)
1 Ei
1 TL Vanillepulver
80 g Puderxucker (Ersatz für Puderzucker



So wird's gemacht:

1. Backofen auf 170°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

2. Walnüsse grob hacken und mit Mandelmehl, gemahlenen Mandeln, Kokosmehl, Backpulver und Kardamom in einer Schüssel gründlich vermischen.

3. In einer zweiten Schüssel Butter mit Erthrit cremig aufschlagen. Ei und Vanille dazu geben und unterrühren. Dann die Mehlmischung löffelweise vorsichtig unterheben.

4. etwa 2 cm große Kugeln formen und auf das Backpapier setzen. Die Schneebälle auf der mittleren Schiene ungefähr 18 Minuten backen.

5. Noch warm in Puderxucker wälzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.


Wenn ihr statt Walnüssen Pekannüsse verwendet, schmecken die Schneebälle noch etwas milder. Probiert doch einfach mal aus, was euch besser schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 18. Dezember 2018

Quarkstollen-Konfekt - as low carb as possible

Hallo meine Süßen,

bei all meinen Versuchen, kohlenhydratarm bzw. zumindest zuckerarm zu backen, muss ich manchmal auch einfach einsehen, dass es Grenzen gibt. Die sind spätestens bei Christstollen erreicht. Schon allein durch die Zutaten, die in den Teig kommen, ist eine gewisse Portion Zucker unvermeidlich. Zu Weihnachten ist das meiner Meinung nach aber vollkommen in Ordnung. Es kommt ja wie so oft auf die Dosis an.

Trotzdem war es mir ein Anliegen, mein geliebtes Stollenkonfekt ein bisschen hüftschonender zu machen. Dabei kam unverschämt leckeres Quarkstollen-Konfekt heraus, das ihr wirklich dringend mal ausprobieren solltet.

Ich habe mich klassisch an Orangeat, Zitronat und Rosinen gehalten. Ich kann mir aber auch super eine Version mit Cranberries und gehackten Nüssen vorstellen. Oder Datteln und Berberitzenbeeren? Was fällt euch da noch so alles ein?


Für ca. 50 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

200 g Quark (Magerstufe)
90 g Erythrit (z.B. Xucker light)
160 g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)
1 1/2 TL Backpulver
1/4 Tonkabohne
40 g Rosinen
40 g Zitronat
20 g Orangeat
2 EL Puderxucker (Erythrit)
1/2 TL Vanillepulver


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

2. Zitronat, Orangeat und Rosinen fein hacken. Tonkabohne sehr fein reiben (wie Muskat), Orangenschale abreiben. Zusammen mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.

3. Mit einem Teelöffel gleich große Portionen abstechen und zu kleinen Röllchen formen. Ihr könnt auch kleine Stollen formen, aber dazu hatte ich nicht die Geduld.

4. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Puderxucker mit Vanille mischen und das Stollen-Konfekt noch warm damit bestreuen.


Ich hatte mir dieses Jahr schon kleine Sorgen gemacht, wie Weihnachten ohne Christstollen wohl sein wird, aber das hat sich mit diesem herrlichen Konfekt jetzt erledigt. Ich bin super glücklich mit dem Ergebnis!

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 16. Dezember 2018

Vanillekipferl - low carb

Hallo meine Lieben,

ich sitze gerade in meiner Küche, an dem wunderschönen, sehr alten Küchentisch, den ich von meiner Oma geschenkt bekommen habe. Das Hintergrundbild hier auf dem Blog ist die Tischplatte. Ich liebe diesen Tisch und den mindestens genauso alten dazu passenden Stuhl von Tante Paula. Im Ofen backt gerade das letzte Blech Spekulatius fertig und es duftet himmlisch nach weihnachtlichen Gewürzen. Meine "Alexa"s spielt mit Weihnachtsmusik vor und die Kaffeemaschine macht gerade eine frische Tasse Cappuccino und draußen auf dem Balkongeländer sitzt gerade ein Zaunkönig und guckt mich frech an.

Kurz: Ich bin gerade so richtig glücklich und fühl mich pudelwohl!

Natürlich gibt es genug, was ich anpacken und erledigen, verbessern, ändern, und ausmisten sollte. Aber gerade jetzt, in diesem Augenblick, ist alles genau so wie es sein muss!

Ich habe in den letzten 5 Stunden eingekauft, war Gassi mit den Hunden und habe 4 Sorten Plätzchen gebacken. Liebt ihr nach so einem arbeitsreichen Vormittag auch das Gefühl, wenn die Küche gerade wieder sauber ist und man mal durchatmen kann? Ich liebe das!

Wie kriege ich jetzt bei all der Schwärmerei die Kurve zu Vanillekipferl? Ach was. Vanillekipferl sind sich selbst genug, sie brauchen keine lange Ankündigung. Ich habe heute auch eine low carb Variante ausprobiert, zudem noch glutenfrei. Ehrlich gesagt hatte ich wenig Hoffnung, dass mich das Rezept überzeugen würde, daher habe ich auch weniger Fotos geschossen als sonst. Aber die Kipferl schmecken so prima, dass ich das Rezept jetzt doch mit euch teilen möchte.

Für 2 Bleche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

130 g gemahlene Mandeln
25 g Mandelmehl
100 g Butter
30 g Erythrit (z.B. Xucker light)
2 Eigelb
1/2 TL Backpulver
1 TL Vanillepulver
4 EL Puderxucker (Ersatz für Puderzucker)






So wird's gemacht:

1. 1/2 TL Vanillepulver mit dem Puderxucker mischen und beiseite stellen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

2. Alle übrigen Zutaten zu einem Teig verkneten. In Folie einwickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen und zu daumendicken Strängen rollen. Diese Rollen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und dann jedes Teilstück zu einem Kipferl formen.

4. Auf der mittleren Schiene ungefähr 10 Minuten backen. Wenn die Kipferl noch lauwarm sind mit der Puderzucker-Vanille-Mischung bestreuen.


Wenn ihr bei den vielen Süßigkeiten zu Weihnachten auch ein paar weniger schwere Kalorienbomben untermischen wollt, solltet ihr dieses Rezept dringend nachbacken.


Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 15. Dezember 2018

Spekulatius

Hallo meine Lieben,

kurz bevor die Osterhasen wieder die Supermarktregale bevölkern schnell noch ein wenig Spekulatius naschen. Ich war ja tatsächlich dieses Jahr standhaft und habe kein einziges Päckchen Spekulatius gekauft und vernascht. Dafür habe ich ihn jetzt zu Weihnacht selbst gebacken. Beim Durchstöbern meiner Ausstecher ist mir dann eine Form in die Finger gekommen, bei der ich nicht mal mehr weiß, woher wir sie haben. Aber mit ein bisschen Fantasie, einer ordentlichen Portion fränkischen Dialekts und ein wenig Übermüdung hatte ich plötzlich Buddha-Spekulatius auf dem Backblech. Mit ganz viel guter Buddha äh... Butter. 😂

Meine Keksstempel für Weihnachtliche Motive habe ich dafür nicht gefunden. Wer weiß, wo ich die wieder hin geräumt habe. Wenn man sie halt auch nur einmal im Jahr braucht.... Darum habe ich den Teig einfach ganz wild mit den verbliebenen Stempeln traktiert und dann ohne Rücksicht auf irgendwelche Motive den Teig ausgestochen. Das Ergebnis gefällt mir echt gut. Was meint ihr?

Eine Mengenangabe fällt hier schwer, da es ganz drauf ankommt wie groß eure Ausstecher sind, aber die Menge Teig sollte für etwa 100 Stück reichen. Vielleicht auch mehr. 😉

Ihr braucht dafür:
🖨 Rezept als PDF

225 g weiche Butter
210 g brauner Zucker (Muscovado wäre ideal)
2 TL Zimt
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/4 TL gemahlene Nelken
1/4 TL gemahlenen Ingwer
1/4 TL Salz
3 Tropfen Bittermandelöl
3 EL Milch
475 g Mehl
1/2 TL Backpulver
Mandelblättchen für das Backblech


So wird's gemacht:

1. Butter, Zucker, Gewürze und Salz cremig rühren. Dann Milch und Bittermandelöl dazu geben. Mehl mit Backpulver mischen und dazu geben. Den Teig gut durchkneten und dann in Folie eingewickelt für etwa 3 Stunden in den Kühlschrank legen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig portionsweise (den Rest im Kühlschrank lassen) etwa 3 mm dick ausrollen und nach Belieben stempeln. Wenn ihr richtige Spekulatiusmodeln habt geht das natürlich auch.

3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dünn mit Mandelblättchen bestreuen. Die ausgestochenen Spekulatiusse (heißt das so?) auf die Mandelblättchen legen und auf der mittleren Schiene ungefähr 11 bis 13 Minuten backen.


Die Backzeit hängt natürlich davon ab, wie dick ihr den Teig ausrollt. Schaut einfach beim ersten Blech etwas genauer hin und nehmt den Spekulatius aus dem Ofen, wenn die Ränder der Plätzchen ganz leicht Farbe bekommen.

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 7. Dezember 2018

Mandel-Mokka-Bällchen - low carb

Hallo meine Lieben,

ich habe wieder mal ein bisschen im Internet gestöbert auf der Suche nach Weihnachtsplätzchen ohne Zucker bzw. bestenfalls sogar noch ohne Mehl. Dabei kommen mir ziemlich viele Rezepte unter, die ich schon beim Überfliegen sofort verwerfe, weil entweder die Zutaten mich nicht ansprechen oder ich beim Lesen schon merke: Das wird nix und schmeckt mir nicht.

Manchmal finde ich dann aber auch gute Ideen und verändere die dann noch so, dass sie mir noch besser gefallen. So ist das auch mit meinen Mandel-Mokka-Bällchen passiert. Das Ergebnis ist richtig lecker und ihr solltet es wirklich mal ausprobieren. Mogelt doch unter eure normalen Plätzchen mal ein paar low carb Sorten. Mal sehen wer von euren Lieben es merkt.






Für etwa 40 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

100 g gemahlene Mandeln
150 g Mandelmehl
125 g Butter
1 Ei
60 g Erythrit (z.B. Xucker light)
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1 TL Vanillepulver
2 Päckchen lösliches Kaffeepulver
40 ganze Mandeln


So wird's gemacht:

1. Mandelmehl, gemahlene Mandeln mischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Butter und Erythrit cremig rühren und löslichen Kaffee, Vanillepulver und Ei dazu geben. Ihr könnt auch eine Vanilleschote auskratzen und das Mark verwenden. Ich nehme aber inzwischen oft Pulver, das aus reiner Vanille besteht. Die ausgekratzten Schoten hebe ich ja immer auf, aber ich brauche einfach nicht so viel Vanillezucker oder -extrakt, dass ich jedes Mal eine frische Schote verwende.

3. Mandel-Mehl-Mischung dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu etwa 2 cm großen Bällchen rollen und jeweils eine ganze Mandel eindrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und auf der mittleren Schiene ca. 18 bis 20 Minuten backen.


Meinen ersten Versuch habe ich mit der halben Menge Erythrit gemacht. Auch lecker, aber schmeckt schon sehr "gesund". So ist es dann doch eher was für den Plätzchenteller. ☺️

Alles Liebe
Euer Steffen