Samstag, 17. Juni 2017

Mangotarte mit Kokos und Limette

Hallo meine Süßen,

kürzlich habe ich in meiner Mittagspause wieder mal bei Gaumenfreund vorbei geschaut. Dort gibt es immer unglaublich leckere Sachen. Dieses Mal habe ich ein Stück Mangotarte ergattert und es mir dann bei herrlichem Festungsblick in der Sonne schmecken lassen. So eine Mangotarte muss ich doch selbst auch hinkriegen...

Leider hat mir keines der Rezepte, die ich im Internet gefunden habe so richtig zugesagt also bin ich selbst kreativ geworden und habe mir das heutige Rezept ausgedacht. Allerdings waren mehrere Versuche nötig bis ich zufrieden war. Unglücklicherweise habe ich das erst gemerkt, als ich meinen ersten - total misslungenen - Versuch schon mehreren Gästen bei der Geburtstagsfeier meiner Schwägerin aufgetischt hatte. Mein Gott wie peinlich! An dieser Stelle bitte ich alle, die unter dem fürchterlichen Kuchen leiden mussten, aufrichtig um Entschuldigung. Ich kann es wirklich besser. :-)

Ich habe jetzt zwei Versionen, mit denen ich zufrieden bin. Heute stelle ich euch die erste Version mit Kokos und Limette vor.

Für eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
1 Ei
75 g Zucker
75 g Butter
200 g Mehl
1 TL Backpulver

Für die Creme:
350 g Mangopüree (etwa 1 mittelgroße Mango)
3 EL Kokosmilch
225 g Joghurt
2 Eier (M)
1 TL abgeriebene Limettenschale
2-3 EL Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver


So wird's gemacht:

1. Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen und in Folie für 30 Minuten kalt stellen. Tortenform einfetten und den Teig hinein drücken. Einen etwa 2 cm hohen Rand formen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen Bogen Backpapier auf den Teig legen und mit Linsen oder Erbsen beschweren. 15 Minuten blind backen, aus dem Ofen holen und beiseite stellen.

2. Mango vom Kern lösen und schälen. In Stücke schneiden und in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Je nach Süße eurer Mango noch etwas Zucker dazu geben. Eier mit, Mangopüree, Joghurt, Puddingpulver, Limettenschale und Kokosmilch verrühren. Ihr könnt auch die Eier trennen und Eischnee unterheben, wird noch etwas luftiger.

3. Die Masse auf den torgebackenen Boden geben und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene etwa 25 bis 30 Minuten backen.


Wenn ihr wollt könnt ihr die fertige Tarte noch mit Kokosraspeln bestreuen. Falls ihr keinen Vanillegeschmack in der Tarte wollt nehmt anstelle des Puddingpulvers einfach 35 g Stärke, dann kommt das Mangoaroma noch besser raus.


Die Tarte ist ein sommerlicher Traum und möchte dringend von euch nachgebacken werden.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 10. Juni 2017

Kleiner Rührkuchen mit Rhabarber

Hallo meine Lieben,

wenn es mal wieder schnell gehen soll sind kleine, einfache Kuchen meine erste Wahl! Heute gibt's einen Rührkuchen mit Rhabarber, der in weniger als einer Stunde fertig auf dem Tisch steht.

Statt Rhabarber könnt ihr den Kuchen auch mit Birnen, Aprikosen, Äpfeln oder im Sommer auch mit Johannisbeeren machen. Die Beeren dann aber nicht kochen, sondern einfach so unter den Teig mischen :-) Ich habe hier wieder den Link zur Umrechnungstabelle für euch, so könnt ihr das Rezept auf jede Formgröße umrechnen.


Für eine 20cm Form braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

180 g Rhabarber (1 Stängel)
70 g Zucker
100 g Mehl
100 g Zucker
80 g Butter
1 TL Backpulver
1 großes Ei


So wird's gemacht:

1. Rhabarber putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden, mit 70 g Zucker mischen und ca. 5 Minuten ohne Deckel in einem Topf köcheln lassen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Eier trennen. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Butter schmelzen und abwechselnd mit Mehl in den Teig geben und zu einer gleichmäßigen Masse vermischen. Jetzt die Rhabarberstücke dazu geben.

3. Eiweiß steif schlagen. Den Eischnee vorsichtig unterheben und den Teig in eine gefettete Form geben und glatt streichen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 35 bis 40 Minuten lang backen. Stäbchenprobe machen.


Probiert den Kuchen gleich mal aus. Die Grundzutaten habt ihr sicher alle zu Hause und irgendein passendes Obst wird sich ja bestimmt auch finden :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 2. Juni 2017

Gegrillter Thunfisch mit Gemüsereis

Hallo meine Lieben,

die richtig "harten Kerle" machen es ja sogar im Winter und lassen sich von keinem Wetter davon abhalten. Die nicht ganz so unerschrockenen warten dazu auf den Sommer. Ob mit Kohle, Gas oder Strom - darüber könnte man trefflich streiten. Wovon ich hier rede? Natürlich vom Grillen! Ob es wohl jemanden gibt, der nicht gerne gegrilltes isst? Es muss ja wirklich nicht immer nur Fleisch auf den Grill. Ich habe mich heute für die Grillpfanne und für Thunfischsteaks entschieden. Ein Träumchen!

Als Beilage dazu gibts bunten Gemüsereis. Was auch noch ganz prima dazu geht ist eine frische selbstgemachte Tomatenbutter oder andere tolle Saucen und Dips ganz nach eurem Geschmack.

Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

4 Thunfischsteaks
1 große Tasse Reis
1 Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 Paprika
1-2 kleine Zucchini
1 Dose Tomatenfruchtfleisch
Sojasauce
Rosmarin
Thymian
Salz
Pfeffer
Olivenöl


So wird's gemacht:

1. Reis mit der gleichen Menge Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze solange köcheln lassen bis der Reis das Wasser aufgenommen hat. Dann beiseite stellen.

2. Während der Reis kocht das Gemüse putzen und in kleine, maximal 1 cm große Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein hacken. Für die Marinade der Thunfischsteaks jetzt etwa 1-2 EL Sojasauce mit 4EL Olivenöl und jeweils 1 TL von Knoblauch, Ingwer und Chili vermischen. Die Thunfischsteaks von beiden Seiten mit der Marinade einstreichen, den Rest darüber gießen. Die marinierten Steaks mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

3.Öl in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebel, dann Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. Dosentomaten dazu geben, Rosmarin und Thymian fein hacken und darunter mischen. In einer zweiten Pfanne Öl erhitzen, Paprika dazu geben und etwa 2 Minuten dünsten, zuletzt die Zucchini dazu geben und weiter dünsten bis das Gemüse gar ist aber noch Biss hat.

3. Gemüse mit Reis mischen und so viel von der Tomatensauce dazu geben, dass der Reis eine schöne Farbe bekommt und gerade so zusammenhält. Es soll keine Suppe entstehen. Gebt die Tomaten also lieber nach und nach dazu und mischt immer gut durch, dann bekommt ihr das sicher hin.

4. Eine Grillpfanne mit etwas Öl erhitzen und die Thunfischsteaks von beiden Seiten anbraten oder grillen bis sie eine schöne Farbe bekommen. Die Steaks sollen aber nicht durchgebraten werden sondern gerade so bis zur Mitte durchziehen. Der Thunfisch soll innen unbedingt noch rosa sein, sonst ist er trocken und der Genuss ist dahin.


Guter Thunfisch (Sushi-Qualität) kann roh verzehrt werden, also macht euch keine Sorgen wegen der kurzen Garzeit. Wendet euch einfach an einen guten Fischhändler in eurer Nähe und verlangt die entsprechende Qualität. Falls ihr noch auf der Suche nach der richtigen Grillpfanne oder dem passenden Grillzubehör seid könnt ihr ja hier mal nachsehen.

Viel Freude beim Grillen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen




Sonntag, 28. Mai 2017

Aish Baladi - Ägyptisches Fladenbrot

Hallo meine Lieben,

vor kurzem waren wir wieder einmal im Urlaub in Ägypten und haben dort neben viel Sonne und herrlich warmen Wasser auch reichlich richtig gutes Essen genossen. Mir geht es bei Essen oft so, dass die einfachsten Dinge am besten schmecken und ich gar keinen großen Schnickschnack brauche.
Richtig angetan hat es mir dieses Fladenbrot, was man in Ägypten echt zu fast allen Mahlzeiten bekommt. Das ist aber kein richtiger Fladen sondern es ist in der Mitte hohl, weil es beim Backen aufgeht wie ein Ballon. So lässt es sich auch prima füllen oder man kann damit andere Speisen greifen und ganz auf Besteck verzichten.

Um dieses tolle Genusserlebnis zu Hause wieder aufzufrischen braucht ihr gar nicht viel. Die wichtigste Zutat ist hier Geduld.

Für 10 Brote braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

500 g Weizenmehl
100 g Weizenkleie oder Dinkelkleie
250 ml Wasser + etwas mehr zum Einstreichen
1 Tl Salz
1 Prise Zucker
15 g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe


So wird's gemacht:

1. Mehl, Salz und Zucker mischen, einen gehäuften Esslöffel Kleie untermischen. Hefe in handwarmem Wasser auflösen und dazu gießen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Für das Kneten könnt ihr euch viel Zeit nehmen. Ich lasse den Teig etwa 5 bis 8 Minuten von der Küchenmaschine durchkneten. Anschließend in eine Schüssel mit Deckel geben oder die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden aufgehen lassen. Dabei wird das Volumen etwa verdreifacht.

2. Die übrige Weizenkleie auf ein Backblech ausstreuen. Ihr könnt die Kleie auch mit einem Mixer noch etwas feiner mahlen, wenn euch die Flocken zu groß sind. Ich mag es feiner lieber, aber für den Geschmack ist es nicht entscheidend.

3. Mit feuchten Händen den Teig zu Kugeln rollen. Die Menge an Teig sollte etwas kleiner als ein Tennisball sein. Die Kugeln legt ihr dann in die ausgestreute Weizenkleie, sodass die Kleie an der Unterseite der Teigkugel haften bleibt. Backofen auf höchster Stufe (bei mir 275°C) bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn möglich einen Backstein in den Ofen legen.

4. Die Teiglinge jetzt etwa 15 Minuten stehen lassen. Wenn sie zu trocken sind lieber noch mit etwas Wasser einstreichen, damit die Oberfläche schön geschmeidig bleibt und nicht einreißt.

5. Die Teigkugeln mit dem Nudelholz oder einfach mit den Händen platt drücken bis sie nur noch etwa 0,5 cm dick sind. Damit immer darauf achten, dass die Seite mit der Kleie unten bleibt. Dann immer zwei oder drei Fladen auf den heißen Backstein legen.

6. Die Backzeit hängt davon ab ob ihr einen Stein verwendet oder ein Blech und wie heiß euer Ofen wird.
Zwischen 5 und 10 Minuten sind normal. Die Fladen gehen auf wie ein Ballon und werfen dann an den Seiten kleine Falten. Nehmt sie aus dem Ofen sobald sie ganz leicht Farbe bekommen, sonst werden sie zu hart.


Die fertig gebackenen Fladen könnt ihr auf einem Gitter abkühlen lassen oder gleich warm genießen. Ich finde sie frisch aus dem Ofen einfach unwiderstehlich. Aber Vorsicht: Der heiße Dampf im Brot kann euch ganz schön die Finger verbrennen!

Probiert doch mal eine gefüllte Variante mit Falafeln und Gemüse oder Salat mit einem Klecks Minzjoghurt. Der Hammer! :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 21. Mai 2017

Marzipan Busserl

Hallo ihr Süßen,

das Rezept heute passt eigentlich in jede Jahreszeit. Ihr könnt die Marzipan Busserl zu Weihnachten als Plätzchen backen, aber auch im Frühling, wenn ihr zum Beispiel bei anderen Rezepten Marzipan übrig habt.
Ich hatte bei meiner Rhabarber-Tarte zuviel Marzipanmasse gemacht und daher den Rest in Form dieser kleinen süßen Versuchung verarbeitet.

Für etwa 50 Stück braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

200 g Marzipanrohmasse
25 g Zucker
1 Ei


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Marzipanmasse grob reiben und zusammen mit 1 Ei und Zucker mit dem Handrührgerät glatt rühren. Die Marzipanmasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.

3. Mit dem Spritzbeutel kleine Rosetten auf ein mit Backfolie ausgelegte Blech aufspritzen.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten lang backen bis die Busserl goldbraun werden.

5. Auf dem Blech abkühlen lassen und in einer Plätzchendose aufbewahren, gleich vernaschen oder verschenken.


Vielleicht sind die Busserl ja auch was als kleine Beigabe ins Osternest für die Familie, Freunde oder Nachbarn?

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 19. Mai 2017

Kokoswaffeln mit Beerensauce

Hallo meine Lieben,

ich wette, jeder von euch kennt das. Ihr hört ein Wort oder denkt daran und das löst bei euch sofort eine Kette von Assoziationen und Emotionen aus. Wenn ich zum Beispiel "Rote Bete" höre denke ich an muffige Erde und eingesaute Küchengeräte. Nicht besonders schön, aber ich mag eben keine Rote Bete.
Ganz anders ist das bei Waffeln. Da habe ich sofort den herrlichen Duft in der Nase und ab da kämpfen dann zwei Bilder in meinem Kopf gegeneinander. Die dicken Waffeln mit den festen "Rippen" und die eher dünnen, runden, die aus einzelnen "Herzen" bestehen. Letztere hat meine Oma - wenn wir sie lange genug angebettelt haben - in einem alten gusseisernen Waffeleisen auf dem Gasherd für uns gebacken. Die waren schon allein wegen der vielen Liebe und der harten Arbeit ein Traum! Welche Waffeln mögt ihr denn lieber? Dick und knusprig oder dünn und zart?

Heute habe ich ein Waffelrezept, das glutenfrei ist und wirklich wenig Kohlenhydrate enthält. Ihr könnt den Zucker auch durch Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker ersetzen. Habt ihr eigentlich schonmal Alternativen zu Zucker probiert, wie zum Beispiel "Xucker" oder "NoSugarSugar"? Ich habe damit experimentiert und bin mit der Süße und dem Geschmack ganz zufrieden. Aber ich finde es gruselig, da es sich einfach nach Chemie "anfühlt" und eben nicht nach etwas, das man gerne essen möchte.


Für 4 bis 6 Waffeln braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
6 Eier
1-2 EL Zucker
1 Prise Salz
100 g gemahlene Mandeln
60 g Kokosmehl
1/2 TL Vanillepulver oder 1 TL Vanilleextrakt
1/2 Dose Kokosmilch (200 ml)
2-3 EL Öl

dazu Beeren nach Belieben
und 1/2 Dose Kokosmilch (200 ml)
oder Vanillesoße


So wird's gemacht:

1. Die Eier in einer Küchenmaschine mit dem Schneebesen schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig ist.

2. Die trockenen Zutaten (Zucker, gemahlene Mandeln, Kokosmehl, Vanille) in einer Schüssel mischen. Danach diese Mischung unter den Eierschaum heben, dann die Kokosmilch dazu rühren.

3. Waffeleisen vorheizen und mit etwas Öl einpinseln. Eine Kelle der Masse pro großer Waffel auf das Waffeleisen geben und dann zuklappen. Bei der ersten Waffel müsst ihr ab und zu mal nachsehen wie lange die Waffel braucht bis sie eine goldene Farbe bekommt, die anderen Waffeln backt ihr dann eben genau so lange :-) Bei mir hat es etwa 2-3 Minuten gedauert.

4. Für die Soße Kokosmilch und Beeren in einen Mixbecher geben und pürieren. Nach Geschmack noch etwas süßen, kommt auf die Beeren an. Ein paar Beeren ganz lassen und beim Anrichten über die Soße streuen.


Ich habe eine Vanillesoße mit Blaubeeren und die Kokoscreme mit Erdbeeren dazu serviert und kann mich nicht entscheiden was mir besser schmeckt. Was ist euer Favorit? Ich freu mich auf eure Nachrichten und Kommentare.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 10. Mai 2017

Gefüllte Champignons

Hallo meine Lieben,

jetzt wo es endlich wieder wärmer wird und die Gefahr beim Grillen zu ertrinken geringer wird habe ich ein Rezept für euch, das auf dem Grill ganz hervorragend gelingt. Ihr könnt aber ganz prima auch im Backofen oder sogar in der Pfanne gefüllte Champignons machen. Je nachdem zu welchen Zutaten ihr für die Füllung greift passen sie auch in jede Jahreszeit.

Ich habe heute eine sommerliche Variante mit Paprika und Tomaten, Mozzarella und Parmesan für euch. Ihr müsst euch aber wirklich nicht streng an mein Rezept halten. Nur die Mengen der einzelnen Komponenten sollte ungefähr passen, dann könnt ihr ganz wild nach Lust und Laune kombinieren was euch schmeckt.

Die gefüllten Pilze sind eine tolle Vorspeise, eignen sich aber mit entsprechender Beilage aber auch prima als Hauptgericht.

Für die Vorspeise rechne ich 1 bis 2 Champignons pro Person und dazu ein wenig frisches Baguette oder Ciabatta.

Für 12 Champignons braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

12 große Champignons
2 mittlere Spitzpaprika rot
100 g Kirschtomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Mozzarella
80 g Parmesan
Petersilie
Thymian
Basilikum
Salz
Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Champignons mit einem Küchentuch abreiben und die trockenen Enden der Stiele abschneiden, dann die Stiele herausdrehen. Der Pilzhut soll unbedingt ganz bleiben. Ihr könnt noch die weichen Teile am Rand entfernen, dass euer Pilz eine schöne große Schale ergibt und viel Füllung aufnehmen kann.
Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen oder den Grill anwerfen :-)

2. Paprika putzen und sehr fein würfeln, Tomaten in kleine Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und die Champignonstiele ebenfalls klein würfeln. Kräuter hacken und alles zusammen in einer Schüssel vermischen.

3. Parmesan reiben und Mozzarella sehr fein würfeln oder grob reiben. Käse mit den übrigen Zutaten vermischen und würzen. Die Masse sollte sich mit etwas Druck gerade so verbinden, dass sie nicht auseinander fällt.

4. Backblech mit Backfolie oder Backpapier auslegen, Champignons jeweils mit 1-2 Esslöffeln der Masse füllen, es darf ruhig ein ordentliches Häufchen sein, der Käse schmilzt und hält alles zusammen. Mit etwas Parmesan bestreuen.
Wenn ihr die Champignons grillen wollt sollte ihr sie in kleine Päckchen aus Alufolie einwickeln oder eine Grillschale benutzen und diese mit Folie abdecken.

5. Die Pilze werden dann etwa 25 Minuten im Ofen gegart, auf dem Grill gehts etwas schneller. Die Champignons verlieren viel Flüssigkeit, daher dürfen Sie nicht einfach so auf ein Gitter, das gibt nur eine große Schweinerei :-)


Wenn ihr mehr Füllung als Pilze habt könnt ihr damit noch ein paar Scheiben Brot belegen und diese überbacken oder ihr füllt Paprikahälften damit und grillt die dann genau so wie die Pilze. Wenn ihr eine Soße dazu wollt nehmt die Flüssigkeit, die aus den Pilzen ausgetreten ist und mixt sie mit einem Stückchen eiskalter Butter auf, das gibt eine cremige Champignonsoße, die ganz toll dazu schmeckt.

Alles Liebe
Euer Steffen


Samstag, 6. Mai 2017

Scheiterhaufen

Hallo meine Süßen,

ich dachte ja wirklich, dass ich bei deutscher Küche - insbesondere im süddeutschen Raum - schon einigermaßen bescheid weiß. Und dann kommt da dieser Tag im Juni letzten Jahres als mir eine liebe Kollegin vorschwärmt von dem "Scheiterhaufen", den ihre Oma schon immer gemacht hat und der sooooo gut wäre.

Scheiterhaufen??? Ja ok, ich weiß schon, dass gerade hier in und um Würzburg auch eine Hochburg der Hexenverfolgung und -verbrennung war, aber dieses finstere Zeitalter ist ja zum Glück sehr lange her und die Oma ja wohl noch nicht so alt, dass sie das hätte miterleben können.
Was also hat es mit diesem Scheiterhaufen auf sich?

Wahrscheinlich wissen die meisten von euch sofort worum es sich handelt. Mir war das wirklich nicht klar. Ich habe mir das dann ausführlich erklären lassen und es klang verführerisch lecker. Wo ich doch so gern Süßspeisen mag und sich der Scheiterhaufen ja so ähnlich anhört wie ein Kirschenjockel - nur mit Äpfeln und so... Und jetzt ist fast ein Jahr um und ich komme endlich dazu das Rezept mal auszuprobieren. Kennt ihr das, wenn ihr wisst, dass es nur gut schmecken kann, aber es noch eine Stunde dauert bis es fertig ist? Hmmm.. Vorfreude ist so schön! :-)

Für 4 bis 6 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

4-5 alte Brötchen
1/2 Liter Milch
70 g Zucker
50 g gemahlene Haselnüsse
2-3 Äpfel (ca. 500 g)
2 Eier
1/8 Liter Milch
1 Prise Salz
2 EL Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 EL Weckmehl
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt
Butterflöckchen


So wird's gemacht:

1. Die Brötchen in etwa 1 cm dicke Scheiben und diese dann in Streifen schneiden. Milch mit Zucker mischen und die Brötchen damit übergießen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Eine Auflaufform (etwa 20 x 30 cm) einfetten und abwechselnd die Brötchenstücke und die Apfelscheiben hinein schichten. Die gemahlenen Nüsse dazwischen streuen. Wenn ihr wollt könnt ihr hier noch eine Handvoll Rosinen dazu geben.

3. Eier mit Milch verrühren und Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb darunter mischen. Alles gleichmäßig über die Auflaufmasse gießen.

4. Weckmehl mit Zucker und Zimt mischen und über den Auflauf streuen und mit Butterflöckchen belegen.
Etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Wenn es zu dunkel wird stellt die Form eine Schiene weiter nach unten oder deckt sie mit etwas Alufolie ab.


Der Duft des Scheiterhaufens ist fantastisch und ich bin froh, dass ich dieses tolle Rezept bekommen habe!
Danke, Michaela! :-)


Alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 1. Mai 2017

Rhabarberkuchen mit Birnen und Streuseln

Hallo meine Lieben,

kleine Kuchen machen ehrlich gesagt genau so viel Arbeit wie große - aber sie sind einfach ideal wenn man nicht gerade die ganze Kaffeetafel voller Gäste hat und nicht tagelang denselben Kuchen essen möchte.

Ich habe heute mal einen Rhababerkuchen gebacken, aber das war mehr aus der Not heraus. Denn ich habe vor einigen Tagen schon einen gebacken - mit Baiser - hatte aber noch zwei Stangen Rhabarber übrig. Und frischen Rhabarber bekomme ich sonntags nirgendwo, also werfe ich mal einen Blick in die Obstschale und finde dort noch Birnen. Da muss man doch etwas daraus zaubern können. Im Nachhinein ist mir klar, dass die Menge Birnen und Rhabarber auch für eine 26er Form gereicht hätte, aber ich war mir nicht sicher und habe daher eine 20cm Form genommen. Die Mengenangaben habe ich euch auch für die kleine Form aufgeschrieben. Mit der Umrechnungstabelle von Sallys Blog könnt ihr die Mengen ganz leicht auf jede gängige Formgröße umrechnen.

Für eine Springform mit 20cm Durchmesser braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g Butter
100 g Zucker
2 große Eier
150 g Mehl
1 TL Backpulver
70 g gemahlene Mandeln
1 EL Vanillezucker
1 kleine oder 1/2 große Birne
200 g Rhabarber

Für die Streusel
2 EL Mehl
2 EL Zucker
2 EL gemahlene Mandeln
2 EL Butter


So wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20cm Durchmesser einfetten und einen Ring aus Backpapier um den Rand stellen. Eier, Butter und Zucker schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit den Mandeln löffelweise dazu geben.


2. Rhabarber putzen, Birne schälen und Kerngehäuse entfernen. Beides in etwa 1-2 cm große Würfel schneiden und mit dem Vanillezucker mischen.

3. Teig in die Form geben und Obststücke darüber gleichmäßig verteilen. Mit den Händen die Streusel kneten und über dem Obst verteilen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 45 bis 50 Minuten backen bis die Streusel Farbe bekommen.


Der Kuchen ist schnell gemacht und schmeckt echt fantastisch. Wenn ihr süße Birnen habt könnt ihr noch weniger Zucker verwenden als angegeben. Da müsst ihr einfach ein bisschen probieren. Je süßer die Frucht desto weniger Süße braucht der Teig. Der Rhabarber ist ja immer säuerlich. Wenn ihr das Gefühl habt es fehlt noch Säure, oder ihr es doch mit dem Zucker etwas zu gut gemeint habt, dann gebt ein paar Spritzer Zitronensaft zum Obst.

Alles Liebe
Euer Steffen