Dienstag, 1. Mai 2018

Low Carb Rhabarberkuchen mit Baiser

Hallo meine Lieben,

Wer von euch kennt oder benutzt diese Aussage hier gelegentlich: "Ich koche lieber, denn da kann ich kreativer sein. Beim Backen muss ich mich genau an das Rezept halten, sonst klappt es nicht."?
So habe ich auch noch vor ein paar Jahren gedacht. Zwar habe ich immer mal wieder experimentiert, aber das Ergebnis war dann doch manchmal nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Dabei ist es so einfach. Man muss da auch keine Wissenschaft daraus machen, obwohl es beim Backen schon ein paar elementare Grundregeln gibt. Sobald ihr aber ein bisschen geübt darin seid, könnt ihr euch ruhig auch mal etwas trauen. Tauscht mal Zutaten durch andere mit ähnlichen Eigenschaften aus und seht, was dabei heraus kommt. So bin ich zum Großteil meiner glutenfreien Rezepte und meiner low carb Rezepte gekommen. Dabei ist immer klar, wie das Ergebnis aussehen soll - den Weg dahin gilt es dann zu entdecken.


Heute habe ich mein absolutes Lieblingsrezept für Rhabarberkuchen in eine glutenfreie Version nahezu ohne Kohlenhydrate umgewandelt. Die Zutaten dafür bekommt ihr mittlerweile in fast jedem Supermarkt.

Für eine 24cm Springform braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

150 g Butter
100 g Erythrit (z.B. Xucker light*)
1/2 TL Vanillepulver
3 Eier
2-3 EL Milch
75 g Kokosmehl*
75 g Reismehl*
75 g gemahlene Mandeln
5 g gemahlene Flohsamenschalen*
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
500 g Rhabarber
2 Eiweiß
1 TL Zitronensaft
75 g Erythrit*


So wird's gemacht:

1. Rhabarber putzen und in ca. 1-2 cm große Stücke schneiden. Backofen auf 160°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Butter mit Erythrit und Vanillepulver cremig rühren und die Eier unterrühren. Das klappt besser, wenn alle Zutaten die gleiche Temperatur haben, also entweder alles aus dem Kühlschrank kommt oder alles Zimmertemperatur hat.

3. Die Mehle mit den Mandeln, dem Backpulver und den Flohsamenschalen mischen und löffelweise dazu geben und verrühren. Wenn der Teig zu trocken wird etwas Milch dazu geben.

4. Springform am Boden einfetten. Teig in die Form geben und glatt streichen. Das geht ein bißchen schwieriger als mit normalem Rührteig, aber wenn ihr einen Löffel etwas anfeuchtet, geht es ganz gut. Rhabarberstücke darauf verteilen.

5. Auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen.

6. Aus den zwei Eiweiß Schnee schlagen und Erythrit und Zitronensaft dazu geben. So lange schlagen bis der Zucker sich aufgelöst hat.

7. Die Baisermasse auf dem Kuchen verteilen und den Kuchen nochmals für 20 Minuten backen bis das Baiser einen goldenen Schimmer bekommt.


Mit diesem Rezept wird der Rhabarberkuchen zu einem Genuss ganz ohne schlechtes Gewissen, denn er hat viele gute Proteine und gaaaaaanz wenig Kohlenhydrate. Dass er so gesund ist schmeckt man aber fast gar nicht. 😉

Alles Liebe
Euer Steffen



* Einige Links verweisen auf Angebote auf externen Seiten, auf denen Ihr die Produkte kaufen könnt. Wenn ihr über die hier verlinkten Seiten einkauft erhalte ich zur Unterstützung meines Blogs eine kleine Provision.

Samstag, 28. April 2018

Kleiner Ricotta-Blaubeer-Kuchen

Hallo meine Lieben,

kürzlich habe ich etwas entdeckt, was ich ausnahmslos verrückt und zudem total überflüssig finde. Es gibt doch tatsächlich Backformen für halbe Kuchen. Ja sogar für Kuchenviertel. Also wirklich ein Viertel von einem Kreis.
Habt ihr sowas schon einmal gesehen? Mir ist schleierhaft warum man so etwas erfinden musste. Ein Kuchen sieht doch rund immer aus wie er aussehen soll und nicht wie "angeschnitten". Wenn euch also ein normaler Kuchen zu viel ist, dann nehmt doch einfach eine kleine runde Backform und - ZACK - Kuchen wie er sein soll! :-)

Ich habe heute einen kleinen Ricotta-Blaubeer-Kuchen für euch, der in einer 20cm Form gebacken ist. Mit der Umrechnungstabelle von Sallys Blog könnt ihr die Menge der Zutaten ganz einfach auf jede andere Formgröße umrechnen.

Für eine 20cm Form braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

Für den Teig:
100 g Mehl
30 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
40 g kalte Butter
evtl. 2-3 TL Milch

Für die Füllung:
300 g Ricotta
150 g Joghurt (z.B. Heidelbeere, oder auch Natur)
60 g Butter
2 Eier
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
100 g Blaubeeren
1 Prise Salz
1 TL abgeriebene Zitronenschale


So wird's gemacht:

1. Aus Mehl, 30 g Zucker, 1 Salz, Eigelb und Butter einen Mürbeteig herstellen. Nach Bedarf etwas Milch dazu geben. In Folie eingewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Für die Füllung die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Ricotta und Joghurt vermischen. Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen. Eigelb, Zucker, Butter, Zitronenabrieb und Puddingpulver glatt rühren und dann den Eischnee vorsichtig unterziehen. Ich habe Heidelbeerjoghurt genommen, weil ich noch mehr Beerengeschmack im Kuchen haben wollte. Das hat auch geklappt, aber durch das Eigelb und die Farbe des Joghurts war der Kuchen dann insgesamt nicht mehr sooo hübsch. Wenn ihr mehr Wert auf die Optik legt nehmt besser Naturjoghurt :-)

3. Den Mürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen oder gleich in die Form drücken. Ich habe so einen kleinen Teigroller, mit dem ganz prima in der Backform klappt. Einen etwa 3 cm hohen Rand formen.

4. Die Ricottamasse in die Form gießen und glatt streichen. Zuletzt die Blaubeeren darauf verteilen. Auf der mittleren Schiene ungefähr 50 Minuten backen bis die Ricottamasse schön fest wird und der Rand ganz leicht Farbe bekommt.
In der Form abkühlen lassen und erst dann den Ring lösen.


Ihr könnt die Blaubeeren natürlich auch unter die Masse mischen oder einfach noch mehr Beeren nehmen und sowohl in die Creme als auch oben drauf geben. Der Kuchen ist richtig luftig und fruchtig und schmeckt an heißen Tagen gekühlt besonders gut!

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 21. April 2018

Kichererbsencurry

Hallo meine Lieben,

nicht erst seit unserem Urlaub in Thailand habe ich meine Liebe zu Currys entdeckt. Unterscheiden muss man da nur zwischen dem Curry als Gewürzmischung und dem Curry als Gericht. Letzteres ist absolut mein Fall. Bei den Gewürzmischungen kommt es schon drauf an.... Es gibt da ja Pulver, Pasten und allerlei andere Konsistenzen.
Für die Thai-Küche verwende ich hauptsächlich Currypaste und zwar am liebsten die grüne.

Andere Currys, wie auch mein Kichererbsencurry, mache ich dann aber lieber mit roter Currypaste. Ich glaube da gibts auch keine festen Regeln, lasst einfach euren Geschmack entscheiden, was ich am liebsten womit kombiniert.
Ebenso halte ich es mit den übrigen Zutaten. Dieses Rezept zeigt euch nur eine von vielen möglichen Varianten.

übrigens ist das Curry - ganz unabsichtlich - vegetarisch und sogar vegan. 😉

Meistens gibts bei uns dazu Jasminreis, aber es passt auch sehr gut zu Süßkartoffeln und zu asiatischen Nudeln.


Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1 EL Öl (z.B. Rapsöl oder Kokosöl)
2 mittelgroße Zwiebeln
2 – 3 rote Paprika
400 g frische Tomaten
oder 1 Dose gehackte Tomaten
1 Dose Kichererbsen (ca. 400 g)
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
2 TL rote Currypaste
1 Dose Kokosmilch
1 Limette
Salz, Pfeffer


So wird's gemacht:

1. Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln in Spalten schneiden, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Paprika und Tomaten in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. Kichererbsen abgießen und abtropfen lassen.

2. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebeln darin andünsten, dann die Currypaste dazu geben und anschließend Knoblauch, Ingwer, Kichererbsen und Paprika. Alles zusammen etwa 5 Minuten dünsten, dann die Tomatenstücke dazu geben. Weitere 7 bis 10 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

3. Zuletzt die Kokosmilch unterrühren, alles nochmal erhitzen und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.


Wenns nicht vegan sein muss habe ich noch ein Rezept für Kabeljaufilets auf Kichererbsencurry mit Süßkartoffelpüree für euch. Seid gespannt!

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 7. April 2018

Apfel-Brownies

Hallo meine Süßen,

Apfelkuchen schmeckt lecker, Apfelkuchen mit Nüssen sogar noch etwas besser. Brownies sind auch toll, und Brownies mit Nüssen sind eine Sünde wert. Wie viele Sünden sind dann wohl meine super schokoladigen Apfel-Brownies mit Walnüssen wert?

Ein saftiger Schokoladenteig mit gehackten Walnüssen, bedeckt mit einer Schicht leicht säuerlicher Äpfel, garniert mit einem Topping aus noch mehr Nüssen und flüssiger Schokolade. Bestimmt schmecken die Brownies auch mit Streuseln oder Karamellsoße himmlisch... Auf die paar Kalorien kommt es dann auch schon nicht mehr an. 😎

Für ein Backblech braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

1,2 kg Äpfel
1/2 Zitrone (Saft)
330 g Mehl
3 TL Backpulver
400 g Kuvertüre zartbitter
250 g Butter
250 g Walnusskerne
300 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 TL Salz
7 Eier
1 TL Kokosfett


So wird's gemacht:

1. 300 g Kuvertüre grob hacken und dann Butter und Schokolade in einem Topf bei niedriger Hitze unter Rühren schmelzen und dann zum Abkühlen für etwa 10 Minuten beiseite stellen.Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen Backrahmen (ca. 30x40 cm) darauf stellen.

2. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in 1-2 cm große Würfel schneiden und mit Zitronensaft vermischen. Walnüsse grob hacken.

3. Mehl mit Backpulver mischen. In einer großen Rührschüssel die Eier mit, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Dann die Schokoladen-Butter-Masse darunter rühren. Zuletzt das Mehl und 200 g gehackte Walnüsse unterheben.

4. Die Masse in den Backrahmen gießen und glatt streichen. Apfelwürfel gleichmäßig darauf verteilen und etwas in die Masse drücken. Die restlichen Walnüsse darüber streuen. Auf der mittleren Schiene für etwa 40 bis 45 Minuten backen.

5. Wenn die Brownies aus dem Ofen kommen könnt ihr die restlichen 100 g Kuvertüre hacken und mit dem Kokosfett schmelzen. Die geschmolzene Schokolade dann in Klecksen auf den Brownies verteilen und abkühlen lassen.


Falls ihr keine Walnüsse mögt oder vertragt versucht es doch mal mit Macadamianüssen. Die passen auch ausgezeichnet zu Brownies!

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 31. März 2018

Brioche

Hallo meine Lieben,

süße, goldbraun gebackene Luft. So in etwa könnt ihr euch meine Brioche vorstellen. Die Brioche ist ein feines Gebäck aus Hefeteig, der mit Ei und Butter gemacht wird und richtig viel Zeit zum Gehen bekommt. Dadurch wird die Brioche ganz zart und zerfällt schon beinahe im Mund. Brioche schmeckt pur, oder mit Butter oder Marmelade bestrichen, in Milchkaffee oder heiße Schokolade getunkt... sicher fällt euch noch mehr ein.

Ich habe heute meine erste Brioche gebacken, nachdem ich lange im Internet recherchiert und verschiedene Rezepte miteinander verglichen habe. Nachdem der erste Versuch mich gleich überzeugt hat teile ich auch das Rezept sofort mit euch.







Für eine Brioche braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

450 g Mehl
1 Ei
1 Eiweiß
160 g Butter
80 ml Wasser
1/2 Würfel Hefe
1 TL Salz
2 gehäufte EL Zucker

außerdem:
1 Eigelb
2 EL Milch
2-3 EL Hagelzucker


So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln und mit 2 TL Zucker und Wasser zu einem Brei verrühren. Mit etwas Mehl überstreuen und die Schüssel zugedeckt 10 Minuten stehen lassen.

2. Alle übrigen Zutaten rund um den aufgegangenen Vorteil herum in die Schüssel geben und den Teig mit dem Knethaken der Küchenmaschine etwa 10 Minuten lang langsam kneten. Der Teig ist fertig geknetet wenn er einen leichten Glanz bekommt und sich gut von der Schüssel löst.

3. Den Teig mit etwas Mehl rund wirken. Dazu die Teigkugel immer vom Rand her in die Mitte falten und dabei darauf achten, dass der Schluss immer zu euch zeigt und die glatte Seite immer nach unten. Dann de Teigkugel mit dem Schluss nach unten wieder in die mit etwas Mehl ausgestreute Schüssel legen und zugedeckt nochmals 1,5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

4. Backofen auf 160°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Backring auf 24 cm Durchmesser einstellen.

5. Jetzt wiegt ihr den fertig aufgegangenen Teig und teilt ihn in 7 gleich schwere Stücke. Diese Teigstücke wieder rund wirken wie oben beschrieben und dann die 7 kleinen Kugeln in den Backring verteilen. Eine Kugel in die Mitte, die übrigen sechs Kugeln außen herum.

6. Eigelb mit Milch verrühren und die Teigkugeln damit einstreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen und nochmals abdecken und etwa 15 Minuten stehen lassen. Dann auf der mittleren Schiene für etwa 30 bis 35 Minuten backen bis die Brioche eine schöne goldbraune Farbe bekommt.


Die Brioche schmeckt am besten ganz frisch, wartet also nicht zu lange bis ihr diese Köstlichkeit vernascht.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 21. März 2018

Süßkartoffelbrot

Hallo meine Lieben,

kennt ihr die fabelhafte Szene mit der "Birne Helene" aus Loriots "Pappa ante Portas"? Ich könnte mich wirklich jedes Mal beömmeln, wenn ich nur daran denke. Hier mal der Link zum Clip für alle Fans und solche, die es werden wollen.

Bei manchen Rezepten muss ich auch an diese Szene denken, denn was einem da so unter diversen Namen angeboten wird ist häufig recht kurios. Richtig verwirrt bin ich immer, wenn die Bezeichnungen Brot und Kuchen irgendwie überlappen. Es gibt Bananenbrot, aber Kürbiskuchen, Apfelbrot und Karottenkuchen.... Ich habe für mich noch keine klare Definition und Abgrenzung finden können, Aber ich glaube, wenn der Kuchen in der Kastenform gebacken wird und die Zutaten aus dem Gemüseuniversum stammen, nennt man es wohl eher Brot. Möglicherweise auch, wenn die Rezepte eher aus dem amerikanischen Sprachraum stammen, denn dort werden die Kastenkuchen auch als "Bread" bezeichnet. Wenn ihr mehr dazu wisst und mir helfen könnt meine Verwirrung zu beseitigen bin ich sehr dankbar für eure Kommentare und Nachrichten.

Heute habe ich für euch ein Süßkartoffelbrot. Das ist ein Kuchen 😉 aus der Kastenform und schmeckt unglaublich gut! Die Süßkartoffel und der Ahornsirup harmonieren toll miteinander und die Walnüsse geben dem Ganzen noch das gewisse Etwas.

Für eine Kastenform mit 22 cm braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF

300 g Süßkartoffeln
60 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
120 g Ahornsirup
1 Ei
80 ml Milch
1 TL Zimt
10 g frischen Ingwer
1/2 TL Vanillepulver oder
Mark einer Vanilleschote
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Walnüsse


So wird's gemacht:

1. Die Kastenform gründlich einfetten oder mit einem Bogen Backpapier auslegen. Ich benutze lieber Backpapier, damit bekommt ihr den Kuchen ganz leicht aus der Form.

2. Süßkartoffel schälen und in etwa 1 cm große Stücke würfeln. Mit einer Tasse Wasser 15-20 Minuten weich kochen. Dabei den Deckel auf dem Topf lassen. Wenn zuviel Wasser verkocht ist, etwas nachgießen. Restliches Wasser abgießen und die Süßkartoffeln pürieren. Zum Abkühlen beiseite stellen.

3. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Ingwer schälen und fein reiben. Butter und Zucker gut verrühren. Süßkartoffelpüree, Ahornsirup, Ei, Milch, Zimt, Ingwer und Vanillemark dazu geben und alles miteinander verrühren.

4. In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen. Die Süßkartoffelmasse dazu geben und alles gut verrühren. Walnüsse grob hacken und unter die Masse rühren. Auf der mittleren Schiene ungefähr 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.


Ihr wisst ja wahrscheinlich schon, dass ich bei einfachen Kuchen kein großer Freund von Dekoration und viel Zuckerguss und sowas bin. Aber wenn ihr das mögt, dann passt eine Glasur aus dunkler Kuvertüre mit der herben Schokoladennote sehr gut zum Süßkartoffelbrot. Wer es süßer mag, der kann einen Zuckerguss mit Puderzucker und etwas Milch und Ahornsirup anrühren und den Kuchen damit einstreichen. Ich habe mein Süßkartoffelbrot mit einer Mischung aus Puderzucker und Noisette-Trinkschokoladenpulver bestreut.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 10. März 2018

Origami mit Büchern - gefaltete Kunstwerke

Hallo meine Lieben,

Dinge wegwerfen, die nicht kaputt sind - das gehört definitiv nicht zu meinen Talenten. Vielleicht liegt das daran, dass ich in manchen Gegenständen einfach noch Potential sehe. Auch wenn sie in der ursprünglichen Funktion ausgedient haben, sind sie vielleicht noch zu etwas anderem nutze.

In meinem Keller habe ich allerhand Kram, den mein Spatzl nur zu gern auf den Müll werfen würde, dem ich aber in Gedanken schon ein neues, zweites Leben eingehaucht habe. Wenn ich dann einmal Zeit finde und mich kreativ austoben will, dann..... Naja mal sehen wann Zeit und Kreativität gleichzeitig auftreten 😉

Zu meiner Idee mit den gefalteten Kunstwerken aus Büchern bin ich auf einem holprigen Weg gekommen. Ich habe von meiner lieben Schwägerin erfahren, dass ihr Schwager "Bücher faltet" und dass daraus richtige Kunstwerke entstehen. Dabei fiel mir ein, dass ich so etwas schon auf Bildern gesehen hatte. Dann habe - Wochen später - schon fast vergessene alte Bücher in meinem Keller entdeckt. Und dann, als wieder einige Zeit ins Land gegangen war, habe ich die richtigen Bilder bei Pinterest angezeigt bekommen.

So habe ich mein erstes Buch gefaltet. Ein Namensschriftzug für eine liebe Arbeitskollegin.

Das Falten geht bedeutend einfacher, wenn man eine Vorlage hat. Diese Vorlagen könnt ihr zum Beispiel hier erstellen. Einfach kostenlos registrieren und loslegen. Bücher mit einem alten Leinen-Einband finde ich für diese Technik besonders attraktiv.

Ihr braucht dafür:

Ein altes Buch mit 350 bis 450 Seiten
Einen Cutter oder ein Bastel-Skalpell
Einen Stift (den man weg radieren kann)
Ein Lineal
Ein paar Stunden Zeit


So wird's gemacht:

1. Vorlage erstellen und ausdrucken

2. Auf der Ober- und Unterseite des Buches einige Zentimeter vom Buchrücken entfernt eine Markierung mit dem Lineal ziehen. Der Abstand muss auf beiden Seiten gleich weit vom Rand entfernt sein.

3. Entlang dieser Markierung dann mit dem Cutter einige Millimeter tief einschneiden.

4. Die Vorlage hinter die erste Seite des Buches legen und mit dem Stift die Markierung der Vorlage ins Buch übertragen. Das macht ihr mit jeder einzelnen Buchseite so, bis die ganze Vorlage übertragen wurde.

5. Jetzt gehts mit dem Falten los. Einfach die Ecken jeder Seite nach innen falten, sodass der Falz von der Markierung bis zum Einschnitt verläuft. Für scharfe Kanten könnt ihr den Falz noch mit dem Lineal nachziehen.


Ich habe für das ganze Buch etwas weniger als 2 Stunden gebraucht. Vielleicht geht es mit etwas Übung noch schneller. Mir hat die ruhige, konzentrierte Arbeit sehr gefallen und das Ergebnis hat mich für den ersten Versuch wirklich begeistert. Bin schon gespannt, ob es meiner Kollegin auch gefällt.

Alles Liebe
Euer Steffen

Freitag, 2. März 2018

Kabeljau auf Kichererbsencurry mit Süßkartoffelpüree

Hallo meine Lieben,

hier in diesem Rezept zeige ich euch die Kombination meines Kichererbsencurrys und meines Süßkartoffelpürees, ergänzt um ein gebratenes Kabeljaufilet.

Die Farbliche Kombination ist jetzt nicht ganz so mein Fall, aber geschmacklich hat es mich einfach umgehauen!
Probiert es doch selber mal aus und schreibt mir, ob es euch genauso gut schmeckt wie mir!




Für 4 Portionen braucht ihr:
🖨 Rezept als PDF
🖨 Rezept für Kichererbsencurry als PDF
🖨 Rezept für Süßkartoffelpüree als PDF

Für das Curry:
1 EL Öl (z.B. Rapsöl oder Kokosöl)
2 mittelgroße Zwiebeln
2 – 3 rote Paprika
400 g frische Tomaten
oder 1 Dose gehackte Tomaten
1 Dose Kichererbsen (ca. 400 g)
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
2 TL rote Currypaste
1 Dose Kokosmilch
1 Limette
Salz, Pfeffer

Für das Püree:

1 kg Süßkartoffeln
8 El Milch
4 El Butter
Salz
1/2 TL Zimt
Muskatnuss, frisch gerieben

außerdem:

4 Kabeljaufilets
Salz, Pfeffer
Ingwer


So wird's gemacht:


1. Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln in Spalten schneiden, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Paprika und Tomaten in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. Kichererbsen abgießen und abtropfen lassen.

2. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebeln darin andünsten, dann die Currypaste dazu geben und anschließend Knoblauch, Ingwer, Kichererbsen und Paprika. Alles zusammen etwa 5 Minuten dünsten, dann die Tomatenstücke dazu geben. Weitere 7 bis 10 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

3. Zuletzt die Kokosmilch unterrühren, alles nochmal erhitzen und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Die Süßkartoffeln schälen, waschen und in etwa 1-2 cm große Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser zugedeckt 20-25 Min. kochen. Dann abgießen und bei sehr milder Hitze im offenen Topf ausdampfen lassen.

5. Milch, Butter, etwas Salz, Zimt, etwas frisch geriebene Muskatnuss aufkochen. Die Süßkartoffeln mit der Milch-Butter-Masse im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.

6. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, eine Scheibe Ingwer hinein geben und die Kabeljaufilets von beiden Seiten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Curry anrichten.


Auf eure Kommentare und Nachrichten bin ich sehr gespannt!

Alles Liebe
Euer Steffen