Freitag, 23. Januar 2015

Mikrowellenmuffins

Hallo ihr Süßen,

mal wieder extreme Schokoladengelüste und keine Lust, sich für einen Kuchen eine Stunde in die Küche zu stellen?
Dann habe ich hier das richtige für euch: schnelle Mikrowellenmuffins mit Schokoladenkern.

Ich habe mindestens zweimal im Jahr viel zu viel Schokolade zu Hause, und zwar nach Weihnachten und nach Ostern.
Dieses Mal hatte ich noch eine Packung dieser Mini-Schokoladentafeln übrig und die verstecke ich dann als Schokoladenkern in meinen Blitzmuffins.

Ihr braucht nur eine Schüssel, eine Gabel und Förmchen für die Muffins. Entweder Papierformen oder kleine Gläser oder Tassen. Ich nehme lieber die stabile Variante, da die Papierförmchen dazu neigen in die Breite zu gehen und dann gibts Mikrowellenfladen.

Für ca. 6 Stück braucht ihr:

6 EL Mehl
4 EL Zucker
2 Eier
2 TL Vanillezucker
2 EL Kakao
6 EL Milch
6 EL Pflanzenöl (z.B. Sonnenblume oder Raps)
Schokoladenstücke zum Füllen


Und so wird's gemacht:

Alle Zutaten bis auf die Schokostückchen miteinander vermischen und in die Förmchen verteilen. Dann verteilt ihr den Teig auf die Formen. Ich habe hier Gläser verwendet, in denen früher mal Duftkerzen eines schwedischen Möbelhauses waren. In die Mitte kommt dann jeweils ein Schokoladenstück. Wenn ihr Zartbitter oder weiße Schokolade nehmt gibt's noch eine nette farbliche Abwechslung.

Die Gläser mit dem Teig kommen dann in die Mikrowelle. Bei mir fahren Sie dann bei 700 Watt ca. 3 Minuten lang Karussell. Sie sind fertig, wenn sie nicht mehr größer werden und die Oberfläche fest wird. Wenn ihr euch nicht sicher seid, macht die Stäbchenprobe und gönnt ihnen im Zweifel noch eine Extrarunde in der mikrowelle.

Wenn ihr die Muffins später aus der Form essen wollt müsst ihr die Gläser nicht einfetten, wenn sie herausgestürzt werden sollen, ist einfetten sinnvoll. Allerdings habe ich bisher trotzdem noch keines unfallfrei herauslösen können. Ich finde die kleinen Kuchen im Glas aber gerade in ihrer Form sehr hübsch und serviere sie so auch gern. Ideal für spontane Besucher :-)


Mit diesem Rezept seid ihr für jeden Überraschungsbesuch gerüstet. Viel Spaß beim Backen und Genießen!
Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 21. Januar 2015

Pastinakensuppe mit Kressepesto

Hallo meine Lieben,

Brrrrrrrrr............ ist das kalt geworden! Wer konnte denn damit rechnen, dass es im Januar tatsächlich einmal Winter wird?
An solchen Tagen übt meine Couch eine ganz besondere Anziehungskraft auf mich aus. Decke über den Kopf und warten auf Frühling.
Für die Wärme von innen sorgt eine heiße Suppe aus Pastinaken, verfeinert mit einem frischen Kressepesto und Croutons aus Vollkornbrot.



Für 4 Portionen Suppe braucht ihr:

500 g Pastinaken
1 Liter Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Becher Sahne
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat
100 ml Weißwein (könnt ihr auch weglassen)

Für das Pesto:

1 Schale frische Kresse
30 g Haselnüsse
30 g Parmesan gerieben
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Zitronensaft
50 ml Olivenöl

außerdem: 2 Scheiben Vollkornbrot


Und so wird's gemacht:

1. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und darin andünsten.

2. Pastinaken putzen (evtl. schälen) und in kleine Würfel schneiden. Zur Zwiebel geben wenn diese anfängt zu bräunen. Ein paar Minuten mitdünsten.

3. Mit Weißwein oder - falls ihr ihn weglassen wollt - mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe mit geschlossenem Deckel so lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Pastinaken weich gekocht sind. Dazu immer wieder mal mit einem Messer hinein pieksen. Bei mir hat das etwa 15 Minuten gedauert. Je feiner ihr die Pastinaken schneidet, umso schneller ist die Suppe fertig. Ab und zu umrühren.

4. Die Suppe pürieren und/oder passieren und mit den Gewürzen und Salz abschmecken.

5. Während die Suppe kocht könnt ihr das Pesto machen. Dazu Kresse abschneiden und mit den Nüssen (gerne angeröstet), Parmesan, Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl in einen Zerkleinerer geben oder in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab zu einer zähen Masse zerkleinern.

6. Für die Croutons das Vollkornbrot in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett rösten bis die Brotwürfel kross sind.

7. Aus dem Pesto mit zwei Teelöffeln kleine Nockerln ausstechen und mit Croutons auf die Suppe geben.


Beim Pesto könnt ihr außer Kresse auch ganz klassisch Basilikum nehmen. Aber probiert doch mal was anderes, wie wäre es zum Beispiel mit Ruccola oder Petersilie? Haselnüsse könnt ihr auch prima austauschen durch alles nussige, das euch schmeckt. Mandeln, Cashewkerne, Walnüsse, Macadamienüsse, Erdnüsse,... einfach nehmen, was da ist.

Bin gespannt, wie euch das Rezept gefällt. Schreibt mir doch mal.

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 18. Januar 2015

Mohnblume

Hallo meine Süßen,

ich hatte euch ein Rezept versprochen, mit dem Ihr ohne großen Aufwand viel Eindruck schinden könnt, und hier kommt es - meine Mohnblume.
Die Mohnblume ist - wie ihr sicher schon vermutet habt - mit meiner Mohnfüllung gemacht, die ich euch ja schon vorgestellt habe. Das tolle an diesem Rezept ist aber mal wieder seine Vielseitigkeit. Ihr könnt außer Mohn auch Nussfüllungen nehmen, Nutella, Marzipan oder was euch noch so einfällt.

Die Grundlage ist immer ein Hefeteig. Ich habe den Hefeteig aus meinem Grundrezept verwendet, für eine Blume reicht die halbe Menge. Wenn ihr ungesüßten Teig nehmt müsst ihr die Blume unbedingt mal mit einem Pesto füllen. Das ist eine geniale Beilage zu jedem Grillfest. Heute bleiben wir aber erstmal bei der süßen Variante.

Ihr braucht dafür:

1/2 Hefeteig aus dem Grundrezept
Mohnfüllung
Boden einer Springform
Backpapier



Und so wird's gemacht:

1. Hefeteig nach Rezept herstellen und aufgehen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Backpapier auf die Größe des Springformbodens zurecht schneiden und mit ein wenig Butter auf dem Boden ankleben.

3. Mohnfüllung herstellen.

4. Den Hefeteig in drei gleiche Stücke teilen. Jedes Teil möglichst rund auf die Größe des Backpapiers ausrollen.

5. Die erste Lage Teig auf das Backpapier legen und die Hälfte der Mohnfüllung darauf verteilen und glatt streichen.

6. Eine weitere Lage Teig darauf legen. Achtet darauf, dass der Teig möglichst genau die untere Lage abdeckt. Je genauer ihr hier arbeitet umso schöner sieht das Ergebnis später aus.

7. Die übrige Mohnfüllung auf dem Teig verteilen und mit der dritten Lage abdecken. Die Dritte Lage sollte genauso so groß sein wie die übrigen. Mein Experiment mit einer größeren dritten Schicht, die auch den Rand abdeckt kann ich euch nicht empfehlen.

8. Jetzt drückt ihr ein Glas oder eine kleine runde Ausstechform möglichst mittig auf den Teig. Außen herum markiert ihr mit einem Messer oder Torteneinteiler
16 Stücke. Dazu immer Viertel markieren und diese jeweils halbieren.

9. Die markierten Stücke schneidet ihr nun mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig durch alle drei Teigschichten ein. Dabei spart ihr den in der Mitte markierten Kreis aus.

10. Wenn alle Stücke eingeschnitten sind nehmt ihr zwei nebeneinaner liegende Stücke, eines in die linke und eines in die rechte Hand. dann dreht ihr beide Stücke zwei Mal gegeneinander und legt sie wieder ab. Dadurch entsteht das sternförmige Muster. Ihr könnt auch die äußeren Enden der Stücke noch zusammendrücken und rund formen, damit es noch mehr an Blütenblätter erinnert.

11. Legt die Blume dann auf ein Backblech. Ich habe versucht, sie auf einem Rost zu backen, aber da der Teig im Ofen noch kräftig aufgeht ist es hier möglich, dass euch Teigstücke herunter rutschen und das Ergebnis dann einfach nicht mehr schön aussieht. Auf dem Blech kann nix nach unten abhauen :-)

12. Auf der mittleren Schiene ca 25 - 30 Minuten goldbraun backen.


Die Mohnblume könnt ihr jetzt wie einen Kuchen anschneiden oder einfach die einzelnen Blütenblätter abzupfen und genießen.

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 16. Januar 2015

Mohnfüllung

Hallo meine Lieben,

kürzlich habe ich euch meinen Marmorkuchen mit Mohnfüllung gezeigt. Heute habe ich noch ein weiteres Rezept für eine Mohnfüllung für euch, die ohne Kochen ganz schnell hergestellt werden kann und mit der ihr alle Möglichen Kuchen und Gebäcke füllen könnt.

Die Wasserhörnchen schmecken auch mit Mohn prima und auch Dampfnudeln, Buchteln, Hefezöpfe oder -schnecken eignen sich prima, um mit Mohn gef´üllt zu werden.

Ihr braucht dafür:

200 g geriebenen Mohn
2 Bio-Eier
100 g Butter
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker


Und so wird's gemacht:

1. Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle zerlassen.

2. Alle übrigen Zutaten dazu geben und gründlich miteinander verrühren.

3. Das gewünschte Gebäck mit der Mohnmasse füllen und backen.



Ihr könnt auch einen einfachen Mürbeteig herstellen, ausrollen und mit Mohnmasse bestreichen. Dann zusammenrollen und in Scheiben schneiden. Das gibt leckere kleine Mohnschnecken als Teegebäck. In die Masse könnt ihr auch ein paar Tropfen Arrak oder Rum-Aroma geben, wenn ihr das mögt.

Ein ganz einfaches Rezept, mit dem ihr aber richtig Eindruck schinden könnt zeige ich euch bald. Seid gespannt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 15. Januar 2015

Wasserhörnchen

Hallo ihr Lieben,

was sind Wasserhörnchen? Etwa kleine putzige Tierchen, die im oder am Wasser leben und eine gewisse Ähnlichkeit mit Eichhörnchen nicht leugnen können?
Oder gar eine technische Vorrichtung, mit der die Wasserleitung elegant um Kurven geführt wird? Möglicherweise. Jedenfalls habe ich keine Ahnung, wie die Krümmungen in Wasserrohren genannt werden, und nur weil bisher kein Tier entdeckt wurde, auf das die Bezeichnung passt möchte ich dessen Existenz doch nicht gänzlich ausschließen.

Allen Eventualitäten zum Trotz sind Wasserhörnchen durchaus existent und zum Glück auch sehr leicht reproduzierbar :-) Es handelt sich um eine besondere Variante von Nusshörnchen aus Hefeteig. Die Besonderheit liegt darin, dass der Hefeteig nicht wie üblich an einem warmen Ort aufgeht, sondern in kaltes Wasser gelegt wird. Wer das noch nicht kennt sollte dieses Rezept wirklich unbedingt einmal ausprobieren.

Für etwa 25 Hörnchen braucht ihr:

380 g Mehl
125 g Butter
1 Würfel frische Hefe
4 EL lauwarme Milch
1 Prise Salz
3 Eier
4 EL Zucker










Für die Nussfüllung:

200 g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
1-2 EL Butter
1 EL Vanillezucker
3 EL Zucker
1 TL Kakao



Und so wird's gemacht:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken. Milch, Hefe und 1 TL Zucker hinein geben und zu einem dünnen Vorteig verrühren. 10 Minuten stehen lassen. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Währenddessen die Nussfüllung herstellen. Dazu die Butter zerlassen und mit den übrigen Zutaten vermengen bis die Masse gut zusammenhält. Ich habe bei meiner Füllung keinen Kakao dazu gegeben, aber es gibt der Masse eine schönere Farbe.

3. Salz, Butter und Eier zum Mehl geben und einen Hefeteig herstellen. Ich nehme dafür gern den Knethaken der Küchenmaschine, aber ihr könnt den Teig auch mit den Händen kneten. Der Teig soll glatt und geschmeidig sein und nicht mehr kleben. Dann zu einer Kugel formen. Den Zucker NICHT dazu geben, das ist wichtig!

4. Die Teigkugel in eine große Schüssel mit kaltem Wasser legen, dass er gut bedeckt ist. Der Teig soll wirklich deutlich unter Wasser sein, denn er schwimmt nach oben, wenn er ausreichend aufgegangen ist. Wenn euer Teig jetzt nur knapp bedeckt ist, ist es viel schwieriger zu erkennen, wann er fertig ist.

5. Wenn die Teigkugel aufgetaucht ist nehmt ihr sie aus dem Wasser und knetet jetzt den Zucker ein. Nehmt noch etwas Mehl, wenn der Teig durch die Feuchtigkeit zu klebrig geworden ist.

6. Jetzt könnt ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dünn ausrollen und mit einer Schüssel etwa 10 cm große Kreise ausstechen.

7. Auf jeden Kreis 2 TL Nussfüllung geben und den Teig aufrollen. Die Teigrolle dann noch zu Hörnchen biegen und auf Backfolie oder Backpapier setzen.

8. Das Backblech auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 17 Minuten backen bis die Hörnchen goldbraun sind.


Wie euch sicher aufgefallen ist, kommt hier der Zucker erst ganz zum Schluss in den Teig. Das hat zwei Gründe. Zum Einen würde der Zucker zuviel Wasser im Teig binden, während er auf Tauchfahrt ist, zum Anderen könnt ihr den Zucker so auch ganz leicht weglassen und die Hörnchen statt mit Nussfüllung mit einer herzhaften Masse füllen.

Ihr könnt die Hörnchen vor dem Backen auch mit einer Eigelb-Milch-Mischung einstreichen, damit sie einen goldenen Glanz bekommen, oder sie nach dem Backen mit einer Puderzucker-Vanillezucker-Mischung bestäuben. Herzhafte Hörnchen könntet ihr mit geriebenem Käse bestreuen oder auf die Eier-Glasur etwas grobes Salz und Pfeffer streuen. Es gibt so viele Möglichkeiten wie es Geschmäcker gibt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr das Rezept ausprobiert und mir von euren Erfahrungen und Ideen berichtet und Bilder schickt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 13. Januar 2015

Couscous-Salat

Hallo meine Lieben,

nach den vielen süßen Leckereien zur Weihnachtszeit oder im Winter generell ist es jetzt doch endlich mal wieder an der Zeit für Frisches und Pikantes.
Ich habe beim letzten Einkauf auf dem Markt große Lust auf frisches Gemüse und Salat verspürt und mich nach einem kurzen geistigen Ausflug in die Speisekammer für einen Couscous-Salat entschieden.

Hier kann so ziemlich alles rein, was euch schmeckt. Ich habe als Basis eigentlich immer Gurke und Tomate drin und variiere mit den übrigen Zutaten je nach Laune, Saison und Angebot. Wenn ihr den Salat als Hauptgericht esst, reicht meine Angabe für 2 reichliche Portionen. Als Beilage ergibt das Rezept 4-6 Portionen.

Ihr braucht dafür:

100 g Couscous (Instant)
200 ml Gemüsebrühe
1/2 Salatgurke
3 Tomaten
3-4 Frühlinszwiebeln
1/2 Paprika
2-3 Zweige Minze
1 Bund Petersilie
Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Zucker
Ras el-Hanout (nach Belieben)


Und so wird's gemacht:

1. Gemüsebrühe aufkochen und vom Herd nehmen. Couscous dazu geben, umrühren und 5-10 Minuten quellen lassen.

2. Gurke schälen und fein würfeln. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Kerne entfernen, mich stören sie nicht.

3. Tomaten würfeln, auch hier könnt ihr das Innere entfernen. Aber es ist doch einfach zu schade zum wegwerfen, also nehmt es dazu oder kocht eine Tomatensoße :-) Paprika ebenfalls fein würfeln. Hier kommt das Innenleben selbstverständlich nicht in den Salat.

4. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Ich habe sehr kleine Frühlingszwiebeln bekommen, darum habe ich einen ganzen Bund verwendet.

5. Zitrone auspressen und ca. 3 EL Zitronensaft mit 5 EL Olivenöl vermischen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn ihr es habt und mögt gebt eine Messerspitze Ras el-Hanout dazu. Das ist eine Gewürzmischung, die dem Couscous einen sehr spannenden und orientalischen Geschmack verleiht, der sehr schwer zu beschreiben ist, da bis zu 25 Gewürze in der Mischung vorkommen.

6. Petersilie und Minze fein hacken und zum Gemüse geben.

7. Gemüsemischung mit dem Couscous mischen und das Dressing dazu geben. Gut durchmischen und 15 Minuten ziehen lassen.


Bei den Mengenangaben könnt ihr natürlich auch varrieren. Wenn ihr mehr Gemüse im Salat wollt, nehmt einfach mehr oder anderes. Und schließlich kommt es ja doch auf die Größe an (egal, was man euch bisher erzählt hat *g*). Wenn es also große Fleischtomaten sind, reicht vielleicht eine, bei kleinen Romatomaten können es auch mal 4 oder 5 sein.

Wenn ihr kein Ras el-Hnout habt probiert doch mal das: Gebt eine kleine Prise Zimt zum Couscous und einen Hauch Piment. Gerade so viel, dass man sich fragt "Irgendwas schmecke ich da noch im Hintergrund, aber was?". Solch feinen Geschmachsnoten verwirren den Gaumen und geben jedem Essen das Gewisse "Je ne sais quoi" :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 11. Januar 2015

Hefezopf

Hallo ihr Lieben,

ein schöner locker-luftiger Hefezopf zum Frühstück, eine große Tasse Milchkaffee oder Kakao dazu, ein gutes Buch und zwei bis drei Sonnenstrahlen... was braucht's mehr zum Glücklichsein?

Das schöne daran ist, dass ein guter Hefezopf wirklich keine Kunst ist und niemand Angst davor zu haben braucht. Ich zeige euch hier, wie es geht.
Ich habe hier ein Rezept, das entweder zwei mittelgroße oder einen großen (breiten) Zopf ergibt. Probiert beim Backen einfach aus, welche Formen und Größen euch gefallen und teilt den Teig entsprechend auf.

Ihr braucht dafür:

500 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
4 g Salz
60 g Zucker
2 EL Vanillezucker
75 g weiche Butter
1 Ei
200 ml lauwarme Milch

außerdem:
1 Eigelb
2 EL Milch
Hagelzucker


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 170°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Hefe in die Milch bröckeln und darin auflösen. 2 EL des Zuckers dazu geben und gut umrühren, 10 Minuten stehen lassen.

3. Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker vermischen.

4. Aufgelöste Hefe, Butter und Ei dazu geben mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, der nicht mehr an der Schüssel klebt. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

5. Den aufgegangenen Teig noch einmal durchkneten und halbieren. Dann jede Hälfte nochmal in drei Stücke teilen und diese zu etwa 40 cam langen Strängen rollen.

6. Aus den Strängen einen Zopf flechten. Ihr könnt natürlich mit jeder beliebigen Anzahl an Strängen flechten. Der Dreistrangzopf ist meiner Ansicht nach am einfachsten, aber tobt euch hier ruhig aus :-)

7. Die Enden des Zopfes schlagt ihr nach unten um, sodass ein runder Abschluss entsteht.

8. Zopf aufs mit Backpapier belegte Blech legen und mit der verquirlten Eiermilch einpinseln und mit Hagelzucker bestreuen.

9. Auf der mittleren Schiene etwa 30 bis 35 Minuten backen bis er goldbraun ist.


Aus dem Grundrezept könnt ihr auch verschiedene gefüllte Zöpfe backen. Wie das geht zeige ich euch demnächst. Bis dahin wünsche ich euch viel Freude beim Backen und Genießen.

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 8. Januar 2015

Badekonfekt

Hallo meine Lieben,

selbst gemachte Geschenke finde ich deswegen so toll, weil man damit nicht nur das Geschenk an sich, sondern auch die Zeit, Leidenschaft und Ideen des Anderen mit geschenkt bekommt. Jemand hat sich Gedanken gemacht, was mich erfreuen könnte und sich die Mühe gemacht, das selbst herzustellen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob es sich dabei um einen selbst gebackenen Kuchen, etwas handwerkliches oder gebasteltes handelt.

Meine Badekugeln oder Badebomben habe ich euch ja schon vorgestellt. Die kamen bei den Beschenkten bisher sehr gut an. Außer den sprudelnden Kugeln könnt ihr auch pflegendes Badekonfekt ganz einfach selbst herstellen. Dazu braucht ihr nur ein paar wenige Zutaten und ein paar passende Formen. Pralinenformen aus Silikon eignen sich sehr gut, aber auch einfache Eiswürfelformen sind gut geeignet.

Für ca. 15 Badepralinen braucht ihr:

110 g feines Meersalz
15 g Maisstärke
5 g farbige Tonerde
(könnt ihr weglassen oder etwas
Lebensmittelfarbe zugeben)
38 g Kakaobutter
20 g Sheabutter
20 g Fluidlecithin super
(ihr könnt auch Milchpulver nehmen,
das erfüllt den Zweck fast so gut)
40 Tropfen naturreine ätherische Öle


Und so wird's gemacht:

1. Salz, Stärke und Tonerde in einer schüssel mischen (mit dem Schneebesen gründlich verrühren). Wenn ihr Milchpulver als Emulgator verwendet rührt es ebenfalls unter.

2. Kakaobutter und Sheabutter schmelzen. Fluidlecithin super dazu geben (nicht nötig, wenn ihr Milchpulver verwendet).

3. Ätherische Öle eintropfen. Ich nehme z.B. 15 Tropfen Rosengeranie, 10 Tropfen Rosenholz, 15 Tropfen Bergamotte.

4. Jetzt die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Kochlöffel gut verrühren.

5. Wenn ihr wollt könnt ihr einige getrocknete Blütenblätter in die Pralinenförmchen streuen. Dann gießt ihr die Masse in die Formen und stellt sie für 1 bis 2 Stunden ins Gefrierfach bis sie ausgehärtet sind.

6. Pralinen vorsichtig aus der Form drücken und in kleine Papierförmchen setzen oder in Seidenpapier einpacken. Wie auch bei den Badekugeln ist hier der Hinweis "Nicht zum Verzehr geeignet" wichtig, damit sie nicht versehentlich angebissen werden.


Ich habe Pralinen mit Kakao gemacht, die sehen echter Schokolade zum verwechseln ähnlich. Auf dem Bild kamen sie gerade aus dem Tiefkühler und sind ein wenig angelaufen. Das gibt sich aber und nach einer Stunde bei Zimmertemperatur haben sie einen frischen und angenehmen Glanz. Die fertigen Pralinen legt ihr in die Wanne und lasst dann Wasser einlaufen. Das Badekonfekt löst sich dann nach und nach auf und gibt die pflegenden und duftenden Öle ins Wasser frei. Je Vollbad reichen ca. 3 Pralinen.
Meine Öle und die anderen Zutaten beziehe ich entweder bei Drangonspice oder im Naturkaufhaus.

Ich wünsche euch viel Freude beim Freude schenken.

Alles Liebe
Euer Steffen

Dienstag, 6. Januar 2015

Marmorkuchen mit oder ohne Mohn

Hallo meine Lieben,

es ist wieder einmal Zeit für einen Klassiker: Marmorkuchen. Das ist wirklich einer der ersten Kuchen, an die ich mich so erinnern kann. Ich habe mich heute für eine dreifarbige Marmorierung entschieden und zu dem hellen und dem schokoladigen Teig noch eine Mohnfüllung dazu gegeben. Die könnt ihr bei dem Rezept aber auch einfach weglassen und habt einen super einfachen und köstlichen Marmorkuchen.

Für eine Guglhupfform mit 24 cm Durchmesser braucht ihr:

250 g Butter
180 g Zucker
5 Eier
100 g Schmand
350 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 EL Kakao


Für die Mohnfüllung braucht ihr:

150 g geriebenen Mohn
80 ml Milch
30 g Butter
30 g Zucker


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Milch aufkochen, Butter und Zucker hinzugeben und verrühren. Zuletzt den Mohn unterrühren und beseite stellen bis der Teig fertig ist.

3. Butter mit Zucker schaumig schlagen.

4. Eier einzeln dazu geben und jedes Ei für etwa 1/2 Minute unterrühren. Dann den Schmand dazu geben.

5. Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unterrühren.

6. Eine Form einfetten und die Hälfte des Teigs gleichmäßig darin verteilen.

7. Zur übrigen Hälfte des Teiges das Kakaopulver dazu geben und unterrühren. Wenn ihr wollt gebt hier noch 2 EL Nutella dazu.

8. Die Mohnmasse auf dem hellen Teig verteilen und anschließend den dunklen Teig darüber geben.

9. Mit einer Gabel durch alle Teigschichten die Massen vermischen. Dazu die Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen.

10. Auf der mittleren Schiene ca. 60 Minuten backen.

11. Kuchen in der Form abkühlen lassen und dann vorsichtig auf ein Gitter stürzen.


Ich backe den Kuchen gern in einer Napfkuchen- oder Guglhupfform, die angegebene Menge passt aber auch gut für eine Kastenform mit 25-30 cm.
Der Marmorkuchen ist zwar ein "trockener" Kuchen aber dank des zugefügten Schmands wird er schön feucht und wenn ihr noch etwas Nutella in den Schokoladenteig gebt sorgt das auch nochmal für zusätzliche Feuchtigkeit.
Wenn ihr keinen Schmand habt könnt ihr auch Saure Sahne oder Crème fraîche nehmen. Außerdem könnt ihr einen EL Rum oder einige Tropfen Rum-Aroma dazu geben.

Viel Freude beim Backen und alles Liebe

Euer Steffen

Montag, 5. Januar 2015

Käsekuchen ohne Boden

Hallo meine Lieben,

Käsekuchen ist ja ein echter Klassiker und in unzähligen Varianten zu finden. Ich mag ganz besonders gern den Käsekuchen ohne Boden, da er so schnell und einfach gemacht ist und herrlich saftig schmeckt.

Ihr könnt hier wie bei jedem Käsekuchen ganz nach eurem Geschmack noch etwas dazu geben. Mandarinenspalten oder Rosinen, Kirschen oder Schokostückchen.
Probiert einfach mal aus, was euch in den Sinn kommt.

Für eine 26cm Springform braucht ihr:

200 g Butter
180 g Zucker
2 EL Vanillezucker
6 Eier
100 g Mehl
2 TL Backpulver
1 kg Quark
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 180°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.

3. Eier trennen. Die Eigelbe zur Butter geben.

4. Quark löffelweise dazu geben und unterrühren. Zitronenschale mit dazu geben.

5. Eiweiß zu sehr steifem Eischnee schlagen.

6. Mehl mit Backpulver mischen und in die Quarkmasse sieben und unterheben (nicht mehr rühren).

7. Zuletzt den Eischnee unter die Masse ziehen.

8. Springform einfetten und die Masse hinein geben und glatt streichen.

9. Auf der mittleren Schiene ca 60 Minuten goldbraun backen. Kuchen in der Form auskühlen lassen.


Ihr könnt hier sehen, dass mein Ofen auf einer Seite stärker heizt als auf der anderen. Wenn das bei euch auch so sein sollte, dann dreht den Kuchen einfach im Ofen, wenn er auf einer Seite schon gebräunt ist.

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 3. Januar 2015

Neujahrsbreze und Glücksschweinchen

Hallo meine Lieben,

das neue Jahr hat begonnen und wieder habe ich eine Tradition aus meiner Heimat vermisst: Die Neujahrsbreze (ja, bei uns zu Hause heißt das Breze. Nicht Brezn, nicht Brezl) oder das Glücksschwein. Hier in Würzburg gibt es so merkwürdige Neujahrsringe, die irgendwie nach nix schmecken, bröseln und auch nicht schön aussehen. Mag sein, dass man das als Eingeborener anders sieht, aber ich brauche meine Neujahrsbreze. Deswegen habe ich sie mir halt doch noch selbst gebacken.

Optisch war meine Breze jetzt nicht so gelungen, aber dafür finde ich mein Glücksschweinchen umso hübscher. Und geschmacklich sind beide einfach toll (ist ja auch derselbe Teig) :-)

Für 5 Brezen oder Schweinchen braucht ihr:

500 g Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
4 g Salz
60 g Zucker
2 EL Vanillezucker
75 g weiche Butter
1 Ei
200 ml lauwarme Milch

außerdem:
1 Eigelb
2 EL Milch
ggf. Hagelzucker
Rosinen (für die Augen)


Und so wird's gemacht:

1. Backofen auf 170°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Hefe in die Milch bröckeln und darin auflösen. 2 EL des Zuckers dazu geben und gut umrühren, 10 Minuten stehen lassen.

3. Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker vermischen.

4. Aufgelöste Hefe, Butter und Ei dazu geben mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, der nicht mehr an der Schüssel klebt. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

5. Nach der Gehzeit den Hefeteig nochmals kräftig durchkneten und in 5 gleiche Teile schneiden.

6. Für dei Brezen jedes Teigstück zu einem langen Strang rollen und die Brezenform schlingen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

7. Für die Schweinchen den Teig etwa 1 cm dick ausrollen und einen Kreis von etwa 12 cm Durchmesser ausschneiden oder ausstechen. Ich nehme dafür eine Müslischale. Die Teigreste wieder verkneten und erneut ausrollen. Nun einen etwa 4 cm großen Kreis ausstechen oder schneiden (ich benutze einen Eierbecher) und aus diesem Kreis mit einer Lochtülle die beiden Nasenlöcher ausstechen. Die Schweinenase dann auf den großen Kreis an die richtige Stelle legen.
Aus dem jetzt noch übrigen Teig zwei Dreiecke mit etwa 3 cm Seitenlänge schneiden und als Ohren auf dem Schweinsgesicht anbringen. Nun noch zwei Rosinen als Augen eindrücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.

8. Eigelb mit Milch verquirlen und die Schweinchen bzw. Brezen einstreichen. Die Brezen mit Hagelzucker bestreuen.

9. Auf der mittleren Schiene ca. 20 bis 25 Minuten backen bis die Backwaren schön goldbraun geworden sind.


Ich bin nun zwar ein wenige zu spät dran für die klassische Neujahrsbrezen und Glücksschweinchen, aber vielleicht reicht das Glück, das sie bringen ja noch aus. Wenn man den Schweinchen das Datum nicht verrät sollte das klappen ;-) So könnt ihr sie nämlich das ganze Jahr über backen und vernaschen.


Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 2. Januar 2015

Pouf - Rundes Sitzkissen selber stricken

Hallo meine Lieben,

seit einiger Zeit sieht man sie immer öfter in Einrichtungshäusern und Dekoläden. Auch bei einigen von euch haben sie sicher schon Einzug gehalten: Poufs.
Diese gestrickten runden Sitzkissen oder Hocker oder wie immer ihr sie nennen wollt.


Vor einiger Zeit habe ich mir von einer sehr lieben Freundin zeigen lassen, wie man verletzungsfrei mit Stricknadeln umgeht und als erste Projekt gleich mal einen Pouf gestrickt. Das ist kinderleicht und eine tolle Anleitung habe ich dazu im Netz gefunden. An der habe ich mich auch orientiert und daher spare ich es mir, alles noch einmal abzuschreiben.

Die Anleitung findet ihr zum Download hier.

Der einzige Unterschied ist, dass ich 10 Maschen mehr angeschlagen habe und die Füllung bei mir aus einem alten Bettbezug besteht, den ich mit kleinen Styroporkügelchen gefüllt habe. Diese kann man im Internet in großen Säcken kaufen. Das Einfüllen erfordert ein bisschen Geschick und einen Staubsauger :) und man muss auch ziemlich aufpassen, nicht aus Versehen einen Hund mit einzufüllen, denn die fanden das alles super spannend.

Ich kann euch alle nur ermutigen, das einmal auszuprobieren. Ich habe für meinen Pouf ungefähr eine Woche gebraucht. Ob das schnell ist oder nicht vermag ich nicht einzuschätzen. Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Zeit und auch die Hunde haben den Pouf schnell als warmen Liegeplatz vor der Heizung erkannt. Inzwischen ist es eine Art Hase-und-Igel-Spiel - wer schnell genug ist, bekommt den begehrten Platz.

Alles Liebe und viel Spaß beim Stricken (bei dem grauen und nassen Wetter will doch eh keiner vor die Türe)
Euer Steffen