Hallo meine Lieben,
viele von euch kennen mich schon sehr lange, einige erst seit ich blogge und manche unter euch sind vielleicht gerade neu dazu gestoßen.
Ihr alle habt aber schon gemerkt, oder werdet es noch mit bekommen, dass ich nicht ganz normal bin. :-)
Ich mag verrückte Ideen, ich frage mich bei allem was ich sehe oder in die Hand bekomme: "Wozu könnte das NOCH gut sein?" Und ich probiere ganz oft einfach aus, ob ich irgendwas kann, bevor ich drüber nachdenke. Wenn ich anfange nachzudenken zweifle ich eher und traue mir manches nicht zu. Wenn ich es einfach mache merke ich vielleicht gar nicht, dass ich es nicht kann und es klappt trotzdem! :-)
Ich habe also angefangen Ostereier zu Färben, genauer gesagt zu bemalen. Dabei habe ich verschiedene Ideen, die erste war, dass die Eier eine ähnliche Form haben wie die Minions aus dem Film "Ich, einfach unverbesserlich", die inzwischen ja auch eine ganz beachtliche eigene Film- und Internetkarriere laufen haben.
Vielleicht sehen auch die Minions eher aus wie Eier, aber das macht im Ergebnis keinen Unterschied. Dann kam es wie so oft und mir fallen just an dem Tag dieses Gedankens Zuckeraugen von Dekoback auf, die ich bisher nie entdeckt hatte. Wenn das mal kein Zeichen war.
Wenn ihr diese megasüßen und frechen Minion-Eier nachmachen wollt braucht ihr:
weiße Eier
gelbe und blaue Lebensmittelfarbe (z.B. Paste von Wilton)
Zuckeraugen (z.B. von Dekoback)
Lebensmittelstifte (z.B. von Dekoback)
Puderzucker
Wasser
Pinsel
Und so wird's gemacht:
1. Eier hart kochen.
2. Farben anmischen, dazu etwa 1 TL Wasser mit Farbe mischen. Es reicht, einen Zahnstocher etwa 1 cm tief in die Farbe zu tauchen und dann im Wasser zu rühren. Probiert einfach aus, wann euch der Farbton gefällt.
3. Die noch lauwarmen Eier zuerst mit der blauen Farbe etwa zu 1/3 vom dicken Ende her bemalen und trocknen lassen.
4. Anschließend die oberen 2/3 mit gelber Farbe bemalen. Vorsichtig sein, dass die Farben nicht zu sehr ineinander laufen. Wenn das doch passiert ist es nicht so schlimm, ihr könnt die flüssige Farbe mit einem Küchenkrepp aufnehmen und wieder mit Blau drüber malen. Wichtig ist nur, dass euch kein Blau ins Gelb läuft.
5. Die Zuckeraugen habe ich mit Zuckerguss aufgeklebt, da ich keinen Klebstoff auf den Eiern möchte. Dazu 1 TL Puderzucker mit ein paar Tropfen Wasser dickflüssig anrühren, ich habe dafür die gelbe angerührte Farbe genommen, dann fällt der Zuckerguss nicht so auf. Klebt 1 oder 2 Augen auf jedes Ei. Je verrückter die gucken umso witziger sehen nachher die Minions aus.
6. Nun kommen die Stifte zum Einsatz. Meine Stifte sehen aus wie normale Filzstifte und haben eine dicke und eine dünne Spitze. Ich habe jeweile eine Linie in schwarz an der Grenze zwischen dem gelben und blauen Teil gezogen, um hier kleine Ungenauigkeiten zu überdecken. Dann habe ich unterschiedliche Münder, Augenbrauen und Haare aufgemalt. Manche Minions bekommen mit blauem Stift noch Hosenträger aufgemalt oder kleine Taschen auf die "Hosen".
7. Zuletzt umrandet ihr die Augen und malt ein Band um den Kopf, das die "Brille" hält.
Die Minions sehen durch die dreidimensionalen Augen unheimlich frech und witzig aus und machen sich als kleine Gruppe sicher in jedem Osternest ganz toll!
Wenn ihr es ein wenig minimalistischer mögt ist vielleicht das hier die perfekte Idee für euch:
Alles Liebe
Euer Steffen
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Sonntag, 29. März 2015
Dienstag, 17. März 2015
Heidelbeer-Holunderblüten-Torte
Hallo meine Lieben,
auch wenn mir im Alltag einfache Kuchen vollkommen genügen muss es manchmal einfach eine richtige Torte sein. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel.
Für so einen schönen Anlass habe ich heute eine Heidelbeer-Holunderblüten-Torte gemacht. Bisher habe ich bei Torten auf bewährte Rezepte aus der Familie oder von Freunden vertraut und diese dann nach meinem Geschmack abgewandelt. Die Torte heute habe ich von Grundauf selbst entwickelt und teilweise noch im Entstehungsprozess verändert, bis mir das Ergebnis auch wirklich gefallen hat.
Für euch habe ich natürlich nur die Endfassung aufgeschrieben, die ganzen Pannen und unnötigen Zwischenschritte könnt ihr euch sparen. Begonnen hat der ganze Prozess bereits vor 2 Tagen mti der Fruchteinlage, die lässt sich nämlich super vorbereiten und einfrieren. Auch den Pudding für die Creme könnt ihr gut am Vortag zubereiten und wenn der Tortenboden eine Nacht ruht lässt er sich auch besser schneiden. Es klappt auch, die ganze Torte an einem Tag zu machen, aber ich finde es entspannter, wenn die Komponenten an einem Tag erstellt und die Torte dann am nächsten Tag komplett zusammengestellt wird.
Die einzelnen Komponenten sind:
Mürbeteigboden
Biskuitboden (3 Lagen)
Fruchteinlage
Holunderblüten-Buttercreme
Sahne mit frischen Heidelbeeren
Die einzelnen Rezepte habe ich nochmal als eigene Einträge auf meinem Blog gestellt, sodass ihr nicht das ganze Rezept durchsuchen müsst, wenn ihr mal nur eine Komponente sucht.
Für den Mürbeteigboden braucht ihr:
100 g kalte Butter
50 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Mehl
Und so wird's gemacht:
1. Alle Zutaten mit kalten Händen möglichst schnell zu einem Teig verkneten.
2. In Folie einwickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
3. Anschließend auf ein Backpapier legen, mit Frischhaltefolie abdecken und ausrollen bis die Größe eurer Form (24 cm) erreicht ist.
4. Folie abziehen, mit dem Backpapier in die Form legen und Ränder noch angleichen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 15 Minuten backen.
Für den Biskuitboden braucht ihr:
6 Eier
220 g Zucker
1 EL Vanillezucker
280 g Mehl
2 TL Backpulver
Und so wird's gemacht:
1. Eier mit dem Rührbesen der Küchenmaschine aufschlagen, Zucker und Vanillezucker dazu geben und alles 30 Minuten lang (!!!) auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Wenn ihr das mit dem Handrührgerät machen wollt, plant lieber 45 Minuten ein, da das nie so viel Kraft hat wie eine Küchenmaschine.
2. Den Boden einer 24er Springform mit Backpapier belegen.den Rand auf keinen Fall einfetten. Der Biskuitboden wird nicht hoch, wenn ihr den Rand einfettet, da er "hochklettern" muss und nicht abrutschen darf.
3. Auf der mittleren Schiene bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 50 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen und mit einem Tortenringmesser vorsichtig vom Rand lösen, bevor die Form geöffnet wird.
Für die Fruchteinlage braucht ihr:
300 g Früchte (z.b. Heidelbeeren)
3 EL Zucker (je nach Süße der Früchte auch weniger)
60 ml Fruchtsaft
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene Gelatine
Und so wird's gemacht:
Ich habe für meine Heidelbeer-Fruchteinlage ein Glas Heidelbeeren (von Odenwald) verwendet. Darin sind abgetropft ca. 205 g Heidelbeeren. Das fehlende Gewicht bis zu 300 g habe ich mit der Flüssigkeit aufgefüllt, in der die Heidelbeeren eingelegt waren. Die habe ich auch als "Fruchtsaft" genommen. Ich wollte sowohl die dunkelviolette Farbe als auch den Heidelbeergeschmack nicht durch andere Früchte verfälschen.
1. Gemahlene Gelatine in den Fruchtsaft (60 ml) einrühren und 10 Minuten quellen lassen. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen.
2. Früchte (ggf. mit Abtropfflüssigkeit) und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen.
3. Gequollene Gelatine (oder ausgedrückte Blattgelatine) in die heiße (nicht kochende) Fruchtmasse geben und umrühren bis sie sich aufgelöst hat.
4. Einen Tortenring so einstellen, dass er 2 cm weniger Durchmesser hat als euer Tortenboden, bei mir also 22 cm. Dann den Ring aussen befeuchten und eine Frischhaltefolie darauf spannen. Die Folie hält gut am nassen Ring, aber besser ist es, wenn ihr sie mit einem Gummiband fixiert oder die Ecken oben am Tortenring mit Büroklamern feststeckt. Vor allem aber stellt den Ring in eine flache Schale, falls doch etwas ausläuft habt ihr sonst eine riesige Sauere.
5. Jetzt könnt ihr die Fruchtmasse in den Tortenring gießen und hoffen, dass eure Folie hält. Abkühlen lassen. Wenn die Gelatine angezogen hat und die Masse fest geworden ist entfernt den Tortenring und deckt die Fruchtplatte mit Frischhaltefolie ab. Jetzt könnt ihr sie einfrieren. Sie lässt sich auch viel leichter weiterverarbeiten wenn sie gefroren ist.
Für die Holunderblüten-Buttercreme braucht ihr:
400 ml Milch
6-8 EL Holunderblütensirup
Zucker nach Geschmack
50 g Speisestärke
300 g Butter (zimmerwarm)
evtl. Lebensmittelfarbe (Pasten)
Und so wird's gemacht:
1. Milch mit Holunderblütensirup und Stärke aufkochen und unter dauerndem Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen. Zucker zugeben, wenn die Süße des Sirups euch nicht genügt. Der Pudding sollte nicht zu stark und nicht zu schwach nach Holunderblüten schmecken. Der Geschmack soll ja nachher mit den Heidelbeeren korrespondieren und ihn nicht überlagern. Gebt den Sirup lieber nach und nach dazu, wenn ihr euch nicht sicher seid.
2. Pudding in eine flache Schüssel umfüllen und mit einer direkt darauf gelegten Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen.
3. Wenn der Pudding kalt ist streicht ihn durch ein Haarsieb um letzte Klümpchen zu entfernen.
4. 300 g sehr weiche Butter mit dem Rührbesen cemig-weiß aufschlagen, dann löffelweise den Pudding dazu geben.
Wenn ihr die Torte mehrfarbig dekorieren wollt, teilt die Creme nun auf und färbt die einzelnen Portionen ein.
Ich habe den Pudding ohne Ei gekocht, da ich die Creme möglichst weiß halten wollte, wenn ihr aber später alles einfärbt könnt ihr auch ein anderes Puddingrezept nehmen.
Für die Torte braucht ihr außerdem noch:
2 Becher Schlagsahne
250 g frische Heidelbeeren
100 g Heidelbeerkonfitüre
(ohne Kernchen und Fruchtstücke)
1 Päckchen Sofortgelatine
oder 2 TL SanApart
30 ml heißen Wasser
2 EL Zucker
30 ml Holunderblütenlikör (oder Sirup)
Und so wird die Torte dann zusammengesetzt:
Eins vorweg, ich verwende den eigentlichen Boden des Biskuits später als Tortendeckel, da er komplett gerade und gleichmäßig ist. Die anderen Böden könnt ihr in beliebiger Reihenfolge verwenden. Mein Biskuit war nicht gleichmäßig hoch, daher habe ich noch ein Stück abgeschnitten um nachher einer gerade Torte zu bekommen.
1. Biskuitboden mit der Tortenharfe oder einem langen scharfen Messer in 3 möglichst gleich dicke Lagen schneiden.
2. Mürbeteigboden auf die Tortenplatte legen und mit Heidelbeerkonfitüre bestreichen.
3. Den Zucker im heißen Wasser auflösen und mit Holunderblütenlikör mischen.
4. Den ersten Tortenboden darauf legen und mit dem Zuckerwasser-Likör-Gemisch tränken. Ein paar EL Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.
5. Auf diesen Boden die gefrorene Fruchteinlage auflegen, ggf. mit etwas Konfitüre ankleben. Mittig ausrichten. Jetzt einen Tortenring um den Tortenboden stellen. Sollte der Mürbeteigboden überstehen könnt ihr den einfach durch festes Herunterdrücken des Tortenrings ausstechen. Den Abstand zwischen Fruchteinlage und Tortenring spritzt ihr mit Buttercreme aus. Die Fruchteinlage darf nicht bis an den Rand gehen, weil sie sonst durchfärben würde.
6. Nun den zweiten Tortenboden auflegen und wieder tränken.
7. Sahne steig schlagen und SanApart oder Sofortgelatine einrühren. Die Hälfte der Sahne auf dem Tortenboden verteilen, dann die frischen Heidelbeeren darauf verteilen und mit der restlichen Sahne abdecken.
8. Zum Schloss noch den letzten Boden auflegen. Diesen habe ich von seiner späteren Unterseite her mit etwas Zuckerwasser-Likör beträufelt.
Die Torte muss jetzt eine Stunde kalt stehen, dass die Gelatine und Buttercreme anziehen kann. Dann könnt ihr den Tortenring vorsichtig mit einem Tortenringmesser lösen und abnehmen.
Zum Verzieren habe ich je 3-4 EL Buttercreme in violett und blau gefärbt und mit violett begonnen eine Runde um die Torte einzustreichchen. Darüber kommt eine Runde blau. Die Farben dürfen gerne ein wenig verwischen. Zuletzt kommt die weiße Creme, mit der auch die Torte oben bestrichen wird.
Jetzt ist die Torte fertig und sollte nochmal ein paar Stunden in den Kühlschrank. Idealerweise so lange bis die gefrorene Fruchteinlage aufgetaut ist :-)
Ich habe mich noch ein wenig im dekorieren geübt und eine Spritztechnik verwendet, die ich sonst nur mit Royal Icing verwende. Mit Buttercreme klappt das leider nicht so gut, daher gehe ich hier nicht im Details darauf ein.



Ich bingespannt, wie euch die Torte gefällt. Glaubt mir, es ist nicht halb so schwierig wie es vielleicht jetzt aussieht und ich bin sicher, dass mit ein klein wenig Übung und Geschick jeder so eine Torte machen kann.
Alles Liebe
Euer Steffen
auch wenn mir im Alltag einfache Kuchen vollkommen genügen muss es manchmal einfach eine richtige Torte sein. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel.
Für so einen schönen Anlass habe ich heute eine Heidelbeer-Holunderblüten-Torte gemacht. Bisher habe ich bei Torten auf bewährte Rezepte aus der Familie oder von Freunden vertraut und diese dann nach meinem Geschmack abgewandelt. Die Torte heute habe ich von Grundauf selbst entwickelt und teilweise noch im Entstehungsprozess verändert, bis mir das Ergebnis auch wirklich gefallen hat.
Für euch habe ich natürlich nur die Endfassung aufgeschrieben, die ganzen Pannen und unnötigen Zwischenschritte könnt ihr euch sparen. Begonnen hat der ganze Prozess bereits vor 2 Tagen mti der Fruchteinlage, die lässt sich nämlich super vorbereiten und einfrieren. Auch den Pudding für die Creme könnt ihr gut am Vortag zubereiten und wenn der Tortenboden eine Nacht ruht lässt er sich auch besser schneiden. Es klappt auch, die ganze Torte an einem Tag zu machen, aber ich finde es entspannter, wenn die Komponenten an einem Tag erstellt und die Torte dann am nächsten Tag komplett zusammengestellt wird.
Die einzelnen Komponenten sind:
Mürbeteigboden
Biskuitboden (3 Lagen)
Fruchteinlage
Holunderblüten-Buttercreme
Sahne mit frischen Heidelbeeren
Die einzelnen Rezepte habe ich nochmal als eigene Einträge auf meinem Blog gestellt, sodass ihr nicht das ganze Rezept durchsuchen müsst, wenn ihr mal nur eine Komponente sucht.
Für den Mürbeteigboden braucht ihr:
100 g kalte Butter
50 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Mehl
Und so wird's gemacht:
1. Alle Zutaten mit kalten Händen möglichst schnell zu einem Teig verkneten.
2. In Folie einwickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
3. Anschließend auf ein Backpapier legen, mit Frischhaltefolie abdecken und ausrollen bis die Größe eurer Form (24 cm) erreicht ist.
4. Folie abziehen, mit dem Backpapier in die Form legen und Ränder noch angleichen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 15 Minuten backen.
Für den Biskuitboden braucht ihr:
6 Eier
220 g Zucker
1 EL Vanillezucker
280 g Mehl
2 TL Backpulver
Und so wird's gemacht:
1. Eier mit dem Rührbesen der Küchenmaschine aufschlagen, Zucker und Vanillezucker dazu geben und alles 30 Minuten lang (!!!) auf höchster Stufe schlagen bis eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Wenn ihr das mit dem Handrührgerät machen wollt, plant lieber 45 Minuten ein, da das nie so viel Kraft hat wie eine Küchenmaschine.
2. Den Boden einer 24er Springform mit Backpapier belegen.den Rand auf keinen Fall einfetten. Der Biskuitboden wird nicht hoch, wenn ihr den Rand einfettet, da er "hochklettern" muss und nicht abrutschen darf.
3. Auf der mittleren Schiene bei 180°C bei Ober- und Unterhitze 50 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen und mit einem Tortenringmesser vorsichtig vom Rand lösen, bevor die Form geöffnet wird.
Für die Fruchteinlage braucht ihr:
300 g Früchte (z.b. Heidelbeeren)
3 EL Zucker (je nach Süße der Früchte auch weniger)
60 ml Fruchtsaft
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene Gelatine
Und so wird's gemacht:
Ich habe für meine Heidelbeer-Fruchteinlage ein Glas Heidelbeeren (von Odenwald) verwendet. Darin sind abgetropft ca. 205 g Heidelbeeren. Das fehlende Gewicht bis zu 300 g habe ich mit der Flüssigkeit aufgefüllt, in der die Heidelbeeren eingelegt waren. Die habe ich auch als "Fruchtsaft" genommen. Ich wollte sowohl die dunkelviolette Farbe als auch den Heidelbeergeschmack nicht durch andere Früchte verfälschen.
1. Gemahlene Gelatine in den Fruchtsaft (60 ml) einrühren und 10 Minuten quellen lassen. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen.
2. Früchte (ggf. mit Abtropfflüssigkeit) und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen.
3. Gequollene Gelatine (oder ausgedrückte Blattgelatine) in die heiße (nicht kochende) Fruchtmasse geben und umrühren bis sie sich aufgelöst hat.
4. Einen Tortenring so einstellen, dass er 2 cm weniger Durchmesser hat als euer Tortenboden, bei mir also 22 cm. Dann den Ring aussen befeuchten und eine Frischhaltefolie darauf spannen. Die Folie hält gut am nassen Ring, aber besser ist es, wenn ihr sie mit einem Gummiband fixiert oder die Ecken oben am Tortenring mit Büroklamern feststeckt. Vor allem aber stellt den Ring in eine flache Schale, falls doch etwas ausläuft habt ihr sonst eine riesige Sauere.
5. Jetzt könnt ihr die Fruchtmasse in den Tortenring gießen und hoffen, dass eure Folie hält. Abkühlen lassen. Wenn die Gelatine angezogen hat und die Masse fest geworden ist entfernt den Tortenring und deckt die Fruchtplatte mit Frischhaltefolie ab. Jetzt könnt ihr sie einfrieren. Sie lässt sich auch viel leichter weiterverarbeiten wenn sie gefroren ist.
Für die Holunderblüten-Buttercreme braucht ihr:
400 ml Milch
6-8 EL Holunderblütensirup
Zucker nach Geschmack
50 g Speisestärke
300 g Butter (zimmerwarm)
evtl. Lebensmittelfarbe (Pasten)
Und so wird's gemacht:
1. Milch mit Holunderblütensirup und Stärke aufkochen und unter dauerndem Rühren etwa 2 Minuten köcheln lassen. Zucker zugeben, wenn die Süße des Sirups euch nicht genügt. Der Pudding sollte nicht zu stark und nicht zu schwach nach Holunderblüten schmecken. Der Geschmack soll ja nachher mit den Heidelbeeren korrespondieren und ihn nicht überlagern. Gebt den Sirup lieber nach und nach dazu, wenn ihr euch nicht sicher seid.
2. Pudding in eine flache Schüssel umfüllen und mit einer direkt darauf gelegten Frischhaltefolie abdecken und abkühlen lassen.
3. Wenn der Pudding kalt ist streicht ihn durch ein Haarsieb um letzte Klümpchen zu entfernen.
4. 300 g sehr weiche Butter mit dem Rührbesen cemig-weiß aufschlagen, dann löffelweise den Pudding dazu geben.
Wenn ihr die Torte mehrfarbig dekorieren wollt, teilt die Creme nun auf und färbt die einzelnen Portionen ein.
Ich habe den Pudding ohne Ei gekocht, da ich die Creme möglichst weiß halten wollte, wenn ihr aber später alles einfärbt könnt ihr auch ein anderes Puddingrezept nehmen.
Für die Torte braucht ihr außerdem noch:
2 Becher Schlagsahne
250 g frische Heidelbeeren
100 g Heidelbeerkonfitüre
(ohne Kernchen und Fruchtstücke)
1 Päckchen Sofortgelatine
oder 2 TL SanApart
30 ml heißen Wasser
2 EL Zucker
30 ml Holunderblütenlikör (oder Sirup)
Und so wird die Torte dann zusammengesetzt:
Eins vorweg, ich verwende den eigentlichen Boden des Biskuits später als Tortendeckel, da er komplett gerade und gleichmäßig ist. Die anderen Böden könnt ihr in beliebiger Reihenfolge verwenden. Mein Biskuit war nicht gleichmäßig hoch, daher habe ich noch ein Stück abgeschnitten um nachher einer gerade Torte zu bekommen.
1. Biskuitboden mit der Tortenharfe oder einem langen scharfen Messer in 3 möglichst gleich dicke Lagen schneiden.
2. Mürbeteigboden auf die Tortenplatte legen und mit Heidelbeerkonfitüre bestreichen.
3. Den Zucker im heißen Wasser auflösen und mit Holunderblütenlikör mischen.
4. Den ersten Tortenboden darauf legen und mit dem Zuckerwasser-Likör-Gemisch tränken. Ein paar EL Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.
5. Auf diesen Boden die gefrorene Fruchteinlage auflegen, ggf. mit etwas Konfitüre ankleben. Mittig ausrichten. Jetzt einen Tortenring um den Tortenboden stellen. Sollte der Mürbeteigboden überstehen könnt ihr den einfach durch festes Herunterdrücken des Tortenrings ausstechen. Den Abstand zwischen Fruchteinlage und Tortenring spritzt ihr mit Buttercreme aus. Die Fruchteinlage darf nicht bis an den Rand gehen, weil sie sonst durchfärben würde.
6. Nun den zweiten Tortenboden auflegen und wieder tränken.
7. Sahne steig schlagen und SanApart oder Sofortgelatine einrühren. Die Hälfte der Sahne auf dem Tortenboden verteilen, dann die frischen Heidelbeeren darauf verteilen und mit der restlichen Sahne abdecken.
8. Zum Schloss noch den letzten Boden auflegen. Diesen habe ich von seiner späteren Unterseite her mit etwas Zuckerwasser-Likör beträufelt.
Die Torte muss jetzt eine Stunde kalt stehen, dass die Gelatine und Buttercreme anziehen kann. Dann könnt ihr den Tortenring vorsichtig mit einem Tortenringmesser lösen und abnehmen.
Zum Verzieren habe ich je 3-4 EL Buttercreme in violett und blau gefärbt und mit violett begonnen eine Runde um die Torte einzustreichchen. Darüber kommt eine Runde blau. Die Farben dürfen gerne ein wenig verwischen. Zuletzt kommt die weiße Creme, mit der auch die Torte oben bestrichen wird.
Jetzt ist die Torte fertig und sollte nochmal ein paar Stunden in den Kühlschrank. Idealerweise so lange bis die gefrorene Fruchteinlage aufgetaut ist :-)
Ich habe mich noch ein wenig im dekorieren geübt und eine Spritztechnik verwendet, die ich sonst nur mit Royal Icing verwende. Mit Buttercreme klappt das leider nicht so gut, daher gehe ich hier nicht im Details darauf ein.



Ich bingespannt, wie euch die Torte gefällt. Glaubt mir, es ist nicht halb so schwierig wie es vielleicht jetzt aussieht und ich bin sicher, dass mit ein klein wenig Übung und Geschick jeder so eine Torte machen kann.
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